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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-01-01 · 19 (1.1.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
19 (1.1.1935)
Date
1935-01-01
Page
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- MB - Heilbronn. Eine stimmungsvolle Chanukka-Feier veranstaltete vor kurzem der Jüd. Jugendbund. Diese Veranstaltung war ein Beweis dafür, was von einem Willen beseelte junge Mensdien zu leisten vermögen. Wie bei der Purimfeier des Bundes wurden auch diesmal wieder sämtliche Beiträge von Mitgliedern verfallt. Die beste Leistung war zweifellos ein Sprechchor. der. von einem der älteren Mitglieder gedichtet, zu ausgezeichneter Gestaltung kam. Nach dem Entzünden wickelte sich das Programm in bunter folge ab: Die Erzählung der Chanukka-Geschichte, musikalische Darbietungen, ein fünfaktiges biblisches Spiel „Deborah" — als Werk eines fünfzehnjährigen Bundesinitglieds eine sehr schöne Leistung — und zum Schien die viel Heiterkeit bringenden lokalen Parodien. Auch diese wohlgelungene Feier zeugte für die vorbildliche Leitung des Bundes durch seinen Vorstand Dr. Max Victor. Heilbronn. Der Israel. Frauenverein eröffnete seine Winterarbeit mit einem gemütlichen Nachmittag, an dem die Leiterinnen der einzelnen Jugendbundgruppen und die Leiterin des Beth Chaluz in I.enrensteinsfeld über ihre Arbeit berichteten. Die Chanukkafeier am 3. Dezember wurde stimmungsvoll durch den künstlerischen Gesang der Vorsitzenden. Frau Hedwig Kahn, eingelötet. Dann sprach Frau DoraEdinger (Frankfurt a. M.) über neue jüdische Bücher. Anschließend fand eine Gabenverlosung statt. 23 Familien der Gemeinde und der Nachbargemeinden konnten mit Chanukka-Paketen bedacht werden. Heilbronn. Unter Leitung von Erna K a t z hat der Israel. Frauenverein einen Kindergarten ins Leben gerufen. In den ersten Wochen seines Bestehens assistierte „Tante Hilde“ (Hilde Kahn) in der Betreuung der Kleinen. Eine kleine Chanukkafeier im Adlerkeller erfreute vor kurzem die Eltern sehr. Kakao und Kuchen, und was ein Kinderherz so noch erfreut, schufen nach Spiel und Tanz die richtige Feststimmung. Laupheim. Die Deutsch-jüdische Jugend ge meins ch a f t hatte am 8. Dezember zu einer Chanukka- Feier eingeladen, bei der fast die ganze Gemeinde bis zu den ältesten Leuten erschienen war. um Kinder und Enkel auf der Bühne wirken zu sehen. Sämtliche Schulkinder der Isr. Schule und der Realschule spielcen auch so ausgezeichnet — „Das goldene Trendelchen“ und das Märchenstück „Der Zwergnase“ — daß bald wahre Feststimmung herrschte. Die vorzüglichen Leistungen der Kinder fanden stürmischen Beifall. Simon L. Steiner dankte dem Leiter der Aufführungen. Hauptlehrer Silbermann, in herzlicher Weise. Zu erwähnen ist noch die künstlerische Gestaltung der Bühnenbilder durch RudolfBerginann. Rudolf Kurz dankte den Kindern der Jugendgemeinschaft und dem Bühnenbildner, insbesondere aber auch Hauptlehrer Silbermann für den überaus gelungenen Abend. Ludwigsburg. Eine überaus gelungene Chanukkafeier veranstaltete am 8. Dezember der S v u a - gogQudior-Verein für die Kinder. Aus dem Programm sei besonders die „Lebende Menorah“ und der „Puppenladen“, als kleine Parodie auf die ..Puppenfee“. hervorgehoben. — Oberlehrer Metzger, der die Aufführungen einstudierte und leitete, erntete reichen Beifall, und allen, welche die hell leuchtenden Kinderaugen sahen, wird die Feier in schönster Erinnerung bleiben. Zum Schlüsse wurden die kleinen Gäste bewirtet — und dazu' durfte man noch ein süßes Geschenk mit nach Hause nehmen. Als Schöpferin und Leiterin der Tanzaufführungen hatte sich auch Frl. Maja Harburger (Stuttgart) ebenso wie die Damen Peppi Ottenhelmer und Jette Kaufmann als musikalische Beihilfen um den Abend sehr verdient gemacht. Rexingen. Am 1. Chanukkaabend veranstaltete der Jugendbund eine Feier, zu der auch Gäste aus der Umgebung gekommen waren. Nach dem Entzünden der Lichter und einem von Frau CIärIe Landauer verfaßten Prolog führten die Kinder der Oberstufe der Volksschule ihr mit großem Beifall aufgenommenes Chanukkaspiel ..Die drei Wünsche“ auf. Es folgte der Schlußchor aus Zweigs „Jeremias" — und zum Schluß kam auch die heitere Muse zu ihrem Recht. Die wohlgelungene Veranstaltung stand unter Leitung von Lehrer Helmuth Kahn. Sontheim. Auch in diesem Jahre nahm die Chanukka-Feier im Israel. Altersheim einen würdigen Verlauf. Die Jungens und Mädels der Heilbronner Gemeinde wetteiferten mit ihren reizenden Darbietungen., die von Oberlehrer Krämer und Frau Lisel Victor mit viel Liebe einstudiert waren. Hermann Kern erfreute mit einigen Gesangseinlagen. Nach dem Entzünden sprach Eugen V ictor herzliche Worte des Dankes für die Künstler und der Aufmunterung für die Insassen. Im Namen der letzteren dankte Herr Hirsch für die schöne Feier. _ .Erzychungsprobleme Palästinas". Ein Vortrag von Prof. Dr. Bondy.. Auf Einladung der Zionistischen Ortsgruppe, des ..Landesausschusses Württemberg der jüd. Jugendverbände" und des Jüd. Schulvereins sprach Prof. Dr. Curt Bonde (Frankfurt u. M.) am 16. Dezember vor überaus zahlreicher Hörerschaft über „Erz i e h u n g s p r o b I e m e Palästinas“. Namens der veranstaltenden Organisationen begrüßte Dr. Paul Tänzer den Redner und die Anwesenden und widmete dann dein «inlängst in Haifa allzufrüh »erstorbenen Mitglied der Stuttgarter „Werkleute“. Ernst Kuhn, einen tief empfundenen'Nachruf, den die Versammlung stehend anhörte. Nach einer ernsten Minute schweigender Erinnerung an den von hohen Idealen getragenen, aufrechten Menschen und Juden ergriff dann Prof. Bondv zu einem weit-' gespannten Tatsachenbericht das Wort. Der bekannte Sozialpädagoge gab einen objektiven Querschnitt durch die erzieherische Situation des modernen Palästinas. das er in dreimonatiger Studienreise kennengelernt, und betonte, daß die Richtigkeit der von ihm vertretenen ...Milieu-Theorie ' ihm in Erez Israel wieder ganz klar geworden sei: Aus der in voller bürgerlicher Freiheit lebenden palästinensischen Juden heit ist der eindrucksvolle Typus des hart arbeitenden jüdischen Menschen hernusgewachsen, der mit einem unerhörten Einsatz an körperlicher und seeli scher Kraft sich täglich durchzusetzen hat. Der Redner berichtete dann von dem vielfältigen Erziehungswerk des Landes, das organisatorisch und dem Bil-s-- dungsstoff nach vollkommen uneinheitlich ist. Prof Bondy schilderte die jüdischen Kolonien mit ihrer vorbildlichen sanitären Pflege des Kleinkindes, unterzog aber dann das Unterrichtswesen einer eingehenden Kritik. Wenn bei einem riesenhaften „Fest der Jugend“ auch der Geist der. jungjüdischen Massen irgendwie einheitlich zum Ausdruck kommt, so sind die weltanschaulich-politischen Klüfte, die sich zwischen der parteimäßig gespaltenen Jugend auftun. SCuttsart, den 21. Dezember 1834 Lndwtg-PfauslraBe 18 STATT KARTEN. Danksagung. POr die vielen Beweise aufrichtiger und wohltuender Teilnahme anläftlldi des In Haifa erfolgten Todes meines lieben Sohnes Ernst Kahn sage irfi auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank Julius Kahn ILSE FRIEDMANN MANFRED BAUER VERLOBTE Buttstädt Stuttgart, H/suurUnpiau «. (Thüringen) »u Hamm: 30. Januar Dezember 1934 STATT KARTEN. Zu der s.O.w. am 6. Januar 1935 stattfindenden Trauung unserer Toditer Rosa mit Herrn Leo Teitelbaum laden wir hiermit Freunde und Bekannte herxüdist ein. D. Engelmayer und Frau Trauung: Stuttgart, Weberstrage 31 3 Uhr nadtm. in Frankfurt a. H, Oskar v. MäUrstraße 4 Mein 70. Geburtstag bradite mir der Glüdtwün/ehe, Befudhe und Qefchenke »He le ins Haus, wofür allen Verwandten, Freunden und Bekannten herxlidifl dankt Frau lda Krailsheimer Senefelder[trage 31 [UNTERRICHT individueller Klavier- Unterricht auf nnutldMer Gmwdlap« / Beste Befeeennen Grete Bohlet siuitgmri Koppentotetrof- 3 / hnupraärr MP 33 o Dar „RIN6“, BUND DEUTSCH- JÜDISCHER JUGEND ORTSGRUPPE STUTTGART tritt mit all aolnan Gruppen vor Sie. / Ein BUNDESABEND, dar am 17. Januar 1935, abends 8 Uhr, im großen Saal das Oberen Museums stattfindet, ermöglicht Ihnen, Einblick zu gewinnen in die Weltdeutsch-jOdischerJugend. Wir laden ein. Sie werden kommenl OFFENE STELLEN Achtung! Keine Originaiseuguisse den Bewerbungen beifügen/ Zeugnisebedtrjften, Lichtbilder usw. stets mH Namen m. AnsdiriK Ihres Besitsers »ersehen/ Tftbfrato* Ham» kt 6trlä* etfttkiMt nit 3afcrifetitt sacht AN» fcalMfea Sin tritt ««ffwdtr» StQrlino (Uns baaft. Qewertuafr* aal. P. UM aa kt« flleiuhibesrHaag. VERMIETUNG Ja (W. «,tzal»sr(tz. ftSbral). I Wta. a.S.etra|«ats|a<BatolO). tgfsaalg» •sssiÄteL.«* Veil«, smos «. halt, 1 Beihsae», pa I.Usrtl ISSSak-nfL |>S%. s-amaMm. «a««t. a. ■. 1*4* a. h. Uew«hrtw3rteni«. ecflahiauarr, rsu. mit (Mr*. in- Ueaf||-f ia faena Hanfe, I» panalrr tag, aaf kalb, ia NmMn. 3atmffcat«a erbet»» satrr U.tMasabteUna«tabe-3tlhw». Isr. Fraacitcrcli' fragcrtK Unsere Frauen-Nadimlttage an Jedem 1. u. 3. Dienstag im Monat werden fortgeführt und zwar erstmalig wieder am Plsaatsti IS. Juuuar, ■Mbu. 4 Uhr, Im LuhrhawsfSchtoSstr.19A,»>- Vorgesehen sind Berichte Ober die Lernzeit mit Dr. Ernst Simon u. weitere Vortrüge auf padogogisdtem, sozialem und hauswirtsdiaftlicbem Gebiet BERTHOLD- AUERBACH-VEREIN Dienstag, den 8. Januar 1935, Stuttgart-Loge, Gartenstraße 30, abends 8.15 Uhr, spricht STUDIENRAT a. D. Dr. WILLY COHN, Breslau Ober BERUF LlCHER .DER EINFLUSS UMSCHICHTUNG AUF CjlE ER¬ HALTUNG DES JUDENTUMS. Di—r Vortrag wird gtmtJnMm mit dchw Land« rchufi d#r jödttchtn Jug«ndvurbiftd* voran itahft. Dienstag, den 15. Januar. Stuttg irt - Loge, Gartenstraße ,30, abends 8.15 Ul r. spricht RABBINER Dr. SCHLESINGER, Bijjchau über .BIALIK*. Gesang (Hede Schack) und Rezitation. Eintritt! fftrMttgU«d«rdesB.A.V.und«AmtlichnrJugmidbOade früh sornt 50 Pfg.! Altangesehene, bedeutende PadQMiicr- PappcttiefttiaBdtaag Sitz Stuttgart, sucht - _ Bezlrksmlreler für eine Reihe von Platzen in Württemberg und Baden. Offerten unter W. 1234 an die Gemeinde-Leitung. Omnibus-! und Lastwagen-Vermietung bei billigster Berechnung j G. RIEGER / stuttg — TI Sdiwarenbergstrafce Nr. 79 art-Ostfacim elefon I Nr. 41541 MIETGESUCHE «»facht 2 3lmt»er a>. mich» («»CI. MchmaatriO Ia aritt» Itttr Hbüalag» aaf 1. Vgili 1884. tligb. ilUUib. «»iKtaSoMfcmt. «Um Dam» facht NnHIäcs Siaiawr mit nOr Dm •sfkgaag. VaatbsM mit Vrrisaagat» nfei P. IMS b. «taKlakcttmiaf. „QiaislaSa Zsttuag-t DIVERSES 9ftr fricMMcakn» vs|lgcs, atrstw IcibtNkoi Itngm fUn uM ta guter 9arillt ttf ka Csibt Oege» «i|f»ff|fst BergLkmg liebevolle ttafnskw ««facht. — «»«. UsatbaM aaSn H. SAMO aa M» «mdaburttsa«. ih„ UHrrei „UHrfflti Ia Ia Qaalttat na Zkarrtikiii Naa* Spoitlahrcr ba RJ.P. IBbatfcasdstr. SS Seidens'lüäsche, Stsümpfe bai Hugo J. Singor Hui ■aHn SShnaratr. 42 ghaslalLnttkurort, 600m VHWI SHS<ataMoaBal«s»b«oan) AHbek. Hans direkt am Wald. Neu rsaovlstt Zeatralbais. UM. tu n. w. Wasa-VaraOgL KSctw, Oart Terrasse. Oarag«. MlllgaPrslss Poattm Haus. Besits.: MdBmaaa-PfakbalBar. boflesdknsfzcttcn ffir 4Üe Synagoge in Hellbroiin 28. Des. Freitagabend 4.30 Uhr Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 5J5 Ubr Sonntagfrfib 7.43 Ubr I. Jan. 33 DienatagfrQb 7.43 Ubr an den Woebentagen: morgens 7.00 Ubr abends 6.00 Ubr 4. Jan. Freitagabend 4.43 Ubr Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 3.30 Ubr II Sonntagfrfib | 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens T 7.00 Ubr abends | 6.00 Ubr Jan. Freitagabend! 4-30 Ubr Sabbatbmorgen I 9.00 Ubr Sabbatbnacbmittajg 3.00 Ubr Sabbatbausgang 5.40 Ubr Sonntagfrfib 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 7.00 Ubr abends 400 Ubr Privatauskiinffe-Ermiftelungen ANTON STREHLE Stuttgart Königstrafse 1 f Ing. D.Tel.26010

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