Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 19 (1.1.1935)
- Date
- 1935-01-01
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- [Seite] (sequence 6)
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doch besorgniserregend. Die Quellen dieser Haltung liegen in cler L neinheitlichkeit de* .Stilulwesens das auch Mtn der liiiversit.it bisher keine beachtenswerten lrii|nil'r bekommen hat. rin neues Lehrerinaterial. da* die Begriffe der ..Autorität" und ..Freiheit" in die Fr/ic-hiing der jungen Juden des Landes plan toll hinein/utragen hat. ist hier eine der bedeutsamsten pädagogischen Forderungen. Daneben /eigen sich in Palästina immer mehl) die moralischen Auswirkungen der raschen großstädtischen Entwicklung. Die all/» grolle Freiheit des {jüdischen Menschen in Palästina nimmt ihm den Sinh für präzise- Ordnung und freiwillige L'ntercirdniing ■ und so sind^nit der /eit schwierigste Konflikte /uj befürchten. Leider, so führte der li,dm r weiter aus) liegt auch die soziale fur-orgein Palästina noch sehr darnieder. In diesem /iisaniineiihang schilderte Prcff Bonde die Elendsquartiere /. B. der persische!) Juden in Jerusalem. \iif diesem l,einet muß noch) AuHerordeiiiliches geleistet werden. I rot/ allem aber ist Palästina eine sehr grolle Möglichkeit, die duf der (•rundlage erzieherischer Selbstdis/iplin zu breiter Fntfnltung koiqmen wird: notwendig i*i jlier. clall die Menschern scholl cor ihrer l eher*ied!n»L' für ihre Aufgabe erzogen werclün. Sprache, fachliches Können f.infatlilieit und das \\ issen um die Ijcbeii'bedingungen de* Landes, da* unsere L- -tc-,, Mcn-chc-ii braucht, müssen (■rundlage dieser \ ■:c -'/iehnitg sein. Die ungemein uuf-chliißrc-ic^c-n Ausführungen de* lie einer' c’gnn/tc an~chlicd!c'utl Dr, Irii't Simon tf rankfurt c. M in interessanter Weise. Dr. Lanzer dankte den!■ Ineru. deuen lebhafter Beifall gespendet w ».'de Aus den QememdeH IDäcUeHibecQ-S. Stuttgart. Der J u d. h r a ulen Bund Landesv cr b a li d W u r t l e in b e r g, ceraii'taltete in \ erbindung mit der ..Mittclsti-lli-t für jüdische' Erwachsenenbildung" am in. und I" IK-./c'inber eine .Lernzeit". au der -\ ertreterinnen der Stuttgarter I raut-ti- '•rgaiii-aliuncMi. der Jugeiidbühde und aktic in der Bildungsarbeit '«eilende \ ertreterinnen der Land gemeindc'ii teilnalunen. In ele-iii Dienst der \ernn*ial- 11111 g bei der L r/iehnilg'fragiin.. Bibellesen und die Probleme der religiösen kindeirer/iehiing in Arbeitsgemeinschaften behandelt wurden. hatten «ich Prof. Dr. ( u rt Ho ii d> T rankfupt a. Mi. Dr. Frii't S i m o n il rankfurt a. M i. f rau Klse Bergmann il aiipheinii. Iran I mir l.eci und Direktor Karl Adler gestellt. Die l.igung wurde mit einem \ ortrag um Dr. I rn-t Simon über ..Der W andel de s jüdischen I rauentc pu* in den letzten Pin Jahren" bescfilossen In komme nder .\i)mm<*r geben wir über ■ lic- Lernzeit näheren Bericht. , Stuttgart. K a m e r a el * ch a f t s a b e n d im H.j F. das bedeutet einige stunden harmonischer (>e*elligkeit. I ml so war e» auch l|> i der kameradschaft liehen /ii*uu»menk]|iift com 2uj Do/etnlior im Oben*» Museum' Der Vorsitzende der Ortsgruppe. Becht'- anwalt Albert Mainzer. tiegriiHle du in groller Zahl erschienenen Mitglieder des Bunde«, der Sjiortgru|>pe sowie die (.aste, llllcl' entbot insbesondere Stadtrabbiner Dr. Bieg e r. alc-r sich in dankenswerter.Weistzu einem Vort'rag über ..Die ersten jüdischen Medlimge.i in Deutschland" zur V erfügun : gestellt hatte, ein herzliches Willkommen. Dr. Biegers liefe rat narrin hochiuterc-ssatiter. ec isseiischaftliche aber durchaus allgemeineerst!Endlich gehaltener Beitrag zur deutsch-jüdischen (jie'chichte. Lebt-r di - historischen Darlegungen hinall' bedeuteten die Au* fiilirungc n de- «tneltr.ibbinerf aber ein packendes Bekenntnis zum jüdische n llejmatrecht und Lebens willen aul deutscher Erde diunaturhaft aus eine- JahrtaiiM‘u>le alten V erhundetnheit mit dc-utschem Boden und Sshick-al strömt-nj >0 durfte der Vorsitzende in -einem Danke -wprt an den cerehrten Beniner auch mit Hecht fcstslellen. dal! -eine- Ausführungen nicht mit da- W issen der Hörerschaft bereichert. sondern auch ihre ll)er/en erhoben hatten. W ir werden in kommender- Xummer Dr Biegers Beferat nochmals gesondert wjifdigen. Orolh— Interesse fanden naturgemäß aurfi die Filme, dieder 2 Vorsitzende -he* R j.F.. JIII) i » s sIra II II l( ,11111- 'latti. bei den Vereins- und Lande'»iei*terschnftsk.impfen c oni Herbst diese s Jahrea ufgeiiommen hatte- und nun zu au«grzj-idimtc-r Wiedergabe brächte. /11t grollen I reiido de- Publikums gingen iu interessanten Vii'-chnitten die spannenden Kampfe dieser lag-- nochnial* ubediie jwciße Wand lind da man dazu -o c iele gute Jfekannje im Filmbild still hatte diese Vorführung Ihrer ganz besonderen Bei/. Anschließend dankte ^b-.V. Mainzer Julius Strauß mit lierzliit.en vv Ccrtcjjnd teilte noch mit. daH I r i ch Marx und II a ne Sommerfeld da- Deutsche lurti- und Sportabzeichen cerliehen wurde, da« er den erfolgreichen Sportlern selbst überreichte. Mit grollem Interesse wurde alich die Mitteilung anfgenommen. dal! bisher c ier’ jüdi-che Sportler zu Olc mpia-Kandidaten bc-stimmj wurden, unter ihnen (.rctc-l Berg m a II n als Vlicglied der B.j.F.-Sporteruppe Stuttgart. Die änderet» sind die bekannten Leichtathleten Orgler. Schattnuann und Sternlieb. Mit einem Dankeswort an alle, die sich um den Abend -cerdient gemacht hatten, schloß der Redner, /um Schluß fand der Lande sc c rband-Vorsitzende. Dr. Max' S t r a 11 II. noch eindrucksvoll* Worte für das tatkräftige Wirken B - V. Alber» Mainzer« und sprach dann com tiefen Sinn des kflmeradschaftsgedankeii' uleinigendem Band für die Alten und Jungen gipfelnd in der Forderung: ..F in er für alle, alle für ein e 11!" So gab d|c-«er Abend, der den grollen Mitglieder- und Freu*deskrei« de- R j.F. in echtem kameradschaftlichem Geiste einte, der erfolg reichen Jahresarbeit einen scheinen und würdigen Ausklang. - 1« - Das Bassermann - Quartett und Ruth Kisefa-Arndt in Stuttgart. Zum Konzert-Abend der Stuttgarter Jüd. Kunstgemeinsdiaft am 19. Dezember. Für die Schaffung'unserer Kunstgemeinschaft muH man immer wieder dankbar sein! Diese Empfindung lebte -icberlicb in den vielen hundert Besucher» des Kon/ert-Abends vom 19. Dezember, der ein musikalisches Freignis ersten Ranges war. Aus dieser Veranstaltung nahm man eine tiefe Gew Allheit mit nach Hause: unsere Gemeinschaft hat künstlerische Menschen gröIlten Format« {und diese wieder finden in ihrer Gemeinschaft eine klingende, zu neuer schöpferischer Leistling anspornc-nde Resonanz. Limechte. freudige Begeisterung, die sich in nichtendc-ncc cd lenden stürmischen Ovationen dokumentierte, hatte die- Hörerschaft erfüllt. — Das als Streichquartett des Kulturbunds Rhein- Main bestens bekannte Bassi-rinn n n-Quartrtt (I rankfurt a. M.) ist eine Vereinigung von instrumentalen Meistern. Fs setzt sieb zusammen aus Prof. Hans Bassc-raiann II. V iedine). Frust D r 11 k - k<- r (2. V inline). R i ch a r d K a r p (V iola) hmd Prof. Fefix R. VI e n d e 1 s s o h n (Violoncello). Man weil! nicht, was man an dieser Spielgc-meinscbaft mehr bewundern soll: die fabelhafte Präzision des /iisauimenspiels. oder den hinreißenden warnten Klang der Streichinstrumente, die nie miteinander in We-ttbewerb treten, sondern immer nur sich den inneren mnsikantischen Gesetzen des Werkes unterordnen. Beethocens Streichquartett in e-ntoll op. >9 Nr. 2 und Stuttgart. Dir. Karl Adler hat auf Einladung der ..Mittelstelle für jüd. Frwucliseiienbildung". des ..Reich-ausschusscs der Jüdischen Jiigt-ndverbünde" und des . Verbunds baceriscber Gemeinden" in Berlin ll.i-hnitzl und München den musikalischen Teil in Schiilungswochc-n bestritten. Die ihm zuteil gewordene Anerkennung und Wertschätzung wird auch durch Prc-ssestiinnien bestätigt. So lesen wir: .Vdlc-r. der mit einer erstaunlichen pädagogischen Kraft du- Gew irr ungeübter Siinmen zu einem disziplinierten musikalischen Genuß gestaltete“ . . . ..für den musikalischen Laien war es erstaunlich, zu sehen, w ie Adler mit den einfachsten Methode» auch die l »musikalischen mitrifi".der in ungemein lebendiger Art Lust zum gemeinschaftlichen Singen und zum Verständnis für Musik erweckte . . ." Leber c-incmusikalische Feierstunde, die- Karl Adler auf Finladiing des l.iedf-rkranzes M aIIIIhei in geleitet hat. schreibt die dortige Gemeinde-Zeitung:.wiedas Singen durch ihn (Adler) zur singenden Gemeinschaft wird, das erlebten wir nun staunend und freudig mit . . . dafi es letzten Fildes bei jeder Methode immer auf das allkommen wird, was Karl Adler in so reichem gewinnenden Maß besitzt: Persönlichkeit!“ Stuttgart. In der ersten Januarhälfte bietet der B e r t h o I d A 11 e r b a eil - V e r e i n überaus w ertvolle Veranstaltungen, die con weiten Kreisen besticht werde» sollten. Der als geistcoller Publizist bekannte Stiidienrat a. D. Dr. VV illy Cohn (Breslau) spricht am s. Januar über das Thema ..Der Finflnß beruflicher U mschichtung auf die Frhaltung des Judentums". Am n. Januar referiert Rabbiner Dr. Schlesinger IBuchau) über den Dichter Bialik Dieser Vortrag wird durch Rezitation lind Gesang ergänzt. Der Bund deutsch-jüdischer Jugend (..Ring") veranstaltet am 17. Januar einen Biindesabend. Der Bing", dessen Grundpfeiler starkes Bekenntnis zum Deutschtum und Finbe/iehung des Judentums in das I.eiten -einer Menschen sind, geht einen eigenen Weg. fern aller äußerlichen Betriebsamkeit versucht er. 111 kleinen (>rup|K.-n die Lebensform des deutschen Juden der Zukunft zu gestalten. Mit diesem Bundesabend will der ..Bing" der Jüdischen Oeffentlichkeit seine- VV eit erschließet!. Bad Gannstatt. Die Mitgliederversammlung des Israel. Wohltätigkeits Vereins fand am l>. Dezember statt. Da der seitherige Vorsitzende. I e r d i 11 a 11 d M a v e r. der seit 4H Jahren dem Ausschuß als Schriftführer und späterhin als Vorstand angehört, wegen hohen Alters sein Amt niedergelegt hatte*, wurde die V ersainmliing von dem stellvertretenden Vorstand. Oberlehrer Adler, geleitet. Mit ehrenden Worten gedachte dieser der vielen und großen Verdienste, die sich F. Mayer, der schon vor einigen Jahren zum Fhrenniitglied des Vereins ernannt worden war. im Dienste des Vereins erworlien hat. und schloß hieran im Aufträge des Ausschusses und der Mitglieder W orte des herzlichsten .Dankes fiir sein selbstloses Wirken. An Stelle des Znrückgc-trc-tenc-n w urde Frust Ostertag als Vorsitzender und als neues Ausschußmitglied Theodor Straus gewählt. Alis dem Rechenschaftslieritht. corgetragen con dem Rechner F. Adler, war zu entnehmen. daß trotz der großen Inanspruchnahme der Kasse der Verein seinen Pflichten in vollem Maße genügen konnte. Finem hochverdienten alten Vereins- und Aiisschußmitglied. Leopold Strauß, wurde unter IIc-rvorhebung seiner außerordentlichen, in vielen Jahren treu geübten Tätigkeit im Dienste edler Wohltätigkeit an Sterbenden und Toten die Urkunde als Ehrenmitglied ülierreicht. Burhau. Am 15. Dezember hielten der Israel. Privatarmenverein und der Central verein ihre Jahresversammlungen ab. In der Versammlung des C.-V. gab dessen Vorsitzender einen ausführlichen Bericht über die Landes-Ausschußsitzung in Stuttgart. Seit einiger Zeit hat der Jüd. Frauenv-erein eine Nähstnbe eingerichtet, die sich eines sehr starken Zuspruchs erfreut. das Streichquartett in Es-Dur op. (2 von Felix Mendelssohn-Bartholdv waren in der Interpretation des Bassormann-Qiiartetts kammermusikalische Offenbarungen. Dieses edle Tonpathos und plastische Auswerten jeder musikalischen Phrase sind nur ganz großen Künstlern eigen. Und dies alles wird von einem schöpferischen Ernst getragen; der tiefsten Eindruck macht. In Ruth K i s ch - A r n d t (Köln) lernte man eine vollendete Altistin kennen: sie sang zwei selten gehörte Liedfolgen con Franz Schubert und Gustav Mahler. Wie insbesondere die Schubert-Lieder von der Sängerin gestaltet wurden — das war ganz große Kunst, die einem ungewöhnlich voluminösen stimmlichen Material und einer Vortrugskultur vornehmster Prägung gleichermaßen entströmt. Diese klanggesättigte warme Stimmeerhält vom inneren Erlebnis des Liediulialts ihre edle Patina und gerade die herrliche organische Verbindung zwischen leidenschaftlichem seelischen Beteiligtsein und virtuoser Beherrschung eines dem Lyrischen und Dramatischen gleich erschlossenen Organs läßt Ruth Kisch-Arndts Sangc-skunst zu einem tiefen Erlebnis werden. Hier möge nur das „Fragment aus dem Aoschyliis“ (Schubert). bei dem man vom Hauch der attischen Schicksalstragödie angewebt wurde, als Beispiel angeführt werden. — Susi Strauß (Stuttgart-Basel) führte die Begleitung der I.ieder überaus anschmiegsam aber doch mitgestaltend durch. Schon ihre assistierende Aufgabe zeigte, daß Susi Strauß eine reife, ernste Pianistin ist. die man gerne einmal als Solistin hören würde. im ganzen kann man von diesem Abend sagen, daß er eine künstlerische Veranstaltung aus einem Guß war. II. St. Haigerloch. Der Jüd. f’raiicnc crein hat unter Leitung von Lehrer Spier Bibelabende eingerichtet, deren erster einen Leberblick über Stoffe und Stil - arten biblischen Schrifttums und über die charakteristischen V erschic-dc-nheiten der Bibelübersetzungen von Zun/ bis Torcziner brachte. Schwab. Hall. Am 10. Januar darf Julius Kapp im Kreise seiner Kinder in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der noch bis vor kurzem mit Fleiß und Umsicht sein Geschäft leitete, lebt jetzt als Privatier. Möge ihm noch ein langer, gesegneter Lebensabend beschiedcn sein! Heilbronn. Rabbiner Dr. Beermann sprach am 2. Dezember in der Jüd. Kult Urgemeinschaft über das Thema ..Vom W andel des jüdischen Kultur i d e a I s". Der bekannt feinsinnige Redner wies in streng wissenschaftlicher Weise am Verlauf der jüdischen Geschichte nach, welche Beziehungen das Judentum in den verschiedenen Geschichtsepochen zu seiner Lniwelt pflegte. Die Darlegungen gipfelten in dem Beweis, daß das Judentum nur dann, wenn cs dazu gewillt war. die Kulturgüter der Völker in sich aufnahm. dieselben aber streng ablehnte, wenn es in ihnen eine Gefahr für seinen Bestand erblicken mußte. Im ganzen stellte das Referat einen wertvollen Beitrag zu den derzeitigen kulturellen Bestrebungen innerhalb des deutschen Judentums dar. Heilbronn. In der Kult Urgemeinschaft sprach Dr. K r 11 s t Simon (Frankfurt a. M.) in ausgezeichneter W eise über das Thema „Jüdische Bildung von heute". Der Redner bezeichnete als jüdischen Bildungskern die Forderungen: Hebräisch. Bibel. Talmud, jüdische Geschichte und Gegenwartsgeschichte und begründete dieses Bildungsziel aus Schrifttum und eigener Erfahrung. Seine Ausführungen, die schon anläßlich seines Stuttgarter Vortrags über die gleichen Fragen ccm uns gewürdigt wurden, fanden ungeteilten Beifall. Heilbronn. Die musikalische Morgenfeier der K 11 Iturgemeinsc-huft brachte am 9. Dezember eine kultivierte Vortragsfolge unter Mitwirkung von II ti d a Hermanns. Frankfurt a. M. (Klavier) und I. i s b e t D ü h r e 11. Mannheim (Gesang). Die Pianistin erwies sieb als eine wahre Meisterin ihres Instruments. Ihr beseeltes Spiel, ihre großartige Technik kamen bei den Altmeistern Händel und Bach zu hervorragendem Ausdruck. Auch die Interpretation der Mendelssohn sehen Variations serienses (op. 54) war ein Höhepunkt virtuoser Kunst. Die Hörerschaft wurde durch ihre perlenden Passagen und den künstlerischen Schwung ihres Anschlags fasziniert. — Lisbet Dülm-ns prachtvoller Mezzosopran gestaltete die (duck-Arie ..Ihr Götter ewiger Nacht" ebenso wie die Lieder con Rosy Geiger-Kullntann und Gretsdianimow mit ihrer eigenartigschwermütigen Melodicnführung aus der Sicherheit ihrer überragenden Musikalität und künstlerischen hinfühlung. - Klse Ry pinski erwies sich wiederum als eine hervorragende Begleiterin. Künzelsau. Am 10. Dezember konnte der Senior- Chef der Firma Jakob Baer, Lazarus Baer. in seltener Rüstigkeit seinen 75. Geburtstag begehen. Trotz seines hohen Alters ist der Jubilar noch täglich im Büro seiner Firma anzutreffen. In der hiesigen Gemeinde wirkte er 14 Jahre lang verdienstvoll als Vorsteher, und auch heute noch zeigt er für alle Ge ineindeangelegenheiten regstes Interesse. So wurde denn auch der Jubilar von allen Seiten — u. a. durch ein Glückwunschschreiben des Israel. Oberrats — reich geehrt. Möge ihm. der regelmäßig den Gottesdienst besucht, auch weiterhin ein gesegneter Lebensabend beschieden sein! Laupheim. Auf Einladung der Jugendgemeinschaft sprach am 15. Dezember Frl. Studienrat Stern (Frankfurt a. M.) über das interessante Thema „Die Juden Nordafrika s“. Die Rednerin illustrierte ihre trefflichen Ausführungen durch eigene Lichtbilder und führte ihre Hörer durch die Straßen von Algier. Tunis. Konstantine usw. Sie berichtete von der eigenartigen beruflichen Schichtung der nord-