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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-07-01 · 7 (1.7.1935) · p. Seite 54

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
7 (1.7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 54 (sequence 2)
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Vi»*r i in den Vereinigten ste ilen, wo er Kern ün i m in a /ioipistisi n.-ii liew. gung wurde.!» 4ls |* l'l.c.: dl“. : ii:I } r \ h ‘ h . ii Weltkri* e %*-|/|r’«*r m* h mit s.-iuer ganzen i^.?. liednerpihi* und unernrn!!:. In n Knergie Dir Vnkl e l’r 7 l^r.i» |s mul di« - aiis, he lienaissanee n s, /, hii d.ihr« r. wol-nle er in Kiez Israel, mit cd 11; genn ins.,nn r \rIm^I eng Ie l'unden. Die jii- - ln \\;; ii'd Nliii: irn :• .e\ins ar immer ah eines > ‘.M* ,v|| i.ed»' li!. ll. Wir i;l Ii n i..i-h-|« in nd zss»d Al»s» Imitle aus - ,1- Sri'--. >|,i ' „Du hast einen besseren Kopf“ I»i. * *1 Kreiheit. meines ungetrübten Krohdu,,-» \bsehluis. |eh erinnere mieh «b ullt h : , \i: iids. rh r «len ^weiten \kl in «lern Drama , mne - ' j.« m -; it.leinde. in Knde eines S« habbatv als «I: /um Vb>. b» flsg» teil le> b«ilig«N Tag» > srk« ■»_. i: w <; und wir mit Kr. u.:? n um den Samowar s.;v , nahm liii.i; mr-Jn V.i'it alt seine Sidte und sag!- Min s..im di. meisten Kimler I» ginn« n ihren ‘ ladt * I uidal - n. |i Ii glaube, du hast einen |fss. ,.:i K ,.N die meisten, wir wollendi« h als«» . iff .I.dii ' di. r .cdangen Pf—»*-n. Von morgen ab bist «in « in »aed-rknabe. «»einig mit «Ii.-s. p wi!«len! r, i '.-!!' I s v.iid /.ii ‘iir «I i< Ii. | mit dem Kernen der Tlmra /,, bg! Nell Da- Xenigk« il dir mir so. unerwartet -.am. w.tr wi« ein Lieht, das in m. ine Seele «tran^. Mit .de. tu s.-hlau'«*-wurde i« b in meinen Augen ein and< r« r. v. •: di. Kig. IIliaN «les unl» kümim-rb n Wiblsang> ab lind i.-gfe die Wijrde «les < .lualerknaIhuI an. Shmarya Levin leh sollte mit dem Kernen der Tlmra am Bitehslen Tilge I» ginnen. «Irr Thora, von der mir mein«' Mutier so viel Kiel» s und lb*rrli« hes erzählt hatte, der Tlmra. <li«‘ im Hefrnin so mau« hes «ler Kieder v<irkam, «lie sie am späten >a« hmitlag«' vor «lern Ab« n«lgel»«'t zu summen pl legte. Die Welt otfn« b' sieh vor mir. und jeh ah mi< h selmn als I», rühmten jiidis«'hen (ielehrlen. als Weltwuinler. als Heiligen: und zuglei« h «iffnet, n sieh mir «lie Tore «ler /ukunfligen Welt: die Welt des Jenseits, das l>ara«lies. die goldenen Throne — alles Worte, die mit der Struktur . unseres Kelmns. unseres Heims auls innigst«' verwolxm un«l mir «tur« h häutig«' Wiederholung xertraul«'r waren als taus,-n«l Dinge «ler maleri.'llen Welt. Oer siebenjäbsixe 'Tslmudisl w,-nn i« h mi, h r,vht «Tinner«*. war j« h sieU'n Jahre alt — I» stimmt nicht älter als sielN'iuin«b‘inhalh —. als ich den Talmud zu studieren anfing. Km! ich begann nicht mit der aus verschiedensten Traktaten zusamniengefli« kb'n üblichen Anthologie — die in allen ( l.edern Ix nutzt wurde — sondern mit dem Originalwerk selbst. Ich machte mich sofort an das Traktat Ib'rachot — die Segenssprüche. Mein Rebbe sagte, um mich wäre ihm nicht hange, nur schwächliche und ängstliche Kinder müssten mit Vorsicht ins kalte Flusswasser geführt werden. Kräftige Kinder dürften sich jählings hineinstürzen, sie könnten es ertragen. Der Anfang war aber nicht so leicht, wie ihn sich mein Rcbl»' vorgestellt hatte, und ich fühlte mich nicht sehr wohl, während ich bei meinen ersten SchwimmwTsttchcn hcrumzappclte. Der Stoff an sich war für mein junges — allzujunges — Hirn nicht schwierig; aller ich hatte mit einem seelischen Widerstand zu kämplen. Ich war zu eng mit der Weit der Bibel verwachsen. einer Welt, in der das (»efiihlsnioment vorherrschte. einer Welt «ler herrlichsten Geschichten und Hegelienheilen. die in einer eigenen innigen Sprache zu der zarten Seele «les Kindes redeten. Die talmudischc Wdl. insbesondere ihr ko«lifikalorisch-theologisches Gebiet. Halachn genannt, ist der Welt der Biiiel diametral entgegengesetzt. Sie ist trocken und logisch wie eine mathematische Formel: nicht von (»efühlsmomenten, sondern von ernster und düsterer Logik wird sie beherrscht. Der Scherz, das Gleichnis, «lie Sentenz, die feurige Bede versclnvanden. und an ihre Stelle trat der intellektuelle Syllogismus, kalt und unhiegsani wie starres Kiscn. l ud der l ehergang von «ler Kinotion z.um Intellekt war schmerzlich. Eine Reise nach Jerusalem. Von I)r. Julius Mosis, Tel Aviv. Mit freundlirhrr Genehmigung der Sehriftleitung des „Mannheimer Israel. Gemeindeblaltsveröffentlichen wir nachfolgend einen überaus intrressanten Artikel des früheren Vorsitzenden des Mannheimer Synagogrnrats, Iir. Julius Moses, der sieh seit einiger Zeit in Krez Israel befindet und seine Heimatgemeinde in vorlrrfllirher Welse Uber Palästina in einer Artikelserie orientiert. Die Sehrifllrilung. Tclicr die Hinwendungen mehrerer Freunde, «laß die Kisenliahnfahrl von Tel Aviv nach Jerusalem lang und langweilig sei, siegte mein Wunsch, Gegenden von geschieht Mellern und landwirtschaftlichem Interesse, die mir noch nie bekannt waren, kennen zu lernen, l'nd so wählte ich stall der üblichen schönen und flinken Fahrt mit dein Aulohus zur Abwechslung den Schienenweg. M. ROTHSCHILD BUCHDRUCKEREI ROTTWEIL a. N. 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