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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 15 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 15
Date
1933-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
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— 127 - Menschen, deren Arbeit Zwedc und Ziel hat. Als größte Errungenschaft muß die Heranbildung jüdischer Menschen bezeichnet werden, bei denen -ich die Synthese von Augen und Händen verwirklicht. Im Gegensatz zu früher, wo man annahm. daß man sich ausschließlich auf die Landwirtschaft beschränken könne, zeigt sich bereits heute, welch’ großes Augenmerk inan auf Indu- -trie und Handel richten müsse. Doch sollen sich die Zuziehenden nicht vorzugsweise nach Tel Awiw wenden, der Zuzug dorthin müsse gestoppt werden. Als Hauptleistung sind die Ucberland- /entralen und die Erstellung des Kaliwerkes am l oten Meere, sow ie des Hafens von Haifa zu erwähnen. Für die Zukunft müssen auch geistige Positionen errichtet werden, so daß das kommende Geschlecht sich aus freien jüdischen Men- -<hon zusammensetzc. Von der Universität würde «•in Licht ausgehen, das nicht nur den Juden -trahlt. Es verlautet, daß bereits ein Haedecker iiImt Palästina in Arbeit ist. Das ist gewiß zu begrüßen, aber der beste Baedecker dürfte doch für. alle Zeit die Bibel sein. Mit dem Hinweis auf die Pflichten, die nicht nur für die Gegenwart, sondern auch im Hinblick auf die Zukunft /ii erfüllen sind, betont der Redner, daß wir ein Erbe im Geiste und Blute anzutreten haben, das nicht verloren gehen soll, das zu erhalten aber nur durch höchste Selbstaufopferung möglich ist. Die Ausführungen des Redners, die in ihrer Sachlichkeit starken Eindruck machten, trugen!im großen Beifall c)c-r den Saal bis auf den letzten Platz füllenden Hörer ein. Der Vorsitzende gab dem Gefühl des Dankes für die glänzende Darbietung noch wärmsten Ausdruck und schloß mit der Bitte an die Anwesenden die Versammlung, sowohl der Wiirtt. Nothilfe wie auch dem Aufbau Palästinas tatkräftige Unterstützung zu gewähren. Stuttgart. In seiner am 17. Oktober abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung des Bert h o I d Aucrho ch - \ creins gedachte ■ l.-r Vorsitzende einleitend des verstorbenen Mitglieds T rl. Irene Karlsruher. Die Anwesenden erhoben sich ihr zu Ehren Von den Plätzen. Der Vorsitzende berichtete dann, daß in der Ausschußsitzung der Rücktritt des gesamtem Ausschusses beschlossen wurde. Es schloß sich an diese Mitteilung eine Aussprache an. in deren ^erlauf Hans Sternheim interessante Ausführungen über den Inhalt des Begriffs „gesamtjüdische Haltung“ machte. Der Termin für die nächste Generalversammlung, in welcher die Neuwahlen vorgenommen werden, wird noch bekanntgegeben. Stuttgart. Jüdisches Lehrhaus. Die am 18. Oktober von zahlreichen Musikfreunden besuchte Zusammenkunft gab ein erfreuliches Zeugnis von dem Bedürfnis weiter jüdischer Kreise nach musikalischer Betätigung. Nach den grundsätzlichen Darlegungen von Direktor Adler wurde unter dessen Leitung sofort gemeinsam gesungen und gespielt. Gleich an diesem ersten Abend zeigte sich Kontakt und wirkliche Musikfreude. Den Wünschen entsprechend wurde die Arbeit sofort aufgenommen: der S i n g k r e i s findet am Donnerstag, der liisl riimcntajkrcis am Dienstag statt. Die Teilnahme ist ii n e n t g c 111 i ch . doch werden freiwillige Beiträge (für N'otcnbeschnfTung usw.) nicht abgelehnt. Versuchsweise Mitwirkung ist möglich. Die Arbeitsgemeinschaft „Ein Jahrtausend jüdischer Geschichte in Spanien" von Ida Marx wurde in Rücksicht auf den Singkreis von Donnerstag auf Dienstag verlegt. Der Kurs von Bez.-Rahh. Dr. Tänzer- Göpoingcii. findet jeweils Mittwochs statt. Anmeldungen ins 1 .ehrhaus. Schloßstr. 12 A III. erbeten. Näheres siehe Anzeige Seite 124. Stuttgart. Wir machen heute schon auf die von der Z i o n i s t i s ch e n Ortsgruppe Stuttgart für den 19. November vorgesehenen Darbietungen, bestehend aus einer Morgenfeier und einer großen Abendveranstaltung, aufmerksam. für die Rabbiner Dr. Joachim Prinz. Berlin, als Redner gewonnen wurde. Dr. Prin.& gilt zurzeit als der beste Kanzelredner Berlin*, zu dessen Predigten und Vorträgen so viel Menschen herbeiströmen, daß sie zu fassen die größten Säle nicht ausreichen. Wir sind überzeugt, da l nicht nur hier, sondern auch in den übrigen Gerne!ndes Landes Dr. Joachim Prinz das gleich groß) Interesse entgegen gebracht wird. Es dürfte sich daher empfehlen, den Tag für diese hervorragende l Darbietungen freizuhalt.cn. Siehe Voranzeige S. 12s. Stuttgart. Die Z.ionistischeOrtsgrupp ■ Stuttgart veranstaltet zwei neue Arbeitsgemeinschaften. Die eine bietet eine Aussprache über aktuelle zionistische Fragen: die andere behandelt die Frage unserer Umstellung als jüdisch Menschen. Angesichts der Bedeutung, welche der Zionismus heute im Leben der deutschen Jude i gewonnen hat. entspricht die Abhaltung beider Arbeitsgemeinschaften einem dringenden- Bedürfnis. Zu diesen Arbeitsgemeinschaften sind alle Mitglieder der hiesigen Gemeinde, gleichgültig welchen Alters, herzlichst eingeladen. Di Veranstaltungen sind unentgeltlich. Stuttgart. Wie bereits gemeldet, hat der R e i ch s b u n d j ü d i s ch e r Frontsoldaten mit Genehmigung der zuständigen Stellet und Behörden seinen T iTr n - und Sportbetrieb in verstärktem Umfang aufgenommen. Er hat damit einem dringenden Bedürfnis abgeholfen. Schon die ersten Stunden" haben gc - zeigt, daß es beim R.j F. mit dem S|>ort eriet genommen wird. Es ist eine Freude, zu sehen, wie die jungen Buben und Mädchen mit Hege - Sterling bei der Sache sind, wenn sie turnen, wenn sie Sportspiele machen dürfen und gar. wenn sie nach Beendigung des Trainings aufli noch ein Schwimmbad nehmen können. Aber auch bei den. Abteilungen der Erwachsenen herrscht schon flotter und strammer Betrieb. Eine große Anzahl Mädchen und Fraueni übt unter der Aufsicht ausgezeichneter S|x>rilehrer und Sportlehrerinnen: besonders aber die fördert das heimische Handwerk HIHIHimilllll iiHiiimnumiiinmiiimiHiHiiiiiHmiHminniiiimimniimiiniHiiHiniimniiiimnimiii »immiitinminmiiMiHMiwiMHinHi lehenherr & Landauer Bauunternehmung Gegr. 1883 Telefon 62497 / Rosenbergstr. 83 Neubauten / Umbauten Reparaturen Eugen Sdieufelef Stuttgart SAlcfchardtatraBo 43 A I Telefoa 712 48 Ausführung sämtl. Installationen in Gas u. Wasser HausentwSurrung, sanit. Anlagen, Reparaturen aller Art bltt« für diese Rubrlkl Stuttgart, Calwerstr. 35 Hths., Tel. 23160 FRIEDRICH WULSCH Bauschlosserei und medi. 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