Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XII (1935-1936)
- Issue
- 3 (2.5.1935)
- Date
- 1935-05-02
- Page
- Seite 27 (sequence 5)
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- 27 - f Aus dm Qememdm lüSeUemUegs. Stuttgart. Mit besonderer Aufgeschlossenheit und religiöser Freude wurde heuer das Pesachfest in unserer Gemeinde gefeiert. In der Gaststätte Bloch veranstaltete der Berthold Auerbach-Verein unter Leitung von Kel.-Oberlehrer Jaffe einen Sederabend. dem am folgenden Abend eine Feier unter der Leitung von Synagogenverwalter Krämer folgte. — Auch das flöte! \V e s t h e i m e r veranstaltete eine Scderfeier mit Bel Oberlehrer Leo Adler. An gleicher Stelle kamen am folgenden Abend die Mitglieder der Zionistisdien Ortsgruppe zusammen, deren Seder von Dr. (' li a n a n l.ehrman » gehalten wurde. Au letzterer Veranstaltung wird uns von einer Teilnehmerin des Abends noch folgendes geschrieben: Man begnügte sich nicht mit einem einfachen Vorlesen der llagadah. sondern versuchte, durch Erklärungen historischer und philosophischer Art eine stärkere Verbindung mit dem Text zu schaffen; Hierbei bewiesen besonders clie Mitglieder der Jugendsünde ein starkes Interesse, und man spürte in ihren Fragen die Bereitschaft, weiterhin Träger des Geistes zu sein, der in den jüdischen Ueberlieferungen lebt. Besonderen Find ruck machte es. von diesem Kreise die Worte ..Luschanuh llabuah ..." zu hören, und dabei an ihre Verwirklichung zu denken. So wurde dieser Seder zu einer starken Ausdrucksforni gemeinsamen Mol lens. Stuttgart. Auf Finludung des Kulturbunds in Pforzheim gastierte cor kurzem dort der Inst r ii m e n t ul k r e i s der: Stuttgarter jüd. Kunstgemeinschuft, dessen Leistungen von einer zahlreichen Hörerschuft dankbarst aufgenommen wurden. Unter Leitung von Dir. Karl Adle r spielte das Orchester Merke von Buch. Handel und Torelli. Hilde S ch I e s s i n g e r (Klavier) und Frl.S omni e r (Ginge). Pforzheim', wirkten als Solistiuni-n mit. Stuttgart. Der ..I s r u e I. M ii n nenerein für Krankenpflege u nd L e i ch e n b e s t u t t u n g" hielt um 20. April in der Gaststätte Bloch seine gut besuchte 60. Generalversammlung ab. Der X ersitzende. Leopold Levi, erstattete den Bericht Zum Erla£ Ober die allgemeine Wehrpflicht. Dem Verbundsblatt des Reichsbundes j ü d i - scher Frontsoldaten entnehmen wir folgende Mitteilung der Leitung des R.j.F.: „Das Gesetz über die Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht und die Stellungnahme unseres Bundes hierzu, hat, wie wir hören, zu Erörterungen in berufenen und unberufenen Kreisen Anlaß gegeben. Wir halten es nicht für angängig, uns in diesem Zeitpunkt hierzu des näheren zu äußern. Wir beschränken uns vielmehr auf die Mitteilung, daß wir uns als Wahrer der soldatischen Tradition und der soldatischen Erziehung der deutschen Jugend namens aller ehemaligen jüdischen Soldaten an die zuständigen und maßgebenden Stellen gewandt haben, und daß nach den bisher von diesen eingegangenen Antworten eine Entscheidung über die Beteiligung der Juden an der Allgemeinen Wehrpflicht noch nicht erlolgt ist.“ über das nbgcluufene Vereinsjuhr und gab die Uoborfülirung des uns der früheren Krunkenhuusstiftung der Familie Wolf restierenden Vermögens in eine „Familie Wolf-Stiftung“, über deren /wecke hier schon berichtet wurde, bekannt. Die Chewra konnte allen an sie gestellten Anforderungen gerecht werden und entfaltete auch im vergange nen Vereinsjuhr eine segensreiche Tätigkeit. Leider sind auch im Jahr 1934 wieder viele Todesfälle in der Gemeinde zu beklagen. Im vergangenen Jahre sind 39 Personen in der Gemeinde Stuttgart gestorben. Besonders hoch ist clie Sterbeziffer in den ersten vier Monaten des Jahres 1935, in denen bereits 31 Personen gestorben sind. Zu Ehren der dahi»geschiedenen Gemeindemitgljeder, deren Namen vom Vorsitzenden verlesen w urden, erhob sich clie Versammlung.— Anschließend erstattete der Kassier. \le nko Kupfer, den Betriebsbericht. der von einer ausgezeichneten Kassenführung zeugte. Der Bericht gab \on der weitgespannten Tätigkeit elerChcwru ein besonders gutes Bild. Menko Kupfer betonte, daß in Ansehung der immer mehr um sich greifenden Verarmung und der steigenden Zahl der Todesfälle für clie Zukunft mit Nihmaschlnan Seit 166» Rflparaturwflr katltta H. Carsch Oarteiielr. 80 (Bolhnrfc) fOr all* System« wachsenden Ausgaben zu rechnen ist. Auf die Gewinnung neuer Mitglieder ist daher ein besonderes Augenmerk zu richten. — Bücherrevisor Julius Paul Eppstein hat, wie der Vorsitzende bekanntgab. clie Prüfung von . Kasse und Büchern vorgenommen und alles in vorbildlicher Ordnung befunden. Dem Kassier und dem Ausschuß wurde hierauf Entlastung erteilt. ■— Namens des Dispositionsfonds dankte Louis II i r-s ch für die diesem gewährte Förderung. — Aus den Reihen der Mitglieder wurden verschiedene Wünsche zum Ausdruck gebracht. die nach Möglichkeit erfüllt werden sollen. Eine notwendig gewordene Ersatzwahl ergab die Wahl von Alfred U 11 m a n n in den Ausschuß. Als Kassenprüfer wurden Josef Ottenheimer und Julius Simon gewählt. Eine sehr rege Anssprache über Gemeindeangelegenheiten schloß sich in traditioneller Meise den Geschäftsberichten an. Wie alljährlich wurden Wünsche geäußert. Beschwerden vorgebracht und manche wertvolle* Anregung gegeben. Allen Rednern antwortete der Vorsitzende des Israel. Vorsteheramts. Oskar Rothschild, in erschöpfender Meise. Seinen Ausführungen wurde lebhafter Beifall gezollt. Stuttgart. Die 30. Mitgliederversammlung des Jüd. S ch w e s t e r n h e i m s Stuttgart findet am 5. Mai statt. Unsere* Leser sollten nicht zuletzt d4|fl> eine zahlreiche Teilnahme an dieser \ ersummluffg ihren Dank für die* segensreiche Wirksamkeit d<*s. Sehwesternheims bekunden. Stuttgart. Im Arbeitskreis des B e r t h o I d. A u e r- I> a clc- Vereins werden am 7. Mai neue jüdische Bücher besprochen. (Referenten sind Dr. Walter Einstein und Schriftleiter Hans Sternheini). Lehrer Wolf Berlinger spricht am 14. Mai über „Die religiösen Grundlagen des Judentums tMi-sen -und Bedeutung des Monotheismus)". Mir machen unsere Leser auf diese interessanten Abende aufmerksam. Stuttgart. Ein Manu, den jeder schützt und liochuchtet. vollendete um 22. April in coller Rüstigke it des Geistes und des Körpers sein HO. Leliensjuhr: Samuel Ebstein. Schon im Jahre 1872 kam der Jubilar nach Stuttgart, wo er 1878 das weithin Irr- Stattgart, Tttblagm,I Machen, Aschaffenbnrg Danksagung. FQr die vielen Beweise inniger Teilnahme, die uns beim Hlnsdielden unserer lieben Mutter, Schwester und Tante Frau Lina Rothschild gab. Dampf zuteil wurden, bitten wir auf diesem Wege herz« Udien Dank sagen zu dürfen. Hi tnamßii HiitirtHrtem. Für die meinem Sohne JJRNOLD anläßlich seiner Barmizwah erwiesenen Aufmerksamkeiten danke idi herzlidist. Frau MELANIE BLUM STUTTGART, Elisabethenstr. 23 Für die uns anläßlich unserer SILBERNEN HOCHZEIT erwiesenen Aufmerksamkeiten sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Solomon Friedrich u. Frau STATT KARTEN! RUTH OTTENHEIMER WILLY HIRSCH VERLOBTE April ross Ludwigsburg (Wäret.) Lahr i. Baden Karlsruhe Wüh. Murrair. 23 Zu Hauset Sonntag, den 3. Mui 1933 Selbsthilfe im (Haushalt! Ueber dieses Thema finden 4 Hausfrauennachmittage im Lehrhaui, SdiloBstr. 12 A, am 7., 14., 21. u. 28. Mid, nachmittags 4 Uhr, statt. Die Veranstaltung soll eine planmfi&lge Gemeinschaftsarbeit einleiten. Sie ist ein geschlossenes Ganze, und das Auslassen einzelner Nachmittage daher nicht zwedcmfiftlg. Die Vortrflge mit Demonstrationen beginnen pünktlich 15 Minuten nach der angegebenen Zelt, u. wir erwarten, aaA die Teilnehmerinnen pünktlich kommen. 7. Mais Ontadaitsllchas zar Vereinfachung der Hanshaltfflbrung* Leitung: Frau Dr. GrOnbaum-Sachs» 14. Mais Die Haasfran als Haadwerkerln. (Einfachste Handgriffe der Schreiner und Maler). Leitung: Herr Fechenbach. 21. Mai: Erste Hilfe bei Betriebastbraagea der Elektrlzltlts-* Gasend Wasserversorgung Leitung: Herr Fechenbach. 26. Mai: Von der Selbsthilfe nur gegenseitigen Hilfe. Leitung: Frau Dr. Grünbaum-Sachs. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dafi sich auch die jüngeren Hausfrauen beteiligen, und daß alle Teilnehmerinnen sich von vornherein darauf einstellen, die 4 Nachmittage zum Auftakt einer systematisch zu vertiefenden Arbeit im Dienste unseres Frauenkreises werden zu lassen. Israel. Francavcrdn-FraaealNwS. Mädchen mit Abitur, 3 Gekiester Dolksmiri« schast, gut. Jlraat* nlffess la Englisch. SesaASfisch. Klavier,Stenografie a. SchreibWaschiae, sachtNachmlttag». stellnug gegen frei Käst nnd Logis. Aag. n. L 496 a.d.SemeindeAtg. tteBrmaomeu fftt Lebenoaeen» nnb Spielwarengeschäft per sofort gesncht. 9W. 3l0#M066» Köoigftr. 4 Der erteilt ii jähe. Schäler griiadl. 3t6#mff66tmU»tf Ang.m.Preisang.n. K.426a Keine Originaisengnisse den Bewerbungen beifügen/ Zeugnisabschriften, Lichtbilder u sw, stets mH Namen n. Anschrift ihres Besitsers versehen/ STELLENGESUCHE ‘cn jocht ab 15. Mat Kimbern i«b. Al- ‘ 7.*Uo, « at.Hnsfflfe sn Kimbern leb. m Kiilerbeim „Sonnemuüde" Bollnohwail im SchwarzwaJd, Bahnstation Freiburg I. B. 550 m. Idealer Ferien* und Daueraufenthalt für erholungsbedürftige Kinder aller Altersstufen! Unterriait Im Hause. Ersthlas slge Verpflegung. Aerxtllche Aufsicht. Leitung: Dr. med. Plaaballi MOIIor aus Hannover; Dr. phil. Awnorona HsHisr ans Karlsruhe. 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Tagesordnung: Geschäftsbericht Kassenbericht Entlastung des Vorstandes und Kassiers Ernennung eines Ehrenmitglieds Der Vorstand: Dr. Gunzenhauser BERTHOLD AUERBACH-VEREIN Dienstag, den 7. Mai 1935. Lehrhaus. Schloßstraße 12 A, III., abends 8.15 Uhr, Besprechung neuer-Bücher Dienstag, den 14. Mai, Lehrhaue, SchloßstrSße 12 A, III., abends 8.15UJhr, spricht lehrerWOLF BERLINGER Ober „DIE RELIGIÖSEN GRUND- LAGEN DES JUDENTUMS" (Wesen und Bedeutung des Monotheismus) Wir bitten um recht zahlreichen Besuch dieser Veranstaltungen. Gäste stets willkonKnen. GolksdienslzeUcn für die Synagoge in Heilbronn 1. Mai Mittwoch früh 7.45 Uhr an den Wochentagen: morgens 6.30 Uhr abends 6.00 Uhr 3. Mai Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 8.15 Ubr Sonntag früh 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr 10. Mai Freitagabend 6^45 Ubr Sabbatbmorgen 82)0 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.15 Uhr Sabbatbausgang 8.20 Ubr Sonntag früh 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr Omnibus- und Lastwagen-Vermietung bei billigster Berechnung G. RIEGER / Stuttgort-Ostheim Sdnrarenbergdraäe Nr. 79 — Telefon Nr. 4156t Feinkost / Weine kauft man bei E. Levlson Stuttgart-N.Löwentorstraße 36 Lieferung frei Haus! UNTERRICHT Anerkannt guter KlavtcrufcrrtdU Gediegene, anregende Methode USA STRAUS, Schwabstrass« 177 Werbet für die Gemeinde-ZeitungI De. £eoi JodM Tölz imimimiiiiMiiiiiiiiiiii M-imM LU