Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 14
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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1 . VULCANIA" - - e 5 -r '7 C ~ i « g ' o e *■t' - " T• c -? - ec r' na '^ PALÄSTI NA NEAPEL 3 Noer 3 A » 4. No*. A 3 * HAIFA 8 Nov. - ..;c “ P' 5- D, RHODOS " an ScA; EL!8 'evember - - -r-a v o";ec"* V o n n t e n ■ - 7 —fern cc ■ f. ■ D E5TINO ' . - * U l ' J - * ' COSULICH LINE NA- 7. i;-*.-.- - - - 7 - - ■ - ■ M * c -»'• -V- / “ 7^ - A - ■/. t:-*1 ZM 4 3; e - r .. e ■ e ** * e ■ * e ■ •' ‘ * Volk micl Volk bedeutet]?). hat man dir Möglichkeit. glaulvnsmäfiijr \onf einer ..FreindliiijT-chaft'' ugd Von « in« in ..Gehorsam uuter die Fremdling- - 116 - Schaft“ zu reden. Geht man aber von jener aus. im Glaubensrrust des Gläubigen aus den ^ölkern. so hat man denn doch wohl zu allererst nach dem Gehorsam der Völker zu fragen. Einen Gehorsam unter die Fremdlingschuft, wie Sie sie verstehen, wie aber Gott sie nicht versteht, gebietet er uns nicht. Fs kommt uns nicht zu. uns gegen sie aufzulehnen, aber es kommt uns auch nicht zu. uns einem Volks*illen als dem Willen Gottes zu beugen. Psalm um Psalm unsres Buches, von der Kirche ausgenommen. spricht einen Appell ton den Bedrängern an den Befreier aus. Psalm um Psalm wäre Lästerung, wenn Gott von uns nicht allein heischte, dal! wir in der Drangsal ausharren, sondern auch, daII wir uns drein als in ein von ihm Verhängtes appellos schicken. Wir beten auch heute. Wir beten nicht wider andre, wohl aber um unsre und der Völker Erlösung. Der ..Feind", wider den der Psalmist eifert, meint unserm nachsprechenden Gebet nicht Menschen und nicht Menschenmächte, sondern den Urversneher. der in der Geschichte die Erlösung hindert. ..Das echte Judentum“, sagen Sie. ..bleibt bei dem Symbol des ruhe- und heimatlos über die Erde wandernden Fremdlings“. Das Judentum kennt kein solches Symbol. Der ..ewige Jude“ ist eine christliche Sagengestalt, nicht eine jüdische. Das echte Judentum ist stets gewärtig, daII im nächsten Augenblick die Verhehlung sich erfülle und seine Wanderschaft ende. Es glaubt nicht, daII ihm geboten sei. die Zerstreuung zu bejahen, sondern, sich in ihr für die Sammlung zu bereiten.- Es kennj„krine ..von Gott gewollte Tragik" (S. 3S,. die es anzuerkennen hätte, denn es kennt die Gnade, und zwar als eine, die den Menschen zu ihrem Werke beruft. Geschichte ist keine Thronrede Gottes, sondern sein Gespräch mit der Menschheit. Wer nicht alleverfehlen will, muli darauf bedacht sein, die Stimmen der Partner zu unterscheiden. Die ..geschichtliche Gegebenheit“ des ..Gast/ustandes". dessen ..Wiederherstellung“ Sie. Herr Kollege. für die ..Lösung der Judenfrage"*) halten. ist zu einem Teil diese Frage selbst. Gottes Frage au die Volker und an Israel, die er in der Geschichte stellt, zum andern ist sie das Ausbleiben einer Antwort. Gewiß ist auch die Emun zipation. so wie sie erfolgt ist. keine rechte Antwort gewesen: aber daraus ist nicht zu folgern, daß nunmehr auf jenes Ausbleiben zuriiekzugreifen sei. Heppenheim a. d. B. Martin B u b e r. Zum Gedächtnis an Oberkirchenrat Dr. Kroner. Am 6. Oktober waren zehn Jahre verflossen seitdem Oberkirchenrat Dr. Theodor Kron e r von uns geschieden ist. Manchmal schon habe ich mich gefragt, was er zu der gegenwärtigen Lage, insbesondere zur rassenmäßigen Ausgliederung unserer Glaubensgemeinschaft mit allen ihren erschütternden Folgen wohl ge sagt hätte. Da sehe und höre ich, wie er mit seinem gütigen Lächeln auf die Frage, wie das alles noch werden soll, geantwortet hätte: ..G o 11 wird schon helfen!“ Und hätte man ihm entgegengehalten: ..Und wenn Gott nicht hilft.“ so hätte er gesagt: ..Gott wird schon helfen!" Dieses unbedingte Gottvertruuen hat •) Von den drei anderen ..Lötungtvertuchcn'*. die Sie anführeo, Auerottuog, Assimilation. Zionismus, sei in diesem Zusammenhang nur der dritte gestreift. Die Argumente die Sie gegen den Zionismus Vorbringen, sind teils übertrieben (als einer, der unablflsslg für eine stärkere Berüdisiditignng der arabischen Ansprüche etagetretea ist, habe ich das Recht zu sagen, daä von „einer furchtbaren sozi »len Vergewaltigung des PelUcheatums“ keine Rede sein kann), teils unzutreffend (dafr Sie „Arbeitslosigkeit und Not“ das heutige Palästina beherrschen lassen, dafc Sie aus dem genossenschaftlichen Siedlungsban der Landarbeiter, einer Bekundung echten Gemein sdiaftv und Opfer willens, kommunistische Tendenzen ablesen, die „in die Kulturländer zurddutrahlen und diese zu durchsetzen uiul zu vergiften sudien*’ könnten, vermag ich kaum zu begreifen): und die wachsende GlaubenaWirklichkeit des Zionismus ist Ihnen un bekannt geblieben. ordert das Heimische EjandiverK! imiii)to^:;niw-“'--iinmiHiiiiniiiiiifflimiiniHNiimniiiiiHiiimiiiiHmMii[iMiiimMHiiimtiiui[iiiiiHimiiiiiiiiiiiinMimiiiiiniiniiiiiiiimiiiHimiiiiiiiiiiilliiilitlilHllllllt«IIIIIll » Fr. 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