Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 23 (1.3.1935)
- Date
- 1935-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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der Musikwissenschaft. Ein aufgeschlossener, musikverständiger Kreis lauschte interessiert den durchaus allgemeinverständlich vorgetragenen Ausführungen des Redners, die eine wertvolle Erweiterung durch seine am Klavier gegebenen musikalischen Erläuterungen erfuhren. Werner gab eine trotz der Grolle des Gebiets vielfach ins Einzelne gehende Darstellung der jüdischen Musik in ihrer Wechselwirkung zur Musik der Umwelt von biblischer Zeit an bis in unsere Tage. Es war besonders interessant, wie der Redner diese Wechselwirkung aus den Gegensätzen zwischen jüdischem Volk und seiner Umwelt sowie zwischen jüdischer konservativer und fortschrittlicher Haltung entwickelte. Werner schilderte das jüdische Musikschaffen in den sich nach der Zerstreuung bildenden jüdischen Kulturzentren und ging insbesondere auf die jüdische Musik in Dcutsdiland ein, deren Entwicklung — wie früher überall — durch den strengen Rabbinismus sehr gehemmt war. — An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. in der die Problematik der „jüdischen“ Musik von verschiedenen Seiten beleuchtet wurde. Stuttgart Man schreibt uns: Am 13. Februar lud der „Jüdische Frauenverband für Palästinaarbeit“ zu - 199 — einem Briefbericht-Nachmittag von Palästinawanderer» ein. Man hörte aus Kinderbriefen und aus den Schilderungen erwachsener junger Menschen von dem so anders gearteten Leben der Kleinen und der Großen, von der frohen Ungezwungenheit, in den Landschulheimen, von der Arbeit in den Siedlungen und in den Orangengärten, von dem oft schweren, aber sinnerfüllten Dasein dieser Menschen. Eine Werkleutegruppe stellte im Sinnbild das Tun der Chaluzim dar: Hacken, graben, säen, ernten. Eine dabei gesungene zündende Melodie verlieh dem Bild eine starke Eindruckskraft. Zwei weitere Lieder, von denen eines beim ^Pflanzen von Bäumen und Setzlingen gesungen wird, machte die Zuhörer mit Arbeitsgesängen aus Erez Israel bekannt. Zwischen Berichten und Liedern erläuterte die Vorsitzende des Verbandes. Frau I d a Marx, Cannstatt, die Ziele dieser Vereinigung: Unterstützung der Erziehungsinstitute für Mädchen in Palästina, der dortigen landwirtschaftlichen Schulen, der hauswirtschaftlichen Schulungskurse! der Mütterberatungsstellen u. dergl. mehr. Eoenso groß ist aber auch die Hilfsarbeit für die Mädchen, die in Deutschland vorgebildet werden. Die soziale Hilfe ist ein wesentliches Moment. Darum soll und kann sich jede jüdische Frau, die einigermaßen hierzu in der Lage ist. an dem Werk beteiligen. Es geht hier nicht um eine jüdisch-politische Angelegenheit, sondern um Menschenhilfe für das heranwach sende Geschlecht. Nicht alle Juden der kommenden Generation werden in der alten Heimat bleiben. Es wird anerkannt, daß gerade die Juden in Deutschland ihre besondere Aufgabe haben, für das werdende Judentum: Neue Verwurzelung und Vertiefung im alten Glauben. Die aber auswandern wollen oder müssen in das alte Judenland, die bedürfen ebenfalls unserer Hilfe und Bereitschaft — Was Menschenarbeit an brachliegendem, verwahrlostem Land bedeutet, das wurde aus dem Lichtbildstreifen „Neue Wälder in Erez Israel“ sichtbar. Man sah lichte, grüne Haine. Eukalyptuswälder, die an unsere Birkenwälder erinnern, und daneben zogen steinerne Hänge, wüstes, trockenes Land über die Leinwand. Der .Stuttgarter Vertreter des K.K.L„ W alter Orbach. wies auf die Bedeutung des gemeinsamen Bodens und der gemeinsamen Hilfe beim Aufbau hin. Er erinnerte un das Schriftwort „MEIN ist das Land“, das zum grundlegenden Sinn des K.K.L. geworden ist. Was Wälder bedeuten, wissen wir deutschen Juden, und so waren diese Bilder von schaffender Arbeit, wachsenden Hainen und Baumstücken ein verheißender Ausblick ins Land der Zukunft. Tunterricht Jlotdlf. Spedinq. - HoHath, Pianistin Klavier-Unterrtelrt / Kammer My II» / ■■iIiHihh ttaSMfMf: Slwtedipl. I. MiiahftffciitaU Wl«n; KoaMrtM»- hildaaf fcel Prof, tckald - Lindau (HtKkn), FnC. Ulnka CPuto). Prdwir Robut (Labnr na Radalf Sarkin), Wiaa. •TUTTOAHT / ItSsfcaBfcstr. t / Til—■ Nr. 40103 ERICH KNURR MELANIE NUSSBAUM setgen thre VermShlnng an A URJCH HEUBRONN g, N. Oufriesiand MAINSTOCKHEIM Trauungt Dienstag, S. MSrx, in Hannover, Restaurant de Vries, Hersdrelstroße SS Oie glückliche Geburt ihres Sohnes STEFAN zeigen hocherfreut an Aetute u.$etixJCcautkopf. Stuttgart, 17. Februar 1935, GauBstr. 27 Oruppeasad ElaselaaterridH!■- Md aaBerhaib Stattgart Aawaldaag i Senefelderatr. 22 pt. ✓ Tel. 00000 Für die une anIMIldi des Hlnsdieidens unserer geliebten Mutter Frau Lina Levi (eb. Marx erwiesene liebevolle Teilnahme danken wir beglichst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: S. Wall und trau Karotin* geb. Levi Stuttgart, Zellentrabe 8 MniMMssuinime stuttemt 'T” Paul Mayer Packpapiere / Tüten n. Beutel / Büroartikel SämtLD ruck Sachen 1. Geschäftsu.Pri vatbedarf ^nfianmnFiniiiimuimiimiiiiiiiiuiiiuiiünHiuuiimHimiiiiiiiiaiiimiiitiHituiuiiiiiiiiiiiiiwmiiiuiiHiiimiwmiawanniii^ JUuim=2eiec Samstag, den 9. März 1935, Großer Saal Oberes Museum (Kanzleistraße) tcstMo&siqes Occhestec Saalöffnung 7 Uhr. Beginn 8 Uhr. Ende 2 Uhr. Eintrittskarten im Vorverkauf RM. 1.- beim Veranstalter: Gaststätte Bloch, Poststr. 15, Telefon 22719, und Im Musik- _ haus Jacob, HauptsUttarstr.32. An der Abendkasse RM. 1.50 SfnUdarfcr jadlidic KmsitfcmrinidiiM Reihe 1934135 4m VERANSTALTUNG! Sonntag, den 10. Mürz, pünktlich 8 Uhr, Großer Saal im Gustav Siegle-Haus. Otto Bernstein, ircs«« (Bczuaiioii) Grete Salten, Renn (HuncD für obige Veranstaltung, soweit verfügbar: RM. 1 -50 und RM. 2-25, Jugendliche RM. 0.75. Vor verhau feelalle— i Buchhandlang R. Levi, Calwerstr.25; Musikbaus L Jacob, HauptstatterstreBe 32a; Geschäftsstelle SchloßstraBe I2A DI, Telefon 2M13. SCUideckeim <KecctiHQ€H itf tttlK JL J}. QeirOndet 1912 Freu Kllr Welmerehelmer geh. Eaelnger nimmt zum April noch einige Kinder auf (2 -12 Jahre) zum Daueraufenthalt und zur Erholung; auch Klndar mit Erzlahungaachwlarigkaltan; odar zarte Klndar, dla besonderer Pflege bedürfen Schulbesuch Im Landschulheim Herrlingen oder Privatstunden Im Hauaa ICrikc Original- BitMrititfn &Wf^lZtnrniiMW/hft, IkAf* hiUcr om* «Mi mtÜ jViwui «. Afttthrifi ihm SmCmp»mtmW Jtrtea*- kffWiitet 50*b,lrM«,*ufF ■oU'Mteiii'f»** Int Rette» saft sucht UNtlngitorii M | bfldtiwM «»spnech. «IHN- Freude der jüdischen Sdmle ln snm*ari - Am Mittwoch, den 6. Mürz, pünktlich abends 8'/«Uhr, spricht in der Stuttgart - Loge, Gartenstr. 30, . Fräulein J1$C WOllI über „ Welche BerufsmöglidikeUen gibt es für die Kinder der Jüdischen Schule? " Hierzu laden wir alle Mitglieder der Gemeinde ein. .1- BERTHOLD AUERBACH-VEREIN Mittwoch, den 6. Mürz, Hotel Westheimer, abends 8.15 Uhr, Besprechungs-Abend Ober das Buch „Triumph und Tragik des Erasmus von Rottsrdsm“ von Stefan Zweig. Dienstag, 12. Mürz, Hotel Westheimer, abends 8.15 Uhr, Behandlung des Wochenabschnitts Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. TENNISCLUB 1924 IM Ra|,Pa r" Sportlich eingestellte Jugendliche (ab 12 Jahren) können bei ermäßigtem Mitgliedsbeitrag noch autgenommen werden. Anmeldung bis spätestens 15. Mürz bei Dr. Marcus Mater Stuttgart, Königstraße 41 BarßckiMillgsB SIn das Zigarrenhaus OTTO HANG Eberhardstr. 55 / Telefon 90873 Nur Qualitätsware! in ntujtlt(id)tm Bürchaus nftig |u vermieten. Neu & GrüuwuU» Frlrbrichftr.4z Femspr. 20589 und billig OFFENE STELLEN MIET GESUCHE Vervielfältigungen Diktate, Abschriften «taatl. gepr. .Krankenpflegerin Stuttgart-W, Bismardntr. 80 FraiGcflaBonsdüli agfltlft StiNriirUffüi für tXM ob matngertni gesechc. Ar»« 3«cnc Ctnftct«, 78 ftiiltrlif« eititir (WQiettn), Irtegakcf». Jtaafmma, sacht iSkaaur-lMaaaa nH Bet, ue He»- MtueUaag ent Iktuaan -arkra kea«. «egaketc nt— H. 170 an M» ®m.«3lg. DIE GASTSTÄTTE BLOCH gs pechtra ek— ja kmfra gefacht. BcMegaag: Ritza k— Streß-Hetza aak ekeer Leg« 3S». Schale Stetige»«, «•fritallt*. SO. Dienstag, 5. Mürz, bei Restaurant Bloch, Poststr. 15, 4 Uhr nachmittags Nldufer Fraiei Omnibus- und Lastwagen-Vermietung bei büligster Berechnung CL RIEGER / Stnttgart-Oslheim Schwarenbergttraüe Nr. 79 — Telefon Nr. 41561 Leienui Hellbronn a. N. AOarbcÜlgasstr. 22 lalertliate Raaler-Creme - billig«. fioflesdlenstzelien für die Synagoge ln Heilbronn 1. Mürz Freitagabend 5.30 Uhr 2. „ Sabbatbmorgen Neumonda verk. 9.00 Uhr Sabbatbnachmittag 3.00 Uhr Sabbatbausgang 6.30 Ubr 3. Mürz Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 7.00 Ubr abends 6.00 Ubr 8. Mürz Freitagabend 6.00 Ubr 9. „ Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnachmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 6.45 Uhr 10. Mürz Sonntagfrüb 7.45 Uhr an den Wochentagen: ~ morgens 7.00 Uhr abends 6.00 Ubr 15. Mürz Freitagabend 6.00 Ubr 16. „ Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnachmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 6.55 Ubr