Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 2 (16.4.1934)
- Date
- 1934-04-16
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4904101-5442811-5443349--4106-4907902- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Stuttgart. Du- Kotf.ilrsdieusto an Pesach tffstaltrlrn »ich zu würdigt-n. c-rh«*bc-iidon 1-eiern. In zwei tit-fg/iimligi-n Predigten sprach Stadtrabbiner Dr. R ieger /nr Gemeind«-, die andachtsvoll seinen \u»fiihr,ingen lauschte. Am 2. Pesachtage beglückwünschte I)r. Rieger im \n»«hliiß an s«-ine Prorfitrt mit \\ orten■ hikhster Anerkennung und tiefsten Danke» d, n .iiiitürcnden \nrbeter. Rel.-Oberlchrer Jakob J.iffr. /u seinem 23jähr. I )ienstjubilänm. Stehend ii.irte di«- ganze Gemeinde «li<- Anspra«he an den Gefeierten an. und man darf saften, daI! Rabbiner l)r. Rieirer allen Gemeiiidegcnn—-en ans dem ller/en gesprochen hat. riefergreifeml war auch der herrlich ..irjteti aftene ''i-ftett'sprinh. mit dem Rel.-Oln-rlehrer I eti \dlei Öen knllegen ,nnd Kretind ehrte. Darnbei hinaus wurde Rel.-Oberlehn-r JnffcanlaÜliih -lies I >ii-nstjnbiliinms (•efteiistaml reiiher I hiungen \lieirdtinnften des Isr. Oberrats und clc s Isi. \ <.i-|. hei.unts beglück w iin~«hten den Jubilar in \ii'pr iihen I n~ere Gemeinde ftab dem Dank, den s.e I ifh fiii sein, Irene l’fliditi'rfiillnnit schuldet. .111r-■•mep I hrenbeiher \ii»«lriitk. I » war fiir den . | del.'-i eine besondere h rende. dal! « ieb* frühere ',‘i 11■ i und 'vhulerinnen ihm in treuer X erblinden 11 nei/btlkMe (ilii«kw nii',he—übermittelten -s|iitfc*nrt. l)ei I s i a e .indes. \ s \ | - n n d! n'l e ,s i ii t / n n; - \ r i i i n f ü i \\ ii r t t e m - i.t r ft emlfnete am I. \ -ein neue- Heim in der \\ .igeuhuig-lt 2'. das I! " für /i hn Insassen bietet. I s Iiniei blieb m-hls. .|S i.ene Heim /n einer Stätte fteiniitlnhen \ it-; . •••» /n gestalten. \ iele Kleinigketten «eii.iten I i, he. mit der alle Mallnalimen «et 11 dh ■ i w it!., sonders Reiht'anwalt Dr. Ot- I I I. h I h e -> ( H i I s <h haben sich mit n ■ i ■ -1 n. i.111.; iüiftahe n, das Werk ei,iftes,-t/t. Ihm i-i ■ . - iinleiei Denk und \tierkennnnjt. s I ii- [.nt als Verwalterin Iran Ju»ti/rüt W i l’eii'ionaie \\;i durften mn den I» i I-. •■■■_. I.eliell lii wolaielll des Helms «iel < inti-s '"'s. - iib -r die ihm ii zuteil werdend,- liebe- . |dle.’:im Inn. i. 'de-, 'lei' I roh'inii Indem 'leim In-, -dien tr; seinen Rewohnern ein ...ab i,; _ I-i. i.i Hill : Vab-oti.alt b-~,iiie,l,'il sein. . sind. n ir ' .een. mae , nige /immer frei. . kl n|. : is in .-. eiiij.t-.den werden, siih mög- . t,-! b ,l,i ,1! 11 d> : V , - II-- »1.01,1 in V ,-rbindnnit Stuttgart. >! »_ \li’_. i,!•:«, - triliin:: des Ist. \ i i i. . ii ii n t , i 'I I zu I, t'i i : eins tninl aiu S \; i 11 -l.ltl 1 I : \ . r' 11Z e Ii, I e. \ d o I f k O |l'. II - -,i h*. n.eh. I i, i ndl i. i.en Ii, g i iilhins'w orten die V.ni, de, in; I, I.-1 ■ n Vereinsjair « erstorlx-nen Mit- •„liedei /ui \eib-»iiiia and widimie ihnen einen «Oll d. I Vnu. -emlen stehend ang, honen le r/li,h, II Nachinf. I el.ei .In ^f aen-r,-Lilie I; rigkeii des Vereins Lf.ib de, oll I I i , d! i dl I . hilf, erstattete ka*- -• nie ii.In ein kl.n-ps |siI«I iiir t nter'tiit/nngen an Vi ine ml ih.iritatixe < *i gani»ati men «eraii'gabtr .hi V t! .in 4lö" R\l.. fiir krankenfnr'or^e iSpitalnml Vr/tkii'teü. Heilmittel n~w.i »433 R\|. Der Jiidisihen knihilf,■ wurde ein namhafter Betrag zuliihii. Dies. gioii/ugige Hilf»tatigk,it hatte eine \ fnio;. iis.ibnalnm ein über TO-tl) R M. /nr Folge. Fgüt min dniih ebenso ■ '•zügige Förderung »ei- :••'!» ih i Mitglieder. es dem Verein /11 ermöglichen, .lieh wtie iJiin in hisheriui-i vv ei',- sich für kranke und V i me ein/n-1-t/eii. Dieser A|>|k-II ist um so «Irin .emlei. I- .be helfe,Illen Mitnahmen an Mitglied»- — i' .me , I,m -sp, mleii m-deute,|>I /II^inkgegangen - hd!-id du Vnh r.!' iiinr',-n an den Verein sich be- _i illnliei w, von Jahr /n J.dir steigern. Die Not- »> o _ h > de.m I ördernng wurde - ntn Vorsit/end, ii . iiiilrink'vill il irfii-lept. Dem kassier wurde ii -.tei w , - inen D.mkesw ortc-n I.ntlasliing erteilt. Der V -rsrl/i-ii |e kam in seinem Bericht auch auf einen r i"i;ife, in ih-r ..(.emeinde/eiiiiiip“ er~<hie-;■ i; i Vrtik, I on Rechtsanwalt Dr. Gun/on- - e /II sineihen. in dem dieser, w ie erinnerlich ” nd 'ttli um einer planvollen Zusammenfassunjr - .;-ihjei ii; en VV ohItäIiftkeits\ereine hefalfte. III :• i -ein-'n-fi": \uss|ira<he. an der sich an Ihr dem : .erden!--.h Dl. < iun/enhaii'er. Krau Jose- I k lohr I o n i ' Hirsch. II II go kabn. (j— . ii in riiL'i .1; Vi e \ er. VI \ () s t e r h e r ft und r, 1 . .. I ,| I . . i i-eteili-teii. wurden die in dem Vrn re-. li! ■ - Viiregnngen mich allen Richtungen hin hi. I. - wurde fi-'tjr,-.stellt, dall in letzter /eit In - - its in d, geforderten Weise pearheitet wird, ilall »l»-i o -1eroouh die Bedentunp der ein/elnen Ven H„ht «. ,j .,mit werden dürfe. Max Osterberp 'pr.nh m >>- h I 1 V dL-ape der Anw »-senden dem Viiss(hii--e h ier v ■■!..- be-oiiders dem Vorsit/euden den Warm-iti Do!. - der aufopferndes Wirken im Dienst,- <-d-ol-ie: N. . i-1• : liebe ans. Diesen Dank können du Alit-i . r V er,-ins am besten Hnrth eitle eifripe VVerbmiir 'iiI die ( ht-wra hc-kunden. Stnttpart. I J e V» („ n, .- I« - rs.iminltinp des ..lsr. VI a ii n ,- i » , i iof ii l k i . n k e n p f I e p e u n d I. ii iti e ii |. i - l a; t n ii . ' . t In w . ,i kadischal fand am, Vpid im llesia-i:.m! Blmh statt. Der Vorsitzende I. e ,. p o I ,1; >- C ■ . . rohm ie die Versammlung und b. -iiilhe di, Vnw .-enden, insbesondereaueft die, Vertreter de» l-r. v ,,i'tiheramts und der « erschii-denen VV ohlf dirtsorp ni»anonen. sowie Stadtralibinet Dr. Ri,-: ir, Der Ib-dner erinnerte dann an die Gründung d r i id. Nothtlfe und wiirdipte ihre »> geiisn-iclien Arb- : n. die von den verschiedenen Dezernaten pelei»t. r we,,l,-n. I> betonte, daß du '( hew ra Kadis,ha au II t> diesen Bestrehunpen ,-ntscheitleiid mitpewirkt! ..I mdal* ihre ureipenste lätipkeit nur im pering» g> -itinnilert wurde. Der V orsit/endcdankte dv, h - >11.1« r lebhafte r /nstimmiinp der Versammlung -0,1 Mitpliedern. die in treuer ,i lipiö-er l>fli«htertidlunp den Toten die letzten Li,-Ix-sdi,-nste erwiesen, ebenso den Herren, die .n den Spitälern Krankenbesuche machten Herzliche (»., donkworte widmete er sodann dem im .letzten J. dir,- verstorbenen geschätzten Vii»»,hußmitpiied l.ropobd Kahn. Der V or»it/,-nde verlas ansihlielh-nd die Namen aller e »eipanpenen Ge — 18 — i schaftsjahr verschiedenen Gemeindemitplieder, deren i Andenken die Anwesenden durch Erheben von den Sitzen ehrten. i Den Kassenbericht erstattete anschließend der Kassier der Chewra. Max Osterber p. Dieser Bericht l ergab - das bei den Vereinen leider allzu bekannte Bild: Rückgang der Einnahmen — Steigerung der i Anforderungen. Der Redner richtete an die Anwesenden die dringliche Aufforderung, auch ihrerseits für die Mitgliederuerbunp sich einznsetzen. Die Chewra hat im Geschäftsjahr I9V5 in Erfüllung ihrer Aufgaben 13 628 RM. verausgabt, die aus den Einnahmen nicht voll gedeckt werden konnten. Zu Lasten des V ereinsvermögens ergab sich vielmehr ein Abmangel von 4637 RM. Die Kassenführung wurde v on J. B ii r g h e i m e r und S. Krautkopf geprüft und in Ordnung befunden. Demzufolge wurde dem Kassier anschließend Entlastung erteilt, ebenso dem Gesamt« orstand. Nach einer regen Aussprache, in der in der Hauptsache die Krage der Mitgliedschaft vom Gesichtspunkt der pünktlichen und vollen Beitragszahlung aus erörtert wurde, schritt man zum 3. Punkt der Tagesordnung. den Neuwahlen. Entgegen dem Willen des Gesamtvorstandes, über seine Wiederwahl in geheimer Abstimmung Ix-finden zu lassen, herrschte bei den Anwesenden volle Lebereinstinimiing darüber, daß man den verdienten I. Vorsitzenden sowie die Viisschußmitpliedcr durch Zuruf wieder wählen solle. I - wurde auch der Gesamtausschuß durch Akklamation wii-fh-rgewählt. In die Vorstamlschaft wurden Karl E I I ,- n b ,- r g sowie L. G o 1 d s ch m i d t neu berufen. Zu Kassen re« ispren wurden die s,bon erwähnten Herren wieder bestellt. Gemäß alter Tradition wurde die Versammlung mit einer allgemeinen Aussprache beschlossen. Sehr lebhaft «wird,- die Ergänzung des Israel. Vorsteherunits l'iehe die diesbezüglichen Bericht,- in letzter lind vorliegender Nummer) diskutiert. Von verschiedenen Seiten ««urde klage darüber geführt, daß man die Gesamtpemeüide in dieser Angelegenheit nicht durch einen Wählakt befragt habe, wobei insbesondere auch «Cie verfassungsrechtliche Seite,1er Angel,-genheit beleuchtet wurde. In längeren Ausführungen zeigte der Vorsitzende des V orstehc-ramts. Oskar Roth- ' <h i 1,1 . die diesbezüglichen Auffassungen des Kollegiums auf »nd richtete dann die eiiidmipliche Bitte an die Anwesenden und insbesondere an die mit der «baritativen Arbeit verbundenen Personen, die organisierten W olilfahrtsb,-Strebungen unserer Gemein schuft nach Kräften zu fördern. Dr. Gustav K ,- I <1 m a ii n unterstrich diesen Appell als Vorsitzender des Wohlfahrtsrats mit eindrucksvollen Worten. Zum Schluß erbat Max Wolf die Ansichten der Versammlung betr. der Verwendung eines von der Eamilie Wolf gestifteten, ursprünglich für ein Krankenhaus bestimmten Fonds, wobei die Krage eines Krankenheims sowie die ovent. Verwendung des Betrag' für den geplanten Schulneubau erwogen wurde. Stuttgart. Vin 27. März gal» Schriftleiter Hans Ster n h e i in im B e r t h » I d A ii e r I» a ch - V e r - ,- i ii einen ..Q u e r s ch n i t -t dur ch di«- j ü d i s ch e Presse*’. Ih-r Vortrap, der die Anwesenden außer ordentlich fesselte, fand eine wertvoll«- Erweiterung dadurch, daß der Referent eingangs einen Leberblick über die technische Herstellung einer Zeitung gab und die Verantwortung und «las Arbcitsaiismaß aufzeigte. die mit dem Zeitungsbetrieb verbunden sind. Am 3ti. März veranstaltete der B.A.V. einen schönen S e d «• r a Ii e n d im Restaurant Bloch, den Lehrer Heinz Säbi-l in vorzüglicher Weise leitete. Dr. Siegfried K ö s t e r i «h leitete am 10. April eine Aussprache über zionistische Probleme, die von der Grundlage des , Basler Programms mit seinen Kriterien ..jüdisches Volk“. ..öffentlich-rechtlich gesicherte- Heimstätte“ und ..Palästina“ atisging. Die einzelnen Begriffe wurden definiert und Glaube und Ziel der zionistischen Bewegung erörtert. Viele Anwesenden beteiligten sich lebhaft an der interessanten Diskussion. Stuttgart. ..Ilechaluz“. ..Hulninim“. ..Werkleute“ und ..Hakoah“ veranstalteten am 3I>März im Restaurant Bloch einen Sedi-r-Abend. der außerordentlich gut besucht war. Es waren auch einige Chaluzim erschienen. die in der Nähe Stuttgarts landwirtschaftlich arbeiten. Der Seder wurde von Dr. Siegfried K ö s t e r i ch gegeben. Die Hagadah w urde ausführlich besprochen, und gemeinsamer Gesang einte alle Teilnehmer in harmonischer Weise. Stuttgart. Mit etwas Verspätung kommen wir noch tnals kurz auf das ..Kasperle-Theater für große Kinder“ zurück, das im Rahmen des Jüdischen Lehrhauses unlängst eine große Besucherzahl herzlichst erfreute. Der Bühnenrahmen, die fabelhaft modellierten ..Schauspieler“, ihre Kostüme — alles war in den unter der Leitung von Hermann Fecheirbach stehenden VVerkahenden entstanden. — Frau Grete Adler und Herr und Frau Dr. Siegfried Saenge r hatten die lustigen Verse verfaßt, und Walter Eberhard, ehemals Gastspielleiter am Südfunk, waltete als Dramaturg. Eberhard war auch, der fast ausschließliche Sprecher. Man unterhielt sich ausgezeichnet und war den Veranstaltern für die heitere Stunde dankbar. Besonders soll noch bemerkt werden. daß es sich auch hier — wie bei allen Bestrebungen des Lehrhauses und der Kunstgemeinschaft — um eine ernste künstlerische Angelegenheit, geformt von dem Willen, auf allen Gebieten Qualität zu bieten, gehandelt hat. Stuttgart. Das J ü d i s di e I. e h’ r I i n g s h «• i nt ist . im Laufe des vergangenen Monats eingerichtet und von den ersten Insassen bezogen worden. Es soll vor allem auswärtigen Umschichtern eine gute und billige Unterkunft bieten und durch das gemeinschaftliche Leben und Wohnen dem Einzelnen, der in seiner Arbeitsstätte häufig isoliert ist. den nötigen Rückhalt gewähren. Es wohnen zurzeit acht junge Leute dort, vier weitere sind angemeldet, und nach den vorliegenden Anfragen ist anzunehmen, daß das Heim in Ikrar FtiteuiM audi aulgeklagter. Inkano- DAklA« Marienstr. IC BOro Dlinrar faramt 218« WIRTSCHAFTSBERATUNG Werbet fflr dl« G*m«Jnd«z«i hing I Julius Paul Eppstein Stuttgart / SildierstraBe 8 / Fernsprecher 62730 und Steuurburatar I .Anlage von Budihaltungen. Revisionen, Liquidationen. Vermögensu. Hausverwaltungen. Erledigung der Formalitäten bei Auswanderung. Aus uns«r«ft zattlr«lch«n N«u- «inglng«n ffQr das Frühjahr: KostOm« aus modern gemusterten Stoffen, neueste Formen Mk. 2t.9# 25.tt MSntal aus neuen Frübjahrsstoffen, fesche Formen Mk. SU SO 2S.M 22.1 rnsrus. fiaSarSlsC'Nlsfcl reines Kammgarn tn mode, marine und schwarz Mk. 2S«<* 25.- 22»- 19.50 s 10.50 19.75 LANDAUER STUTTGART / MARKTPLATZ ©H.C ARSCH GARTENSTRASSE Nr. 50 Vorzügliche Bezugsquelle von fflr Haushalt und Gewerbe EMIL h OFMANN KönlgstraB« 53 z Tel. 28013 VERMITTLUNG VON GRUNDBESITZ HYPOTHEKEN K^y//aur id. TRüMet FEINE MASS-SCHNEIDEREI für Damen and Herren Undenrpörstr. 17, TeL63671 Sohweüastr. 69 / Tel. 61790 ZENTRALHEIZUNGEN WOLF & MOGLE RSmerstraBe 51 / Telephon 71469 Werkstfttte fQr Polstermöbel und Dekorationen AusfQhrung sflm tl.Tapezier* u. Linoleumarbeiten Jjutdie Dame, das oute Masskorsett Korselets, Büstenhalter im „Sübeco“-Massgeschäft STUTTGART, Unautr. 3