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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-03-01 · 23 (1.3.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
23 (1.3.1935)
Date
1935-03-01
Page
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I Ajnri-gnng gegeben. Du-Kinde r sind! nicht mt-hr inncrh nnlxü-iligte Zuhörer, sondern mit Arlteit und ritondc-n. . . . mit Messer. Hamit der Hobelhunk pädagogisch,- EurdeniiK . . . W ir werden ,-rkstatt eröffnen, erkunterridit ab- bis fünf \\«tehenlelialt de» I nterriiht' lebendig >> Die Arbeit mit Nudel lind faden, er. feile, am Ndiranb'tcxk und i*i eine alt< , ii i n.iibsten. >,fiul J.ilir eine Sthiilert e den äußeren Ruhm, n fiir den V 1,1. Im äliimli-i>|>1 .<n nimmt er dr< stnmli ii ein i/nsamnieii mit ZcichiuMi*. Danelten geht .'Liileluilxit fffr 'Mädchen Iler. Die Werkstatt len. dalf -ja auch als I.abora II s,( ne_e^t;iiiei Meiden, daß S,|I au,fl als l.aboraritini teiM endet werden kann. Jeder Schüler be iinmt se'in n eigenen Arbeit'ti»t«. seinen Bun-en 11,1,, i. ». R, aa-eii/pläser. seinejChemikalieii. für I, -s,Ii,, [.du «lein nii'er Lehrplan natnliih eine fnliiiiP» ei die < l»eniie des Alltags Mir. Wie ist iin I a I n ' W< >>li dli ,,' \ in -1 - n i ulen Die wir atim n. /ii'Uiillintnpe'et/t' Was ist i'ie 'si"ffe sind in unserem Irinknnsser 1,1 M I I,hl II >nlistan/eii leben Mir.'' Diese i.nht gelehrt, s,indem erarbeit e I idiiilei Süllen -ie vor’ Anteil sehen, sie eben, dannl -i sil/ Mel |. \ nrh I' i ■■ I i g tiamwiL ‘11■ i gcl -liiin'T; I ern i bi üb.uhten. ii -mtl uns In ui' *>tnrk. i eisten hllull : > inliaclitiin-- ab •hetoll.,1 ,1 stellt All" •' .-I.-gei,'- fildü. 'lila-1 ■ /ii I rfalii nng. z» ,ihtein geistigen ie k.i-•< ■■i|.|i,)ij nur miii ,1er An Int ii. Wirliaben im S>ninier an. ü’i "niimmijn. Italien die hin , i sammeln. beruhten lassen. Mir perjrde hier ein w ichlei'ten li.iben. denn den e i -ii .uill I a : ,1' -g /n I d es \ en Han ne in dem Int eTniip in das \ if nii' bald im In uh.ninen und > . nu ,iih'\ \ber an, i,i eh, andi andere II 'i.ei ia laa/ieh. n nint'en . htbiid. film. I \p t imentj . \ t.lr\ii t iiik. der Kiiuldr kann besonders I infiilu aug in die I! i k II II,1 e nnl/bar Meiden W ir!>• irinnen dluiiit. dal? Mir da ans eben.dir an res-e lind an der trohjekt. I s Iteeprenen Schulgarten Ibstätidipen llepelt t sonst M ird der If'tnittel der \n- MihIcII. Präl/iiiiliier ai|sinesst.||. Mir /eithilell die pefnndenen 'lade i n f "rin eines (. rnndrissi-s npd kein inen so /um lleprill des Madslabs Wir beoba tand und i i halten den Begriff ,1, ir /eithin n da« '■>1,, fVtin, tz lim ijnrl finden den Regtill der Ist Menil ans das eigene \llfertlgell lainlnis der halte s. I|,sf. ersl.itu reifen mi /nin -Mills und /ur W fiten den Snnnen- Ilimmelsrithtiinp. die Schultherum > graphischen harte, und das A er i,h geworden i't. lidkurt.-. . . . . Atlas mul /,,r l.i <. e.tli I t ujn p ' ii n t,- r r i <h t f ei inen. V ii f'ai/. (.'mn.i'tik, fr •n Inn mi' gogo|><-n? Uh darf das paar \it/en prlipraniniati-ih uni- •r (.rundsthule «ein Schema, keine W ie M,id ,/eubnen. Mp-tl aIllen. Ib /itieri ielleiitil in ein ifireiben: In <h orlugc beim I oinii u und /ei,hn,|n möglichst auch cein Korrigieren des | i hrer'. Tägliche l ,-hiing des d.iihtni'- und f’liantasie/eu.hnjiii' und ,h's Körnens. Inf ieali'ti',fi"n'' Alt. , , etwa 'iein fünften ■xhiillallt, an /eidinen und ({«-stallen nach der Satin und nach Aorlnpc Lebimplim Beobachten. Kr ricliting /n, Genauigkeit und Ehrlichkeit in Ausdruck im) MadiM iederpabe: Lockerung tnd I.ösiinp im kör >er1t,heii Aii'dimk. im darsteller^-cfien Sprechen, vor ilh-m .■ infi im Alii'i/jeren com J. 'xfmljalir an sollen Ii, hiiidei Note spielen lernen,. Naic-natürliches („ stallen Im \A ort ohne St-nfiiiimitalitüt und ohne N.iifialf, i, des f t m achseiicnstilsf. I nerbittlidie Anwendung d - fi lmiiinl feistuüP'prin/ip': (lut .ist meine I i istnnp um. m ihi si, lAeine II ö ch s t I e i - s i ii ii n i't. W II sind /. Ii. nicht fü^ ein L’ebermaH von hirfTdiihcu Aiif-ab., n Aber c> a ' relernt. pesihrieben. pe/ei,f,i,et M ird. das sollte i-inen lind liehen (irail \ olIkoiu na*11 heit a ufee , i','il.-. von Becorccir uns den k ilturcci~s, ijs,haftli,fien f üihern /itcteml. a. ein AA .. r t über die I r e m d ' p r a <h e n an linse,et S,I,,,b- I s handelt sich um Knplisch (vorn .-chnlbihr an>. f r.in/>,sis,h tc^m 7. Schuljahr am und llehr.ii'ih. De, spra,hunterfi,hi hat für die jiidisdie Jupeud eine IU dentulip. ibje par nicht /u überschätzen i't. AA ir hl bell <1en perjannten K.ichern daher eine M,,.|b,np in uns, rer Schule einperaiimt. die uns, I n I ehrplan piahtis,h sehr! stark dem der peholx ni-ii od, r Indier, ii Sihnle aoipleidu. Allerdinps M ird siih ein I ntei-diied darin immer peltend machen müssen die höhere S|,|„|,. als l.inridiliinp der pelehrten hr zieh ii n p sieht in den Fremdsprachen ein Mittel /um Zceik der lopi-ch^n Scfiuliinp und der f iiifuliriinp ia fremde Kultur und Literatur. Zu s-obher Ziels, t/ntip Merd, II Mir Mus nicht cersleipcm (es sei dcuilt. dal! teil an das ^lehräische denken). I User, n Schülern sollen ihrtt fremdsprachlichen K, iiniiii'se ein «p itere« Zurelfjtfinden im Ausland und im Berufsleben erleichtern. Sie brauchen also einen auf praktische, nicht w rssfnschaftliche Bedürfnisse /„pi schnitten, n >>>ra,hnnt,(rricht. Uh verspreche mir perade in spra<hlither Hinsicht von einem 9. und 10. .Schuljahr, dem p,-planten Olterbau unserer Schule, sehr viel. In . diesen letzten zvec-i Jahren ihres Sthiillebeti' soll einer Bepabunpselite unserer Schülerschaft (H-Iepenlteit zur Aertirfiinp ihres Wissens und Können' pepeben, werden. Hier sehe ich auch die Möglichkeit, wirklich Bepabte tilid zum Studium Gef-ignete fiir ch n l’eberpanp in die Olterstufe der höheren Schule vorztib,'reiten. . i . W ir halten uns bisher die jLacher Deutsch. Geschichte. Itelipioji aufpespart. Zutiiichst /uni Deutsch- II I) t e r I i ch I : Ls m ird heute lüberall in der jüdischen Sch ii I m eit diefrape diskutiert: Mit welchen Stoffen soll siih der Deutschunterricht befassen? Dient ckansschlieülich der Aneipnuhp deutschen Kulturputes. wie die einen wollen? (hier pehört in die jüdisdie S,fiide nur jüdischer Stoff, jüdische Autoren, ait die anderen meinen? Das Kichtipe liept zweifellos in der Mitte. In den Deutschunterricht gehört a ii ch der jüdische Stoff. Ganf von selbst stellt er sich in der Aiifsatzstunde ein. Lr beherrscht die Zeit der religiösen Feiern und FeJte. Alter ebenso sehr - 198 - hat die deutsche Dichtung ihr Recht bei uns. Sollen denn jüdische Kinder die Balladen und Dramen Schillers nicht kennenlernen? Würden wir nicht die geschichtliche und künstlerische Wirkung unserer Bibel totsdtweigen. indem wir Klopstock. Goethes Faust, Herder totsdtweigen? Die Auseinandersetzung mit deutschem Denken und Empfinden ist innere und äußere Notwendigkeit zugleich, und Kenntnis deutscher Wissenschaft und Kunst einfach selbstverständlich für jeden Gebildeten auf der ganzen Welt. . . . »Der Jude und seine Geschichte*. Ein Vortragsabend des Jiid. Lehrhanses. Das Jüdische Lehrhaus eröffnet,- sein neues Semester am 17. Februar mit c-iuem \ortragsabc-nd, zu dem I)r. Ldtiard Strauß (Frankfurt a. M.) gewonnen worden war. .Stadtrabbiner Dr. Riege r hieß den auch in Stutgart hochgeschätzten Redner mit herzlichen Worten willkommen und begrüßte ihn als trefflichen Mentor und edlen Förderer der Lehrhausurln-ii. Dr. Fd. Strauß sprach über „Der Jude und sein c- Geschichte'* — ein Vortrag, der in seiner philosophischen liefe und seinen klaren Formulierungen auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck machte. Die Ausführungen von Dr. Strauß, der sich um die jüdische Kulturarbeit weit älter seine Heimatstadt hinaus überaus große Aerdienste erworben hat. und der neben seinen bedeutsamen horscftungen auf nuturw i.ssenschaftlicJtem Gebiet sich in unermüdlicher Arbeit um die Erschließung unserer Biltc-l nt ii ft I , wir erinnern nur au seine seit vierzehn Jahren gehaltenen ..Deutschen Schiuriin“ —. stellten einen packenden, von tiefen ethischen Einsichten getragenen Beitrag zur Metaphysik unserer Geschichte dar. In seinen einleitenden Worten umriß Dr. Strauß die zentrale, immer gegenwärtige Forderung unserer jüdischen Geschichte: das ..Erinnern". AAenn an den jüdischen Menschen das Wort herantritt: ..Gedenktdes Auszugs aus Aegypten", so ist diese Forderung ugudisth und halathisth gemeint. Als ..Aolk ,1er Erinnerung" ist das Gedenken für uns < » bot Geschichte und Gesetz verschmelzen in einer höheren Einheit, die unsere jüdische Objektivität darstellt, die* wirkliche, währende Gegenwart ist und den ganzen Menschen trifft. Die Monumentalität dieser Geschichte liegt so auch in der ewigen ..gelebten W irklichkeit" des historischen Geschehens. Aus Ribt-I, Chronik und den Prophc-tenbüchern wissen wir von unserer Geschichte, die nicht gewachsen sondern ..gebaut " ist und in späterer Zeit in einzigartigen Formen zu uns spricht: in Kult und Gebet. Hier wächst die Historie in das wort des Beters hinein, in der llapada oder in den Selichoths wird ..gebetete Geschichte ebenso'lebendig wie im Ernst der Memorhiiihcr. In solcher Erinnerung steigt die geschichtliche Monumentalität zwingend herauf, alles ist vom .Sinnglaubeii durchleuchtet — wir können Geschichte als W erden und \ ergehen nicht «le nken. Lnsere Geschichte ist vielmehr ohne das Konstituc-ns des ihr innewohnenden Zielhaften nicht begreifbar. Sic* steht ja ganz im Dienste des ..Auftrags", der vom Geheiß zum W erke, von der Schuld zur Siihne führt. — Diese Geschichte ist (, e in e i n s cfi a f t s - Geschichte, an deren Anfänge das „Sch’ma“. das ..Höre!", steht. £ur Vollendung seiner Schöpfung hat Gott den Menschen geschaffen, und im Gedenken des jüdischen Individuums wird immer wieder die wechselseitige Recht- und l’llichtbeziehung zu Gott lebendig,' die das Besondere unserer Historie ist. Leben im Auftrag ist I.ebc-n in der Pflicht, in der Verpflichtung. Wissen, daß wir „im Bunde" sjnd. ist Wegwreisung und Tröstung zugleich. — Dr. Rieger dankte im Namen der Anw osenden für das gedankentiefe. von frommer Ehrfurcht vor der transzendenten Bedingtheit des jüdischen Geschichtsablaufs durchleuchtete Referat, das zu den nicht allzu häufigen Vorträgen gehört, die wirklich Itesinnlich machen und zum T u n führen. Gemeinschaftsgeist u. Zukunfisgesialiung unserer Jugend. Eine Gemeinschaftsveranstaltnng der Ortsgruppen des R.j.F_ C.-V. und „Ring» Zu den zentralen Problemen unserer jüdischen Gemeinschaft gehört die Zukunftsgestaltung unserer Jugend. Und so sehr man heute in allen weltanschaulichen Lagern der deutschen Judenheit von der Notwendigkeit einer konstruktiven Lösung der aktuellen jüdischen Berufsfragen durchdrungen ist. so sehr sich auch die Gemeinden, die Schulen und nicht zuletzt die Jugendlichen selbst um diese lebensnotwendigen Fragen mühen — sicher ist, daß die großen Schwierigkeiten der Umschichtung und der soziologischen Neuformung des deutschen Judentums überhaupt nur dann gemeistert werden können, wenn alle Bemühungen um diese Zielsetzung von einem neuen, einheitlichen Geist sozial-jüdischer Verpflichtung und Verantwortung getragen werden. Erfreulicherweise scheint sich diese Erkenntnis, die ja eine durchaus sittliche ist. im deutschen Judentum immer mehr durchzusetzen, wenn wir uns auch nicht verhehlen dürfen, daß die ganze Tiefe und existenzielle Bedeutung dieser eigentlich selbstverständlichen gegenseitigen Hilfe und Förderung von vielen noch nicht klär erkannt worden ist. An mahnenden Aufrufen und Hinweisen zur sozialen Verantwortung fehlt es zwar nicht — es wird aber noch einer großen, aufklärenden und aufrufenden Arbeit bedürfen, bis die Erkenntnis ganz bei uns durch gedrungen ist. daß jüdische Gemeinschaft nur vom Sozialen her ihren Sinn erhalte n kann. — Insbesondere von hier aus gesehen darf der Vortrag, den der Jugendleiter des Landesverbandes Westdeutschland im R.J.F., Dr. Salomon. Köln, am 19. Februar älter „Gemeinschaftsgeist und Zukunftsgestaltung unserer Jugend" hielt, warm begrüßt werden. Die Stuttgarter Orts gruppe n des R.J.F., C.-V. und „Ring" hatten den Vortragsabend gemeinsam veranstaltet, um, wie Rechtsanwalt Albert Mainzer in seinen Begriißungsworten ausführte, den Geist der Gemeinsdiaft aufs neue durch dieses Zusammengehen zu dokumentieren. Dr. Salomon hielt ein gedankenreiches, insbesondere in seinem Schlußteil aufs stärkste packendes und aufrüttelndes Referat. Der Redner ging von der Feststellung aus. daß das in unseren Reihen so oft unzutreffende Ressentiment jede objektive Betrachtung der Dinge verhindere und zeichnete dann die Voraussetzungen. die zu einer in sozialer Verpflichtung und neuem jüdischen Wertbewußtsein geeinten Gemeinschaft führen können. Dieses Wertbewußtsein, so betonte der Redner, muß wieder etwas Wurzelhaftes sein, wachsend aus der Besinnung auf unsere speziell jüdische Eigenart. Der Wille, als Jude weiter zu existieren. muß aus dem Gefühl für die inneren jüdischen Werte strömen, unser Sittengesetz muß die wirkliche Quelle für das soziale Tun sein: Jüdisches Ethos heißt Heiligung des Alltags und Erhaltung der Gemeinschaft. In unserer Jugend lebt ein lebendiges Gefühl neuer sozialer Verpflichtung. In klarer Erkenntnis der entscheidenden Bedeutung einer normalen beruflichen Gliederung wertet sie das Handwerk und die körperliche Arbeit Überhaupt auf neue Weise. Stärkste Beachtung fanden auch die Ausführungen Dr. Salomons über die Möglichkeiten des kaufmännischen Berufsstandes für unsere Jugend. Unter stürmischem Beifall geißelte hier der Redner einige .Mißstände im eigenen Lager, die sich nur daraus erklären lasse n, daß eben der sozial-jüdische Geist manchen jüdischen Arbeitnehmern gegenüber noch nicht überall als elementare Gemeinschaftsforderung empfunden wird. Bei voller Würdigung der mannigfachen Schwierigkeiten muß. so forderte Dr. Salomon weiter, die zusätzliche Arbeitsbeschaffung bei uns noch um > ieles intensiviert werden. Die Berufsaussichten sind noch gurnicht so schlecht, wie oft angenommen wird. Notwendig ist aber eine planvolle fachliche Ausbildung. Wir dürfen, so stellte der Redner abschließend fest, für unsere Jugend keinesfalls kampflos preisgeben, wofür wir unter schweren Opfern gekämpft haben, wenn die Eindeiitschiingsperiode überhaupt einen Sinn haben soll. Mit sittlich-heroischem Geiste und in wahrhafter Gemeinschaft müssen wir aber an die uns gestellten Aufgaben herangeben. — Rechtsanwalt Mainzer unterstrich in seinen Schluß- und Dankesworten den eindringlichen Appell des Redners. Wir erwähnen noch, daß ein Streichquartett der Stuttgarter Jüdischen Kunsteemeiiisdiaft (Ruth Hamburg. Hans Mayer. Kurl Haas. Gerhard Löwe) den Abend mit einem Quartett von Bodierini stilvoll einleitete Aus den QemeUtdm lüäcttemBecgs. Stuttgart. An unsere Leser! Wir machen heute schon darauf aufmerksam, daß kurz nach dem I i. Marz der Postbote bei allen unseren Lesern die Abonnementquittnng für das 2. Quartal 193$ (April bis Juni) vorzeigen wird. Die Abonnementgeblihr für das Vierteljahr beträgt RM. 1.25. — Wir bitten heute schon, dafür Vorsorge zn treffen, daß dieser Betrag dem Postboten prompt bezahlt wird. Wir bitten, bei Abwesenheit nm Bereitlegung des - Betrages bzw. Beauftragung zur Einlösung der Quittung. — Bei Nichtzahlung der Vierteljahresgebühr wird die Zusendung der Gemeindezeitung automatisch eingestellt. Es liegt also im Interesse jedes Lesers, für prompte Bezahlung besorgt zu sein. Verspätete Erneuerung des Abonnements ist mit Mehrkosten und zeitraubender Mehrarbeit für Leser und Verlag verbunden. Stuttgart. Der „Bund deutsch-jüdischer Jugend" und der R.j.F. veranstalteten am .26. und 27. Januar in der Ski-Hütte der hiesigen R.j.F.-Ortsgruppe in Mitteltal einen Führer-Schulungskurs, zu dem viele Bundes¬ und R.j.F.-Sportgruppenleiter aus dem ganzen Lande gekommen waren. Der Jugendleiter des R.i.F„ Dr. Markus Maier, begrüßte Paul Yogi Mayer und die übrigen Kursteilnehmer. Nach der „Hawdalah“ wurden in einer Arbeitsgemeinschaft die Möglichkeiten jüdischer Arbeit eingehend besprochen. Vier Arbeitsgebiete — Geschichte, Gegenwartskunde. Hebräisch und Bibel — wurden aufgezeigt, Bücher empfohlen, bedeutende Gestalten unserer Geschichte genannt usw. Ergebnis w ar. daß jüdische Arbeit nicht, um möglichst viel zu wissen, geleistet werde, sondern im Hinblick auf die Gestaltung des Lebens. Der nächste Tag begann mit einer erfrischenden Morgengymnastik unter Leitung Paul Yogi Mayers. Der größte Teil des Vormittags wurde dann mit einem erschöpfenden Bericht des letzteren über die Organisationen des deutschen Judentums, ihre Aufgaben, über die Binnenwanderung der deutschen Juden, deren beruflichen Möglichkeiten u. a. ausgefiillt. Nach herrlicher Skifahrt wurden anschließend die Möglichkeiten deutsch-jüdischer Jugendarbeit auf d£m Lande besprochen. Nach kurzen Worten gegenseitigen Dankes wurde dann der Hüttenwimpel eingeholt — und die ergebnisreiche Tagung war zu Ende. Stuttgart. Am 12. Februar wurde im Arbeitskreis des Berthold Auerbach-Vereins Gerson Sterns Roman „Weg ohne Ende“ nach vorhergehendem einführendem Referat von Dr. Walter Einstein besprochen. Der Referent des Abends verstand es in sehr feiner Weise, das gedankenreiche Buch der Hörerschaft nahe zu bringen. Leber „Wechselwirkungen zwischen jüdischer und nichtjüdischer Musik" sprach Studienrat Eridi Werner (Saarbrücken), ein hervorragender, auch in Stuttgart sehr geschätzter Fachmann auf dem Gebiet I-

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