Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XII (1935-1936)
- Issue
- 6 (17.6.1935)
- Date
- 1935-06-17
- Page
- Seite 49 (sequence 3)
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- 49 — alle« verdorben, verschloß er sich in ein erbittertes Schweigen. Noch Tage später kehrte er sich ab. sobald er seiner Krau ansichtig wurde, bis er mit vorschreitender Genesung den Groll samt der Ursuche vergaß. Als etliche Wochen später die Krau wie von andern Seltsamkeiten der rieber/eit auch von dieser ihm erzählte. vermochte er nicht, sich zu erinnern. Kr staunte daß die Krankheit seinen klaren Verstand so hatte verrücken können, und geriet nur für Augenblicke in eine rätselhafte Bewegung, als er hörte, daß Samuel verschieden sei. ohne sich dem Bruder versöhnt zu haben. (Wir «ninrlimen dir torttlcliendr Kr/iiblunf tlt*m Band 17 drr Btiiutienbiidirrei, der unter dem Titel ..Böttdiaft" zwölf l.r/üh lunfen de» Autor» vereinigt.) Das Gemeinschaftskonzert Mannheim-Stuttgart. Zar 6. Veranstaltung der Kunstgemeinschaft am 2. Juni. Die 6. Veranstaltung in der Reihe 1934/35 der Stuttgarter Jüd. Kunstgemeinschuft — ein Geineinschuftskonzert der Instrumentalgemeinschuft bzw. des Orchesters des „Liederkranz“ in Mannheim sowie des Instrumental- und Singkreises der Kunstgemeinschaft — war ein musikalisches Kreignis ersten Ranges, ein imposanter Abschluß des vielseitigen Programms unserer zentralen künstlerischen Institution. Luter Leitung von Kapellmeister Max S i n /. h e i - m e r (Mannheim) spielten die vereinigten Orchester die Ouvertüre C-Dur für Streichorchester und Basso C'ontinuo von J K. Kerinund Fischer, ein Konzert in C»-Dur (Brandenburgisches Konzert Nr. 3) für Streichorchester und Basso continuo von J. S. Bach und ein Oonzerto grosso in F-Dur für Streichorchester und Basso continuo von G. KT. Händel mit einer hervor- UlUtciluHd an atle uaseee £esec! ln den nächsten Tagen wird der Postbdte bei allen unseren Lesern die Abonnementgebühr füf das 3. Quartal 1935 (I.Juli—16. September) in der Höhe) von RM. 1.25 gegen Quittung erheben. Wir bitten dringend, dafür Sorge zu tragen, daß dieser kleine Betrag prompt bezahlt wird, ela bei Nichteinlösung der Quittung die Zustellung der „Gemeindezeitung" von der Post sofort automatisch eingestellt wird. Die Abonnementgebühr wird, worauf wir besonders hinweisen, auch bei allen Lesern eingezogen, die in den letzten Wochen unsere „Gemeindezeitung" bestellt haben. ragenden Präzision und tunlichen Reinheit, die man um so mehr bewundern durfte, als diese Leistungen mit einem Minimum von Proben erzielt werden konnten. Insbesondere das liändcl-Konzertj als Solisten wirkten hier Lene Ilesse-Sinzh|'imer. Mannheim (Violine): Hermann Levi. Munnheim (3 inline): Fritz L i e b h o I tl. Mannheim (Violoncello,: Fritz Rothschild. Stuttgart (C'cjntinuo) mit - war ein Erlebnis für die vielen Hunderte, die tmiz des sommerlichen Wetters den Großcyi Saal des Gustav Sicglc-Hauscs bis auf den letzten Platz füllten und den Ausfübrenden. vor allem abc i ten. begeisterte Ovationen bereiteten, siker hatten sich in den Dienst des Abends gesteht Sie repräsentierten einen klungkür|)cr. der jc-dei .Geste seines feinfühligen Leiters willig folgte und mit wahrhaft künstlerischer Aufgeschlossenheit die genannten Werke zu herrlicher W iedergabe brachte r dein Ihrige» An die HO Mn* Von ganz besonderer Eindringlichkeit war aber das Concerto grosso von Ernest Bloch für Streichorchester und obligates Klavier (Clara Goldschmidt. Mannheim), das die Gäste spielten — ein modernes, interessantes Orchesterwerk von höchsten klanglichen Reizen. Hier spürte mau besonders die instrumentale I radition der Mannheimer, die mit ihrem Dirigenten stürmisch gefeiert wurden und sicherlich das Bewußtsein mit nach Hause nahmen, daß man in Stuttgart große künstlerische Leistungen zu würdigen weiß. Der Singkreis unserer Kunstgemeinschaft sang unter der bewährten Leitung von Direktor Karl Adler Volkslieder in alten Sätzen für gemischten Chor u cappella („Laub. Gras und Blüt“ von L. Senfl und Der Gutzgauch" von L. Lemlin) mit der Einsatzsicherheit und tonlichen Feinheit, die wir schon öfters rühmen durften. Und dennoch muß man die Fähig- - keit des Singkreises, solche in ihrer verschlungenen Polyphonic recht schw ierigen Chöre aus der Blütezeit iles u cappella-Gesunges so stilecht wiederzuggben. immer wieder loben. Dir. Adler gab zu diesem Programmteil einige erläuternde Worte, und da ihm daran liegt, sein Publikum aus der Passivität de4 Zuliörens. soweit es im Rahmen eines Konzertabends möglich ist. in die aktive Teilnahme zu führen, ließ er die Anwesenden beim Lied vom Gutzgauch mitsingen — und mancher der Anwesenden wird erstaunt darüber gewesen sein, daß er das Singen noch nicht cerlernt hat Den Schluß der VortTagsfulge bildete die „Serenatu. im Walde zu singen" für Chor und Orchester von J. Abr. P. Schulz, nach den schönen Versen von Matthias Claudius. Dieses frische Waldidyll atmet so ganz den lieblich-versonnenen Geist nutiirfroher Romantik. (Solopartien hatten Mart hu Eppstein und J. Rosenstock übernommen.) Als die letzten, choralartig komponierten Verse verklungen'waren. herrschte nur ein Gefühl der Anerkennung und des Dankes. Denn es war eine Darbietung. die das Herz in schwerer /eit froh machte. Und dies kann man auch von dem ganzen festlichen Abend sagen. Stattgart, 2. Juni 1939 Heliiewtnkel 5 Meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Paula Jacobs Ist nach schwerer Krankheit am 29. Mal für Immer von uns gegangen „ Tr>uer; MUMMMM iMt a. TraMc Die Beisetzung fand In aller Stille statt. Für die uns aniSßltdi der Barmitwah etwie/enen Jlufmerkfemkeiien danken wir hcrzlidifl. Oberlehrer Adler u. Frau Ulli a. D. Kurl Adler STATT HAKTEN Für die uns anläßlich der Barmizwah unseres Sohnes KURT erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Otto Oppenheim u. Frau STUTTGART. Eberhardstrafie 2 BedeutendesTextil-Engros-Haus bietet tätigem Teilhaber mit mindestens 100000 Mark Einlage aussichtsreiches Arbeitsfeld in Berlin durch Erweiterung des inländ. und Aufbau des ausländ. Geschäfts, vorausgesetzt, daß er ein gewandter, innenorganisatorisch begabter Kaufmann ist. — Angebote unter F. W. 9753 an Borland G. m. b. 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Juni Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatbnachmittag 3.15 Ubr Sabbathausgang 9.05 Ubr Sonntag früh 7.45 Ubr an den! Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr CHdltf fft*. SMetmnödcheo per f statt sber ftchl" * Fit"" vssshsU Mimt. Vi|Mt sstfT M. BU s. 1. ®tsi.«3«Us. Soll JAc Jünd seine Jeden im Sduaaezwald . —■ oeeUittgen? Es ist geplant, wie im letzten Jahre, die _ R.i.F.-HÜTTE ie Mitteltal le> Schwerswald zum Erholungsaufenthalt für Kinder unserer Kameraden zur Verfügung zu stellen. - Der Pensionspreis (Unterkunft reichhaltige Verpflegung, Beaufsichtigung) betrügt für den Tag ca. RM. 220. Um einen Ueberblick über die Teilnehmerzahl zu erhalten, ist es dringend notwendig, daß sich die Eltern bis spätestens 20. Jonl schriftlich an den Unterzeichneten wenden. R.j.F.-HUtta Mitt9ltal Anschrift: Max Uvi« Stuttgart, goMoMraA« <L BERTHOLD AUERBACH-VEREIN Dienstag, den 18. Juni 1935, Hotel Westhelmer, Rotestr. 2, abends 8.15 Uhr, spricht Rabbiner Dr. BAMBERGER über .WAS BEDEUTET UNS MAIM0NIDES HEUTE?" Dienstag, den 25. Juni 1935, Hotel Westhelmer, Rotestr. 2, abends 8.15 Uhr, BEHANDLUNG DES WOCHENABSCHNITTS Wir bitten um recht zahlreichen Besuch dieser Veranstaltungen. Gäste stets willkommen. Holcl Ferien und Erholung in der Sonne von AroSA (Sdbwets) 1800 m Q M. (Inh. B. Levla) _ Modernster Komfort z VonOglldiste Verpflegung z Sehr billige FamiKea-Arrangements » ln der Sonne von jidrtptl 21, Juni Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatbnachmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 9.10 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr 28. Juni Freitagabend 6.4- Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatbnachmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 9.10 Ubr Sonntag früh * 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr Auch die kleine Anzeige! findet - In der Gemeinde- Zeitung ' Immer stärkste EJeachtungi