Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 24 (16.3.1933)
- Date
- 1933-03-16
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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— 266 - wohin heute Abend in Stuttgarts Wer hier inseriert. legt Wert atff Ihre Kundschaft! Fritz Steffel» Stuttgart Hotel zum König!von Württemberg Erstkl. Küche, Aussehen J^von Weinen direkt vom Produzenten ' Qualitatsbiere a. d. Brauerei Rob. Lefdit. Vaihingen, und Paulaner Thomasbrau, München. Festsale und Konferenzzimmer Speisen Sie vegetarisch im Venige ’ Viuten vom Hauptbahnhof u. Friedrichsbau Vegetarisches Speisehaus POSIHOCHHAIIS! Königsiau 40 / Tel. 20478 Erstkl Konditorei-Waren / Eig. Pralinenfabrikation Bestellungen .verden jederzeif sorgfältig ausgeführt' SCHEIBLE Zi" hervorragenden Tanzkapelle CHARLY BÄCKER mit seine- 5 Solisten Wenn Sie tanzen wollen lieh ins FRIEDRICHSTRASSE 62 dann natür- Das gute Familiencaf6 H. TALMON-GROS Eberhardstr: 16-18, Tel. 24529 u. 246 56 abends bis 1 Uhr geöffnet Marstall-Milchhalle KönlgstraB« 1 (neben Palastlichtspiele) Das gemOtl. Lokal mit billigsten Preisen z. B.: 1 Tasse fst. Bohnenkaffee nur 20 Pfg. 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Leber alle Genossen- »baften «erde ich eine grolle Genossenschaft se tzen, eine zentrale Wcjhlfahrtsgenosseuschaft. die auf alle Genossenschaften und alle Juden, da» hei IN auf ganz Israel acht gibt, damit die Juden überall ihr tägliches Brot haben, in Einigkeit leben und in den Rabbinerschulen sitzen und lernen: das f iinfbnch mit Ra'chi. mit Ge moro. mit ..Tosfos". mit ..Maharschoh". mit allen sieben Wissenschaften und allen siebzig Sprachen. Und über allen Schulen soll eine grolle Rabbinerschule stehen, eine jüdische Akademie, am besten in Wilna, und von dort sollen die -größten Gelehrten und Weisen in der Welt hervorgellen. I ml alles soll umsonst sein. ..für Rechnung des \ ornclimeif. aus meiner lasche, und alles soll nu<h Ordnung und Plan geführt werden, nicht ..gib mir. da nimm dir", und alle sollen nur das Wohl-des Ganzen im Silin haben! ... Und damit man das Ganze im Kopf hat. muß man doch den einzelnen beachten. Und wie kann man den einzelnem beachten? Am besten mit dem Broterwerb: das nämlich, hört ihr. ist die wirkliche Hauptsache: ohne Broterwerb gibt es keine Einigkeit.!iint ein Stückchen Brot, dem Stein sei's geklagt. trachtet einer dem anderen nach dem Leben, ist bereit, ihn zu töten, zu vergiften und zu hiingen! ... Sogar die Feinde Israels, unsere Hamens auf der ganzen Welt. was. meint, ihr, halten sie gegen uns? Gar nichts. Nur wegen des Broterwerbs. Hätten sie ihren Broterwerb, so waren sie gar nicht so schlecht. Broterwerb bringt zu Neid. Neid bringt zu Haß. und daher. Gott erbarme, kommt alles Mißgeschick auf der Welt, alles Unglück, fern sei’s von uns. mit allen Verfolgungen. allem Mord und Totschlag und allen Kriegen ... Ach. die Kriege, die Kriege! Das ist. hört ihr. gar ein Schlachten für die Welt! Wenn ich Rothschild wäre, würde ich Schluß mit den Kriegen machen, aber wirklich vollständig Schluß! Nun werdet ihr doch fragen: Wie? Nur mit Geld, wie soll das sein? Ich will es euch verständlich machen. Zum Beispiel: zwei Staaten zanken sich wegen einer Narretei: ein Stückchen Land, das eine Prise Tabak wert ist: „Territorium“ heißt es bei ihnen. Der eine Staat sagt, das Territorium ist sein Territorium, und der andere Staut sagt: nein, es ist mein Territorium. Von den sechs Tagen der Schöpfung an. heißt es. hat Gott dieses Stückchen Land diesem Staat zu Ehrt-n erschaffen. Jetzt kommt ein dritter gegangen und sagt: Ihr seid beide Rindvieh: das Territorium ist allgemeines Territorium, das heißt Jedermanns Gebiet. Kurzum. Territorium hin. Territorium her, es wird so lange „territoriert“, bis man mit Büchsen und Kanonen zu schießen anfängt, Menschen einander wie Schafe töten, und Blut, Blut wie Wasser vergossen wird. Aber ich komme gleich zu Beginn zu ihnen und sage: Ruhig. Brüderchen, laßt euch raten! Worum