Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 24
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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- 222 - >6 > Dr. Emil Geldschmldt, Hamburg wurd« zum Leiter der neuen jüdischen Schule In Stuttgert gewühlt 191. <I,i> zcipte sich I» *-,.uderin dem schon erwähnten Konzert in F-Dur \ 011 Joh. Sch Bach >Cniitinm>: \ltcc Schmuckler-Hclii. Inter der letzte Feinbeiteii umsdirc ibendc n und aiisde-ute ndcn Diripierfrestik Karl Adlers erstand diese- Werk klar und stilpetreti. In seinem herrlichen Adagio möchten wir den Höhepunkt de- Abends erblicken. Hier hat edle Musik ihren reinsten Ausdruck gefunden. Aber auch das einleitende \ ivuldi-Konzcrt in B-Dur für \ inline mit Streichorchester und Basso euntinuo AFritz Rothschild) bereitete in der Bearbeitung von Stefan Frenkel hohen (,c null. Hier war es wieder der prachtvolle I.argo-Mittelsat/. der nicht /ulet/t wegen des vorzüglichen Piano der Streicher aufhorchen ließ. Wie schön auch das Allegro mit seinen kraftvollen Steigerungen’ DaB auch der Singkreis unter der Leitung Karl Adlers sich zu Leistungen von besonderer Tiefe und musikalischer Eigenart entwickelt, das bewies seine Interpretation von drei deutschen Volksliedern in alten Sätzen, a cappella gesungen. W eich strenge Lieblichkeit atmen doch diese* Lieder des 16. Jahrhunderts! Jede einzelne Stimme wird in voller Selbständigkeit geführt, und doch münden sie alle in resonante. klangsatte Akkorde deren Leuchtkraft besonders nach den interessanten kontrapunkuschen L’cberschneidiingen des Lieds . Ach herzig- Herz" von Heinr. Finck überraschte*. Auch hier natürlich stürmischer Beifall. Nach dem Konzert in D-I)ur von Nie. Pnganini spielte dann Stefan Frenkel noch fünf kleinere Stücke». In der eigenen Kadenz zum Paganini-Konzert zeigte der Künstler sein großartiges t c* eh n i s ch e s Können: Mit fabelhafter Fertigkeit markierte er pizzicato die Melodie und ..begleitete" -ich sozusagen mit Flageolett-lrichen. \m Hügel waltete A I i e e S dl in II ck - ler-llefi in ganz hervorragender Weise. Fine elastischere* Begleiterin, die aber dennoch in delikatester Wei-c* mitgestaltet, hätte Frenkel nicht finden können \ on den kleineren Mücken erwähnen wir die prachtvolle* Miniature ..Aus der Heimat“ von Snietana. die der Geiger hinreißend -pielte Am SchiitII strömten Hunderte zupi Podium und licreiteteu dem hün-tler -türmi-ebo Ovationen, frenkel dankte liebenswürdig mit zwei /ngabeii. I - war ein tiefes Erlebnis __ H. St. Tlacficichten aus der Qeuteiude Stuttgart.. Stuttgart. Der Verlag der „Gemeindezeitung" macht an dieser Stelle alle Leser nochmals darauf aufmerksam, daß die Abonnementsgebühr für die Gemeindezeitung in Zukunft durchden Postboten eingezogen wird Derselbe wird zwischen dem 18. und JA März die Abonnementgebühr für das nächste Quartal (April bis Juni) in der Höhe von 1.2’ R\L kassieren. Wir bitten dringend, dem Postboten diesen kleinen Betrag sofort zu erstatten, da die Post bei Nichteingang der Abonnementgebühr die Zustellung der Zeitung automatisch sofort cins teilt. Stuttgart. In leilw,-i-er Berichtigung unseres in letzter Nummer veröffentlichten Artikelüber ..Die J ü d i - ch e S ch u I c in Stuttgart" (Gemeindeversa mm Inner am I" H binar lü“4i tragen wii folgendenach: Die zu errichtende jüdische Schule wird zunächst mit fünf Kla—en eröffnet, nämlich mit vier Grund Schulklassen und der sich anschließenden weiteren Klasse. Selbstverständlich wird die Schule weiter ausgebaut und zwar so. daß jeweils in den folgenden Jahren eine weitere Klasse errichtet wird- —Bezüglich. der Ausführungen Dr. II. Merzbachers scheint insofern ein Mißverständnis vorzuliegen, als davon gesprochen wurde, daß ein Bedürfnis nicht vorliege. die Kinder aus der bisherigen Schule heraus zunehmen. Ausgeführt wurde vielmehr, daß man im Finzelfall darüber streiten könne, ob ein einzelnes Kind in der Schule* belassen bleibt oder nicht. Mit der Frage der Notwendigkeit der Schule und des allgemeinen Bedürfnisses für eine solche vom Standpunkt der für die Gemeinde verantwortlichen Führung aus habe dies nichts zu tun. — Zu berichtigen ist auch noch, daß nicht der Gesumtetut der Schule, sondern der zu Lasten der Gemeinde gehende jährliche A b in a n g c* I des Schulbetriebs für die nächsten Jahre mit ca. 10(MMJ UM. beziffert worden ist. Stuttgart. Wie wir erfahren, wurde von der vom Israe l. Vorsteheramt hierzu ermächtigten Schulabtei lung einstimmig Dr. Knill Gold Schmidt zum S ch u I Ie i t c* r der neuen jüdischen Seit ule in Stuttgart gewählt. Goldschmidt ist gegenwärtig noch in Hamburg an einer Volksschule tätig. Leber die Persönlichkeit des neuen Schulleiters, dessen Bild wir üt dieser Nummer veröffentlichen, erfuhren wir folgendes: Goldschmidt. Sohn des Nürnberger Privatlehrers Julius Goldschmidt, entstammt einer religiösen Familie. Kr ist s2 Jahre alt. Nach erfolgreich besinn elener Reifeprüfung am ..Alten Gvmnasiuin“ in Nürnberg — in eien Zeugnissen wird die* besonders eifrige Teilnahme des Prüflings um Wahjunterricht itn Hebräischen hervorgehoben ■— erlangte Goldschmidt im Jahre 1924 mit der Note ...sehr gut“ die philosophische Doktorw iirde. Die für den Unterricht abgelegten Prüfungen in der deutschen Sprache, der Geschichte und in Fnglisch wurden ebenfalls mit bestem Erfolg bestanden. Goldschmidt ist u. a in der englischen Sprache, die er vollkommen beherrscht, literarisch tätig. Auf jüdischem Gebiete, dem er starkes Interesse zuwendet, ist er bereits mit verschiedenen Veröffentlichungen hervorgetreten. >— Seit zehn Jahren steht Dr. Goldschmidt ununterbrochen itn Schuldienst in Hamburg, wo er u. a. au der berühmten Schule Jacob Löwenbergs tätig war. Aus Liebe zum Volksschulwesen ließ er sich von der höheren Schule, an der er bis zum Frühjahr I9vv tätig war. an eine \olksschule versetzen. * So glaubt das Vorsteheraml. in Dr. Goldschmidt eine Persönlichkeit gefunden zu haben, die sowohl Fürs Frühjahr das Neueste! in Damenhüte, Sportu. Reisemützen Originalmodelle. Größte Auswahl. Maßanfertigungen u. Umarbeitungen in unserem erstklassig. Atelier Modehaus-Markt Marktplatz 5. Ecke Schulstrafce Empfehlen Sie bitte ■ unser Blatt weiter! Büro fftr Elektrotechnik u. Radio / Stuttgart, Blumen» tr. 32 Telephon 26666 Degerlo<fc, Tübinger*» 17. 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