Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 1 (1.4.1934)
- Date
- 1934-04-01
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- [Seite] (sequence 6)
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— 6 - ' rrbuiidt». djc- K«‘l,g,on. welchelu-wi>»-» we-rde-n ^«»11 durcii «ki- 1.eben. du- I i-bc-n w« l«iu - erfüll, wc-rdrn »oll durch dir Rrligii n 1 heil'«» '«-rlungt nii'i'i Judentum B c eh t-i d r nii <* i t. In «I« ii s'p,uchi-n der V ul« > h« i l!t c-> ^-o uchön -K.. |Imhiuut. »« komml >eh(n,,eh. <d>c-r bei den Ii«■-«11»'i«1 «■ ii«'11 i-t VV «i-hi-it'. und ifi-rni-r: ..Des .«hc-n I l.xkmul .-rmutigt ihn. .,!»-< d«‘r Demütige- «t- Miiiil I lm " \rlx’il i-t n.uk «l« r ISdn-l die dem Men KlM-ngi-chb-eht von >ufu,iii .ui durch Gott ge-st«-llt.- >i,1^.,l» . Im |„d«-ntuiu >', «Ii«' » e r l ~ «k «i 1 / u „ jr ' «I , , II <> u .i ,i , k «■ , i iinii d.e Verwerfung «l«> MiiHigg.ingi-'- «Inul« i«ki I )« i,'1 «k.-r <■ I- «lii-'i«‘le„ V „■«■.prüehe- ,:... S«ki iflluni' /. i,i .liifur «I,«' 1 nt'-ciche-. «laH vit-lifuliri-udi- \l.in,i' ■ ii, Juileiituin vom Vcbc-rha» und de, ||.,nd.nli« ii '■ Ute», im Uoiiii-rrexke waren «he pidi-uhcn ll.indw-; k«• r m «■ rh.-lil,«Ji«-r Zahl vertrelen. fl, |>o|, ii il‘i ii.in .ii,«k Ile,II«- za 1,11 i-iih«- jiidiMke lliiiulw« ik. t l).i- J,i(li-»t„,„ Irin mit «l«-m t.'-«I.inki-I, i.ilf. -I.ili r Vle-n-eh lu , „fe il '■« *, - / u r >rl»eit. |),i- Jn.i« um,,, i'l '«in», in fritlier /eit mit «len, \ ■ |ii «| «- « / i n - n e h n, «• i, ' her' «u getre-te-n. Ili.-nu -n-lii «-''in '«imilTi-m < ü-gt-tvatz /um altbabvf.,111-. Iieie lii-.kl In-ilM <■' «loih in, J. Buch \los<->: »«■im «In . j„. in .inmeinem >olk** (««-hl lerl,e>I. Armen m-hrn dir -o ','i "euer, ihn nicht wie ein '.kiddhei 1. ii u. du-, ni.lil /inauf ', „ml im \ Hmli VI« imviril «lie-e- /-Ti--.. amk gi-g«-niib«-_r dem lamllo'en I remd' U und i ni nidiljinli-iki-n I inwoh- „<-r v.ui dal.l'tina .»i—*!;, - - n.. I i«-fl b«—tätigt. Die- I hora '«•rhii-ie, uni«-i-. Ii ii ■« I-!->- d.,' /.iii'iu-hnien von jeden, juih'«k--,i -«de, -ii.hr in ii'iki-n Bewolmer «le- I.aride«. hin li ili-titum iad«- .«In-'c Vor'«kriften ««-inen Bek« „iieiii \..i > -j. ii fi,1,11. muffle ««-lh«r\i-rstiinil- ■ in. i -.Iioii'ti-n >ufjjahen. di«- Vufgalv I ■ anerkennen ..Liehe deinen \,i«kvn du." Du- \ai^'tenlii-he. die 'ereil. /n niihh-ru. /ul unrer'iut/eii. hein-len und /u helfe*, inii einem Wort, in nieriMhluhi— l.el'i-n im Iii« n-r de, «-1 nioulidieii. falb «K. ganz«- «kala de- ,1 «lein Wen-.kei lull ul« eine «. «Ii-r \,i«h-len!i «lell. deiyi e! -iiikl zu 'if I <11-, ehe i«. I dem uei.e i e c -.and - : 1 /II B«-/le!i l’igi-n. koll.l« I, I ml |<tzt komme Juileiituin im Hier ai >„ n f f <■ n l I i «h e Die TCagqada speicht \lr•*tt*li«,n uh zu t*in«*rii . tlct" W •» h I f .» h nt k.ipirfl. itn "t.uhtrt \%iird«*. Im (»eiM«- tlf*** „Jeder, der hungrig ist, komme und esse: jeder, der bedürftig, komme, und feiere Pesach!" Denket dacatt! bclicrrMhonden Grundsatz«**: ..Stütz«* mid stärke den wankenden Bruder“ la$r es. durch rechtzeitiges hingreif« n gänzlichiin X«*rfall v«irzul»«*ugen. Darl«l»«n cl«*m ^Imosc*» vorzuzüdirn. gr«»Rc*r«* Mittel zur S<*ll>- ständi£ma<hiing herztigehc tt. l ei« rfliissjg zu betonen. daR sorgsain«' l «berb gung init am Werk«* sein mußte, damit Wohltar sich nicht selbst aiiHtebe. ielleicht nicht uberRiissjg /« sag«*n. daR das I!erz domini«*ren sollt«*. Di«* Nnfw «*ndijrkeit des täglichen Lebens, die Grade der Bediirftigkeit. die >«'«*l<'n>erfassting «l«*r Hilfesiuhemleii. all«*s wurde mit Kopf und II<*tz zugleich erwogen DaR h r / i c It ii n g u u «II it t e i i i «h t im jn«l«>ninm ein«* religiös«* Pflicht sind, gellt auch ans uns«*rer Thora h«*r\or. ..Di«"»e Wort«*. «Ii«* ich dir heute gebiete. M>ll« n in deinem Ilerzen s«-in ««n«l du sollst si<* «*ins«härf<*n «lein« n Kindern:“ Hiernach sollt«* jed«*s Kind im Klternhatis b«*lehrf und « rz«»g«*n werd«*n. Schon dem «Ireijährigen Kinde, wurde das Höre Israel eingeprägt. Di<* Krrichtimjr von «ifT<*ntlichc*n S<huleii für Knallen von s, «hs Jahren an. von Schulen, die cew issormaRen H«*lferinn<*n «»der \ <*rtr«*t<*rinnen d«*s Klt«*rnhaus«>w ^e,n sollten, ist J<»s,»a ben Gamala um nach ( liristi zu verdanken Das Ziel des religiösen Judentums war der ew ige friede, die X erw irklichunp de" Propliet«*nwortc*s. daR die Sthw<*rter zu Sicheln nmg«*"chmi«*clet werden. W enn man -i«h so di<‘ (»<*lm*t<* unseres J«id«*ntiiiu" b<*tra(ht«*t. tl.iiiii iitiiR man zu «I« r Krkeniituis g«- langen und hoffen. daR der wahr«* Sinn unseres Judentums der.>inn «U*s Judeniurns in «lieber Zeit sein möge Lob der neuen Zeit . . . Von Dr. Siegfried Kösteridi, Stuttgart. Wer den seelisriien Schwung und die Zielstrebigkeit kennt, mit der weite Kreise der deutschen Judenheit und insbesondere unsere Jugend an die Gestaltung einer neuen jüdischen Zukunft herangehen — der weiB. daß der Verfasser des nachfolgenden Artikels nicht einem »Optimismus um jeden Preis“ huldigt, sondern der tiefen Bereicherung unseres j ii d i s ch e n Seins Ansdruck zu geben versucht, die wir trotz aller schweren Erlebnisse erfahren haben. — .Nur von diesem Gesichtspunkt aus können von den vielen, auf denen die Ereignisse der Gegenwart noch schwer lasten, die Ausführungen Dr. Kösterichs verstanden werden. Die Schriftleitung. I rot/ «cIIcu. was heuleüber uns Juden hcreinge- I)rocken ist. dürfen, ja müssen wir sagen: Wohl selten konnten wir während der letzten Jahrhunderte mit so viel Zuversicht in die-Zukunft schauen! W iedi-r einmal stehen wir jenseits des Jordan und könne,, schon einen Blick in das gelobte Land werfen. Aus linse rer Geschickte " issei, wir. daR diesem und den folgenden Geschlechtern schwere Kämpfe- und grofle Opfer warte», und daII wir selbst nickt mehr />>, lei,he kommen werden. Aber wir haben auch heute mehr als jedie GewiKheit. dal! Aegvpteu hinter uns liegt. Nock erscheint ' ieien die hülle der tägliche» neue,, Schläge-. .Sorgen und Krage» als überwältigend und vi-rwirrend. Wir stecken in einem Wust von Probleme-,, (xditischer. wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, religiöser und kultureller Art. für die es seien wir ehrlich keine wirklich erkennbare ..einzige- Lösung“ gibt. Diegegenwärtigejüdische Lage zeigt merkwürdige Aehnlichkeiten mit zwei der schönsten und fruchtbarsten Abschnitte der deutschen Geistesgeschichte: der Zeit des Humanismus und der Reformation und der Bewegung des Sturm und IIra » g. Ein Wissen um jene Ereignisse kann uns ZfCetuHotw & IBccuuU STUTTGART, Marienstraße 10 Das leistungsfähigste Haus für Schürzen Kittel Waschkleider Ludwig Steiger & Co. 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