Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 20 (16.1.1935)
- Date
- 1935-01-16
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- [Seite] (sequence 5)
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Widerstands blieben. Dies hui Henriette Goldsthmidt erkannt, aber sie hat sich nur in der allgemeinen Frauenbewegung, kaum jedodi für die jüdische Krau, betätigt. Dies blieb. Bertha Pappenheim, der Gründerin des Jüdischen Frauenbundes. Vorbehalten. Sie erstrebte für die Stellung der Frau eine Wertgleichheit. aber keine Artgleichheit mit der Stellung des Mannes. Sie setzte sich ein für Mutter- und Kinder schlitz, für die Flire der jüdischen Frau und des jüdischen Volke*? Allgemein bekannt ist ihr Kampf gegen den Mädchenhandel, den sie selbst in einer Broschüre ..Sysiphusarbeit“ genannt hat. Weiterhin »ersuchte sie eine Welthilfsvormuiidschaft für das staatenlose Kind zu erreichen. In Isenburg errichtete sie ein Heim für gefährdete Jugendliche. Ihre pädagogischen Grundsätze sind hart, sparsam, spartanisch. Sie selbst hat von sich gesagt: ..Meine Kdcen und Kanten stammen von mir persönlich, das Gute an mir ist jüdisches Krbe." Demgegrnülwr steht nun der in die Zukunft weisende Typ der C'haluzu. Dieses Fruuenbild ist keineswegs an den Zionismus gebunden. auch die deutschen Juden wollen zum Boden, zur produktiven Arbeit zurückkehren. In weither Richtung die C'haluzu sich entwickeln wird, ist noch ungewiß. Hier müssen erst neue Formen geschaffen werden. Fs ist über zu hoffen, daß einmal eine Svntliese der drei Frauentypen entstehen wird. Fs waren zwei wolilgclungene Tage. Dank gebührt in erster l.inic der selbstlosen Yorbercitungsarbeit von Frau Finnin Weil, dann aber auch der jüdischen lluushnltuiigsschule. die gastfrei ihre Bäume zur Verfügung stellte. A. B. - 173 - | Aus den Gemeinden VHidtemSeegs. Stuttgart. Nachdem Rechtsanwalt Dr. Henry Lepman (Stuttgart) sein Mandat als Abgeordneter der Israel. Landesversammlung niedergelegt hatte, fand nach I 77 der Verfassung am k Januar für ihn eine Ersatzwahl für den Rest der Wahlperiode, also bis 1t. Dezember 19)1, statt außerdem auch für seinen Ersatzmann. Auf Grund von Verhandlungen zwischen den Stuttgarter Ortsgruppen des Central- Vereins, des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten und der Zionistischen Vereinigung für Deutschland wurden durch ein Rundschreiben des „Vereins für jüdische Gemeindeangelegenheiten“ der Gemeinde Vorsteher Dr. Hermann Merzbacher ais Abgeordneter und Direktor Karl Grünwald als Ersa|gmann zur Wahl vorgeschlagen. Diese Herren wurden auch durch geheime Wahl in die Israel. Landesversammlung gewählt. — Von )27) Wahlberechtigten haben bei dieser Wahl nur 212 Personen — das sind t,l% — ihre Stimme abgegeben. Stuttgart. Wie in letzter Nummer schon mitgeteilt, sprach im Bahmen des Kumcraclschaftsubcncls der R j.F.-Ortsgruppe vom 20. Dezember v.Js. Stadtrabbiner Dr. Rieger in hochinteressanter Weise über „D i e ersten j ü d i s ch e n Siedlung e n i » Deutschland“. Das mit bekannter rednerischer Meisterschaft gestaltete Referat führte die Hörerschaft zu den ersten Anfängen jüdischer Seßhaftigkeit auf deutscher Freie, deren ältestes Zeugnis eine von Kaiser Konstantin am II. Dezember 121 erlassene Verordnung für die jüdische Gemeinde zu Köln ist. Aber nicht nur dieser urkundliche Beweis aus frühester Zeit spricht von der tausendjährigen Verbundenheit der deutschen Juden mit Deutschland — auch in vielen Midraschim. Sagen . und sonstigen Leberlieferungen wird von Juden auf deutschem Boden berichtet. (\llen Interessenten empfehlen wir hier Dr. Riegers itn Philo-Verlag erschienene Broschüre .\om Ileimatsrecht der deutschen Juden“. Red.) Besonderes Interesse begegnete nuturgemäß den Ausführungen über die ersten jüdischen Siedlungsanfänge in W ü r 11 e m h e r g . deren sprechendes Zeugnis die KatukombK in lleilbronn mit einer hebräischen Inschrift aus dem H. Jahrhunden ist. Auch in Schwül». Hall wohnten in frühesten Jahrhunderten aus Persien eingewanderte Juden, die das Salzsiederhandwerk betrieben. Und schon in der Karolingerzeit - lussen sich in Fßlingen jüdische Menschen nachweisen. — Im ganzen war dieser Vortrag ein mit stärkstem Interesse aufgenntnmener wissenschaftlicher Beitrag zur deutsch-jüdischen Geschichte Stuttgart. Reges Leben herrschte um 24 Dezember v.Js. im Hotel Westheimer. wo sich die R.j.F Jugend versammelte, um »ach vorhergehender Untersuchung durch Dr. Siegfried Saenger in die Winter Tericn ins schöne Schwarzwaldheim nach Möhringen zu fahren. Bepackt mit Skiern. Schlitten. Schlittschuhen und Rucksäcken ging's dann zum Omnibus, und die fröhliche Schar erreichte schnell das Ziel. Allmorgcndlich galt der erste Blick dem Wetter tlüU|vi 1. den 31. Dezember IBM HtUderlbutnvBe 37 Statt beseaderor Aazetge Meine innlgstgellebte Frau, untere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Hedy Uhlman geb. Löwenthal Ist gestern abend nach schwerem, mit unendlicher Geduld ertragenem Leiden nach Vollendung des 40. Lebensjahres von uns gegangen. In tiefer Trauer: Oskar vklasaa Elsbeth Daatsch geb. Uhlman, mit Gatten Ernst Deutsch Kobart Uhlman Fritz Uhlman Fanny Laureathai Wwa. geb. Fellneimer Lima Uhlmann Wwa. geb. Elsas Von Kondolenzbesuchen bitten wir freundllchst Abstand zu nehmen. Es sind mir anläßlich meines 70. Geburtstages ■ so viele Beweise von Freundschaft und Verehrung entgegengebracht worden, daß es mir nicht möglich ist, einsein zu danken; deshalb danke ich allen herzlidtst auf diesem Wege. Frau ANNA PICK geb. Ostertag. Barthold Auerbach-Verein Dienstag, den 20. Januar 1935, Hotel Westheimer. abends 8.15 Uhr« spricht Erich Wornor* Saarbrücken aber „Wecksetwtrkaatea zwiseftea iMtscucr NNO taßllHllMIT NB*»“ Wir bitten um zahlreiches Erscheinen! miuiniiiuminiHHniiiuutuniiHtniMiHumiutHutumrtnsHutucninniimMiinninnmnrmnmmtiiiiunninnBnnuuiHnnHannsunstimHcumHMiiiaBBmanainiuiimiminiB ( JseaelUische Gemeinde TUm (Knituraussdrafi) S0L1ST: | 1 Sonntag.27. Jan..Synagoge, nadun. 5.30 Uhr, Konzert des Instrumentalkreises \fo 9fl tA TPOM DOW I I der Stuttgarter jQd. Kunstgemeinscbaft unter Leitung von Dir. Karl Adler. > | iHiuniHmiiumniiuimiiHuiiuiiintiiiiiHtwiinwnHHnMniunniawitiiiiiMtisaMaMiiiiiiiiiiiwiiiiiiiutumwiiiinuiiiMiiHiiiiiiiiiiiiminiiHuiiiiuiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiitin fMlfrrter Jttfltodic HoisltcBKlremtt Reihe 1934133 3a VIR AN STALTU NO 1 Samstag, den 19. Januar, pünktlich 8 Uhr, Großer Saal im Gustav Siegle-Haus, Werke Mir 2 Klaviere, Ckorn.Ordicsfcr Alice Sdunndder-Hess, Klavier Poldy Sperling-Donath, Klavier Der Sing- und Instrumentalkreis Leitung: Dir. Karl Adler Aul mehrfachen Wunsch werden noch Afcosmmiwti ausgegeben, die IQr die obige und die drei weiteren Veranstaltungen gelten, »t RM. 6.75 (numerierter Platz), RM. 4.50 (offener Platz), RM. L25 (Jugendliche). harten für obige Veranstaltung, soweit verfügbar: RM. 1.50 und RM. L25. Jugendliche RM. 0.75. Vori■ rheufeelelleai Buchhandlung R. Levi. Calwerstr. 25: Möslk-' haus L. Jacob, Hauptstktterstrafle 92 a; Oeschlftsstelle Schloftstrafte 12A/IU, Telefon 26413. Schon jetzt wird darauf blngewlesen, daft demnächst ln einer Sonderveranstaltung der Kunstgemelmchaft Dela Lfpfnskala auftreten wird. Naher, wird noch bekanntgegeben Fördert unsere Vereine I Abendkochkurs für BarsifaUHIga in der Jüd. Haushaltungsschule Stuttgart. 12-15 Abende. Bt|lssi 21. Januar 1935 Anmeldung: Hospitalstraße 36" 9t Treten Sie dem JCUfsoecein der Deutschen Juden“ als Mitglied bei! Anmeldungen nimmt entgegen: Dr. med. Siegfried Saenger, Stuttgart, Kanonenweg 1 z Postscheck-Konto Nr. 41539 Orientieren Sie sidi durch das Korrespondenzblatt des Hilfsvereins über Auswanderungs- und Siedlungswesen. Die bisher erschienenen beiden Hefte kosten zusammen RM. 1A0, einzeln RM. 1.30. (Für Mitglieder des Hilfsvereins 30*/» Ermäßigung). 6otlesdlenslzellen für die Synagoge in Hellbronn 18. Jan. Freitagabend 4.30 Uhr Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 5.50 Ubr Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens IM Ubr abends 6M Ubr 25. Jan. Freitagabend 5.00 Ubr Sabbatbmorgen Sabbatbnacbmittag 9.00 3.00 Ubr Ubr Sabbatbausgang 6.00 Ubr Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen morgens 7.00 Ubr abends 6.00 Ubr Schiel »»MD» Dritte» Zimmer rrbkft D> «edchrmch— Marke Hemmer! 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Januar 1935, Hotel Westheimer, abends 8.15 Uhr. Ordtl. General'Versammlung TAGESORDNUNG: Rechenschaftsbericht Wahlen Wir bitten um zahlreiches Erscheinen o BUND DEUTSCH- JÜD. JUGEND .OER RING“ ORTSGR.STUTTGART Zu unserem BUNDESABEND, der am Samstag, 2. Februar 1935, 20 Uhr pünktlich (nicht am 17. Jan.), im Großen Saal des Oberen Museums stattfindet, laden wir Eltern und Freunde herzlich ein. r Sachkundiger erfahrener Jurist (Nichtarier) Ober* nimmt weitere Hausverwaltungen und VermBgenavarwaftunpen bei billigster Be* rechnung. Anlr. unter O. RS a. d. Oem. -Zcltg^ UNTERRICHT Modezeichnen T#fleS ""Abendkurse ILSE SCHMID, Werkkunstz Ulrichstr. 3, Tel. 26210 4 Gunutnsiik für: V Damen (vormittag* und abend») Kinder (nachmittags) für beide anschließend Schwimmen. Anmeldungen an wmy» wuMiw»u»»y dipL Gymnastik- und Heilgymnastik ■ Lehrerin (Massage - Atemgymnastik - JCWuHurfsrfiimeA - Mensendieck). Stuttgart.Ratenwaldetr.33, TeL6X>63. 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