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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-05-02 · 3 (2.5.1935) · p. Seite 26

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
3 (2.5.1935)
Date
1935-05-02
Page
Seite 26 (sequence 4)
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— 26 — \ "lk*/.llllllllf. >,» J.llirv 1*'” 2t> l‘" l’lTMMH-ll zählte. Iit*r\"rgcriifea li.st. (im Jahir ltt-'4 «iml lii’i der Jütli- ,(lrrn Gemeinde in I r.inkfnrt a. M. insgesamt n'i_r (> * (, c ii n i t ii NC nieleli I worden: ini Jahre PI" v.irini c« ii.»4i HC. \ >11 (Im h* < .(-hurten waren Vi | i-fgeha i teil, mul /war K> kn.ilien Mild 24 Miidj iti i * ii i ii« ... in"" w ai eil c« knallen und 25 V’.,(Kl11 n. n .dcr-ic- Kind in einer I lle geboren 1 ),.,; iii..n /.ild (1(1 (i.elini teil «teilen insgesamt 14! .1.1 I « I a I I . gegenüber lim Jalire t'»5': 2"l. | I,. . ■ ,Ii_;'!•• II! ■•(|e*f.d!c entlieielf ans die Vlters- I. ..... , /w ,.(Jn ii nn und?(> Jahre, namliih *>. AI« 1 i .ai.... ti" in 14 I als. II 'elb'iumrcl angegelien. ,i,, ... i I e « ({; I i e II n n g '• ii hat *ich . i i. di. i;“5* Im-Ii ..litliili x ( i in i ii d e r l. Betrn- .. .. in: l.il i. I'i'- ,„«.-e«al,iI >7«. '<> gingen «je im {,.|i r( i'i'4 ..nt I 5p /iii n.k. I m J a h i e I 'I 5 4 w ii r - .1 jj (!.(..: i Iien qe « th I ii « « e n. i nt Jalire I ' . /dl! der \it-t.riUe an« dein Juden t;: * .... „ .« der Cunntüde beinu: im Jalire l‘l"; I"". i-ji j ,ji'i«4 w,n ii es l>’ Pcr-oueu. die der (n i « < ,cmelu*(iinft iien Kücken kehrten. Oie irr U l.iireintl Ute Im da« Judentum l)/xx . in!.. (. l iiinde ha! «nli NC N tinber dem Jahre PI55. x... 4" l’. i...in i. ,'i.m J111I1 jiinm /tirinkfamlen. erltcb-!. - x.riliui.l. 11 *( l.etiitn 1111 iliLelaiifenen Jahre _ I-i «oll ‘11. x\r. «e«. 1:;. 11 - ,.l .. di dl. XIui. itlinnen, die über die \\ 1 inlei n N4«h ew . •um: ‘ii|eihdli de« dent«ihen J11- lenliiiii« \nl«i!'lidf a he:, : •, 1 Jahre t*l"4 zogen I7l>5 Julei I. I1.nkf1.il i \| : im Jahre 1055 waren ( « II. 11 11JI. i >• inai -genhei find an« der (.emeiiide im Ja h •. |'I"4 ' and >'( <«"11(11 fortge/ngen: davon 11.;.h .1:1.1. 1 11 t >!•.:: : >.nt*|chluml« t>~5 Pcr«oiicn. muh dem \i:«l in. «i.« : «oni.11. ihn l!e«t muh iinhekanilleii I >11. , I: . ahn I'i55 betrug die Zahl der all« I 1 i nk :: 1:1 ,. \|. iheexx ainlert. 11 Juden in«ge«nmt "Cu ...ii -1. neu iiinerha I. I >eiit«(hlaiid« in?'', nach e. 1. \ ( -. .1 u. J: ”4 /'Neu.; 15 Jahre Verband Bayerischer Israel. Gemeinden. ( )|m-fn|!an<l<‘'S<‘riHiNrnt l)r. A I f r <mI N »* iimm* v r r . <l«*r PrasKlont des ..\erbands ILiwr. Israel. Ciemeinden'*. \erdffenllidit in d‘*t lia> er. IsraeMiemeinde/eituns ilie na«hlnlu»,n<lon Xiistii^runsen über Wrs und Ziel des lia\ern-\ erl^an<b‘s, dem anliißlirh seines l^jiilir. Bestehens a\uh die württvmb. jadenheit her/liiiiste i\ iiitsibe entbiet»*!. Die S-hriftleituns. \ 111 \ |'; 1 * I.w.i'i. 1:1 \ 11 r j 11 m * f l »inter dem \ * * * s 11 / n. w (,. r* 1 ui!■ |^s|i/r,i!s | ): Held tmd vtnf <!. 1 - leie :.it t« - Nlir *d»> »ü» ' /i fb l« «ler \»*fb«tlld h.i-vcristja )sj!*.-, iiecJ( .. HO no len ^e^nindet >eit N>- '!! ,i!s .lUttd» ff j.1!t 1 <-Pi) v ■ »n "*?.,.»! und ( >* sidisibaft I .. iin il»cr itei io der /eil kr dem bri» rr«'( Ht f 1.<»di Vf!,«!« 1 <>-, \ «1 f.i11 nu .ds k'*rt»ersthvift lies >!fc:il!h iit I: l!» ,hkllllt H > Ijt u .d I ei)!"tatlden. [( 1!• 1 r .Mi"n ->i >: .,<i» Ii«» t! -m «Im > eii^iost'H Ki<h- 1. nu' o 1 1 (iid Ni'!- :i.!> il»!*ni' i ihm! I ,d»rer /u v j 1 N i '.mi u«’f«il|t Ne! i'iamiitiu u.d» die \ert ■" •. 1 l,.' ' " io l* N ei ■‘.iin 11 i T 0 :i- <!e'l> \ erbütid d.es J •ro:i*lur« *e<'. I (.1 vi 1/ »?!iu!t seinen Vhstbhilf II iiii »». I - In t und beridil auf »lern / x. -i I'i.n . ' x ste ' )t f . U m. «!.«s \ eru «dtnnusnr -*mi 1'' o.'v!-'* i- 'Hit .ttjs ji M'f.di« der 11 und wird \ »i» 'M‘r ( ■ in< 11». U\ ui |Mt he! f« 11 iiimI den Stande-- X ' ■t.efu i } ’.ibblit* l;u.d I etiler gewählt. Die I _o u tl.i- ^«'-« t/.elh iM; c.eu. zählt Tt> Mit^tie- «■; i.od uetn .io- ' r d'k Kvv.i!d fi'-r Mitglieder .!' \ o ’ •«(11»I-_ 1 men:!«'!)! d! )••' Netb.ihd ii'ifs'N'»! ,1 (.«inemden *lei« «btsrl;i « iim » i l’f.dz mit rund 4OtH>0 - 1! 1 * ii > I '»j>» e. o" .» \.,<h der M.ddlisie- 1:1^ «;< r \l.tth 01 d ,!- -! r!.i"i!!i: des teli^i»»ns- •„* M ÜsHi.iftlnb. n 'S|e' . f m. -rt/es voll) i. li-t I njE, t/ii ' iI,' -e-ti^e ii it )U Ne- \<rhtindeein. io in l’ii'k-i.it m <ler ins iieote nnterunden ^eliliriit H'"; i 1 n I e*; j m Ki u’el \ »>h l>n»/«*nt hat. Die l ml.o_r besieht it' /ii'tbl|iL*'n m d'-o li.inzits.nhlidi- *ii ii Itefdi-- iind l.aridessfeuein. D*! >lvi.lts/ns<i,ni? vmii vordem "imhmi \\M; ist heult' we^jefaib'ii. Die hii.tin:«' in l nthejen. die iin Jvdire <|en Hinhstsi.ind \«>n NUN V \\. ei f-uhieii. sjnd jran/ vv esent- It.li zurink-U LOin-'en. ' nlsj»,> «h'-nd der \ermindertt'ii slniei kr.tft der Hev o*kei nn^ und der Abvt andemu£. \uf d**r Beihilfe^des \erb<nides in ridit die Krbalt um d«r nb« rw u lenden /.dd der l .indjremeinden. i 1 li.it den Ü.ibbinern nrui 1 « fm-ro und ihrtui \nj -U« r ii:«-n .mskoimnlhbe (.eindtei. Kuhe<:ehults. und I Ii fite rb I i« beiu -iH M /n^e pesduiHen. Der Haushalt fiir VN «tidfabirtsjdle^e und ander» kidturelb* I.eistunjren >" ru^ iiii Jahre i und KM. Del \erband! i » in I .1 udes»imhenhrin> in Witr/bnrjr erriiht<*t.!- i KesuruJ der l.'‘hiVrbildni»js.inst«dt ebendort Iier n Ii * in. wesenitiib n auf sein,'» /iivveiiduniren. Der \ ♦ i i».*ti«I hat die (»es,buhte des Landes in ihren Bezi« hofm' ii zu d<vn |ndis<Hieii \iederlas-iin?’<*ii erforscht und di« /< ils<britt fiir (•esthichie der Juden in D» iitstb .im! miteins Leben jeruft*n. Kr bat (»ottes-!i.iii'»t (11«! i it j sfr Id) ued ändert' ktdturdenkmäler erh.dten und vv iederbdr^t sii fir und die Inventurisati»»n »lei kiinsi^ejrriistände und Xltertiimer in <b n (»eineiml» ii in die \\ »*^e peleitei untl zu einem wes» ntlub» n I cmI durihjrefiihrt. Der \erl)«tnd b.d s(4on bei seiner Gründung in » im r Beilupe zur Verfassung erklärt, daß eine ReuhMirpunisation »*ntstehen solle zur Wahrnehmung der jr«*meinsamen .Vnpelejrenheiten der jüdischen Gemeinschaft im Reiche. Kr hat diesen Gedanken unentwegt und pepen alle Widerstände hochgehalten. ' so daß die Reidisvrnretung der deutschen Juden ent- Bei der 2. Makkabiah in Tel-Aviv Von Bernhard Grunfeld, Stuttgart Oll' 2. M.ikk.ilmih l*)x> in Icl-Axix mir fiir midi in <h>|r|«'lt(-r Hin«nhi rin nnv i-rjrii njrl i t»i«-> hrU-hnis: Onrftr ich cloih nntrr Tiinirnilrii x on jiitlixdirii Sportlern du« hIU-ii l.ämlrrii der Krtlr kuinpfru mul irlricfi/citiir h.rr/ l«rm'l. (Ini In ml (Irr Arbeit und der (.riiiriiiKhnft. kriinen lernen. Wie oft hübe ich bei nUrim XXn« ith in I re/ f«rnel «eiten durfte, nn meine Stnttjrnrter Si«irtkiimernden jrednehtt Wir landeten am »1. War/ in Haifa und kamen nadits in Iel- Xxix an. Am 2. April xxnrde die Xlakkabiali im nenerbaiiteti. (rrollarti(:eii Stadion, da* direkt am Xlecrei—trand frelejren i*t. eröffnet. Sduin laiifre xor Betrittn xxar der Bieienraiim mit an die HHMI /ii'ilianern ftefiillt. und xiele Taii'eiide komilen keinen Kinlall mehr finden. >(HMI Makkabis|)ortler an« "xö I.ändern ntar«<hierten in ihren bunten (.'informell in die Kampfbahn ein. Deutschland stellte die jrröllte Vn/ahl XON Aktixen — und die deutschen Wakkabilente l«iteu bei ihrem Kiumar'ch in ihrer «ihmiicken blau-weillen lanlieitskleiduiifr einen I«-- sonders iniposanti'ii Anblick. I.ord XI e I th e t t hielt die Krnffniinfrxredc in hebräischer .Sprache. Au*(hlic- Ifciicl sprachen die Vertreter der verschiedenen Organisationen. Hiernach bejranneii die feierlichen hinweilinntrs/eremonien. and der Präsident de* Makk.ibi - W rlt verbände«. Or. I.elewer. nahm den Xlakkabi-I.id ab. Nach «einer Ansprache ertönte ein dreifache* ...\ Ml J i « r a e I c Ii a j!' (..Das \ olk Israel bbe!"i die liatikwali wurde unbestimmt und >tMN) Sportler erwiesen der (ahne der /weiten Makkabiah. die am Turme de- Stadion« llochjrinjr. die hltrenbe/eifrini". (.leicfi/eiti? erhoben «ich Hunderte von Brieftaube II mit der Botschaft der l.röffimntr der /weiten Makkabiah al* Sinnbild des f riech it* lind der I reiheit in die l.iifte. Oie- Bcfrei*teriinjr xxar imb( «chreiblicfi ... \n de,, ersten lajreii fanden die Vorlänfe h/w. \ orcnt-iheidiuifi'kämpfe statt. Wir Knllballer tu u Illen be re itam 2. Xpril iin«er erste* Spiel!>( streiten, /wi-ifiiii den ein/eliien Wettkämpfen hatten wir noch /eit. nn* die Cirollstadt lel-Axix an/ii'clr n. Mein er«tcr Hndrink von ’lel-Av iv. war weit (rröller. al« nh erwartet hatte. In dieser Stadt herrscht ein nniu'liriircr \crkelir. und e« i«t iilitrlaiiblich. wie schnell Icl-Axix wächst und xxa« die vielen jüdischen jiitiircn Menschen auf allen Arbeitsgebieten leisten. Nach diesem leben lind I reiben der Wochentage machte die sdinhhnthrnhc auf nn* einen trau/ be- «ondiren l imlriick: Je;_rliiher Verkehr and das tran/e < .1 —(4i,Ift«I.T><• II ruht am Schahhutli xollkommell. Die di iit-chcii S|«irtler erraiifren in/xxi-cheu immer xx eitere Sie-r. *o (lall sie prolle Aussichten auf einen der er'ten l'lat/e hatten. Wir Knllballer mufften im spiel pcjrcn l’iimänien in Petatft likwah alltreten. Vieh dem I reffen be«i<htiplen XX ir die kleiin'. sehr modern pebante Stadt. Noch am pleichen Abend wurden xx ir xon einem Xertreter de* in der Nähe voll Pctadi likwah liegenden kilibti/ dem relipiö* koii'd xatix«teil de« l ande « zur Be«i(htipnup ein- ^(1.iilin. Oer Kibbu/ lie«telit aus vier Häusern und etwa zehn /elteil. Oie I.eilte haben eine pan/ prachtvolle lliilincrf.mil. Bc'onder« erwähnen mochte ich den Ijiipfanp der dciit-ihcM Makkabiah teil neh Iller im pröfften l.icht- «piclh.in* von lel-Axix - der .Opera Moprabi“ an einem f reitapabend. wobei wir aufmerk-.im't bewirtet wurden. I)r. I.elewer hielt eine packende V» «piacfie. und nnschlicffcnd sprach der Präsident des Oeiit'chen Makkabikreisc'«. Or. I! a b a n. Auch vom P.il.i-tiiien-i-ifien M.ikk.tbix erbarnl wurden wir Iter/- lich'l bepritlll. Nach iiiaiicfien künstlerischen Oarbietunpen fand die nnfffrordcntlich eindrucksvolle Kreitan.ibc ndfe ie r mit der Nuliotiulhx lulle ihren festlichen Vbschlull. Da* Spiel pepen f.ituucu führte an« nach Jcru- Fot.: Amateur Bernhard Grünfeld Mitglied des Sportklubs .Hskoah' Stuttgart, stand als Mittelstürmer In der deutschen Makkabiah-Mannschaft Salem, das wir später eitipeheud besichtigten. Selbstverständlich zop iiii* die altelirw tirdipe Klapeinuuer besonders an. Oer XX c p zu ihr führt durch das Aruberv ierlc-l und panz plötzlidi befindet man sich hier im fnrbip'ten Orient. Wir fuhren zurück nach Tcl-Axiv. um um Abschlnff der Xlakkubialt teilzimelinien. Oeutschlund war zu unserer aller Krettde hinter Oesterre ich 2. Sieper geworden. ein durchaus befriedigendes Krgebnis. (irollartip xxaren auch die Abscfilufffc'ierlichkeiten auf der Kampfbahn, bei welchen das Stadion wieder bi* auf den letzten Platz besetzt war. Oie Massenfreiiibiingeu waren hervorragend und lösten beim Publikum Beifallsstürme aus. Mit Stolz, darf man feststellen, daff die Organisation der Mukkuhiah vorzüglich xxar — und auch die s|«irtliche Disziplin gereichte allen Kampftnannschuften zur Khre. Ansihlieffeud sprach der High Kommissionär, der höchste X erwaltunpsbeaiute Palästinas, herzliche W orte zum Abschlnff des bisher pröfften jüdischen Sportereigiiisse* der Welt. Oaruuf wurden sämtliche Fahnen geweiht lind damit fand kurz vor dem Dunkelwerden die Makkabiah ihren feierlichen Abschluß. Kln* ich xon Haifa alifuhr. besichtigte ich diese* Stadt eingehend. Ich finde, daff sie die schönste* de* l.uudes ist. Oie Stadt zieht sich vorn Meeresstrand bis zum Karmel hinauf, den man mit dem Omnibus bequem erreichen kann. Von hier ans hat mail eine xx underxolle Aussicht atif das weite blaue Meer. So war. wie schon gesagt, die Makkabiah für mich ein ganz großes Krlebni*. und Ich wünsche jedem jüdischen Sportler, duff er einmal bei einem solchen siMmlichcti Nationalfest in Krez Israel teilnc hniett darf. stillen sonnte*. Oer Baxerischc Verband lind die unter seiner I iihrung stehenden süddeutschen Verbände bilden eine feste Stütze der Beichsxertretiing. Bei der ganzen (ä-s(hüft*führimg erfreute sich der Verbund der tatkräftigen l nterstiit/ung der Stuutsn gieriing. Ihr Vertreter konnte beim zehnjährigen Jubiläum ini alten Bathaussaale in München ausf ti fi re ii. daff sowohl die (iiüudiiug des Verbandes, wie* seine ganze bisherige Arbeit von dem Vertrauen der Staatsregieriing getragen wurden und daß dieses Vertrauen wesentlich darin begründet war. daß innerhalb des Verbände* vereint marschiert wurde, tatsächlich ist der Verband in diesen lx Jahren eine Schicksalspemeinschaft geworden, gestählt in Freud und leid Wir haben das. was uns trennt, zurückgestellt und alle unsere Kraft in den Gemeinschaftsgc-dankc'ti geworfen, eingedenk des Wortes: „Man frage nicht, ob man durchaus übereinstimmt, sondern ob man in einem Sinne verfährt.“ So haben wir unter Kesthaltnng unserer Leberzetigung und unter Vchtnng der L’eber/eiignng des anderen den Sinn auf die uns gemeinsamen höchsten Werte gerichtet und praktische Arbeit geleistet. Und so danken uns die zahlreichen im Dienste ergrauten Männer, ihre* Witwen und Waisen, daß wir sie vor Not und Klt-nd bewahrt, die Landgemeinden, daß wir sie vor dem Verfall gerettet, alle die Anstalten und Finrichtungen religiöser, fürsorglicher und sozialer Art, daß wir ihren Bestand erhalten, die Stätten jüdischer Bildung und Wissenschaft, daß wir ihre Existenz gesichert haben. Heute ergeht an uns die Frage des Propheten: ..Wird Dein Herz fest hleiix'n und Deine Hand stark, in den Tagen, die ich Dir schicke?“ Ehrfürchtig meinen wir. daß wir in diesem Sinne gearbeitet nahen. W ir haben den Gemeiiischaftsgedunken gepflegt. In seiner Auswirkung wollen wir jetzt die Gemeinden it, besonderem Maße durch Bat und Tat IIIld seelisch stützen. Wir wollen mit unserem ganzen Denken und Fühlen uns mit den uufbuucnden Kräften verbinden. Wir wollen die jüdischen Schulen fördern und in öffentlicher Fürsorge für die Zukunft unserer Kinder alles tun, was nur in unseren Kräften steht. Wir wollen in gleicher Weise sorgen für die. welche eine neue Heimat auf dem Boden der Väter finden und die, welche der alten Scholle im deutschen Vaterlande anhungen. Wir wollen uns vor Augen halten, daß das Judentum zu seinem bescheidenen Teil dazu berufen ist, die Ueberzeiigung von der geistigen Welt in den neuen Morgen hinüberzutragen und hier die höchste sittliche und religiöse Kraft zu entfalten. Wir gedenken in dieser Stunde der trefflichen Männer, die mit uns den Verband geschaffen haben. Klias Straus und Dingfelder, die nicht mehr unter den Lebenden weilen. Hommel und Stein, die von uns gegangen sind. Wir wollen das Bekenntnis erneuern, das wir vor 15 Jahren in Nürnberg abgelegt haben: Wir wollen uns vereinigen, dem Ganzen zu dienen mit aller Kraft, wir wollen unsere Eigenart pflegen und zu unserem Teile damit beitragen zur allgemeinen Bildung. Gesittung und Religiosität, wir wollen helfen in aller Not, wir wollen Standbalten im Geschehen der Zeit.

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