Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 10 (16.8.1934)
- Date
- 1934-08-16
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I in j»r,»dii/irrrn. um Ansirslrlltr lind \rbrilri liern zu könnm. mul! «‘r \rrkauf« 11. Wohin -«»ll «^ also fttlmn. wenn \on -«i mmidini si«,ll«,n bikal immer crnrui \ufrufr und \ 111!«»1 «t« 1 ii.csni an all«' « rL«'b« n. dir arischrr Ab- -lantiniiMu -uni. jiidivrh«' Kirinrn iiihI jii«li-«4ir <■«*- -dmIn- /ii mridrn5 I *i. ' i« n «ii«» d.tfur erfiiri«h'M wrrdrn. «Innii l.iil I (.r.idrdri I )r ul I i«b k«M \«nd«r koinmi'li i.(i *. v loflrtittidimi” l.mer 1 ..J 11 «I «• 11 I 1 - f «• n* ( tJrtieli «dir lll«il(<i I I-«brII I h iIH II «I« I ( iret'lld ( :dul w«rd«ii bi- /n <I« 1 l>i<dtun^. d.d! dir v .. ,, .«II «Irr« I. dl«* Im j Jnd«-rt k.ioflrii «nl« i l»«’l ■ . k.i 11 fr 11 llrbril kllldtle \ «’ I «• f f r II t I i < fl t 1..U11 >0« Inn rr-t l-t. wir I»r FI, In« 1. 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Dies dürfte auch dem Willen der Reichsregierung entsprechen, deiiu es i-t nicht an/iinohmen. daß «ie nur an eine ..geset/fidie** Krlaiibnis ohne praktische Möglichkeiten gedacht habe, alsie bei Aer/ten und Hecht-anwalten eine ft« die von \11-1u1hmrn für Nichtarier /idief! und * 11 — -ir durch dabekannte Schreiben de- Heichsiiiuetiministerf)r. h r i ck einer \u-defimmg der Arier- (»esei/gebiing auf die freie Wirtschaft widersprach. Man wird -ich ferner erinnern, daI! vor nicht langer /nt nämlich bei Gelegenheit der riibjabrsoffen -ive de- Deutschen llutidwerk-. (iewerbos und hin/elfiandef-**. jede antijiidi-che liov kottpropaganda ausdrücklich »1 n t e r - a g t wurde. Allein die gleichen Stimmungen und mit ihnen die gleichen Schwierigkeiten tauchen liier und dort immer erneut auf. Die-eu Strömungen begegnen könnte mir eine autoritative Grenzziehung, eine Grenzziehung, welche die Gewohnh.eiten des praktischen l.ebens ausdrücklich m ii den Sch ran ken der A rir r-G r s «• t / g e I» 11 11 g in I ebrrrin-iiinmung brachte.** Der Sabbaih — ein Wedcrufl Aus t'inrr l’csach Min Kahbincr Jakoll’ lloro.it/. Krankturl a. .M.. iil»-r den Sabbath gehaltenen Predigt. hin Midras.b (Her. r. \l>-<limit 11) weill /» er/.ili len: l)i<- einzelnen läge der Wmbe traten vor (mit bin. Oer .Sonntag »(es bin auf den Montag als auf 'einen Partner, der Dienstag er.sibien mit dein Miit uoib. dem Donnerstag ges.dlte sieb der I'reitag zii. Zuletzt aber kam der letzte der luge, der Sabbath 1 ud er sjira.b zu dem Herrn der Well: ..Siehe, o (iott. meine Kiii'Uinkeit. meine Verla"enbe.it. Ich liabe keinen (iefabrten in dieser Welt gefunden.'" Da sprach (iott der Herr: . I ran re niibt. Sabliatb' Dir geselle ich die Gemeinschaft Israels zu zu einem Iinanflö'lichen Kunde." Als Israel an den Sinai kam. sprach der Iledige, der gepriesen sei. zu cbm: ..I rinnere Dieb des Wortes, das jdc zum Sabbcctb sprach!" I Itd der Midrasch sthlielh: I ben das «edle ancli das Wort der Sibrifl besagen: ..hrinnere Dieb des Saldcatbtagc's. den zu ueiben." Mir srlieint. dal! die l’rkl.irer und die I eliersetzer ganz libersebc'ii lialcen. dal! der Midrasch liier ton einer Vnffas-nng des Sc!irift« ortes aci'gebt. die bei dem Idolic ii. srbliclcten .Schriftsinn nicht sieben bleibt, kiddiisibiii. Heiligung. Weibe, das ist j.i im Judentum die Kczciiiiniing fiir die l.beliiliiing oder, xiedmebr. wenn wir es genauer nehmen, für die rechtlich bin elende Verlobung, bei der der Glitte ztfr Gattin nach der Vorschrift des Gesetzes vor‘Zeugen spricht: ...Sei mir geweiht!“ So wird ohne Zweifel das Wort ..I, kadscho” gedeutet. Von hier uns ist denn wohl auch das Bild miii der Brunt Suhbutlff die Israel angetrant ist. entstanden l iiel es mag eine Stütze und Bekrüf tigiing erfahren hüben, durch ein anderes tiefes Wort das im Anschi cd! an den Schriftvers: ..Und Gott voll, endete sein Werk mit dem siebenten Tage" gesprochen u circle. Man fand auffällig — auch die ulten l ebersetzer haben es auffällig gefunden und sind darüber in die Irre gegangen . dal! es nicht lieilit. Ciott vollendete sein Werk am sechsten läge. Geniba gibt (Bcr. r. Abschnitt l<() eine Losung mit einem Gleichnis: Kitt König baute einen herrlichen Bai dachin. Alles war bereitet: was aber fehlte noch? Nichts, als dal! die Braut unter den Trunaltai tc.ci. Darum wendet die Schrift liier das Wort ..fajechal“ an. um damit znm Ausdruck zu bringen: Die Welt war herrlich bereitet, und doch war sie nicht vollendet um sechsten läge der Schöpfung. Was fehlte noch* Der Sabbath. die Kalla, die Braut. Iluhhi C'hunimt so lesen xxir im Talmud (b. Sabbat 119a). legte in der Dämmerst linde des Kiisttags zum Sabbath die Sab bathgewänder an und sprach gewil! im Hinblick uni die Worte des I lolteliedes ..Laflt uns hinausgehen uuf das Feld": ..Kommt, lallt uns hinaitsgehen. um die Königin Sabbath zu empfanden.“ Und von Rabbi Jiinnai xxird an der gleichen Stelle berichtet, dal! er mit den Sablmtligexxamlern ungetan uusgerufen hübe: . Komm. Braut! Komm. Braut!“ Dem frommen Brande dieser Rabbinen genial! ging man in alter Zeit hinaus ans dem engen Raum des Gotteshauses und griilite den Sabbath der Weltschöpfung druuften in Gottes freier Natur als den sehnsüchtig erwarteten Gust. als die Königin, die Kraut, die den Segen brachte um sie dann licimzufiilirc-n in das Gotteshaus. Wenn wir uns am- Freitagabend gegen den Schild! des berühmten llodizeitsliedes. das von Israel lind seiner Kraut dem Salihntli. singt, bei den Worten „Komm. Braut“ dem Ausgung des GottesImnsc-s znxxenden, und nach allen Seiten hin verneigen, dann ist das ein Uelierlileibsel von der früheren Sitte. Und wenn es in dem IJecl der Lieder heiltt: „Schwur/ bin ich und schön. Ihr leichter Jerusalems“, und der Midrasch (Schir llaschir. r. z. St.) das also deutet: „Beschmutzt bin ich die Tage der W othe hindurch von dem Staube des Alltags aliet schön am Sabbath“. so hat nicht erst ein deutscher Dichter aus jüdischem Stumm die alles verwandelnde Kruft des Sabbuths gepriesen, sondern liier nur geschöpft aus uralten jüdischen Vorstellungen. Der bedeutendste hebräische Dichter der Gegcnxxart. ( liujim Nachmann Bialik. hat. — viele wissen das gewil! —. im Heiligen Lande —. traurig genug, dal! es dort eine .Notwendigkeit war —. eine Bewegung ins Leben gerufen, die eine große Bedeutung für die W iedererweckung des religiösen Lebens gewonnen bat und die den -Namen Au lieg Sdiabbos. Israelitisches Gemeinde?orsteheramt Stnttdart Der II. Gottesdienst an den hohen Festtagen findet im Festsaal des Gustav Siegle-Hauses statt. (iemeinclemitglieder. welche Lintrittskarten wünschen, werden gebetem. dies bis spätestens Montag, den 20. Äugest 1934, schriftlich der (iemeindepflcge mitzuteilen. Dabei ist anztt- ’ geben, wie viele Herren-, Damen-, Knaben- und Mädchenplätze gewünscht werden. Die Karten kosten liir Krwachsene RM. 4.—, lür Kipdor nichts. Die Mietpreise für Synagogenplätze sind in diesem Jahr nochmals bedeutend herabgesetzt worden. Auf Gfund der Erfahrung, daß die bisherige Unterbringung der Kinder in den Gottesdiensten an den hoben Feiertagen die Kinder zu keiner rechten Andacht kommen ließ und für die Erwachsenen zu Störungen führte, hat das Vorsteheramt inr dieses Jahr eine Neuregelung beschlossen. Grundsätzlich sollen alle schulpflichtigen Kinder an den Gottesdiensten im Gustav Siegle-Haus teilnehmen. Diejenigen Kinder, deren Eltern die Gottesdienste im Gustav Siegle-Haus Ixesuchen, erhalten jeweils einen Freiplatz neben ihren Eltern, die Knaben nelien dem Vater, die Mädchen neben der Mutter. Für die übrigen Kinder werden einige der vorderen Reiben reserviert. Die Karten hiefür werden in der Reihenfolge der Anforderung ausgegeben. Außerdem stehen die Seitenplatze iür Kinder zur Verfügung. Der Bestich der Svnagoge ist nur solchen Kindern gestattet, die ülxer eine Platzkarte verfügen. Doppelbesetzung von Plätzen muß aus Gründen der Sicherheit und der Ordnung strengstens untersagt bleiben. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder dringend, die Karten rechtzeitig zu bestellen und die unten angegebenen Zeiten für die Abholung genau «inxuhalten. Die Ausgabe der Karten für Synagoge und Gustav Siegle- - Haus erfolgt von Montag, den 27. August, bis Mittwoch, den 29. August 1934. vorm, von 9—12 Uhr und nachm, von 3—5 Uhr Ixei der Gemeindepflege. Hospitalstr. 36 p. Die Karten können nur gegen sofortige Entrichtung des Mietbezw. Eintrittspreises ausgehändigt werden. Gemietete Plätze, die nicht rechtzeitig (bis zum 30. März 1934) gekündigt waren, müssen in jedem Falle bezahlt werden, auch wenn sie nicht in Anspruch genommen werden. Rn,hc.-hiiä Amftl. Bekanntmachungen. Israelitische'. Gerne iaclev nfsteheramt. Es ist beabsichtiet. in unserer Jüdischen Schule eine S ch ü I e r h i Ix I i o t h e k einzurichten. ■Wir zehen damit unseren Kindern ein wesentliches, Hilfsmittel an die Hand, ihren Gesichtskreis zu erweitern, ihr Wisse n zu bereichern und zu vertiefen, ihren Geschmack zu bilden. Die Mitglieder unserer Gemeinde werden gebeten-. sich am Ausbau der Bibliothek zu beteiligen dadurch, daß sie uns gut erhaltene und wertvolle Bücher zur Verfügung stellen. Gemeindemitglieder. die diese Absicht haben, werden ersucht, ihre Adresse der Israelitische« Gemcindepflege. Hospitalstr. *6. Tel. 228 98. mitzuteilen oder die Bücher dort abzugeben. Ferner weisen wir erneut darauf hin. daß die Gemeinde biieherei jedem Gemeindemitglied zur Verfügung steht. Die Kiicherausgabe erfolgt jeden Montag, nachmittags von x-x I hr, durch die Gemeindepllege. Das Verzeichnis ist dort für RM. —.90 zu haben. R o t h s rh i I d. Hausverwaltung incl. Stenersadien - Inkazi __iso - Beitreibung klagbarer n. aasgeklagter Forderungen Vermögensverwaltung - Vertrauensaufgaben jeglicher Art. Geeignete Kraft weist nach die tsvarmlHtaM dar Mdlachan Maßhllfa, Hospliditrsla M._ Stuttgart und Tarieret (U.8.A.) aUranferftrat* 164 b Statt Karten Meine geliebte Tochirr, unsere’ gute Schwester und Nichte Anna Drucker ist nach Kurier, schwerer Krankheit gesiorben. Vn fieser Trauer: Feaa Bertha Dracher, geb. tzirschiand Die DerkreuKdiiß hckt t» aller Still« H9ttHeß»»he». HEIRATEN U MIET=GESUCHE Ar eine Scnmdiu •aA* id> iSchtiqe». charaktervollen >Vrnc. Da« Mädchen dekom«l ge-, kn MtlsM. euch wäre EhchetrAt t» rrnradle r«derßr»tzha«dloa- §edo« re». Beiderserttß ftre»-ft» Diakretioa. Cif. mn. R. 7U£ a» die Ge».»3tg. OFFENE!'STELLEN BollklladiG perfekte* da* selktz koche» fcara, «eg»» Bertzelra« trag de* seitherigen Mädchen» z» z»ei allem»« he »de» Dame, jg Mcf ggg» mm Vkithimm Miwm «a*s. »age» a» m. jeMcgfreirl, Somheim «. R. BETEILIGUNG BcyG»k<BHfa»wi« »der UrtrUlg—g mit s M* 10 Mille Wird m» A»chW„» der Tex- M keamche gef Wche. Cff. rater IL. 71* an Me Gem«i»d«tzeit»»g. 2-3 »kMiet- 1P6|ii»| mH Bald i«m 1.10. 1»34 »a» Dame gesucht. Angedote rater 3. 71t a» dt» De»«i»deHettu»g. VERMIETUNG 6««i,e 3 Ziraer-Wshrmi ■ü Xnracn nt ,ntn Snanka SM umatrtni. £mt« ug atm. (Mali, bsauuftr. iotii VERSCHIEDENES Qcaluiieten Sie h» S»Hüetz»c und Fr»und»n »uf d»r von!gn*z Zagl*r, Stuttg»H, gMChaffonMi 3<MHstlec*2ostkacU Rausch Haschono1934 Ganai ,1*ae»«tung f6r WOcttrnnbrg : WUU BiTf / st«tt««rt t*. Ii. “ $amUieH-Anzeige* ln die Gemeinde-Zeitung I (iollesdleittbefleH für die Synagoge in Heflbronn 17. flug. Freitagabend 6.45 Uhr Sabbatbmorgcn 8.30 Ubt Sabbathnachmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 7.45 Uhr SonntagfrQb 7 45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr 24. Bug. Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatbnachmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 7.30 Ubr SonntagfrQb 7.45 Ubr an den Wodventagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr 31. Hug. Freitagabend 6.45 Ubr JODBAE >arkhotdl das renommierte Hau ffir »gaWmliüiiii HOckat« Leistung bei bUUfsten Preise» Nedtsmieon ermäßigte Preite