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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-04-16 · 2 (16.4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
2 (16.4.1934)
Date
1934-04-16
Page
[Seite] (sequence 6)
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«inniger Auswahl. Ganz besonders hohes Lob verdient hier auch das sich dem Gesang wunderbar an- «chmiegende Violin-Solo von Cläre Nußbaum und die sich dezent in den Gesamtrahmen einfügende Klavierbegleitung von Fritz Rothschild. — Der Nachmittag vereinigte die Künstler mit vielen Gemeindemitgliedern in harmonischer Weise. Rottweil. Am 17. April kann Frau kabelte Kön i g ■■ b a ch e r, die Witwe des früheren hiesigen Lehrers S. Königsbacher, körperlich und geistig rüstig im Kreise ihrer Familie, mit Kindern. Fnkeln und L'renkein. ihren 4 0. Geburtstag feiern, ln treuer l iebe und Pflichterfüllung stand sie ihrem Gatten, dem langjährigen Lehrer der Rottweiler jüdischen Gemeinde, zur Seite und erzog eine zahlreiche Kinderschar als treusorgende Mutter: für sie. die in alle Welt zerstreut sind, bildet die ehrwürdige Greisin den wahren Mittelpunkt der Familie. Wir wünschen ihr ieuh siele gesegnete Lebensjahre! I lm. \ui 23. Vpril feiert ■ Rechtsanwalt H <• n n o (.11 mp. der langjährige Vorsitzende des \orsteheraniteder hiesigen Gemeinde, seinen 7o. Geburtstag. Ki ihtsnnwult Gump. eim« in allen, auch iti nichtjüdisihea Kreisen l Ini' »ehr geschätzte und beliebte Persönlichkeit, hat seine ungewöhnliche Arbeitskraft und Kegabung stets mit großem Kifer und Erfolg in den Dienst de« Judentum' gestellt. Fr war auch jahrzehntelang Schriftführer ..es Mätinerwohltgtigkeits- \erein« und Riblinthek.i des Israelitischen Lese wreins. zu dr-en I Ln uuiitglied er in der letzten PlenarM r-.iinmliii's i ’ :..iunt wurde, "seit 102« gehört er der I ..nde-vei - i dang an. Fr ist Mitglied des Finanz- und \ :-e nder des Rechnungsprüfungsansscliii".I ui -• ■ hingehende, opferw illige Tätigkeit. die ~n! : die \erschieden'ten Gebiete erstreikt. sin um insbesondere die w ii rttenilxTgi'ihe Juli i grollen Dank. Wir entbieten dem Julie, ir herzlichsten (ilüikw ün'ihe’ l im. ' Konzen mit dem am o. Vpril das vom Rus i r. ' irbnnd Xliinihei, ausgehende XI ii n ch n e r J ij d - . \ O k a I <1 II a r t i t t hier debütierte, br.i d. einen ganz erlesenen künstlerischen Genuß. \ c. ■ in i rluhe ''Ilmmen. in teihni'ih and künstlerisch .■du ndcOer Mei'ler'ihaft. geführt um dem aJ' Koni i• nisten s\n.igog.ili i Musik hochgeschätzten ( bor- -iirigenten ih r Mumhner GncRc-n Sc nagoge Kafrell- ■ ..eisti-r Joseph /legier, cereinten sich zu benähender Harmonie und ris-i n den vollbesetzten Saal' zu wahren Reifall"iurmen hin. die nach jeder Einzelnummer Dreingaben erzwangen. Das Programm brachte zur i Ölleitung das iiiiciTgleichlich schone ergreif, ml’ Omrieti ..All die Heimat" con Job Ii r.i Ii ii t ~ und das neckische ..W e ch » e I I i e d z ii m I a ii z" iles.e||n.ii Komponisten. Darauf ersang sich Sonja Ziegler mit ihrem 'illu rnen. in Koloraturen glitzernden hellen Sopran in Fiedern con Felix Mendel'ohn collen 1 rfolg. F« folgte der vollaii'schw ingemle. wenhe < Irgelbafi des Mitgliedes der Miimhner Sta.it'oper W alter Ries mit ergreifend wiedergegehenen Fiedern con Schubert und Schumann. Mit samnieiweicher. ideal geführter Altstimme erfreute duvon ihrer Tätigkeit am früheren Lande«- theater in Stuttgart bekannte Frau Emma Fiirb e r - S t r a ' s c r in Fiedern con Joh. Brahms, denen - 20 — sich entzückende Duette von Robert Schumann an schlossen, in denen sich der Sopran von Frau Zieg- Ie r mit dem glänzenden, heldisch gefärbten Tenor des international als David und Mime bekannten Tenorbuffos der Münchner Staatsoper. Kammersänger Dr. Paul Kuhn, vereinte. Den Beschluß des erlesenen Programms bildeten die wundervollen, rassigen Zigeunerlieder von Joh. Brahms, in denen sich alle vier Stimmen zu berückendem Wohllaut und meisterlicher Ausdruckskraft verbanden. Allen Gesängen war Herr Ziegler am Flügel ein anschmiegsamer, rhythmisch und musikalisch fein empfindender Aasdeuter und Begleiter. Namens des Kulturausschusseis und der gesamten Zuhörerschaft dankte Herr Dr. LI ry in herzlichen Worten den Künstlern für den herrlich verlaufenen Abend und rief dem jungen Unternehmen, das ein vollgültiges Zeugnis von der hohen Kultur jüdischer Künstler abgibt, aus vollem Herzen ein lebhaftes ..Glück auf!“ und ,.Auf baldiges Wiedersehen!“ zu. Ulm. Am 31. März verstarb Frau Natalie Robert geh Koppel im Alter von 72 Jahren. Der Heimgang dieser braven Frau und vorbildlichen .Mutter, die sich allgemeiner Wertschätzung erfreute, wird allgemein bedauert. Ihr Andenken wird unvergessen sein. Heues vom jüdischen Spoct. Stuttgart. Wie wir in letzter Nummer schon berichtet haben, fand am 24.. März die Generalversammlung des Sportklubs „11 a k o a h“ statt. Der stellvertretende Vorsitzende, S. Richter, eroffnete die Versammlung und gab dann einen kurzen Leberblick über den Werdegang des Sportklubs. — Sodann sprach Dr. Pani Tänzer in ausgezeichneter Weise über ..Jüdische Jugend und Spor t“. Der Referent schilderte den „Makkabi“- Sjmrtler als weltanschaulichen Kämpfer und Sportsm.inn zugleich und stellte an dieser Verbindung den Unterschied zwischen dem Makkabi-Sportler und jedem anderen jüdischen Sporttreibenden dar. Der Referent betonte, daß zu der sportlichen Ertüchtigung auch die geistige gehöre, die in national-jüdischem Sinne gepflegt werden müsse. Für den jüdischen Sportler, so führte Dr. Tänzer aus. sind Disziplin und Kameradschaft eine Selbsteerständlichkeit. Denn Menschen mit gleicher Gesinnung sind sich auch ihrer gemeinsamen Verantwortung voll bewußt. Höchstes Gebot für den Makkabi-Sportler sei. sich ganz in den Dienst der zionistischen Idee zu stellen und für ihre \ erwirklichung zu kämpfen. — Nun gab Sportwart B a u m a n n einen Lieberblick über den bisherigen Sportbetrieb und dessen künftigen Ausbau. Der Redner bemerkte, daß es in erster Linie den aktiven Sportlern der ..Hakoah“ zu danken sei. wenn das Training einen gewaltigen Aufschwung nahm. In Zukunft werde das ganz besondere Augenmerk der Sportleitung auf die Erfassung der Jugend gerichtet werden. Es komme nicht darauf an, sportliche Spitzenleistungen zu erzielen. Lediglich die Heranbildung eines gesunden, kräftigen Nachwuchses werde angestrebt. — Nun erstattete Arthur Rimpel den Kassenbericht, der als günstig bezeichnet werden darf. Natürlich waren die Anforderungen an die Kasse groß — allein es gelang, sogar ein kleines Plus herauszuwirtschaften. Anschließend wurde dem Kassier Entlastung erteilt — Der abschließenden Besprechung der künftigen Arbeit gingen die Wahlen voran, bei der, wie schon erwähnt S. Richter zum I. Vorsitzenden der „Hakoah“ einstimmig gewählt wurde. Stuttgart Am 8. April trafen sich bei strahlender Sonne um Vt 10 Uhr vormittags die Alte Herren- Mannschaft des Rj.F. Stuttgart mit der gleichen Mannschaft des R.j.F. Heilbronn. Nach abwechslungsreichem Spiel gewann R.j.F. Stuttgart mit 3 :1. Trotz des Alters der Spieler wurde sehr lebhaft gekämpft und bei halbem Spielstand war das Verhältnis 2 :0. Das Ehrentor für Heilbronn fiel durch Elfmeter. Im Anschluß spielten die 1. Mannschaften der beiden Vereine gegeneinander. Das Spiel stand auf einem hohen Niveau, wenn auch das außerordentliche Tempo nach der ersten Halbzeit etwas nachließ. R.j.F. Stuttgart siegte verdient mit 5 :2 (Halbzeit 3 :2). Es war erfreulich, festzustellen, daß die Form der I. Mannschaft des Rj.F. Stuttgart sich seit dem letzten Wettspiel bedeutend verbessert hat insbesondere die Kombination des Sturms. Der besonders schöne Frühlingstag wurde benützt, um nachmittags gemeinsam mit den Heilbronner Kameraden die vorwärtsschreitenden Arbeiten auf dem neuen Sportplatz zu besichtigen und dann noch einige Zeit gemütlich zusammen zu verbringen. Stuttgart. Mit dem Beginn des Frühjahrs hat die Sportgruppe des R.j.F. Stuttgart auf breiter Basis ihre Tätigkeit aufgenommen. Das Ziel der Arbeit ist, nicht bei einzelnen Wenigen gute oder Spitzenleistungen zu erzielen, sondern für eine möglichst große Zahl eine harmonische Körperdurchbilcfung zu erreichen. Selbstverständlich soll dabei die Leistung des einzelnen zu ihrem Höchstmaß ausgebildet werden. Seinem allgemeinen Grundsatz, jüdische Politik aus der sportlichen Tätigkeit fernzubalten. wird der R.j.F. auch in Zukunft treu bleiben. Gerade i in Sport sollen und wollen die jungen Menschen eine Stätte finden, wo nicht diskutiert sondern gearbeitet wird, wo man K a meradschaft im schönsten Sinne ohne Rücksicht auf Stand und Herkunft p f legt. Die Fußballabteilung hat unter Leitung von Hugo Kauffmann ihre Tätigkeit aufgenommen und schon eine Reihe von Spielen gegen auswärtige Mannschaften absolviert. Durch den Umfang des Bundes, der allein in Württemberg eine große Zahl von Sportgruppen umfaßt und im Reiche heute schon über 120 angeschlossene Gruppen zählt, wird es allein schon möglich sein, jederzeit eine genügende Auswahl an bpielgegnern aus den eigenen Reihen zu haben. Zunächst sind drei aktive und zwei Altherren- Mannschaften sowie Jugendmannschaften aufgestellt. Daß neben dem Fußballtraining ausreichende Leichtathletik gepflegt wird, ist selbstverständlich. Die Tennisabteilung unter Leitung von Dr. Markus Maier hat auf ihren Plätzen in Degerloch ebenfalls ihre Arbeit eröffnet. Die Zahl der Neu- Zahngold. Platin. MQnzen kauft: Heilemann, Stuttgart, Hauptitittermtr. t»>, Tel. 271» Oelegrabeltsklafe in: Brillanttchmiuk Umarbeitung. Reparat. Kleinanzeigen In di« G*melnd«z«itg.' KAUFT bei unseren Inserenten! UHRENMAUS BOSCH Hauptstltterstr.53EdieCliristophstr. Uhren, Eheringe, Bestecke Reparaturen lhreWa«rhe mangu. schrankfertig bei WM Berechnung nur bei Keirhennprrger Xehf. 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