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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-06-17 · 6 (17.6.1935) · p. Seite 48

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
6 (17.6.1935)
Date
1935-06-17
Page
Seite 48 (sequence 2)
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I - 48 - I cfh-r ii ii 41 Lehrer iiJimtit ju«iixhrn Schult* „,ii—,iiif ein '-n^es Mii\eJnehnn ti /*i>chrn ihror " « Irenen I r/i''ltiiiip»arl>eit mit iler von II.tu** und Bund ”i*l« i'-leirii hur>lre!»en Sie milden ni«Ki nur «Ii«* ihnen .inwTtr.mliii Kinder /ii heuuHten Jml«n erziehen, sond* in iiImt die-, ,iK Mittler die Litern. \\ n mu*'‘*en heul*- -dl' wieder ..zur Nhulef* g'ln ». die Litern niifit ueiieji I als die Kinder I ).ntzel»eii muH der jiidixhe li lii' i der Jii^endl»e\\ epunj: i voll V er-tarnlnis ^ejrennl.t i >t« hen, I r darf im Bnr^l nidit. wie immJi leider •hm den (#e*rner s« ll, p '»der ihn "leidi^iilli^ liei^eili' lassen. Ll' lillllf d.if» -elh^tandl^e («eineiu- '.'ti.dt-'erlelini'» der Blinde '»l-J.illl*»'Il III s, inen » Irenen I i/leliMii^spl.m einfn^en. I Me L» ii n d e '(hiieHli'h inM->-en ^en.in mbeiden /\v ist In n dem I Itieuie^el/ dei I »tiits.il i'»n. de»-en legitime V f r | retei -I« ^ipenulierj der alleren (»eiieration >md. und dem Streben und» kjontinniorlidier judisdier Iniw i< klmjda - alte und jUP^e M, iimIm ii /nsiinmi iifullrf. ">nmii n die indi-tls« ^dnde mdit nur theorelisdi fordi-m. •oikI'tii in V n>^s»r.iih« und /u^iiininenaiin u du iWmki /wi-'l^en I r/iehunu ilurdi den Bund lied duldi die >diule l‘!ll.iue|i h- Ben. I ll« irtli.i'i- "»•hule und I 'ind i: i^en die jildlMhe /ll k 11 II T t i llll'l _.l U/f II < e IM a |i 11» ll. < '! IlUt es UNS. st 4* all* .I' tdi ti.izf.’Mikm rin.: •! t i"> ekes Judentum ,.I m idien vr|i'e|| Vvi. \»r! jt! \ ti .abeil einer ge- 'di 'I ii 11 M Ile ll ''l' 'II ’-h. I »t -It lit h Der Auftrag- Von Ludwig Strauss. / i .i... i. i!>,. :i le eitles laudlidieu Madldien-- /.ddIh /" ■ ► * di * Nim ml und D.ixhi die in jure n |.d le-: w i dlliepruildete ( »es, Ii, dl «it s >«*s |..||" >• ' l Ui die eigenen, m dl UUsidieretl II..id. mtilMen. |).ipd der (..».Muhlere von In ider; «['tdi liM.blalirend pml ' ilfeitiu hell -nur v i ie i'ü. . ein 1!t gt lill, ii dfll XrlfrP’ll \ 4>| sp|| n ||. d.il' d« I in iHudvollei I nif>oruiiV mehr als einmal I ij"!udes ltniders iinfeihrieb: audi ging Samuel d« i < i _ eiien langsamen X.ilnr /uwider. gev^ agte I um i tiehinunuen ein. um s|di nur IMivnl ebenbürtig ll nm |s( ii. der ded» selber d.|s \LlH seines Handelnnodi nidit inuel.atte. In wenigen Jahren riibteten die Bruder unter viel (.epr.dll und Le/.mk ihr f rbe /ugrunde. Wahrend an aller I inbiiHe vni \ erinneren Liner tauben Sinnes ein/ii: dem \nderii sdiuld gab. miiiIider gegeneilige ll.ill so an. dal! nadi ^nflosiing de> gemeinsamen I nie» nehmen- Samuel und l).ivid einander mieden und. wenn sie doi^i sjtii begegnen mnHti'li. gi uHh— und w ni ilos .ineinander vorbeigingen In der kleinen < .emeindr geriet der Bruderzwist vielen /um \erjrernis da-» freilidi mit den Jahren und 'iiadi finditlos« n \ersiidien der Aussöhnung gewmIiiH und kaum mehr btjaditet ward, obsdioii Ixi |ed< m (adle-dieiist « in geij.liier SillII den B.iiiiti an- (ajill hatte wahrm hmeir können, der die Luft des ailueiueiueii (.ebetetriibt<. Samuel und David wurden alt in ilner /rrf-.d e.theit. ohne datf sie aufpehört hatten, miteinander zu leb« n In Zorn oder uneingestandenem Bedauern «bubte Liner des Andern» spradi innerlich mit ihm und spiegelte sich vor. ihn nun endlich seines Lnre«hts zu überführen: der Andere war indessen einer Gegenwart erxel-en. die ihn umfing» als wäre sein Bruder nicht. Oder es g«*sthah auch. daK zu gleicher Stunde jeder mit «lern Bilde des Andern reihtete. und wäre nicht der Baum mit vielen Mauern zwischen ihnen gestan- ,h »I. Jeder hätte in sein Bild vor «lern Andern einireten und das wirkliche Gespriüh hätte anheben können. Samuel, als ihn die Gcbr«*th]ichkeit M-ines Körijers das nahe Lnde mahnte*, begann zu seinen Nä<hsi.'i, wieder von dem Bruder zu spretbeii. und er war in seinen sthvveigsamstet^ W ünschen einer \ersöbnung um so geneigter, je unversöhnlicher er sich in jenen Beden gab. Im letzten Frühjahr. «las er erlebte. hielt ihn eine Natht lang der laute, schwere Wind und die Jagd von Mond und Finsternis vor den Fenstern wach. Die* lösende und bindende Gew alt. die draiilien das starre* Kleinen! neuem Leben zu- Aus jüdischer Geistigkeit. I liMONJ) I I M. Worum ich Jude bin. Mi liin Juili*. Mril Mi. Krad (Trlwircil. Krad M-rlorcn liutlr mir! >- in mir wi«-<h‘r anfli-lx-n fühlt*-. Irlii-mliiior a>- mein di:i-n<". Sdlist. Idi hin Jmlr. »i-il idi. aus I>ra>I (rdiorrn. Krad » i> ,1, r^> siimli 11 lialx' und will, «lall r» naih mir lebt*. I> l>< Ii«li!5> r aK in mir >-« Ih»-«. Mi hin Jmlc. weil ili-r Cilanhc KrarK miii meinem (ii-Kir keinerlei \er/i«hl >erlaii(rl. I di hin Jude, weil der (ihm he KraeK von unimili I ler/en jede l iil'apuii^ fiirderl. hh hin Jude, weil au jedem One. wo ein .-Minier/ hlutet. der Jude hlutel. hh hin Jude, weil in allen /eilen, wo eine \er- /weifliiMir .mf'direil. der Jude hofft. hh hin Jmie. weil das Wort KraeK das älteste und daiieue-te Wort /UjtleMl i't. Idi hin Jude, weil das Versprechen Israels das uni- >ersah' \erspredien ist. hh hin Jude, weil für Krad die Welt Iiodi liidlt «ollemlet ist: die Mensdien sind s. die sie tollenden. Mi hin Jude, weil für Israel der Mensdi nodi niiht er»di.i(Ti-n i't: die Mensdien siml s. die ihn erschaffen. Mi hin Jude, weil Krad idier Israel und die Nationen ih n Menschen und seine hiuheit setzt. Ich hin Jude, weil Krad über den Menschen. Abbild der göttlichen hiuheit. die göttliche hinheit und ihre (iöttlidikeit setzt Nähmaschinen H. Carsch Salt WM Oartaaatr. SO golhiaili) RaparaturwarkatStta lür all* Syatam« bereitete, ihm war sie im Ziehen vieler Schmerze ti durch seine Glieder fühlbar, und er wußte, daß bald sein I.eib jener wilden Fremde eingemischt würde. Darüber brach sein Sinn auf, er hatte, da der Bruder noch stark und verhärtet war. selber zu ihm hin gehen und das Gewesene mit Schweigen löschen mögen. Hand und Blick darbieten und versöhnt sterben In derselben Nacht genoß David im Schlaf den Frieden, den zu suchen er am Tage sich verbot: er war Knabe und Sumuel lehrte ihn neue Spiele, und die Lust dieses Traums schien größer, als je die wache Lust der Kindheit gewesen war. Damals lag im gleichen Städtchen ein jüdischer Kaufmann, der die Brüder kaum mehr als vom Sehen und Hörensagen kannte, an einer fiebrigen Krankheit nieder. Fr war dem Tode nahe gewesen und entfernte sich nun von ihm iii langsamer Kräftigt!ne Zu Zeiten redete er in einer gedüchtnislosen Lntrücxung wunderliche Dinge, in denen weder seine Umgebung, noch, bei nachträglichem Bericht er selber se in gesundes Wesen wiedererkannte. Der Aufruhr der Lüfte um das freiliegende Haus, in dem er wohnte, weckte ihn in jener Nacht lange vor Sonnenaufgang, r.r machte Licht, klingelte der Wärterin, die seine Fran in der Pflege ablöste, saß, als sie kam. aufrecht in den Kissen und rief ihr entgegen: ..Schwerster, ich habe* einen Auftrag.“ Hastig erklärte er ihr. die beiden Brüder, du und dort wohnhaft, sollten sogleich geholt und vor ihn gebracht werden: er müsse sie versöhnen. Auf ihr Krsehrecken. ihre Fragen und Einwände erwiderte er nur. das sei eine heilige Sache, die sie nicht verstehe. Sie suchte ihn uhzulenken und zu beruhigen, er wurde nur dringlicher, und zitternd vor Ungeduld drohte er. selber aufzustehen und zu den Brüdern zu gehen, wenn die Schwester seinem Verlangen nicht willfahre. Die Wärterin, endlich ratlos, weckte die Frau des Kranken, die* ihrem Munne vorhielt, wie es doch nicht ihm zukommc, mit den Unverbesserlichen sich ubzumühen; hoffnungslos sei solche Arbeit aber erst recht zu einer Stunde, in der von Fremden aus dem Schlaf geholt zu werden, eher verbittern als versöhnlich stimmen müsse*. Mit diesen Reden erreichte sie. daß der Kranke im Bett verblieb, ohne daß er aber zu Hinsicht oder Beruhigung gekommen wäre. So schickte sie endlich die Schwester fort, nicht zwar um Samuel und David, sondern um den Arzt zu holen, der dem Kranken die Unsinnigkeit seines Wunsches mehr befehlend als erklärend bekräftigte und hinzufügte, die nahe Heilung wäre verscherzt, wenn jener alte, verderbliche Streit ins Haus gelassen würde. Ueber dem allen war es sonnenhell ge worden: der Fiebernde ermattete und nach schmerzlichen Vorwürfen gegen Arzt und Schwester, schmerzlicheren gegen die Frau, durch ihre Schuld sei nun L 6. Wallcrsf einer Damenmfintelffabrlk Uln a. D. KAUFT unseren jnaerenten I F. LEDERMANN AJIerhdUgenstr. 32. Telefon 21M IS bitte ■■ BiriAiiettpfl aller Art gut und billig bei Mandallaub nur SQImerstrafie 105 billigsten Preisen» (rei Haus. Blumenstr. 18, Telefon 8772 Ernst Mössner MMn m» 24. FwiemUc 7297 Wasch- und Toilettenartikel Fachgeschäft für richtig sitzende Augengl&ser Optiker Eugen Sleppcr vtra. c*r. Kater StutlRrtM, N.uilerstrafte Io ibeim Rathaus) KOHN & ULLMANN Alleinverkauf der Marke Hassia-Sana Gabriel Lebrecht A.-G. Lederfabrik ULM a. Donau QEBR. VICTOR HEILBRONN a. N ULM Strümpfe in a I TANNE sK.r . rtlunntuhl tri DoAor<it;onsstoffep Möbelstoffen / Drellen Teopichen , Bettvorlagen Divandecken usw. i£\ A.aW.Levi siutigari Wk\ Eberhardstr. 71, I. 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