Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 18 (16.12.1934)
- Date
- 1934-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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Stern, und alle anderen Anwesenden auf eine mjt List und Heimlidikeit bewirkte Bereicherung des Wandschmucks aufmerksam machen. Die Gabenverteilung an die Kinder, zu der auch diesmal so viele alte und neue Freunde der Wilhelmspllege beigetragen hatten, beschick die schöne Feier. * Bad Cannstatt. Die Nähe der Großstadt mit ihren Vereinen und Veranstaltungen ermöglicht unserer sehr verkleinerten Gemeinde in gesellschaftlicher Hinsicht kaum mehr ein Figenlcbcn. Um so mehr ist es anzuerkennen. daß Oberlehrer Adler unsere Kinder diesen Mungel nicht empfinden läßt. So vereinigte er um Vorabend des 8. Dezember Kinder und Eltern zu einer wohlgelungenen Chanukka-Feier, aus welcher aufs neue das freundschaftlich-väterliche Verhältnis zwischen Lehrer und Kindern zum Ausdruck kam. Daß der Freitagabend- und Subbuth-Gotteschenst zum größten Teil zur Freude der Eltern von den Kindern und sonstigen Gemeindeangehörigen bestritten und damit das Verhältnis zu unseren religiösen Gebräuchen sehr verbessert w ird, ist das große Verdienst Oberlehrer Adlers. Zu erwähnen wäre auch, daß hier sämtliche Schulkinder um Sabbuth der Schule fernbleiben und nach dem Gottesdienst den Darlegungen ihres Lehrers mit Freude und Interesse folgen. Göppingen. Der J ü d i s ch e J u g e n d b u n d hatte die Gemeindc-mitglicder für den 2. Dezember zu der althergebrachten Chanukkafeier ins Dettelbacher eiqgcladen. und diese fanden sich auch fast vollzählig in den geschmückten Bäumen ein. Die schöne und sinnvolle Vortragsfolge wurde von unseren jungen und jüngsten Künstlern durch Entzünden der Chqnukkalichter, Lieder, Gedichte, Musikvorträge und Schattenbilder gut und flott durchgeführt. Die Darbietungen fanden die dankbarste Aufnahme uhd faben zu bester Stimmung Anregung. Rabbiner Dr Tänzer sprach über den Sinn des Festes und gab der festen Hoffnung Ausdruck, daß unsere Jugend auch in diesen schweren Zeiten ihren Weg finden werde. Das heute Gebotene hübe gezeigt, daß die Jugend diesem Ziele zustrebe. — Die Anwesenden blieben noch einige Stundep in wirklicher gemeindlicher Geselligkeit zusammen. I Schwab. Hall. Unter Leitung von Lehrer B e r I i n - ge r und Mithilfe von Frau M i n n u G u t h o f f fand am I Dezember eine äußerst gut besuchte Chanukka- Feier mit einem fut gewählten Programm statt, dessen Höhepunkt die Aufführung des Stückes „Avruhom UzTomim“ in hebräischer Spruche war. Mit detjn Entzünden der Lichter wurde die Feier eingeleitei. Frau Emma Frey erfreute die Anwesenden durch ihren Gesang. — Moses Herz dankte im Nuine'n der Gemeinde Lehrer Berlinger sow ie der Jugend fijr den wohlgelungeneil Abend. Heilbronn. Am I. Dezember hielt die Zionistische Ortsgrupe für ihre Mitglieder und dereln Angehörige eine Chanukka-Feie r ab, die von etwa 200 Personen besucht war. Das zweistündige Programm zeigte eine geschlossene künstlerische Linie. Nicht nur das Makkabäerspiel, sondern alle Pro grammnummern hatten Chanukka und den Maklern bäerkampf zum Inhalt. Die Chanukkustimmiing des Festes wurde dadurch erhöht, daß nach Abwicklung des Programms an den einzelnen Tischen Trendel gespielt wurde. Das Hauptverdienst um das Gelingen — 157 - dieser Feier ist dem Chaluz Siegfried Kat / zuzuschreiben. Künzelsau. Am f. Abend des Chanukkafestes fand unter Leitung von Lehrer Rothschild eine schlichte Feier statt. Obwohl das Programm nur aus wenigen schönen Rezitationen und Musikvorträgen bestand, befriedigte es die Gemeindemitglieder sehr. Ein gemütliches Beisammensein schloß sich an. Talheim. Am 1. Chanukkaabend veranstaltete Oberlehrer Straus mit seiner Schuljugend eine in allen Teilen wohlgelungene Feier, die fast von der ganzen Gemeinde besucht war. Die sich anschließende Verlosung bereitete den Kindern große Freude. Besonders beifällig wurde das von einem schönen Reigen umrahmte „Moaus zur“ aufgenommen, aber auch die anderen Stückchen wurden von den Kindern tadellos aufgeführt. So hielten wirklich gemütliche Stunden die Gemeinde in fröhlicher Stimmung zusammen. Ulm. Es ist das Verdienst unseres Rabbiners, unserer Gemeinde am 2. Dezember eine außerordentlich schön verlaufene Chanukka-Kindcrfeicr gemeinsam mit seinen Helferinnen Frau Neumann. Frl. Lotte Mayer und Frl. Hanne Mann arrangiert zu hüben. Fritz Hilb erschien zu Beginn des Programms als Clown auf der Bühne und rief mit seinem Partner Hevner Leb recht wahre Lachsalven, hervor. Der erste Teil der Vortragsfolge brachte schöne Tanzdarbietungen. gymnastische Üebungen und einen „richtigen“ Zirkus — alles Ausgezeichnete Nummern. Fritz Buff. Peter Ury, Hans Gundelfinger. Fritz Brumlik machten unter Leitung von Siegfried Neumann die Musik, und insbesondere ein Handharmonika-Solo Hans Gundclfingcrs gefiel besonders. Ein Märchenspiel, in dem Lore Murr. Henny Mann und Gertrud Bergmann die Hauptrollen spielten, war sehr hübsch. Nach einer Kaffeepause begann die eigentliche Feier, die Lichter wurden entzündet und das ..Moaus zur" erklang. Nun folgten brav vorgetragene Chanukka-Gedichte, ein Dialog der Lichter und das Spiel’ „Jomi ben Jokli“. um dessen ausgezeichnete Durstellung sich Kurt Adler. Anneliese Wallersteiner, Fritz Buff. Seppl Kahn. Ilse Moos. Anneliese Klein und Kurt Struuß verdient machten. Auch die kleinen Rollen wurden schön verkörpert — und der Tanz der kleinen Mohren war entzückend. .Hevner Lebrecht dankte allen Mitwirkenden für ihre Leistungen, ebenso Rabbiner Dr. Cohn und seinen Mitarbeiterinnen. Es war ein herrlicher Abend! _ Aus den Qemeutdm 'lüucUem&ecgs. Stuttgart. Sitzung des Isr. Vorsteheramtes am 28. November. Der Vorsitzende dankt zunächst Karl Levi, der ihn während seiner Palästinareise vertreten hat. für die außerordentlich umsichtige Leitung der Geschäfte. Hierauf wird in die Haushaltplanberatungen eingetreten, worüber der Obmann der Finanzabteilung, Karl Levi. Bericht erstattet. Der Haushaltplan schließt ab: in Einnahme mit RM. 87600.—, in Ausgabe mit RM. 168 600.—, wobei in die Einnahme der im Vorigen Jahr erzielte Ueberschuß in Höhe von RM. 41 000.— eingesetzt ist. Der Abmangel beträgt RM. 8t 000.— Auf Antrag des Referenten wird beschlossen, diesen Abmangel durch Erhebung eines Steuersatzes von 4,7 % der Einkommensteuer und der einfachen Vermögenstener zu decken. Der Vorsitzende spricht hierauf dem Obmann der Finanzabteilung den Dank für die außerordentlich gründliche Vorbereitung des Haushaltplans ans. Levi erstattet dann den Bericht der Finanzabteilung, aus dem hervorzuheben ist, daß die ReicHsvertretung für den Bau der Schule einen einmaligen Beitrag von 3000 RM. und für laufende Aufwendungen zunächst für das erste Halbjahr einen Monatsbeitrag von 300 RM. bewilligt hat. Uebpr-den künftigen Zuschuß der Reichsvertretung für Mie Jüdische Schule schweben noch Verhandlungen. Um den Aufwand für die Jüdische Schule nicht aus Steuermitteln zu bestreiten, wurde ein Schulgrundfonds und ein Schulbetriebsfonds geschaffen. Der Schulgrundfonds, der für Bau- und Einrichtungszwecke bestimmt ist, wird gebildet aus Mitteln des Fonds für Bauten und Friedhofanfagen und aus dem Betriebsfonds der Gemeinde (welcher damit auf 30 000 RM. herabgesetzt wird) sowie aus dem ßauzusrhnß der Reichsvertretung. Der Betriebsfonds, aus dem die laufenden Sachaufwendungen für die Schule bestritten werden sollen, setzt sich zusammen aus den Schulgeldern,.den Zuschüssen der Reichsvertretung für laufende Aufwendungen, den Beiträgen des Schulvereins und etwaigen Spenden und Unterstützungen. Der Vorsitzende gibt dann einige laufende Eingänge, insbesondere Dankschreiben für Glückwünsche und Beileidskundgebnngen bekannt Eine längere Aussprache schließt sich an die Mitteilung, eines Erlasses des Oberrats, in welchem die Ra^binate und Vorsteherämter ersucht werden, dafür Sorge zu tragen, daß die durch den Ernst der Zeit gebotene Einfachheit und Zurückhaltung, insbesondere bei allen Veranstaltungen, die von jüdischen Vereinen und Organisationen ausgehen, gewahrt werden, und daß auch die Mitteilungen und Anzeigen solcher Veranstaltungen der heutigen Lage Rechnung tragen. Es wurde ein Ausschuß gebildet, dessen Aufgabe darin besteht mit den Vereinsvorständen in Verbindung zu treten und im Einvernehmen mit ihnen für die Zukunft im Sinne des Erlasses zu wirken. Stuttgart. Die Anmeldungen zur Jüdischen Schule in Stuttgart für das nächste Schuljahr sind zahlreich erfolgt. Wie wir hören, sind weitere Anmeldungen in Aussicht genommen. So werden mit Beginn des neuen Schuljahrs an die 120 Kinder die Jüdische Schule besuchen. Diese erfreuliche Entwickelung macht die Anstellung von zwei weiteren Lehrkräften .erforderlich. Bei den gegebenen Verhältnissen wird das Vorsteheramt Gelegenheit geben, weitere Anmeldungen für die Jüdische Schule vorzunehineu. Die Aufforderung hierzu wird demnächst erfolgen. Stuttgart. Man schreibt uns: Die Stuttgart er J ü d i s ch e K » nstge m eins ch a f I wurde eingeladen. in Karlsruhe eine Verunstaltung zu bestreiten, und so fuhr denn am Sonntag, den II. November. die frohgemute Sing- und Spielschar ins badische Ländle. Der hell aufklingende Kanon ..Fangt Euer Handwerk fröhlich an” leitete das Konzert ein. Er war kennzeichnend für den ganzen Abend. S t e f u n Frenkel spielte nun in bekannter Meisterschaft. Der jubelnde Beifall galt gleichermaßen ihm wie dem Orchester der Kunstgemeinschaft, das unter l ILISCHI ll l || OSf in jeder Preislage Ankauf, gönnet Sammlungen^ Briefmarkenmiis KOnlgsbaa STUTTGART, KAnlgsbaupeasage t M. JbtfocMldt 56uekd*uckmi fRottmell a. 7L Stuttgart &*rnepr. 7lo. 207 Semep. 71409 bittet 3t» am ^erBtAsIcßtifmng Btt SJtrgtBaag St) rer CpmmpmMm. ' Hersteller: F. HEIDENHEIMER G.m.b.H. 8TUTTOART-8, Llstatrat« Nr. M KolbetraBe 6 / Telefon Nr.70076 sowie alle einschlägigen Reparaturen Deii-Jtiziign ln die Gemeinde- Zeitung I ' Jeden Einkauf bei unseren Inserentenl entklasetge „FAUN“-Farbbae4 »» Es wird gebeten, hin ICtl 1886 H.C ARSCH GARTENSTRASSE Nr. 50 VonOglldie Bezugsquelle von Repumtar-Werfcsittte Bäckerei und Konditorei Stidentlrafte 6, Edce Sdilofistr. - Tel. 22979 empfiehlt füc Me Jeiectaqe la Backwaren / Kleingebäck in grober Auswahl / Schnitt- und PrQcntebrot / sAchsisrte Stollen / Torten / Petit fours /Teekudien uiw. 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