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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 7 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 7
Date
1933-01-01
Page
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kcit uus/uw eichen l-rkunnt hat. eine Gefahr für eine so weithin sichtbare Minderheit. \ iel größer war die innerjiiclisfhe Gefahr der Kinderarnmt. des Fehlens eines starken, mutigen Nachwuchses. ..Volk ohne JiipeiKi". ..Untergang der deutschen Juden"! Vietnainl Konnte die Gefahr abwenden, obwohl sie in dem letzten Jahren mit '»IIkormnener Dentliehjceil erkannt war. \or einem iiugew i"en Schicksal werden wir noch einmal ge/ähpt. Diese riesigen Zähliingsbopen mit ihien \ ieleu eindringlichen fragen werden litt' nicht mehr ans dem Gedächtnis ereilen. Sie gehören zu den Merkzeichen der letzten erschütternden Monate, die wir bi' an unser! ebensende nicht c$rge»»en werden. Erntefest In Haifa. Im > origen Jahre wurde zum erstenmal in Htfifa der alte Jüdische Brauch des Erntefestes an den Scbow uaus-Feiertagen wieder, aufpenommen. Die diesjährige Fester dieses Festes vollzop sich in besonders eindrucksvoller Form. Die nachfolgende leitendipe Schilderunp der Feierlichkeiten durch einen deutschen Touristen : entnehmen wir der „Jüdischen Rundschau". Die Schriftleitunp. Haifa. I lacl.tr l^aharniel. den 2. Juni Ihr’. Sch.iw uoth und 4 Itap habbikitrim j't xorbei: nh will nur. bec »r die Kindrücke cerblassen, dacon gleich w iedergeben. was ich cermap: denn cf. i s Fest war ein panz pro He» Erlebnis, da» Worte überhaupt nicht schildern können und da» die. die e» nicht selb»! »alten, kaum glauben und begreifen werden. Ein j ii d i s ch e » E r n t ed a ti k f e,» t in 1’ulhstiiiu. cc je es sonst wohl auf der pan/eti Welt nicht wieder pefeiert werden kann. I Itter den Klängen und dem Gesunp der llutikwah schlief ijh heute nacht pepen 2 Ihr eilt ' I ■.ingeleitet cc*rde da» Fest am Mittwoch abend durch eine Massenaiiffiihrunp in dem annähernd JiHHi Persopen fassenden Amphitheater. - 62 — das bis auf den letzten Platz gefüllt war, betitelt ..Bikkurim“ („Erstlinge“), mit der Legende aus dem Buch Ruth (Boas-Ruth’ Naemi) im Mittelpunkt. 250 Darsteller waren auf der Bühne in prächtigen, farbenfreudigen Gewändern. Tänze wurden aufgeführt. Opfergaben darpebracht.. Man wußte gar nicht, wohin man zuerst schauen sollte. Nur schade, daß ich nicht hebräisch verstand, denn natürlich wurde nur in dieser Sprache gespielt, und trotz der Größe des Theaters hörte man jedes Wort deutlich. Aber immerhin konnte ich doch der Handlung deutlich folgen. Eine Begeisterung ohnegleichen! Nachher hörte man noch von der Menge, die sich auf der Straße staute, die Melodien und Gesänge aus dem Theater wiederholen. Bis spät in die Nacht hinein. Der gestrige Tag stand natürlich vollständig unter dem /e ichen des f estes. Aus allen Teilen und fast allen Kolonien des Landes brachten Eisenbahn. Yerkehrsautos und ländliche Fuhrwerke eine Unmenge Menschen. Erwachsene und Kinder, soweit sie nicht tags vorher schon kamen. Die Zeitungen heute schreiben von Zehntausenden! Früh waren am Meer allerlei Mettspiele, zu denen wir aber nicht waren. Die Jungons sahen in ihrem kleidsamen Wassersportdreß famos aus. Dann kam gegen 10 Uhr der unabsehbare Zug der Kindergarten- und Schulkinder, Jungens und Mädels, von den Kleinsten an. schön geputzt, die Mädchen mit Kränzen und Blumen im Haar, ein jedes mit einem Körbchen am Arm. worin Obst. Früchte. Eier u. dpi. waren. Und hatten Aehrenbündel im Arm: in einer Art Stellage, die jedesmal vier Jungens schulterten, folgten dann Hühner. Tauben und noch mehr kleines Viehzeug, sogar Ziegenlämmchen. mit Schle ifen geziert, sah ich auf kleinen Wagen im Zug. Die Kinder wurden natürlich von ihren Lehrern und Kindergärtnerinnen geführt. Wir sahen alles von der W ohnungsterrasse genau an. wo der Zug vorbeikam. Ein entzückendes Bild. Aber der Clou des Festes sollte erst am Nachmittag kommen: Der Utnzugder Großen! Konzert in der Synagoge arp Sonntag, 9. Juli 1933, vorm. 11 Uhr Soli für Orgei, Vokal- und Instrumentalmusik. I Singcnor u. Kammerorchester aus Gemeindeangehörigen gebildet. Leitung: Dir. Karl Adler MiTWIRkjENDE: Rasy Sonthelmer-Prlns (Alt) Leo Adler (Bariton) Clalre Nussbaum (Violine) Fritz Preuss (Bratsche) Alice Schmuckler-Hess (Orgel) Eintrittskarten zu RM. 1.00 und RM. 1.— Im Vorverkauf ln der Gemeindepflege, Hospitalstr. 36, Buchhandlung R. Levl, Calwerstr. 25, und Musikhaus Jacob, Hauptstätterstr. 32 a. UNTERRICHT Die bekannt« Handelsschule C. 6. Zimmermaiu Stuttgart SdiloBstraße 48 Tel. 23238/39 beginnt Anfang Jall mit den bewthrtee Handelsketten mit Kontorpraxis — 9 n. 6 Monate — Prospekte frei. 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Die Kolonien und Kwuzoth brachten von ihren Erzeugnissen an Getreide, Früchten und Vieh auf großen und kleinen Wagen. Ganze Hühnerhöfe und Taubenschläge, wenn auch en miniature. Pferde, Kühe. Ziegen. Schafe, Esel wurden mitgeführt. Erntewagen, hochbeladen, all die herrlichen Obstsorten, wie sie die Kolonien produzieren und die jetzt reif sind. Auf den Erntewagen natürlich auch die dazugehörigen Schnitter und Schnitterinnen. Das war nicht Karneval oder sonst welche andere Maskerade, da wurden die Früchte ehrlicher, saurer Arbeit gezeigt, von den Erzeugern selbst geführt. Vor einer jeden Abteilung wurden Tafeln mit den Namen der betreffenden Kolonien vorangetragen. Besonderen Jubel erregte ein großer Leiterwagen mit gesunden Kindern, der Zukunft Palästinas, auch ein erst recht nicht zu unterschätzendes Produkt! Viele schneidige Reiter auf ihren schönen arabischen Pferden sah man, die Musik wurde von den Polizeikapellen des Landes gestellt, die in ihren schneeweißen Uniformen mit rotgepaspelten Schirmmützen und roten Abzeichen ein schönes Bild boten 'und nicht weniger gut und flott musizierten. Kann man sich so etwas denken. alles von Juden veranstaltet, von Juden geisracL Kranttcn-Dafcrtlflfzuiit' Verein LV„ Slnlltarl. Wir bringen zur Kenntnis, daß den von uns betreuten Kranken außer unseren bisherigen Vertrauensärzten: Dr. Allred Rosenstem, Stuttg., Heusteigstr.57 Dr. Rudolf Strauss, Stuttgart, Hegelstraße 49 Dr. Emil Sander, Augenarzt, Stuttgart, Ed. Pfeiffer-Str. 97 Drs. Stern and Angele, Zahnärzte, Stuttgart, Schloßstraße 12 A Dr. Eugen Reif, Zahnarzt, Stuttg., Langestr.8 fernerhin eine weitere Anzahl Aerzte zur Verfügung stehen, deren Liste im Isr. Fürsorgeamt, Hospitalstr. 36, aufliegt, wo auch die Bestimmungen für die Inanspruchnahme der Aerzte einzusehen sind. Außerdem wird besonders darauf hingewiesen, daß für die Behandlung durch die benannten Aerzte künftig ein Krankenschein erforderlich ist, der jeweils vom Isr. Fürsorgeamt, Hospitalstrafie 36, ausgestellt wird. Der Vorstand: Adolf Kops, Lenzhalde 87 ERHOLUNGSAUF EN HALT Sommer-Auf enthalt in schonst Höhenlage, der schwäb. Alb, v. Wäldern dir. umgeben. Gute Verpflegung, schOne Zimmer. Pension von RM. 350 an. SALO ROTHSCHILD littcabuKi bat Mtatipi / TiIiIh Nr. 33 WILDBAD im Schwarzwald HOTEL METROPOL INHABER: A. MOWSCHOWITZ Ruhiger angenehmer Aufenthalt, vorzügl. Verpflegung; Fleischversorgung gesichert Voll« Pssilos RM. G.» TO Hotel-Pension Regina FRMUDBN STADT Inh-1 Frl. H.K oh n /direkt am Hochwald empfiehlt sich fir den Sommer- Aufenthalt J Hirsen Privai-PcnstonGomit tahn 1. IM. 3.88 h. tat»!«ryn*ni 3laft 6o0en am Komm* (SccWgtt Jtvrert f. &*«. »»«»*••»*«■«, Wb» chftt»>. 38 k. *ut*4fU -rtz.lt»» jckt ,»»8»schtz» JtaUndootflaaD Dr. med. flf fei (In, Otnplft 6 im», Br«»- »k. »«ch

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