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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-08-01 · 9 (1.8.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
9 (1.8.1934)
Date
1934-08-01
Page
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-TI — Spielzeug: in zehn Jahren hat Tel Aviv seine Einwohnerzahl mehr als vervierfacht. Haifa verdoppelt: Ciaza aber mul Sichern, Bethlehem und Nazareth haben ihre llc\ölkerungszahl kaum verändert. Politisch bi ileutsuin wird die ses unverbundene \!> i’ nein <i ii il e r der alten und der » e ii e n Kultur dadurch, dal* beide durch zwei verschiedene Nationalitäten dargestellt werden: die alte durch die \ruber, die neue durch die Juden. Das gilt natürlich mir mit dc-n |-iiiMhrankungen. denen solche cerall mbneinei nden I -Ist, Hungen stets unterworfen sind. ,'i gdn. viel lieh in I i< fi in den Städten, eine nicht mehr - tnz dünne "vhulii europäischer Araber und es gibt nute! den Jini ii (.nippen wie die Jemeniten, die aijs •sud.irubinn s,.,n,tuend fast ganz arabisiert sind itid .coli i d-t-ih sprechen. Aber das Gros beider Niitionab taten -c-liort zw e i cüilig \ c-r'tT,cdenen \\ c-l- Ic'n ,o. \u« der \ erschiedenartigkeit aber folgt \ersJiit!.* ii.-i-Nt it des einen für den andern, aus der \c ts-, . int'losigkeit die- Ec-jiicl-c ligkeit. >" kommt es o ie n auf c ng'teni Pannt zwei Nationalitäte n an I, c orbeileben, ohne 'ich , ci kennen, ohne 'ich i;,'b I i.r sprachlich \c-r-täiidic-cii z.u können, getrennt i st1, ib ligion. I i icetlief.e -1^ utid nicht zuletzt -'-Keil die I IMeri-illb.itl.ee I /ll k 11 n f l'lioff II11 Hgc-n. . I (eile cs ünsihi ll Ile l' -e. t : " il der alleinigre I Ic-ri in ui-« I alidc-s zu 'i in. (■ » die eine cm zwei Jahrtausenden war. der . bis zunt Weltk-ieg. Iintei iioiniiieller Ol« t In - ' - >ultati'. gewi-'i-n i'l - Wo «ie c'in.it:*.- aiiien. -ein alen sic sj,)i > t . I n ii d Wasser. utid keine! I. tu ine't.i rbatt -t bisher möglich gewiesen! - _ . : hi:’ I’m .eitat' i, iüdi'che \utobiis iilitei in . a und ar i ti'dnindische (ic’iicissi nscliafii e iieiiische. arabische- I' äsebiiros und jildfsdie . i bi' geht bi' zu i]i■ 11 Jnsiedliingcn: c-' gibt die indische- Stadt cd \ii' und arabische-Städtew-ie Jaffa. Gaza und Nablus, und auch in den Städten mit gemischter, Bevölkerung wie Jerusalem oder Haifa bilden sich automatisch jüdische und arabische Wohnviertel heraus. Diese Geschlossenheit des Wohnens hat vornehmlich bei den Juden auch Gründe der Sicherheit: in den Unruhen von 1929 sind naturgemäß dort besonders viele Opfer zu verzeichnen gewesen, wo kleine jüdische Gemeinden innerhalb ein$r geschlossenen arabischen Mehrheit lebten. Aber diese Unruhen, die sich mit Regelmäßigkeit alle paar Jahre w iederholen. sind ja nichts als ein Zeichen des dauernd gespannten Verhältnisses. Und auch in Zeiten der Ruhe, wie jetzt, wird jedem Juden drin gc-nd davon abgeraten, nachts allein innerhalb von arabischen Siedlungen spazieren zu gehen. Solange die Engländer im Lande sind, genügen freilich zwei Bataillone Infanterie und einige Bomben üugzeuge. um einen blutigen Bürgerkrieg zu vermeiden. Aber Besatzungstruppen können nur die Sviiiptomidos Krieges verhindern, nicht Frieden schaffe n. Die jüdisch-arabische Rivalität bleibt das eigentliche politische Problem des Landes. „Scholuach mizwoh". Von Martha Wertheimer. Da' -nid jetzt die- Tage, in denen am einen oder andern eine fröhliche .'stimme durchs I elc-pilotl Abschiedsworte spricht oder fröhliche- Augen die tinsern suchen und sich einen guten Wunsch für die nächsten Wochen erbitten:.ich will dir gerade noch I c-bc-wcilil sagen morgen fahre ich Und dann fahren sie. In die Berge, die dem Himmel naher scheinen, in den atmenden Gebirgswald. an die Weite des Strandes und der See. Sie worden klarere Gestirne sehen und eine hellere Sonne, der Regen wird für sie eitle andere Melodiehaben, die Wolken tragen .Märchengesichter die Erdeist ihnen anders und lieber als im Gleichtakt der Arbeitstage und der einförmig rinnenden Sorgenwochen. Gottes Schöpfung erneut sich ihnen, denn sie selber sind neu geworden. An einem oder dem andern Tage nehmen sie mit fröhlichen Stimmen und hoffnungsseligen Worten von uns Abschied: wir wissen: für zwei, drei, höchstens für vier Wochen: und dennoch ist ein kleiner Schmerz dabei und ein verschwiegenes kleines Heimweh, jetzt schon, während wir ihre Hand noch halten. Denn in jedem Abschied, und wäre es nur von heute auf morgen. ist die bonge Ahnung von allem Vergänglichen und die zarte Trauer um den flüchtigen Tag. Da rührt uns eine alte Sitte an, ein Väterbrauch, der von vielen unter uns vergessen ist: aber die ihn üben, kennen die Segenskraft. die er zwischen den Scheidenden spannt, die hüllende Wärme im Fern voneinander und den sanften Trost, den wir in unserem Abschied nehmen brauchen, auch wenn wir es nicht eingestehen. Wenn Freund von Freund. Kind von der Mutter. Liebender von der Liebenden geht, erhofft das Herz für den Scheidenden Schutz und Segen. Das ist heute in der klein gewordenen Welt des raschen Reisens nicht anders als vor Jahrhunderten, in der Gefahren unmittelbar waren. \ ielleicht spüren wir sogar wieder tiefer, enger, die Bindung an solche Hoffnungen und die Notwendigkeit solchen Schutzes. Darum greifen 'wir zu jenem Mittel frommer Gewißheit. Wir geben dem Scheidenden beim Abschied eine Münze mit. ein Geldstück, das einem Armen bestimmt ist. und legen ihm dabei auf, die Mizwoh der Spende statt unser an dem fernen Ort zu vollziehen, in den er reist. ..Scholuach mizwoh“, ein Bote erfüllten Geheißes wird er damit. Er ist mit einem frommen Auftrag. mit einer Gabe versehen, er reist im Schutzeeiner reinen Absicht, eines liebevollen Tuns. So wird der Schutz und der Segen über ihm sein, denn eine Mizwoh darf in Gottes Welt nicht verhindert, eine Mizwoh muß ausgeführt werden. So glaubt das jü- — "j_■" smart. Oer II. Gottesdienst an den hohen Festtagen : findet im Festsaal des Gustav Siegle-Hauses statt. i Gemeindemitglieder, welche Eintrittskarten wünschen, werden i gebeten, dies bis spätestens Hontag, den 20. August 1934, schriftlich der Gemeindepflege mitzuteilen. Dabei ist anzugeben. wie viele Herren-, Damen-, Knaben- und Mädchenplätze - gewünscht werden. Die Karten kosten für Erwachsene RM. 4.—, für Kinder nichts. Die Mietpreise für Synagogenplätze sind in diesem Jahr nochmals bedeutend herabgesetzt worden. Aul Grund der Erfahrung, daß die bisherige Unterbringung ' der Kinder in den Gottesdiensten an den hohen Feiertagen die Kinder zu keiner rechten Andacht kommen ließ und für die Erwachsenen zu Störungen führte, hat das Vorsteheramt für dieses Jahr eine Neuregelung beschlossen. Grundsätzlich sollen alle schulpflichtigen Kinder an den Gottesdiensten im Gustav Siegle-Haus teilnehmen. Diejenigen Kinder, deren Eltern die Gottesdienste im Gustav Siegle-Haus besuchen, erhalten jeweils einen Freiplatz neben ihren Eltern, die Knaben neben dem Vater, die Mädchen neben der Mutter. Für die übrigen Kinder werden einige der vorderen Reihen reserviert. Die Karten biefür werden in der Reihenfolge der Anforderung ausgegeben. Außerdem stehen die Seitenplätze für Kinder zur Verfügung. Der Besuch der Synagoge ist nur solchen Kindern gestattet, -Ile ülver eine Platzkarte verfügen. Doppelbesetzung von Plätzen muß aus Gründen der Sicherheit und der Ordnung strengstens untersagt bleiben. Wir bitten unsere Gemeindemitglieder dringend, die Karten rechtzeitig zu bestellen und die unten angegebenen Zeiten für die Abholung genau einzubalten. Die Ausgabe der Karten für Synagoge und Gustav Siegle- Haus erfolgt von Montag, den 27. August, bis Mittwoch, den 29. August 1931, vorm, von 9—12 Uhr und nachm, von 3—5 Uhr t»ei der Gemeindepliege, Hospitalstr. 36 p. Die Karten können nur gegen sofortige Entrichtung des Mietbezw. Eintrittspreises ausgehändigt werden. Gemietete Plätze, die nicht rechtzeitig (bis zum 30. März 1931) gekündigt waren, müssen in jedem Falle bezahlt werden, auch wenn sie nicht in Anspruch genommen werden. Rothschild. Familienanzeigen Gemeinde- Zeitung I gehören in die An die WürUcmbergifchen Künßler! Nachdem fich nunmehr die „Südwefldeatfeche Arbeitsgemein (diefl füd. KatturorganifatIonen“ konflituiect hat, werden die in Württemberg lebenden Künßler bezw. Künßlerinnen (Mußker, Vortragende, bildende Künßler vfw.l gebeten, möglichfl bald ihr Material (Art der künftlerifahen Betätigung, Repertoire, Adreffe und evtl. Bild) an die Grflhäfl'flehe un/erer Arbeitsgemeinfehaß Mannheim, Heinrich tanzfltafle 34, einzu/enden. Südwefldeutfche Arbet/sgemelnflhafl jäd. Kullurorganl/ationen Jüdische Schule Die SpredistnodeDinSdiiilleilen finden bis auf weiteres auch wahrend der Ferien Dienstag and Donnerstag von!• —11 Uhr statt. | BeKagnimadmng. Das Kinderheim in Mühringen steht ab heute nicht mehr unter meiner Rabbinats-Aufsicht. Stuttgart, 25. Juli 1934. f Rabbiner Dr. Bamberger WIRTSICH AFTSf BERATUNG flflUoi Pani Eppstein' Stuttgart, Sattlerstr. 2 Fe rn Spree her 90330 | Bücherrevisor, Wirtschaftsj ud Steuerberater Prüfung v.Steuerbescheiden. Behandlung von Einsprüchen. Erledigungder .' I Formalitäten bei Auswanderung ,; Wirtschaffisberatung | Finanzierung. Sanierung, Vergleiche Bu<hfQhrg.,Revisionen,Steuerberatg. ‘Treuhand- DliklAV Marienstr IC I Büro DMniCr Fernruf 21893 i; Lehrmädchen j für Atelier gesucht HsrtMMi Lsis / DmmenhQte Unser allseits beliebter J^caeC.; J(a£endec juc lüUcttemAecg^ i für das Jahr 5695 (1934/35) : erscheint in den nächsten I Tagen. ☆! Zu beziehen gegen Einsendung von RM. 1.- durch den! Verlag Max Osterberg & ty. | Stuttgart, Ka«ernenstraße13 | Postscheck-Konto Nr. 390« Stuttgarter Jüdische Kunstgemeinschaft Die Verlosung der von der Kunstgemeinschaft in der Ausstellung angekauften Kunstgegenstände fand am 26. Juli 1934 unter Vorsitz von Rechtsanwalt Dr. Ottenheimer und im Beisein von Dir. Karl Adler, Regierungsbaumeister Oscar Bloch, Amtsrichter ä. D. Dr. Emst Einstein, Dr. Erna Levy, Oberrechnungsrat Max Meyer statt. Die Ziehung wurde mittels verschlossener Gewinnröllchen vorgenommen, in denen sich die Nummern sämtlicher verkaufter Eintrittskarten bezw. Lose befanden. Das Ergebnis war folgendes: Nr. 15 Dlna Cymbalist: .Hortensie* (Oelbild) . 46 Hermann Kahn: .Lesender Chaluz* (Holzschn.) . 379 Hermann Fedienbadi: .Theodor Herzl* (Rlneln.) „ 403 Hermann Fedienbadi: .Moses* (Holzschnitt) . 435 Elae Samuel: Keramik I (Vase) . 439 Paula Straus: Manschettenknöpfe (Silber) . 463 Else Samnel: Keramik II (Schälchen) . 470 Trude Monk: Keramik (Vase) . 473 Ignaz Kaufmann: .Strandbild* (Oelbild) . 534 Hermann Kahn: .Lesender Chaluz* (Holzschn.) Die Gewinner werden aufgefordert, die Kunstgegenstände bis 15. August, Montag bis Freitag, in der Zeit von 10—13 Uhr gegen Rückgabe des Loses, Schloßstr. 12A>u. abzu holen. Gotlesdicnsfzeiicn | für die Synagoge in Hellbronn. ' 3. Bug. Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatfonachmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 8.15 Ubr Sonntagfrüb 7.45 Ubr j an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr 10. Bug. Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 8.30 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.15 Ubr Sabbatbausgang 8.00 Ubr Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.30 Ubr abends 6.00 Ubr I das renommierte Ham für da* jQfltwhe Publikum jngujjjililliiii Hödiste Leistung bei billigsten Preisen Sedtseiton ermäßigte Preise 70000 Suche für Möbelfabrik u. Gurtenweberei tätigen Teilhaber Erforderliches Kapital ca. Offert. unL Chiffre R.439 an die Gemeindezeitung. An beiden Abenden wird audi eine jüdische Presseschau erstattet. Dienstag, den 7. August 1934, Hotel Westhelmer, abends 830 Uhr, äUimalsar Aussprache-Abend Ä Dienstag, den 14 August 1934, Hotel Westhelmer, abends 8J0 Uhr, Allgemnlner Aussprache-Abend Berthold Auerbach« Verein 7391586^089880060175

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