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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-11-15 · 16 (15.11.1935) · p. Seite 125

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
16 (15.11.1935)
Date
1935-11-15
Page
Seite 125 (sequence 5)
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125 — Irr wsir das Auditorium) einen Preis in Gestalt eines ..Sehokolüdle”. Njiehher kommt fast immer noch ein. anderes Lied. Wir lialien mit der Zeit einen schönen Schatz von hebräische» I.icdern gelernt. Das juhclndc Halleluja, das innige „mal, low uniali »a im", das flehende „w'laher lihhenu". Man singt den Kindern den hebräischen Text vor, lädt ihn ins Deutsche übersetzen, summt die Melodie, sucht verschiedene Ausdrucksmöglich keile», um dem Sinn der Worte und der Weise gerecht zu werden. Man stellt sich z. B. vor, dal! die Chassidiin am Sit» clias Thora zu ihren Liedern, die sie zu Ehren des Geburtstages der Thora singen, tanzen; wir versetzen uns in die osljüdische Geistigkeit und klatschen im Takt zur Melodie. Das Singen bildet einen sehr wichtigen Bestandteil unserer Feier; nicht nur, dal! es wie keine andere Kunst das Band der Gemeinschaft knüpft, eine Stimmung schafft, in die wir die Kinder hincinhringen möchten, es schärft — praktisch gesehen — das Ohr für die hebräische Sprache und führt in den Geist des Judentums rein gefühlsmäßig ein. Nach dem Singen wird Kiddusch gemacht; auf dem weißgedeckten Tisch im Mittelpunkt des Saales befinden sich Brot und Wein. Das „w’schomru b’nei jisroel" verklingt in langsamer und feierlicher Melodie. Ein Lehrer oder ein Junge spricht darauf den Segensspruch üIht Brot und Wein, dem die Kinder lauschen. Früher war es dann so, daß Große und Kleine zusammcnbliehen. Der taufende Wochenabschnitt wurde, soweit er für Kinder geeignet war, besprochen und erklärt. Auf diese Weise rücken die Gestalten und Ereignisse der Bibel in den Gesichtskreis des Kindes und werden Realität und Erlebnis* Aber nicht nur durch die Erklärung des Wochenahschnitts soll die Bibel Besitz von uns ergreifen; Darstellung und Mimik werden zu Hilfe gerufen, das biblische Geschehen wirksam zu gestalten. Ich erinnere mich einer ergreifenden und überzeugenden Aufführung einer Mädchengruppe der „Werkleute", die Hannas Begegnung mit dem Propheten Eli und die Berufung Samuels darstellte. Trotz der äußerst primitiven Mittel, die in Bezug auf Szenerie und Kostüme angewandt werden konnten, war diese ■ kleine Vorstellung dazu angetan, uns die Geschichte Hannas und Samuels wirksam vor Augen zu führen; Hannas große Sehnsucht nach dem Kinde, ihre Goltversunkenheit, des Priesters Unvermögen, in der Seele dieser Frau zu lesen, der Gegensatz zwischen dem gottesfürchtigen Samuel und den weltlich eingestellten Söhnen Elis. Hier kamen auch die 6- und 7jährigen .auf ihre Kosten, denn es gab etwas zu schauen, Anders bei der Behandlung von Büchern wie Stern: „Weg ohne Ende", Epps'tein:„Von Ost nach West”, Le- Zu Gunsten derJüd. Winterhilfe! Fufeball-Städte-Spiel Sonntag, den 17. November 1935,14.30 Uhr Sportplatz des R. j. F., Feuerbacher Tal MANNHEIM - STUTTGART Bar Kochba — R. j. F. kombiniert R. j. F. — Hakoah kombiniert Vorspiele: IO Uhr Jugend; 11 Uhr Alte Herren; 13 Uhr 2. Mannsch. Eintritt: RM. —'75; Stuhlplätze RM. 1.—. Jugendliche unter 14 Jahren RM. —.25 / Vorverkauf RM. —.50. Aufstellung: Stuttgart I. Löwenstein; Aron, Wertheimer; Weil, Grflnfeld, Scher II; Scher I, S. Josef, Mandel, Aronsohn, M. Josef. I Auswanderungs - Angelegenheiten Transferfragen / Liquidationen. 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