Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 15
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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Auch eine hübsche Jxische ZU IHREM NEUEN KLEID OSCAR BECKER Offenbacher Lederwaren nur CHARLOTTEN STR. NR. 2 frrntestc-n ui'alint werden’ l ml dugc-schiiTit ein n nui I.mii. wenn nicht einmal der Gedanke in ini'i'ien i lei /en heraiildamineri. damit wir in der Munde de« Anui-rufc-n.-c-in-. wenn eine- 'iliudiierne Hand aut die VK-u.—uh an unserer I me deutet, nichts mehr sein wollen als stille. Iie!>e\ idle >ih w erlern, helfende Hand und ratende, Mund. I - i-t in den i.igc-n unserer ><>rge eine l iille v-.u Kt.ilt in uns wath geworden, kraft vcrpflich-;ei. kiaft segnet. I nd Segen i-t in unserer hei II -eil -'s 111.: * 11 e null:, i etwa«, w azwei Pole haben mul'. w,i- "eaen -ihc-iikl und zugleich empfangt. I «:i kraftehld hieltet siili zwi-chc-n Empfangen | ( , heil, me W i ■ 11 de, Wirkungen. Wir. die un nnlii einen I ler/'ihl.ig lang daran ge/weifelt hallen, dail de Sc-gi-n. mit drin die Väter gelegne! winden., imuiei n«irh auf Isiael ruht, wir dui len hellen, ,lal? dl- I leimatlos-Gewurdeni n wiedet \.»n Heimat wissen, t )etf net die Iure’ Oelfnei euili '! Il"t und weidet Heimat. Denn ear niliuei so und muh ■■-,» bleiben: in -einen Müllern de- I eile - sind der Seele wirtl l-raei u ui -i um krall dimhdie /eiten getragen. Aus den (gemeinden 'lOäcUentbecQs. Stuttgart. S i t / u ii g des V<» r - t e h e r a m t s V ii m> I 0. O k t o b e r 1 9 3 3. Der V orsitzende beruhtet, dal! die Finan/abteilung sich in ihrer letzten Sitzung mit den .Sparmaßnahmen befallt hat. die mit Kiieksiiht auf die gegenwärtigen /eit\erh<iltiii—e dadringendste Erfordernis sind. Das \ or-teheramt ist in dieser Sache an den Oberrat lierangetreten. Ks hat den Oberrat um unverzügliche Erwiigiingeii darüber ersudit. inwieiern durdi radikale Sparmaßnahmen. Zurruhesetziing ton lieainten. Zusaminr nlegung von Gemeinden und Kabbinaten. Gehaltskürzungen und Venderuiigen in der Verwaltung und der Organisation Kinsparungen gemacht werden können. Dr. h’iegi-r teilt mit. dal! sieh dr-r Oberrat mit ilie-r n Fragen in »einer letzten Sitzung eingehend helaüte und dal! umtassen.de Maßnahmen in dieser Richtung geplant sind. Da» \ or-teheramt hat beschlossen, die Gehälter und die persönlichen Zulagen, die ron der Gemeind, bezahlt werden. ,om (.Januar 1934 ah zu kürzen. Die Kürzung wird in der Weise durdigelührt. dal? die aus der Gc-mc-indc-pNc-ge he/ahlten lief rage, soweit die Gesamtbr'züge 2IMI bis 300 HM. betragen, um 7 %. soweit die Ge -amtbe/üge 3oo bis 300 KM. betragen, um 12 %. »oweit die Gosamtbeziige 3on KM. übersteigen. iiiii 17 o gekürzt werden. kinderzuschliigc und Kinderbeihilfen unterliegen der Kürzung nicht. - 126 - Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramts vom ('.Oktober 1 933. Infolge längerer Abwesenheit einiger Mitglieder ist die Arbeitsfähigkeit des Vorsteheramts derart eingeschränkt, dal! eine Ergänzung dringend notwendig geworden ist. Mit Rücksicht auf die besonders schwierigen finanziellen. Juristischen und verwaltungstechnischen Aufgaben, deren Lösung in der nächsten Zeit in Angriff genommen werden muH. ist aus dem Vorsteheramt heraus die Anregung erfolgt, daß das jetzige Vorsteheramt in seiner Gesamtheit zurücktritt. Es konnte hierüber Jedoch keine I ebereinstimmung herbeigeführt werden. Die Wahl eines 2. stellvertretenden Vorsitzenden hat sich als notwendig erwiesen. Als solcher wurde Herr Sanitütsrat Dr. Karl Ries gewählt. Stuttgart. Das J ii d i s ch e l.e li r Ii a u s konnte Mmcha» Thora nicht edler feiern, als durch die Veranstaltung, die sie der Eröffnung delief III e s d e - J ii d i - ch e n I. e Ii r h a u s e - widmete-. Fingeleitet wurde der Abend durch ein V iolin-keinzcrt \on Xardini. das durch Ruth II a in b ii r g mit großer Feinfühligkeit zum \ ortrage gebracht wurde. Durdi gleiche Klangfülle zeichneten sich noch einige kleinere Stücke au-. Ergreifend, waren Fieder aus den Jüdischen Meistu cOll D. Milhaud. die durch Hede Schack glanzende Wiedergabe fanden und. wie auch das Violinkonzert, von A I i e e S e e I i g iii a ii n au»- gezeichm t am Klavier begleitet wurden. Dirt-k-, n>, Karl Adler, dem die Oberleitung des Heimes anvrrtraut ist. verlas den 44. Psalm in der l ebrrset/ung von Martin Huber, ehe er -ich zu einer Ansprache an-chickle. in der er ungefähr folgendes nilsführte: Das Lebrhaus trete in eine neue Phase seiner Arbeit, es erweitere die (.rundlagen seiner Tätigkeit, mn so zu einer Bildungsstätte schlechthin »ich zu entwickeln, einer Bildungsstätte für jüdische Menschen, denen sonst Bildungsmöglichkeiten genommen --eien. Nicht um Programme handle es sich, sondern lim I Uten, deshalb ergeheder Ruf an alle, nach Möglichkeit mitzuw ii keu. Aber nicht nur eine Bildungsstätte', sondern ein wirkliches Heim solle geboten werden, in das Familienleben herein- und liinausgetragen werde. Zehn Jugendhünde und Organisationen seien lu-reits in dem Heime vereinigt. Das Einende -sei in den Vordergrund zu rücken. Direktor Adler erzählte dann ein ganz c-niziik kendes Märchen aus alten lugen. T.s war v jel von eine r Prinzessin darin die Bede, die nur auf L mwegen mit ihren Gespielinnen sich zu vertragen vermochte, zum guten Ende aber sich in bester Lebereinstimmung mit Eltern, krön rat und ihren Ereuudinneti befand. Sowohl die ern- -ten Worte des Redners, als sein feinsinnig, - Märchen fanden -tiirmischen Beifall. Vis Vertreter des Oberrats gab dessen stellvertretender Vorsitzender I. copold I.cv i in warmen Worten der Hoffnung Ausdruck, daß im Heime allezeit der Geist echter Kameradschaftlichkeit. jüdischen Lebens. Disziplin und Selbstzucht lierj'-chen möge. Als Vertretei des Vorsteheramts wünschte Vorsteher Dr. I ä n ze r -egen-reiche Arbeit für die Gemeinde Förderung der (,,'i-tigkeit und der Jugend, damit da- Heim den Mittelpunkt des jüdischen Lehens in der Gemeinde bilde: In der folgenden Pause wurden Kostproben aus der Küche der mit dem Heime eng verbundenen jüdischen Haiishaliiingssthulc FOTOGRAF LAZI Stuttgart z Dlemershalde 48 Linie 10 Bubenbad z Telefon Nr. 29085 gereicht, die sichtlich mundeten. Der zweite Teil des Abends bestund ausschließlich aus Darbietungen der Bünde. Ansprechender Gesang wind, geboten, wobei allerdings der Wunsch nicht unterdrückt werden kann, daß Direktor Adle, auch dessen weiteren künstlerischen Aushau l>- treuen möge. Die vorgelesenen Stücke paßt, wenig in de n Bahnten des Abends, um so bc -- geliel eine von der Jugend getanzte Herrn. Zu 11 Schlüsse sang Direktor Adler noch mit allen An wesenden einen stimmungsvollen Abendkanoii Befriedigt verließen die Teilnehmer das nein I leim. T.s war nur zu bedauern, daß der Kleider Fingeladeneu aus Platzmangel nicht veeitri un-gedehnt werden konnte und auf die Voi stände der Behörden und Vereine beschränk werden mußte. T.s wird siel, aber wohl bald Ge legeiihoil gelten, bei größeren Veranstaltungen die ganze1 Gemeinde heranzii/ielien. Der Auftakt war gut. W ir wünschen, daß duneue Heim eine Summel-tätte glücklicher jiidi scher Jugend sein möge Stuttgart. De r W ü r t t. I. a u d e s u u s s ch u It für den j ü d i s ch e u Aufbau Palästinas veranstaltete am 22. Oktober einen Vortragsabend, den der Vorsitzende. Ministerialrat Dr. Otto II i r s ch . mit kurzen, kernigen Worten einleitete. Der Abend werde .einen streng sachlichen Vortrag über ..Palästina 1933 I a t s u ch e n u n d E n t w icklungsmöglichkeilen" bringen. Der Verein lege nach wovor größten Wert darauf, aus Zionisten und Xichtzionisten zusammengesetzt zu sein .Nicht Gruppen Vertretung, sondern Gesamt Vertretung tue not. Deutschlaiid bleibe unsere Heimat und werde, so liofle und glaube er, die Heimat unserer Kinder und Kindeskinder sein. Das Abrückeu des einen deutschen Juden vom anderen müsse e in Ende haben. Es gelte Eebensraum zu erhal ten und zu gewinnen in Deutschland und in Palästina, Hierauf erteilte er dem Redner de- Abends. Dr. VI i ch a e I Ira u b aus Be rlin da- Wort. Dr. Iraub erklärte, lebendige Wirklichkeit j ii - dischen Lebens durbietcu zu wollen. In früheren Zeiten war Palästina für die Araber ein Ans wunderungsland. 130 000 Juden sind bis jetzt in Palästina eingewundert und haben das öde Laml durch ihreunvergleichliche, mit vielen Tode - opfern verbundene Arbeit urbar gemacht. An der Hand der Statistik wies der Redner die - überzeugend nach. Palästina ist auch heute kein Eldorado, es müsse auch geistig mit friedliche n Wulfen erobert werden. Dies kennzeichnet!' de Redner durdi sprechende Beispiele aus dein Lehen. Furchtbar war der Kampf mit der Via laria. schlimm hauste der Tod. Mau sah iiiii Elendsgestalten. Tag und Nacht wurde gearbeitet und heule ist der stärkste Eindruck auf den Besucher der Anblick zufriedener Gesichter "« Schleiflack-- Servierwagen Servierbretter Pflanzenständer Kakteenständer Serviettenständer Tfaki-OloMer Neueste Modelle zu billigsten Preisen Wir freuen uns Sie in unserem neu eingerichteten nuidern umgebauten Verkaufsraum begrüßen zn dürfen u. sichern Ihnen tufmerks. Bedienung zu Bftdierei und Konditorei KARLWAGNER HIRSCHSTRASSE 2t / TELEFON 241*5 BEI DER STIFTSKIRCHE i i SanitStsariikel Gummiartikel Leibbinden STERN-DROGERIE Stuttgart, Sophienstr. 40, b. AUen Pottplatx DREIRAD Liefer- und Personen-Wagen atenerfrei and fQbrertdieinfrei mit An* lasser u. 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