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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-12-16 · 18 (16.12.1935) · p. Seite 142

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
18 (16.12.1935)
Date
1935-12-16
Page
Seite 142 (sequence 4)
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142 — wenig hier „vsciiatt«*,» wunl«*. All«* «Ii« -«* Frag«*,» drängt»,» nach . iin r l.öMing. dir* aber nicht dadurch erreichl wird, d.id in.m <i«*n .lud« n>taat proklamiert, daß man Tran>j> f Imien haben will, eine Legion aufstelll und di« \ralir irg«*n<lw ,«• entfernt. So ed, n Phantasten, ab« i kne Politiker aus Veranlw«»rli»ng. — Pomeranz M-hi.v;' '« im mit grnßcm keilall ausgenommen,',» Ausfo u -«ü mit <l,*n Worten \nn Wei/mann: ..Politik ist . ]i\ lang- ,ni, s H«d»ren dur« I» starke Brett«*r— t>;-r flankt« in seinem hlußw«»rt dem R«*dn«*r. nt) I, einmal kurz die Ausführung« n mn Foih'-ian/ zu-amm« n und wies noch aut einige ak- :i- F: .»g. n hin. «h« den Revisionismus kennzeichnen. R .l.-o von i iin proklamierten Boykott der nationaJen I «N j• titi ■ «laß »in h nur , in Weg g« zeigt wird, wie : n tu R« iii kommen m>JI. \f.f?* :».*sakna und >!. r llt'ikuah wurde «Ii«- V ... e g.*>! i11 issi’i: M. Gastspiel des Orchesters des Kulturbunds Rhein-Main, Frankfurt a. M. I. Abonnemtntveranstaltun!* «Irr Muttsartrr Jüd. kunxtgemrinsebaft. Vüjtaki «!*•« Mittlrer.,nstaltunu«‘n «t«*r stutigar *11■ ji> :Kniisig« in,*,ns. halt g:»sti« rt«' das I)r h i o - Kultiid' u n d s R h «• i n M a i n un ♦ . I iun^ . in- > Ditig«*ntcn II a n > \V i 1 h «* I in 'f i!> i i*.. ix! nitieren Leiters «t« Franklurlcr '- 1? taug ••nthehrt« Genuß eines Sini k'- - wurde damit au« h uns, ^« r (iein«'ins« liall i. . «*r\\ artiingsv«dh H'»r,rs. liatt trillt,' «hn I . .gi-. i t.i-g.tnii mit M ii d «• I s s «» h ii- R. :; I \ x II «•!• i . d «* n O u v e r 1 ii r e. die mit i‘ >;o i « m.iiiti-- hfn KlanuzaiilHT di«* brausende Ri (i.-lr ig und di still. LrhalH-nh *it «I, s Ozeans erst- -i. i».«> m okan'- l-ort«* des Or« h, st,*rs un«! h «II n .Signal«* der Hbrm \ers« hmolzen ni.:. in -rnl. r u «I in in»n;«*r «vii«t«r neuen, immer «vi«*- •;.• tig. i, Ril«l. «I.‘x d«*r Komponist mit «tiexein U - i k „•/-:■ ah« ■;;.«t : s i; ii n; ,i n n s lei!,» Konzert tarn! i» X \ ’s h u v «■ r « in,*1» cnindmuxikalN« •hm. t«*«*h- -• i r- . g«-x« Indien Interpreten. Das an :!. x itisprii« hsMille Werk wurde durch «lies,* \\ - -g d», lind Ir*:, alle seine charakteristisch«*,» I-■ u'i'ii*. h 'M. ö im h (Nt. rt Li« tit strahlen. Die ur- >: i. «ci‘!»• Link.,- I: d.-r Thematik. die herUs 11..i.*r L.'io ü;*il,r-um» «!. s v.li.inslrumenls und I d. n t »rh-st, r> «-rklangen s«-h«»t» un«! rein. -in*- ::! Vn-k'ang «les Al»ends war *!»«• All t - -t. : ^.. t T - *:; i ' Is„.l! Nr. .'» \>»n R,, thov, N Mit W. rk -\erd«! si.!i der grob, Meister nach einer!\ »in ' -i>! lUtigst.-d L« l^'Usj I-,-ud«' «ler >intoni«' t w , r|«-n .-rn-t. st. n Froh!« nu n seiner Arh-' "i di. in s.-in« r SM...»nie Nr. i Kr««i« a ihren er- - >. öl-- . - i---n Ans«lr*a« k g« funden Ii.iIn ii. AIht Ii oi- .» Sm; e,ie ist r*ir,e Klan^di« iitun^ fl« s Hehlen-;*.iiü- 'iIii tritt ft, r Kratt «les hand, Irnten Meiis« h«*n - wie .sie in der Kroica gezeichnet ist — die Kraft des leidenden Menschen und der Leberwindung des Leidens entgegen. Mit dem Schicksalsmotiv beginnend, traut sich ein leidenschafterfülltcr erster Salz auf, und dieses Motiv ist zugleich das einigende Rand zwischen dem ersten und den übrigen drei Sätzen: dem Amiante «*on moto, dessen ergreifemies Hauptthema in Varia li«>n«*n zu einem grollartigen Höhepunkt geführt wird um! in dessen friedlicher Stimmung sich zuweilen —- wie drohen«! — der Rhythmus des Schiksalsmotivs vernehmen lallt: dem Allegro, das geheimnisvoll und beklommen aufklingt und in seinem gespenstischen Reigen alle anderen Hauptmotive «les Werkes miteinlM'- zieht. umF dem Finale, in dem die Welt wieder hell und licht wird. Hier klingt jamdizemlcs LcIh*ii durch . die Welt, «las Dunkel ist überwunden und das Werk schließt mit einem kraftvollen Triumphgesang der Zusersieht und des Sieges. H a ns W i ) h e I m S t e i n I» e r g führte sein Or- « bester — das durchaus als R« rufsor« liester anzusehen ist — in allen Werken, l»esomlers al>er In'i Beethoven, zur sollen F.ntfallung seines reif«*n Könnens. Seine straffe Zeichengebung und sein mitreißender Schwung ließen Reethosens Werk in einer groß gestalteten. Im*- j geisternden Wie«iergal»e erklingen. Kleine te« hnis« he Mängel der Bläser iiU'rsieht man gern, wenn man aus «ler Hingabe umt dem Kinsatz des einzelnen dieser Musiker erkannt hat. «laß hier mit relativ Ix-schränk teil Mitteln Hm hstes erreieht wäret. Wir danken Hans Wilhelm SteinlnTg uixi seinem Or« bester, und wünschen, «laß sie ihre hohe Mission auch weiterhin erfolgnmd, erfüllen mögen. Max (iellhorn. Die Kunstausstellung der Stuttgarter Jüdischen Kunstgemeinschaft. Dir Kunstausstellung, die vom 1.—1.» De- /«■iiihrr in den Räumen der Stuttgart-Loge von der jüdischen Kunstgemeins« haft veranstaltet worden ist. Ix»t «li.-smal nur .einen Aussehnitt aus «lern Kunstschaffen d,*r hi«*sigen jmliMhen Künstler und Künstlerinnen. K* muß Ix dauert werden, daß Künstler, die aus dem Stuttgarter jüdisehen Kunstlelren nicht fortzudenken sin«K ilie diesjährige Ausstellung nicht Ixs« hickt ha Inn. Ks wäre erfreulich gewes«n wenn die Ausstellung einen Kinhlick in das Schaffen aller jüdischen Künstler vermittelt hätte. Au« h ist zu I»« dauern, daß in der Ausstellung jüdisch«* Motive, biblische Stoffe fehlten. Die Stoffe Ix schränkten sii h aut Landschaften. Stillet»«',i und Porträts. I g n a 7 K a u t m a n n hat si< h au« I, im letzten Jahr mit den Problemen ft« r P«*rs|M'klive un«l d« s Lichtes in «ier freien Natur aus<*inunderg«*sftzl. Probleme, «tie ihn immer wieder zu neuer Gestaltung reizt«*,». Das zeigen s, im* ..Straudhilder'. ..der Sehloßplatz '. der Aussehnitt aus den .. Anlagen . s«»vvj«* ..di«* holländische Dort straß«-'. die einen wesentlichen Fortschritt in seiner Kunst bedeuten. Kr ist in «ler Zeuduiung klarer umt iii seinen Farin*,» reiner und leuchtender geworden. Von den Porträts verdienen die reizende» Kind, rköpb heu besondere Krwähnung. Hier versteht er die Wirkung*- möglirnkeit der Pastelltechnik voll auszuwerten. Auch Dina Cymbalists Arbeiten zeigen erfreuliche Fortschritte. Ihre Porträtkunst hat an Lebendigkeit und Treffsicherheit gewonnen. Ungehemmt, frei von jeder Konvention wagt sie sich an schwierige Aufgaben heran und findet selbst für schwere Kompositionsprobleme eine selbständige Lösung. Unter diesem Gesichtspunkt verdient das „Dreikiuderbildnis” nachdrückliche Beachtung. Kine große Begabung für das Zeichnerische offenbaren ihre Kohlezeichnungen. Dies«* Begabung für das Lineare beherrscht auch ihre Oclgcmälde. die aller durch die Farlx*nfris<‘lie und F;ir- Ix'nfreudigkeit malerisch wirken. Vor Hilde Brandts Arlx iten empfindet mal» ihr starkes Wollen un«i ihr ehrliches Ringen. Wie sehr sic von innen zur Kunst getrieben wird, enthüllt ein Blick in den Krnst ihres Selbstbildnisses. Ihr Wollen ist echt: sie muß, was sie will. Daß alx*r auch ihr Rollen ihrem Können entspricht, zeigen das Bild «les [.Großvaters“ und das „Rlumeiistifle)x*n*'; sie sind zwei starke Talentprolx'n. die beweise n, daß airs der Schülerin eine selbständig Schaffende geworden ist... Ihre Porträts sind «len Landschaften an Aufbau lind Kindringlichkeit überlegen. Meta Freu sucht ihre Motive im Süden, dessen Farlx-nreichtum sie in ihren Bildern einzufangen versteht. Ihre Aquarelle sind der Natur abgetauscht, ihre Oelbilder Kompositionen mit guter Raumverteilung und starker Farbwirkung. Die Bilder verraten die gute Schule und zugleich das eigene künstlerische Krfassen und Krleben. — Schlicht und unaufdringlich malt Alice H a a r b u r g e r . getriebe n von der Freude am Schönen und der Lust, es darzustellen. Kin gewisser Hang zum Romantischen und Märchenhaften ist in dem ..Bergahorn'* und im ..Feuerha« hertat unverkennbar. Ihr Studienkopf ist eine erfreuliche Leistung und gibt ihr den Weg zur Fortentwicklung an. — Klara Neuburger hat bereits ihren Stil gefunden. Starkes Korm- «rlebnis und tiefempfundener Farbensinn sprechen aus ihren Werken. Besonders „die Traulx*“ sowie der ..Herbststrauß sind von ü!x*rzeugender Kraft. ' Die Art. «tie Farben in ihrer Reinheit uml Tiefe wiederzugelx'ii, kennzeichnen die Künstlerin. — In Marianne W e i I begrüßen wir eine noch unbekannte junge Künstlerin, deren Bilder ..russische Tänzerinnen'* s«>wie die Szenen aus Don Giovani an die Kunst Karl Walsers erinnern. Ihre Gestalten sind keine Vorlagen, sondern malerische Nuancen, poetisch, graziös, dekorativ, die Landschaften verraten gesunde Originalität, sowie Phantasie und Kompositmnstnlenl. — Besondere Hervorhebung verdienen die Kleinplastiken von M. Garthe, in denen starkes Formgefühl und feines Kmpf,n«leii für die Schönheit des m« nschli« hen Ktärpcrs nach Gestaltung ringt. Di r Glei< hklung der Bewegungen kommt in ihrem . Mensch,*npaar zu tiefen rhythmischem Ausdruck. Die Mädcheng«'*tnlten und der Männertors«» sind Zeugnisse einer ernsten Begabung. So In>I di«* diesjährige Ausstellung eine Auslese' von Kunstwerken, die den Besuchern eine Fülle von Anlegungen vermittelt hat. Wir sind ül»erzeugl. «laß diese Kunstausstellung von Jahr zu Jahr wachsendes Interesse finden wird. Wie OFFENE STELLEN Metzgerei Schiffer fWitbronn. Untere nedwrftrafee 14 &iriierfräulem nr.ne Mlii-rr u* ur.b 7 jWw» evtl, ür 7cn .^4i*rr::tüg Per 1. Januar T;E L LE N^G E SUCHE 3ün«rer Kaufmann für Jrn'and und Lager einer Tenilwarenrabnk Nähe Eiuttgan» per 1. Zan. 1936 gesuckH. Angebote u E. 1243 a. b. 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