Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 16
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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Das A-B-C der Hausfrau.. so könn'e man unsere mit vielen Abtretungen versehene Aussteuermappe. „KOchen«Sachen, die den Frauen Freude machen" nennen. Interessante Zusammenste l^"gen rr^t Presen die jeder Hausfreu,, ’.'itter und Tochter wiH- -Drr-nene Anregungen bieten. For- » cem Sie die Mappe noch heute stenlos be uns an ITritscliler STUTTSART »»AI»KTrLAT7 i :i! ■ ,1,1 ul>' •'tiir/te B> rchlü—,■ und Ent'chlii—>' -< f.,i;r wurd ii. -i'iidfin dal? ■•inigewi<st> Kntw kk'Iuiiu . ,not wurde, andererseits >-t I, i/t ,ri-!i .i.-r /citpunkt gekommen. wo eine " :i.-!,-;iii:.!u ituin nun /,, einem liejahemlen irr \ t -: j, f r^ebni* kommen nicht •: , :it« '-et «erden kann Die'Gründung ■■ r r'uh-'tt - Heidi'' ertretung begünstigt •: e mner-n Kntw iiklund'ni-'tsliihkeiien für die : e Judenh.it. Pie Reich" ertretunsr wird . ,« ii'iii. •'diulw. rk mit Energie fördern lind ■ t , ie J.ft11nu: \.>n Einheitsschulen grund»üt/- : h , r.-.pf.'iil. ii: e» i-t selbstverständlich und \nrs< he!, d.a; . lok.iien V, rhaltnis-e für die < im:t-:i:ntr »ov.ilil « je fiir die Organisation und len \i.»i'.ei der Sh : V von entscheidender Beu’i.a; 1. Du- «•■rt\oilen Anregungen der '!.-id,«'>'rtr> tifi.u veeröe-, veir begrüßen. III. Pu :ir.n .ti.il'e/iali'ti'die H. \.üution i't nach .i.-n 'c:<i; i. dentliihen Aeußerungrn und Anordu in.e:i des fuhrer' des deutschen \ofhe» und t r. lii^ebiahen Personen und Instanzen al>- .. —iIi 1 ■ ■ n ur-il üTiergelPitet in das Stadium der — 136 — Evolution. Die Gesetzgebung und vcrwaltungsrechtliclien Anordnungen haben ebenfalls eine gewisse Beendigung gefunden; wir hoffen, daß wenigstens eine Verschlechterung nach dieser Richtung nicht mehr > intritt. Ein schmaler Lebensraum ist vorhanden: die politische und kulturelle Sphäre ist im wesentlichen verschlossen, »chw ere Sorgen lasten auf uns. ganz besonders im Hinblick auf die künftige Entwicklung unserer Kinder. Damit kommen wir aber schon auf ein wesentliches Bedenken, das gegen die Errichtung der jüdischen Schule geltend gemacht wird. Wir selbst haben noch mit unseren christlichen Mitschülern die Schulzeit verlebt: das Verhältnis war — kleine Zwischenfälle hat es immer gegeben — ausgezeichnet. Meist hat die gemeinsame Schulzeit ein Band für das ganze Leben geschmiedet. Wenn nun die Kinder in die j ii - d i s ch e Schule gehen, so wird von uns selbst der schmale Baum noch verringert, der das gegenseitige Kennenlernen und A erstehen ermöglicht: die ses Bedenken, das unbedingt gegen die Errichtung der jüdischen Schule und deren Besuch spricht, kann nicht geleugnet werden. Es gebt nicht an. Einzelfälle des guten oder schlechten Einvernehmens in den Vordergrund zu stellen. Es Rändelt sich auch nicht in erster Linie um die Kinder, die schon fortgeschritten sind, sondern um unsere Jüngsten, die sich noch in der Grundschule befinden oder in den nächsten Jahren schulpflichtig werden. Wesentlich ist die prinzipielle Einstellung des den Staat beherrschenden nationalsozialistischen Gedankengutes. Die Grundlagen des Staates beruhen auf Hasse und Blut: die Einstellung zum Judentum ist genügend deutlich und genügend oft charakterisiert worden. Die Durchdringung mit diesem Gedankengut ist in erster Linie Aufgabe der Schule: nach diesen Gesichtspunkten und Erkennini"en ist der Geschichtsunterricht zu erteilen: Hassenforschung. Rassenlehre und Hassenkunde stehen im Vordergrund des Unterrichtes. — Wenn man diese prinzipiellen Gedanken würdigt, so kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die Errichtung jüdischer Schulen eine' Notwendigkeit ist Sicherlich werden, wie dies die Regierungsstellen wünschen, kleinliche und zwecklose verletzende Aeußerungen und Maßnahmen unterbleiben: die prinzipielle Einstellung aber muß zu Belastungen seelischer Art führen, »ei es im Verhältnis des Lehrers zum Kind, sei es im Verhältnis der Kinder untereinander. Die Gefahrenzone für das jüdische Kind, mit einem Minderwertigkeitsgefühl belastet zu werden, ist fast unvermeidlich. Selbst wenn jedwede Gefahrenzone im theoretischen Unterricht vermieden werden könnte, so ergibt sich die unhaltbare Stellung des jüdischen Kindes in der sportlichen Zusammenfassung der Jugend. Wenn sich die Kinder sportlich in- und außerhalb der Schule in der Hitler Jugend erfreuen. muß das jüdische Kind abseits stehen. Angesichts dieses Ausschlusses wird das Kind seelisch belastet sein, selbst wenn Elternhaus. Schule und andere Gruppen in der Sache selbst vollen Ersatz zu geben in der Lage sind. Es ist die Grenze und der Trennungsstrich gezogen. Es ist daher auch unrichtig, zu behaupten, daß durch die jüdische Schule erst die Trennung herbeigeführt werden würde. Die Trennung besteht, und die Gründung der j ü d i s ch e n Sch u I > ist lediglich eine Folge des bestehenden Zustandes und nicht die Schaffung eines neuen Zustandes. Durch den Bestand einer jüdischen Schule ist ein Zwang, die jüdische Schule zu besuchen, nicht geschaffen. Nach der bestehenden Gesetzgebung wird eine jüdische Schule, auch wenn sie die Gemeinde errichtet, als eine reine Privatschule zu charakterisieren sein. Sache der Verhandlung mit den maßgebenden Instanzen ist es. daß eine Verschärfung nach der Richtung der freien Wahl keinesfalls eiutritt. daß aber andererseits die Möglichkeit besteht, dir Schule so zu gründen und aiiszubauen daß das bestehende Bildungsbedürfnis mit größtmöglichster Vollkommenheit befriedigt werden kann und eine Ausbildung gewähr leistet ist. daß unsere Kinde r rechtschaffene und tüchtige Menschen werden, die den Lebenskampf aufnehmen und führen können. IV. Eine jüdische Schule muß selbstverständlich die besten Leistungen erzielen. Der Aufbau und die Organisation derselben ist nach modernen Grundsätzen durchzuführen: daraus ergibt sich ohne weiteres die Notwendigkeit der Einstellung von nur erstklassigen Lehrkräften. D i e S ch u 1 e wird das sein, was ihre Leitung aus ihr m a ch t. Die Gründung der Schule und die Organisation derselben kann noch so gut geplant sein — sie ist ein Fehlsdilag. wenn nicht erstklassige Lehrkräfte lehren. 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