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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 14 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 14
Date
1933-01-01
Page
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- 117 - Goitesdienstzeiten für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Hanptejroagoge Hot pitall tra^e. 16.-19. Okt. Werktagsgottesdienst 7.15 Ubr morgs. 5.15 Ubr abends 20. Okt. Erster Neumondstag 7.15 Ubr morgs. Freitagabend 5.15 Ubr abends 21. Okt. Sabbatb, zweiter Neumondstag (1. Marcbescbwan) 9.00 Ubr morgs. 6.06 Ubr abends 22. Okt. Werktagsgottesdienst 8.00 Ubr morgs. 5.00 Ubr abends 23. -27. Okt. Werktagsgottesdienst 7.15 Ubr morgs. 5.00 Ubr abends 27. Okt. Freitagabend 5.00 Ubr abends 28. Okt. Sabbatb 9.00 Ubr morgs. 5.52 Ubr abends 29. Okt. Werktagsgottesdienst 8.00 Ubr morgs. 4.45 Ubr abends 30 Okt. bis 3. Nov. Werktagsgottesdienst 7.15 Ubr morgs. 4.45 Ubr abends Drogerie .m Wilhelmsbau Marlenatr. 4, SKG-Omnibus-Haltestelle Filiale der \ Drogerie v. Minden Nachf. INHABER: FRITZ BOHN Untere KOnlgetr. 10, neb. Rest. „Merkur" Das Spezialhaus dec guten Qualitäten! 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Durch das Vertrauen weitester Kreise der Juden unseres Landes sind wir zu Mitarbeitern am Werke der Jüdischen Nothilfe in Württemberg berufen worden. Die Voraussetzung unserer Berufung war, daß uns die Glaubensbrüder und Glaubensschwestern ihre Sorgen anvertrauen würden. Jeder der Unterzeichneten bittet um Euer Vertrauen. Jeder versichert Euch der weitgehendsten Verschwiegenheit Jeder ist bereit, auf Anruf oder sonstige Mitteilung zu Euch zu kommen, um Euch mit Rat und Tat beizustehen. Wenn wir auch nicht über unbegrenzte Mittel verfügen, so sind wir doch imstande, Euch in Eueren Nöten tatkräftig beizustehen und in jedem Falle das Schlimmste zu verhüten. Ihr findet bei uns Freundesrat und Brudertat Kommt, wir wollen Euch helfen! Arthur Essinger, Sophienstraße 33 Dr. Gustav Feldmann, J&gerstraße 12 Moses Herz, Schwabisch-Hall Louis Hirsch, Kasernenstraße 13 Dr. Otto Hirsch, Gähkopf 33 Leopold Levi, Danneckerstraße 22 Frau Ida Marz, Cannstatt, Seelbergstr. 1 Oberrechnungsrat Max Meyer, Gartenstr.32 Stadtrabb. Dr. Rieger, Hohenstaufenstr.7 Oskar Rothschild, Neefstraße 7 Frau Emma Weil, Zeppelinstraße 37 b Alfred Wolf, Ani1 Kraherwald 125 Dr. Heinrich Wolf, Ameisenbergstr. 67 Tlu-odor Kronc-r nicht nur Schicksulsschlägcint eigene» Hause und die furchtbare» /eiten des Weltkrieges und der Nachkriegszeit mit Muhe und innerem Frieden ertragen lassen, sondern ihn auch befähigt. Bedrückte und Beladene stets in liebevoller Weise auf/urichten und zu beruhigen. Gun/ verkehrt aber wäre es. ihn so c-inzuschützen. als sei er ein tatenloser Fatalist gewesen. der alles halte au sich herunkomme» lassen. In seiner langjährigen Tätigkeit in unserer Gemeinde und unserem Lunde hat er das Gegenteil bewiesen. Seiner Anregung ist die Organisation der Wohlfahrtspflege in unserer Gemeinde und im Lande /um guten Teil zu danken. Heute, in dieser schweren /eit der Not. zeigt sich vor allem der Segen zweier Einrichtungen. die Kronc-r zu verdanken sind: der ..l.andesverhund für jüdische Wohlfahrtspflege“ und die Zweigstelle des ..Hilfsvereins der deutschen Juden“. Im Hilfsverein laufen die Fäden für jüdische Auswanderungsungelegenheitcn zusammen. Fr versendet regelmäßig /irkularschreiben, in welchen angegeben ist. für welche Stellen und an welchen Orten der Welt Bewerber gesucht werden, und aus welchen die beruflichen Aussichten in den einzelnen Ausvvandernngslündern zu ersehen sind, wahrheitsgetreu, ohne Schminke. Dem Ausschuß der hiesigen Nothilfe liegen diese Berichte, wie anzunehmen ist, vor. Aber auch die Mitglieder des General- Comites des Hilfsvereins (Dr. Feldmann. Dr Gunzenhauser und Dr. Miegerl sind zweifellos bereit, jedem Auskunftsuchenden an Hund dieser ihnen regelmäßig /»gehenden Berichte Bescheid zu erteilen. Wenn ich bei diesem Anlaß der segensreichen Tätigkeit Theodor Kroners gedenke, so muß ich noch eines hervorheben: kroner war ein vorzüglicher Kenner der Geschichte und s|>e/icTI der j ii d i s ch e n Geschichte. Auch aus ihr hat er gelernt. wie jeder Geschichtskundige. daß es nichts Neues unter der Sonnegibt. ,duß das Judentum schon viele und schwere Anfeindungen in den verschiedensten Epochen der Geschichte erleiden mußte, daß aber nach Stürmen und kämpfe» auch ihm stets wieder Jahrzehnte, ja Jahrhunderteder Muhe, des Friedens und der gesunden, fortschreitenden Entwicklung beschießen waren. So wäre es ganz verfehlt, die jetzige Lage unserer Gemeinschaft als hoffnungslos anzusehen und sich mutloser \ er/w c-iflung hin/ugebei Halten wir mit dem Manne, dessen wir mit diesen Zeilen gedenken, fest um lerlruuen z, Gott, und lernen wir aus der Geschichte dcr'veigungenen Jahrtausende! Dann dürfen wir hoffet i. daß der Gott, der die Juden durch das rote Met geführt hat. ihnen auch beistehen wird, ch gegenwärtige schwere- Schicksal zu ertrugen ihiiI zu überwinden. Dr. G. Musik im Lehrhaus. Es ist erfreulich, daß die neue kämt lerische Arbeit des Jüdischen Lehr hauses von Dir. Karl Adler übernommen worden ist. dessen künstlerische und pädagogische Tätigkeit i ils seitheriger Leiter des konservatoriu ns für Musik. Stuttgart, weit über W ii -tj teniberg hinaus Beachtung und Am-r- 1 kc-nnung gefunden hat. Auk den von uns erbetenen nachstehenden Darlegungen geht hervor, daß das Lehrhans e ne bedeutsame ßildungs- und Kulturstätte zu werden verspricht. Den geplanten Bestrebungen ist voller Erfolg durch Gewinnung von Mitgliedern und kjiirclerern und insbesondere" durch regeaktive Teilnahme an den vorgesehenen Einrichtungen zu wünschen. I Die Redaktion. Mit der Pflc-gcder Musik will tla.s Lehrbaus bekunden, daß es sich seiner Pflicht und Xc-runtwortuug. jüdischen Mensche» eine- Biltlun stätte überhaupt zu sein und zu werden, bewußt ist. Birgt doch die Musik im Anlic und vor allem im Ausüben Lobenswerte Lebenskräfte, auf die wir.' zumal in der heut Zeit, nicht verzichten können und dürfen: müßten aber verkümmern, wenn keine Gele lic-it zu ihrer Betätigung geschaffen würde erwuchsen dem Lehrhaus auch auf diesem Ge bedeutsame Aufgaben. Das einfachste Musizieren, das aber am st stell Gemeinschaft zu bilden vermag, ist das gemeinsame Singen. Es soll in Gruppet für Kinder und Erwachsene gepflegt werden. Hierbei werden keine X'orkenntnisscvorausgesetzt: wenn sie vorhanden sind, um so besser: solchen Teilnehmern wird man dann anspr i sftirkfnit r ichs vollere Aufgaben bewältigen können. Singen Führend In Jiodewaeen - Damenwäsche Qacdinen - Dehoeationsstoffen Spitzen-Wäsche- und Gardinenhaus JCceqtinqec <£. JUiMe Stuttgart-N, Königstr. 49, Tel. 27009. Feinkost Lebensmittel Obst und Südfrüchte Karl Kurz Kriegsbergstr. 19 Telefon Nr. 20268 Lieferung frei Haust Kauft bei unseren Inserehten I 02000101535348482323020148484823232323535353484848235353534848482302020001535353234848539053890100000001534853010001010201020202000202020000010148484823230102020248 4975305982554494591608^5449793981^24464725459124206227438645309661^608^6

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