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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-04-01 · 1 (1.4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
1 (1.4.1934)
Date
1934-04-01
Page
[Seite] (sequence 5)
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/eit»*n. Nur die Juden, d. h. der jüdihdie Mensch, glaubt, aus den lehren des Judentums immer nur das entnehmen zu können, was. w ie ich vorhin schon sagte, seiner Purteiauffassiing entspricht. Judentum ist Sittlichkeit, ist Reinheit der Seele, ist Wille zum Leben. Judentum ist Wahrhaftigkeit, ist Bescheidenheit und Dankbarkeit. Judentum ist Gerechtigkeit. Judentum ist Nächstenliebe. Judentum kennt die Pflichten gegenüber der Familie. Judentum verlangt die Förderung des Gemeinwohls. Judentum kennt die Pflichten gegenüber dem Tier. Judentum ist sozial. Das Judentum hat den sozialen Sabbath eingeführt und sein Ziel ist der ewige Friede. Simon Dubnow sagt in seiner jüdischen Geschichte: ..In dein sogenannten Vtosaismus ist das religiös-sittliche System mit dem staatlich-sozialen auf das innigste verwachsen. Die Grunddogmen des Glaubens werden als leitende Prinzipien für das praktische Leben aufgestellt. So ergibt /. B. die erhabene Vorstellung tun einem einzigen Gott, auf das soziale Leben übertragen, das Prinzip der Gleichheit aller Menschen vor dieser einzigen allerhöchsten Macht, ein — 5 - Prinzip, auf welchem sich die ganze biblische Gesetz gebung aufbaut, die Gebote der Nächstenliebe, die Vorbildlichkeit der Armenunterstützung, die humane Behandlung der Ausländer, das Mitleicl der Barmenden mit allen I-ebenden.” Die biblische Gesetzgebung bietet vielleicht das einzige Beispiel einer Staats- und Gesellschaftsordnung, welcher nicht, nur die Abstraktionen des Verstandes, sondern auch die Frfordernisse des Gefühls und die edelstem Regungen der menschlichen Seele zugrunde liegen. Neben dem Prinzip des formalen Rechts und Gesetzes kehrt es den Grundsatz der Gerechtigkeit und Humanität hervor und verkörpert ihn in einer ganzen Reihe von Vorschriften. G e s e I I s di a f t I i ch e A ch t u n g . nicht eine bevorzugte Stellung verschafften im jüdischen Volk lediglich die Gelehrsamkeit, das Wissen. Aber es wurde von der frühesten Zeit an dafür gesorgt. duH das Wissen allen Volksschiditen gleich zugänglich war. Ls gibt nach der Auffassung des Judentums nur einen Adel, den der Gesinnung und deren Betätigung ini Leben. Niemals begegnen wir im jüdischem Schrifttum dem Begriff von Ebenbürtigkeit im Gegensatz zu gesellschaftlicher Niedrigkeit. Es gab keine ...MiAhcirat“ in Israel. Jedes unbescholtene jüdische Mädchen konnte die ebenbürtige Frau des Königs oder des hohen Priesters werden. Im Judentum hat sich immer der Gedanke eingebürgert, daß nicht die Stelle den Menschen ehrt, sondern der Mensch die Stelle. In diesem Sinne war immer die Führung in den Gemeinden eingerichtet. Jeder Mann aus der Gemeinde, der sich durch sein Können und durch seine Charaktereigenschaften dazu eignete, konnte zu den höchsten Gemeindewürden berufen werden, was auch zu jeder Zeit geschah. Die Lehre des Judentums und seine sittlichen Forderungen sollen im Leben erfüllt werden. Die ausübende Religion oder das praktische Judentum soll sich vor allem sittlich im Handeln betätigen. Nichts ist so geringfügig, daß es nicht'durch den Stempel der Religion veredelt, daß daraus nicht eine Beziehc»g zu Gott gewonnen werden könnte. Das ist die Grund unsthauung. welche das praktische Judentum durchzieht. Religion und Lebern werden damit aufs innigste Hinein in die Sportgruppe des R.I.F. Unser Sportplatz im Feuerbacher Tal mit Schwimmbad und Liegewiese wird bald eröffnet. — Für nach dem 15. April Eintretende wird Aufnahmegebühr erhoben. Anmeldung und Auskunft beim Sportleiter Hugo Löwenthal, Werastraße Nr. 24 - Telefon Nr. 26102 la eingeführte GeiCr&ltalrCfailg tflr SIMMcafsdUaiid mit Filialen und Untervertretern Sitz Stuttgart, ausreisehalber sofort günstig zu verkaufen. Die Vertretung bietet M»WCfSlldl MfHl gute Existenz. Große Kontoru. Wohnräume können übernommen werden. Angebote unter T. 388 an die Gemeindezeitung. Israel. Nionerverein rar Krankenpflege nndUithenl)estattnnge.V. eranpfiren Samstag, den 7. April, abends 8Lc Uhr, im Restaurant Bloch, PoststraBe 15 59. fieneralyersammimin TAGESORDNUNG: Bericht des Vorstandes Rechenschaltsbericbt des Kassiers Neuwahlen Verschiedenes Zahlreiche Beteiligung erbeten Der Ausschuß Kr V. Sonntag, den 8. April, 10‘/t Uhr, im Gemeindehaus, Hospitalstraße 36 82. GeneralversammliMä Tagesordnung: Bericht des Vorstands Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters Verschiedenes Wir laden unsere verehrlichen Mitglieder höfliehst ein und bitten um zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand: Adolf Kops Jüdischer Frauenbund Landesverband Württemberg EIN LAD UNG zur Delegiertenversammlung am Sonntag, den 15. April 1934, ln Stuttgart, Bürger - Museum, Langestraße 4 b. Vormittags von lO'/t-l Uhr Nachmittags von 3-6 Uhr TAGESORDNUNG: 1. Tätigkeitsberichte. 2. Kassenbericht 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Kurzreferate über die verschiedenen Arbeitsgebiete. 5. Verschiedenes. 6. Aussprache. GUste willkommen. ••trifft i Neu« Jüdisch« Schul« In Stuttgart. Der Schulbeginn ist auf 17. April (wie in den staatlichen Schulen) festgesetzt Es erfolgt noch Einzelbenachrichtigung an die Eltern der angemeldeten Kinder. Sprechstunden des Schulleiters: Ab Dienstag, 3. April, täglich 11.30 Uhr bis 1L30 Uhr und nach Vereinbarung. Der Schulleiter steht nicht nur den Eitern der Schüler, sondern allen jüdischen Eltern zur Beratung in pädagogischen und psychologischen Fragen zur Verfügung. Vontebetamt IMMh» Mmaltratelm Slutlßarl Wir laden unsere Mitglieder zu der am Sonntag, den 15. April, vorm. 11 Uhr, im Schwesternheim. Dillmannstr. 19, stattfindenden OnL Mitgliederversammlung freundlichst ein und bitten um zahlreichen Besuch Tagesordnung: Geschäftsbericht Kassenbericht Entlastung des Vorstandes und Kassiers Neuwahlen Der Vorstand Am Mittwoch, den 2. Mal, nachmittags 4 Uhr, findet in den Räumen des Jüd. Lehrhauses eine des Israelitisdien Frauenvereins TAGESORDNUNG: Zusammenschluß mit dem Stadtverband des Jüd. Frauenbunds und Ermächtigung des Ausschusses zu allen hiezu erforderlichen Maßnahmen (einsdil. etwaiger Satzungsänderungen). Der Israel. Franenvereln. Das Spezialhaus für den kosmetischen Bedarf der Dame Jüdisches Lehrhaus Hallol An Ans «ai HM Ende April spricht nur. b. fiMk. tak •Mto man «meto Prof. Dr. Marlin Buber WldMS.a im Rahmen der Vortrags reih« „Werdendem Judentum** Ober Kronenstr. I pt. „Der ehrffirditige Mensch“. Fördert die — Einzelheiten werden demnächst bekanntgegeben. — jüd. Vereine! (STATT KARTEN Fär die mir anläßlich meines SO. Qeburisiags in fo zahlreich. Maße erwie/enen Aufmetkfamkeiien dankt auf diefem Wege herztichst Eraa KAROUNE SCHEUER ^«lr* 1034 SonSubnJieUbronn j «STELLENGESUCHE »mc.Thhmäht e.0OleHg, leet« 3*it arbeitslos, sacht GtZÜBBg gleich »eich. Art. M. Mersch«. HmaPtftftlterlk. Ua II. LagMEMdirat im Tmchaab Staffbreache fB#t CtHlBBg. — Angebote smtrr B. «41 am Mr Ge»eimbesettUMg. Berthold Auerbach^V erein Äusae lerntet Lehrllna bet StftUbvesdK nh erftblesfig« SchmlbilvUMg sacht kosen possembe Stelle. Ofsenem mal« N.SN9 mm bk (^emaetabeHtg Freitag. JO. Mürz 1934, Restaurant Bloch, Poststr. I5. 20 Uhr, findet ein S«der-Absnd iiiiiimmiiniiiiiiunmmininiiiiiiimiiiniiu unter der Leitung von Lehrer Mainz Mbtl statt, zu dem wir herzlldi elnladen. ♦ Dienstag, KUtpril 1834.Hotel Westhelmer, I. Stock, 20.15 Uhr, spricht Dr. Siegfried Kteterldi aber MIET GESUCHE Y«evpaa. dtwancv^ 1 s«cht. Techsa« DebtHgaag. Aagebak V aattr 1.|Ö4* «ft b. GfMetmbegettg. | VERMIETUNGEN Seaaigt s 3mur*«i|mi ■U Oeb, effrert Sneabe, ea Sartre eegetreb, 1 Mbc. ee. Oehahef, aaf 1- 3aU pi emfcta. 3t(n*reir lt, Xriefe. »SIS. Neu renoviert! /7J/1 ß bMaiiinitJDiOut Stattgut, Peetetr. 15, TeLZZIIt Freitag. 30. Min. trrfiratinrf Während dar Feiertage reichhaltige Speisekarte. Schiere.ibHctt«* Jlwmrr Mb fH*. Mwa »efrr, Seecefbripoca. bc fcbMkt H»b*ele^ an leteri » a*rai*t». «au. bet* aet L. SIS ae M* Sflariabttribni,. ttiflHrtw M. InrUfaf tuest t DIVERSES i 3« VtramtalhMf. Mittweh, «OM IS. April, pünktlich 8 Uhr, im Chutev Siegle* Heue NeMraoh l Altar AM Mltwlrfce.de: Frane vpee.bell.ee {Rezttatioo). hoher Königsberg Enmy Lee, bei »er-leeepfc (Koloratnreoprun), Mannheim An FlQgei:- Kepellmeteter Mut Wesbelner. Tageekartea, eosreit verfügbar: RM. 1J0 u. 2.25 - Jugendliche ■M. —.75 bei den bekannten VerfcnutetaUen. Jteafeeeaa. 44 Iah*,, ach» Cneob, K. MS ea M* Grecriabr,!,. erttt. K,e,ne erteittltaa*. Immar la StedMffheftt 70 >r. dla Qameindaxaltuao ■ 9ia««i am f«bt gaSe 3*fcncn, fir Ocnhc m. bar OFFENE STELLEN! -------- Vertreter gesucht f*r Xerp-, Writz- U. Betean fren Omlfba e. Seefeepcschcch. 0*1 Oe* ■•oca, feit*!* f*h* Vefcrfxaf. Mn- (rtett aet. U. Nt a. Mr etau.3*. seehge eee MM. 4— ea. tieai aas ■- - n.- »iRVB MS ^aas. m. gebet. Schiebst*.»« rrm. S . 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