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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-01-01 · X. Jahrgang Nr. 24 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 24
Date
1934-01-01
Page
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- 223 - erzieherisch wie wissenschaftlich die Ansprüche erfüllen wird, die an den Leiter unserer jüdischen Schule gestellt werden müssen. Stuttgart. Der Zeitung des Central-Vereins entnehmen wir die folgende wichtige Notiz: In der Bevölkerung ist stellenweise Beunruhigung entstanden, weil eine Mittelstandskasse die zukünftige Vergütung auf Rechnungen gewisser jüdischer Ver/te (Nichtfrontkümpfer) durch Aushang und Briefe uligelehnt hatte. Inzwischen haken die I»etreifenden Kassen seihst diese Handhabung korrigiert und authentisch initgeteilt. dal! die jüdischen Kranken in jedem Kalle jede* n Arzt ihres Vertrauens aufsuchen dürfen. Ks werden ihnen mich in Zukunft anstandslos die zustehenden Satze auf die Rechnungen aller jüdischen Aer/.te unubhiingig von der Tatsache, oh sie Kriegsteilnehmer waren gezahlt. Etwaige widersprechende Bescheide haben damit ihre Gültigkeit verloren. Stuttgart. Am 27. Kebruar sprach l)r. Walter K i li s t e i n im B e r t h o I d A u e r I» a ch - V e r e i n über den Dichter Max Brod. Der Redner entwarf einleitend ein Lebensbild des Dichters und gab dann einen höchst instruktiven Lieberblick über sein außerordentlich großes literarisches Schaffen. Ganz besonders interessant war die Besprechung des neuen, höchst aktuellen Buches ..Die Krau, die nicht enttäuscht". Die wichtigsten Stellen des Werks wurden von Dr. Kinstein zur Vorlesung gebracht. Stuttgart. Am 7. März hielt der ..Verein zur Fötderung des Hundwerks und des Gurtenbuus unter den Israeliten in Württemberg" seine Al- Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende. Dr. Heinrich Wolf, gab seiner Freude über das Interesse der zahlreichen Anwesenden Ausdruck. Anschließend erstattete Sigmund K a I I m u n II als Kassier den Jahresbericht, der von einer vielseitigen und auch erfolgreichen Arbeit zeugte. Seit Bestehen des Vereins w urden 114 Lehrlinge betreut und 20 Personen in ihrer beruflichen Weiterbildung gefördert. Der Redner betonte die heutige Schwierigkeit, für alle Lehrlinge geeignete Lehrstellen zu finden, und versicherte, daß der Verein nach dieser Richtung nichts unversucht lassen werde. Nachdem die An* wesenden die im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder des Vereins durch Erheben von den Sitzen geehrt hatten, dankte der Vorsitzende allen seinen Mitarbeitern für ihre treue Pflichterfüllung. Nun sprach Krl. Ilse Wulff von der Jüd. Berufsberatung über..Jüdisches Handwerk einst und jetzt“. In instruktiver Weise zeigte die Rednerin an Hand reichen statistischen Materials die Entwicklung des jüdischen Handwerks auf und ging dann auf die heutigen Verhältnisse ein. Sie wies nochmals ausdrücklich darauf hin. daß ..Berufsumschichtung" kein einfacher Berufswechsel, sondern eine grundsätzliche Einstellung des ganzen Menschen ist. —j Reicher Beifall dankte für das vorzügliche Referat. Stuttgart. Die Zionistische Ortsgruppe Stuttgart har am I. März ein Sekretariat eingerichtet. in dem sämtliche zionistischen Angelegenheiten für Stuttgart und Umgebung zentral bearbeitet werden. Zum Sekretär wurde hauptberuflich Dr. phil. Siegfried Kösterich bestellt. Das Sekretariat befindet sich im Mittnachtbau. Königstr. 46. V-Stock. Ueber die Persönlichkeit des neuen Sekretärs erfahren wir folgende Einzelheiten: Dr. Kösterich wurde im Jahre 1000 in Hanau n. Vf. als Sohn einer alteingesessenen Familie geboren. Er absolvierte das humanistische Gymnasium und nahm schon früh regen Anteil an der zionistischen Jugendbewegung. WAS JEDEN IMMER WIEDER ERFREUT? EIN HÜBSCHES GESCHENK {/'“"ball KÖNIGSTRASSE 17 In l'runkfurt u. VI. und in London studierte .er neuere Sprachen und Geschichte, uni sich für den Beruf eines Studienrats vorzubereiten. Er arbeitete eine ansehnliche Zeit als Sekretär des mit der Geschichte des Zionismus eng verknüpften Oiachain der sephurdischen Gemeinde zu London und großen Gelehrten. Dr. Moses Güster. - Daneben war er für eine Reihe von englischen Zeitungen und Zeitschriften journalistisch tätig. Zum Abschluß seines Studiums promovierte er in Frankfurt a. Main mit einer Arbeit über ..Saphirs Prosastil“. in der das Problem einer Beeinflussung des deutschen Prosastils durch jüdische Autoren zum erstenmal wissenschaftlich untersucht vv ird. Stuttgart. Bei einer Beteiligung von 120 (liuwcrim aus allen Teilen Siiddeutschlunds hielt der Gau Süd west des „Hcchaluz“ um 10. und II. Februar in Stuttgart seinen Gautag ab. Leo Steinberg. Berlin, sprach einleitend über die Fragen des Palüstinaaiifbuus und der deutschen zionistischen Bewegung. Der Redner betonte*, daß es gerade der ..lleciialuz" sei. der in der jüdischen Jugend die geistigen und seelischen Voraussetzungen für ihre berufliche Umstellung schaffe. Mit seinen IA 000 Mitgliedern sei er heute die größte jüdische Jugendorganisation Deutschlands- — E n z o S e r e n i unterhielt sich dann mit den Anwesenden über die theoretischen und praktischen Krügen ihrer Arbeit. Er stellte den Zionismus als den einzigen West jedes Juden dar. den ihn die Erscheinungen und Ergebnisse jüdischer Geschichte weisen. — Die Probleme der ..Hachscharuh" zeigte M e i n r a t h auf; auch hier erhielt man ein lebe ndiges Bild der vielen beruflichen und vor allem menschlichen Schwierigkeiten, die die Umschichtung für den jungen Juden bedeutet.- Vorschau, auf kommende Veranstaltungen.. Siehe 'auch die Ankündigungen Seite 220 und 221. Stuttgart. Der ..Landesverband der Jüdischen Jugendvereine Württembergs“ hält um IS. März seine diesjährige De I e g i e r t e n - T a g tt n g ab. mit der ein Ausbildiingskurs für die Leiter der Jupendbündc im Lande verbunden sein wird. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Referate von Dr. Walter Einstein und Dr. Herzfeld. Essen. Neben den (»eschiiftsberichten usw. steht die Neuwahl des Vorstands auf der Tastesordnuiig. Es darf erwartet werden, daß diese Tagung von grundlegender Bedeutung für die jüdische Jugendarbeit insbesondere in der Provinz werden wird. Wie bekannt ist. gehört ja der Großteil der ländlichen Jugendbünde dem Landes verband und damit dem ..Verbund der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands" an. Mein rechnet diesmal mit einer starken Beteiligung aus ganz Württemberg Stuttgart. Am 17. Marz spricht Dr. Hermann G er so n von der Bundesleitung der ..Werkleute" über ..E ch t e u u d f a I s ch e Pro p h e t i e“. Der Vortragsabend wird gemeinsam vom Bert hold Auerbach-Verein. dem Bund deutsch jüdischer Jugend („Rillst"), den „Huhoiiim" und den ..Werkleuten“ veranstaltet Dr. Gerson gehört dem Beirat der ..Reichsvertretung der deutschen Juden" als Mitglied au und leitet die „Schule der jüdischen Jugend" in Berlin. Gerson. eine in der jüdischen Jugendbewegung führende, geschätzte Persönlichkeit, ging aus der „Kumeraden"-Bewegung hervor und ist heute geistig den ..Werkleuten“ zugehörig. Seinem oben genannten Thema kommt über das rein Geschichtliche hinaus insofern besondere Bedeutung zu. als es insbesondere einen Beitrag zur Situation der heu tigen jüdischen Jugend darstellt. Der Vortragsabend sollte von weiten Kreisen unserer Gemeinde besucht werden. Stuttgart. Der B e r t h o I d A u r r I» u di - Vv r e i n verunstaltet in der zweiten Mürzhälfte einen Ausspracheabend sowie einen Vortrag über das Thema „Querschnitt durch die jüdische Presse". Wir machen auf diese Veranstaltungen aufmerksam. Stuttgart. J ü d i s ch e s l.eli rh a ii s. Am 2A. März wird die Vortragsreihe ..Werdendes Judentum" von Rabbiner Dr. Leo B u e <k . Berlin, mit einem \ ortrag über „I. e I» e n s g e s I a I t u n g“ eröffnet. Dr. Bueck steht als Präsident der ..Reichsvertretung der deutschen Juden“ gegenwärtig im Mittelpunkt des jüdischen Interesses. Es wird deshalb von vielen begrüßt werden, gerade seine Gedanken über die brennende Frage der Gestaltung unseres Das Jxichqeschäft für gute und elegante Wäsche Bas Spezialgeschäft für Strümpfe ist und Qumtnis Spielbälle gma« Au«>bi Garten-Schläuche o ad a 8 m 111 d» Zubehörteile ^Jxschet Stuttgart / Llndenstr. 3 Fernsprecher Nr. 33889 bleibt Jca Strumpf Königstr. 21 Wüchse aus der neuen Ernte russ. Rotfüchse 50> 40.- 35.- 30.* mong. Füchse ... 50.- 40 - 35.- 30 * Silberfüchse 295 - 250.- 225.-180.- i JxWzTllaiet vorm. Orljansky STUTTGART, Königstraße 43 B, Telefon 29112 kostet '/»Los der Staatslotterie ferner kosten */« ’/» ’/i Los pro Klasse M. 6.— 12 — 24.— Zlehungi 1. Killte 2t. und 21. April In jede. Nene ErhSh.ng der Mlttelgeerlnnel Einteilung SlMfl. 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