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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-04-16 · 2 (16.4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
2 (16.4.1934)
Date
1934-04-16
Page
[Seite] (sequence 5)
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- 19 - diesem Monat seine Hödistzabl mit 15 Personen erreichen wird. Es spricht für das Verständnis und den Opfersinn der hiesigen Gemeinde, dafi fast die gesamte Einrichtung des Heimes durch Spenden von Einzelpersonen und einigen Groflfirmen zusammenkam. und es erfüllt mit großer Freude' und Zuversicht, dafi der einmalige Appell eine so warmherzige und verständnisvolle Aufnahme fand. Selbstverständlich bleiben bei einer solchen Sache, die auf das sparsamste wirtschaften will und mufi. immer einige Wünsche offen: so fehlt es beispielsweise noch an Regalen, Kommoden, Bettstiickcn und Bettwäsche, aber wir nehmen an. dafi bei der Frühjahrsputzerei so manche Hausfrau noch irgendein utes Stück entdecken wird, das ungenützt auf dem peicher verstaubt und hier einem guten und produktiven Zweck zugeführt werden könnte. Vetschau aul kommende Veranstaltungen. Siehe auth die Ankündigungen Seite 16 und 19. Stuttgart. B e r t h o I d A u e r b u ch- V e r e i n. Wir machen unsere Leser auf die nächsten Yeranstaltunfen des B.A.Y. aufmerksam. Am 17. April spricht ehrer Kurt Flamm, Heilbronn, üoer ..W a s bringt die jüdische Religion der jndischen Jugend?", am 24. April referiert Rechnungsrat Julius Wifi mann über „D i e Reichsvertretung der deutschen Jude n“. — Am 4. Mai wird wieder eine Freitugabenclfcier stattfinden. Stuttgart. Stuttgarter Jüdische Kunstg c m e i n s ch a f t. hin Programm von besonderem Reiz bringt die dritte Yeranstaltung mit Melodramen und Arien am Mittwoch, den 18. April. Den Mitwirkenden geht ein ausgezeichneter Ruf voraus: Franz Oppenheimer, der in Königsberg eine künstlerisch bedeutsame dramaturgische Tätigkeit ausübte, spricht Dichtungen von Rousseau. Hebbel. Uhl and und dem hebräischen Dichter Bialik mit Klavierbegleitung. Die durch ihre frühere Mitwirkung beim Rundfunk und in vielen Konzerten bekannt gewordene Koloratursängerin Dr. F.mmy Joseph, Mannheim, singt selten gehörte volkstümliche Arien von Ruch und Händel, begleitet von einer Spielgruppe des Instrumentalkreises, sowie eine Arie von Mozart und die Zcrbinetta- Arie von Ridtard Struufi. die wohl die schwierigste Koloratur-Arie überhaupt darstellen dürfte. Am Flügel begleitet Mux Sinzheimer. der als Kapellmeister frühe r in Mannheim wirkte, und nunmehr auch in der jüdischen Kulturarbeit in Mannheim eine' außerordentlich fruchtbare Tätigkeit entfaltet. Stuttgart J ii d i s ch e s l.clirliaus. Die Yortragsreihe „W erdendes J u d e n t u m“ wird von Prof. Dr. Martin Ruber fortgesetzt. Er spricht am Sonntag, den 29. April, über „Der ehrfürchtige Mensch". Martin ßuber zählt zu den stärksten Persönlichkeiten im deutschen Judentum. Seine Ausführungen werden gerade in der heutigen Zeit für jeden Juden, ohne Ansehung der Weltanschauung und des Alters, richtunggebend sein. Stuttgart. Die diesjährige Mitgliederversammlung des Isr. Land es -Asyl- und Unterstützungsvereins für Württemberg e. V. findet am 29. April statt. Unsere Leser, die wir auf die Versammlung besonders hinweisen. finden die Tagesordnung in dieser Nummer. Heilbronn/Göppingen. Der vielgefeierte Meistergeiger Stefan F renkel, der in der 2. Veranstal- Wttin di« Qan«lnd«xattung ausM«lbt, dann bitten wir, zuerst beim Briefträger oder dem zuständigen Postamt zu reklamieren. Erfolgt hierauf eine Nachlieferung nicht, dann ist der Verlag, Kasernenstraße Nr. 13, zu benachrichtigen. tung der ■ Kunstgemeinschaft in Stuttgart jubelnden Beifall errang, spielt am Sonntag, den 22. April, in einer Morgenfeier in Heilbronn, und am Montag, den 25. April, abends in Göppingen. Der Künstler wird wie in Stuttgartvon dem Orchester der Kunstgemeinschaft unter Leitung von Direktor Kurl Adler und von AliceSchmudcler-Hefi bzw. Fritz Rothschild begleitet. Mit Ausnahme der beiden Konzerte von V i v a 1 d i und B a ch gelangt ein völlig neues Programm zum Vortrug, darunter eine Symphonie für Orchester mit Solo-Violine und die Teufelstriller-Sonate von T a r t i n i. Die Gemeinden Göppingen und Heilbronn sind zu beglückwünschen. dafi es ihnen gelingt, diese Aufführungen zu veranstalten. Zweifellos werden nicht nur die Mitglieder dieser Gemeinden selbst vollzählig erscheinen. sondern auch Auswärtige in grofler Zahl kommen. Da sich in Stuttgart bei denen, die Stefan I renkel das letzte Mal nicht hören konnten, reges Interesse zeigt, wird Gelegenheit zu einer O'm n i - h u s - Fahrt geschaffen. Tlac/idcAleti aus xiern Bernde Bad Gannstatt. Rel.-Oberlehrer Emunnel Adler konnte am I. April sein 25jähriges Ortsjuhiläum feiern. Am I Tag des Posachfestes fand in der Synagoge aus diesem Anlaß e ine vom Yorsteheramt veranstaltete würdige Feier statt, in der die hohe Wertschätzung. die der treffliche Pädagoge geniefit. zu schönem Ausdruck kam. Am Schluß cles Gottesdienstes sprach Konsul Ferdinand Hanauer im Namen cles Yorsteheramts und der Gemeinde dem Jubilar die herzlichsten Glückwünsche aus unter Anerkennung seiner vielfachen großen Verdienste auf allen Gebieten des Gemeindelebens. Der Redner dankte Emanuel Adler mit herzlichen Worten und vi r- , sicherte ihn auch des Dankes und der Verehrung aller Gemeindemitglieder. Zur Erinnerung wurde ihm eine Ehrenurkunde des Vorsteheramtes überreicht. Der Jubilar dankte mit bewegten Worten für die ihm erwiesenen Ehrungen. Auch wir entbieten Emanuel Adler unsere herzlichsten Glückwünsche. Der Jubilar hat es verstanden, in mustergültiger Pflichterfüllung sich überall, wo er wirkte, das Vertrauen der Gemejjndeinitglieder zu erwerben. Nach seiner Wirksamkeit in verschiedenen Provinzgemeinden sowie in Stuttgart berief ihn der Oberrat in die Gemeinde Cannstatt, in der er als Seelsorger und Lehrer in den vergangenen 25 Jahren' in hervorragender Weise tätig war. Als Vorsitzender cles Vorsteheramts und als Gemeindepfleger hat Adler die Interessen seiner Gemeinde in mustergültiger Weise wahrgenommen. Die allgemeine Wertschätzung, deren sich der Jubilar erfreuen darf, kommt auch darin zum Ausdruck, dafi er zum Abgeordneten der Isr. Landesversammlung und durch deren Vertrauen zum Schriftführer und zum zweiten Stellvertreter ihres Präsidenten gewählt worden ist. So gehört Adler, der sich auch als Vorbeter stets für die würdige Ausgestaltung des Gottesdienstes eingesetzt hat, zu den Männern, die als Vorbild für unsere Religionsgemeinschaft und insbesondere auch für ihre Lehrerschaft gelten dürfen. Buchau. Am ersten Pesach-Abend gab Lehrer Einstein im Caff Vierfelder für die Kinder den Seder. dem auch ein großer Teil der Gemeinde beiwohnte. Am 24. März fand an gleicher Stelle ein Schauturnen der jüdischen Jugend statt. In beinahe zweistündigen Aufführungen wurde gezeigt, welch’ große Arbeit iin vergangenen Jahre geleistet worden ist. Freudenlai. Am I. April feierte Synagogen Verwalter Sigmund Lasar sein 25jähriges Dienstjubilüum. Als Gabriel Berlinger am I. April 1909 sein Amt niederlegte. wurde es l^tsar übertragen. Seit Oktober cles folgenden Jahres versah er auch den Vorbeterdienst in ausgezeichneter Weise und hat auch während dieser Zeit in Zaberfeld wiederholt Religionsunterricht erteilt. Im Jahre 1926 übernahm der Jubilar auf Ersuchen des Yorsteheramts die Schechitah: auch heute noA ist er als Yorbeter vertretungsweise tätig. Mit herzlichen Worten schilderte Amtsrichter Dr. Einstein vom Isr. Oberrat. der mit dem Gemeindeleben Freudentals innig verbunden ist. die großen Verdienste Lasars um die Erhaltung cles religiösen Lebens in der Gemeinde. Lehrer Meisner würdigte im Auftrag des Vorsteheramts die pflichtgetreue Tätigkeit des Jubilars, dem auch wir unsere herzlichsten Wünsche entbieten. Heilbronn. Am 19, Marz sprach im Rahmen des Frauenvereins Frl. Ilse Weil ff. Stuttguri. über „Die Berufsaussichten und Beriifsumschichtung der jüdischen Jugend“. Die Rednerin schöpfte aus dem Schatz reichster Erfahrung und zeichnete in Klarheit und Lebendigkeit die Situation der heute vor der Berufswahl Stehenden. In der am andern Tag abgehobenen Sprechstunde holten sich viele Rat uncl Hilfe. Am 15., 2t). und 27. März hie lt Rabbiner Dr. Beer mann im Frauenverein einen \ortragszyklus über ..Die Lehre, die Weisheit und die Weissagung der Bibel" und vermittelte die Kenntnis unserer Schrift so all denen, die gerade heute danach verlangten. und zwar in seiner tiefen und Idoch verständlichen Weise. Heilbronn. 5 or kurzem verunstaltete der Bayerische Kulturbund in Würzburg ein Konzent. bei dem auch Else Rypinski-ßuchbinder mitwirkte. Die uns vorliegenden Pressestimmen rühmen das klangvoll-dunkle Organ der Sängerin und die vollendete Art. mit der sie Lieder von Schubert. Strauß jud Wolf zum Vortrag brachte. Auch als Begleiterin (Klavierpart der Kreutzer-Sonate) bewies sie ihre hohe Musikalität. Heilbronn. Der ..Ausschuß für Förderung kultureller Bestrebungen" veranstaltete am 25. März in der Synagoge eine Morgenfeier, in deren Dienste sich die Stuttgarter jüdische Kunstgemeinschaft gestellt hatte. Es darf vorweggenommen werden, dafi diese Morgenfeier ein hervorragendes künstlerisches Ereignis war. Das Orchester bewies in der Ouvertüre zum Oratorium „Esther" von Händel und in der Symphonie in E-moll von Torcelli eine ausgezeichnete musikalische Diszipliniertheit. Das klangvolle Zusammenspiel des~unter der meisterhaften Leitung von Direktor Karl Adler stehenden Klangkörpers kann nicht genug gerühmt werden. Ein Streichquartett (Ruth Hamburg. Hans Mayer. KarlHaas und Gerhard Löwe) zeigte in einem Quartett in B-dur von Richter sein hohes Können. Charlotte Ma;senburg. der glanzvolle Mittelpunkt des Konzerts, ließ sich zum erstenmal in unserer Gemeinde hören. Die Sängerin, deren prachtvolle Stimme an dieser Stelle schon des öfteren gewürdigt wurde, bot Gesänge von Beethoven, Mendelsohn-Bartholdy und Händel in feinbr. Lnfa-AsHul Düersittzntnereti Iftr VUH«Bfe«r( e. V. Die MUQIItflervtrMimtilnitO findet am Sonntag, 29. April 1934, vorm. 10 /» Uhr, tm Hause Wagenbnrgstr. 28 In Stuttgart statt mit folgender Tagesordnung: 1. Verwaltung»- und Kassenbericht 2. Entlastung des Vorstands, des Ausschusses und des Kassiers 3. Satzungsänderung 4. Neuwahlen 5. Verschiedenes Zahlreiches Erscheinen ist dringend erwünscht Der AusscfauB. Famili«nfor» Sadikuodlges Anlegen von Ahnentafeln Unverbindliche Anfragen erbittet KAMI LAHN, ManchenU,SchlleAtnch GRAPHISCHER UND FOTOGRAFISCHER Schrift sch Rn bcn PRIVATUNTERRICHT ZEICHNEN . MALEN HOLZSCHNITT ANATOME AKTZEICHNEN FOTOMONTAGE FORTNÄTFOTOQRAFIE nn FEonues •*.>.. itsttsasts, muts-imnc » JUdli Sonntag, den 90. April 9034, Großer Saal des Bürgermuseums, pünktlich 8 Uhr, spricht in der Vortragsreihe »Werdende» Judentum“ proL or. Martin Buber über „Dar ctarifirdüüc Mautfr Eintrittx PQr Mitglieder and Kursbesudier gegen Vorzeigen des Aas* weites frei; für Nlcfatmitglleder RM. —.50 (Jugendliebe und Erwerbslose RM. —.25). Buchhandlung R. Levi, CalwerstraBe 25; GemeindepOege, HospltalstrmBe 30; Geschäftsstelle des Lehrhauses, SkhloAstrafte 12A DI, sowie an der Abendhasse, soweit verfügbar. Bestellen Sie rechtzeitig des Kalender des Jfid. Frauenbundes für das Jahr 5695 „Das jüdische Ruch" Subskriptionspreis bis 1. Mai Umlegekalender.RM. 1.80 Abreißkalender....... RM. 2.30 Preis nach Ablauf der Subskriptionsfrist RM. 2. - u. 2.50. Bestellungen bei Frau G. Zürndorf er, Stuttgart Hohestraße 8b «öl «Interrupt ia fnuu.,rafl.,ttsL erteilt Dinar. Reehschnche 79 »r. Kleine Anzeigen Immer in dl« G«m«Jndezeltung Berthold Auerbach-Verein Dienste«. >7 April 1934 Hotel Weitheimer, I Stock, 20.15 Uhr, spricht ' Lehrer Kurt Fla mm, Heilbronn Ober „was artatt me ihm» dsr|M.|ndeadT“ Dienstag, 24 .April 1904, Ort und Zeit wie oben, ipridit Reck»»MUer»t Julius Wlft»ann Ober Freitag, 4. Mal 1934 (Näheres wird noch bekanntgegoben) Frcttaäatwntf fder imiiiiifiiiiimiiiutiiiinifiiiiiiiimtnii Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. Tfltmlaaf, _ S4*c «rlcissc». «ref. ÄMorr»«», U. Or. «•* «clMlWlft ilpiitni. Ost. ». IL 4S» M Mt grwtC.WyCt,. tHehlrr »e«c»9»|cht! 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