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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-03-16 · 24 (16.3.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
24 (16.3.1933)
Date
1933-03-16
Page
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ÖÜTO■ U. LASTUf AGEn-BEREIFUHG A UULCAN ^aopin iur talrrr itf n . »Pi:r i ,mn G.m.B H. -aarik iur tute weiten -HetqummierLng i STUTTGART necKarstnaoa - lei. aooae ia. Renen Reparaturen - anhaut aegetanrener Renen \\ eltlfii r ui gebt und dc"c-ii volk'iiimliche I r- >;<•" dt llurminitüt sein mußte. In <lc[ reichen. uiäclitigc n Stadt kucnc in l.U>vcfi IN, ch'c-ii dir Jiidt'u ein \ iertel <l«*r Bevölkerung i' und Hutten ihre eigene. unabhängige * fbrigkcit. In Mcxandria hatten -i, ihren eigenen F ilm. r«h * \ nik'herrnl. <ler sie regierte und ihnen Recht sprach. Sie waren an vielen Orten einllußi eich. daß es bedenklich fiir einen römisthen Präfekten war. den Juden in 'einer Pro- V in/ l Kredit zu/ufügen. da er »ich in diesem Falle der Gefubr ausset/te. hei 'einer Heimkehr v:im riuni'di-iiidi'then Pöbel .iti'grpfiffen zu w --rclen. C ilei>, Kede /ui \ ertc-icligmig de» pew is'i'nhisen A i'iiiit/r-i' und Vn"an^erl.u’eius Yaleriti' F laeeus verrat nicht nur den aufrichtigen Ab'iheu tle' Redner** v >r jüdischem Wesen und jüdischer Religion. sondert] zeigt auch, welchen Einfluß die jüdische Kolonie D.-J. J<ihre *•» be saß. ( jec ro b kluger. I aelill'. den < irt lutig nicht weit von der Ai wählt hohe, weil die Juden Rot« schon im auptet. daß der Allier t .ericht'v erhandireli'then Treppe gemeistens in die't*m Quartier wohnten: ..Du weißt, welche Masse sie ausmach u. wie einig 'ie sind, wieviel sie über die \ olk'v ersaniinlnnt: vermögen. Ich will leise reden. >Liniit >it mich nicht hören. F> fehlt nicht an Mett'"!.« n. die 'ie ^"en: mich und alle Rechl- 'chaffenen aufhet/cm würdpn ... Man inuß sich mit strenge ihrem barh w ich r'i t/i'n und sich nicht -ie auth/^uw eilen vor den dai über ii'brcihen." I vv ohlice'inni. rischen Aberglauben beirren lassen, wenn \olke in Ge'dire ilk war ihnen also Pomp1 iii' vv a i hiich't natürlich - in t.egenstand de» H.i'se' fm die Juden gc|wesen. F r hatteihren F ü: 'ten A ristobobi' überfallen und niedergeworfen. j.-ni'nlem. bei de"en \erteidigung 12 <>00 Israeliten Fiele n, belagert ijnd eingenommen lim Jahre i>3i. Poni|M‘jus war fn den Tempel eingedrungen hatte die Mauern Jerii'alent' niederreißen Li"en. der Stadt einen Tribut auferlegt und PaU'iine aller Kü'tenstädte beraubt. Die Juden dagegen wußten, daß 'ie in ( ä'Ui einen Freund hatten. Als seine Stellung in Vegypteii '<> gefährdet vv ic] nur möglich vvar. da er sich nur mit einer Hhndvoll 1 nippen, von allen Seiten bedroht und] ohne Nachricht au» — 264 - Rom. inmitten einer feindlichen Bevölkerung befand. beschloß man in Palästina, ihm zu Hilfe zu kommen. Mithridates. der König von Pergamon, ein Bastard des großen Mithidrates. führte ihm ein Heer zu Hilfe, und ihm schloß sich der jüdische Führer, der Idumäer Antipater, an. Fr hatte früher Pompejus geholfen, jetzt aber, da CäsaF den Pompejus vernichtet hatte, war er ganz fiir Cäsar. Fr bewog die Araber, die seine F reunde waren, dem römischen Diktator zu helfen, er überredete auch die syrischen Großen und die am Libanon wohnenden Fürsten Ptolomaeus und Jamblichus dazu. Er selbst stieß mit 300« Mann jüdischer Infanterie bei Askalon zum Heere, trug mit ihnen zur Eroberung der Grenzfestung Pelii'iiim bei. ja bewog die ägyptische Judenheit zum Abfall von ihrem König, der mit Cäsar im Kriege lag. indem er ihnen Briefe von IIyr kanos II.. dem von den Römern eingesetzten Hohepriester und Ethnarchen. zeigte, in denen stand, daß sie die Partei Casars ergreifen sollten. Zur Belohnung erhielt Antipater dann nicht nur persönlich römisches Bürgerrecht. Steuerfreiheit fiir sich und seine Familie, sowie die Stellung eines I.andesfiirsten (Flpitneletes). sondern Cäsar ließ auf einer Bronzesäule die Privilegien und Rechte der Juden einmeißeln, wie sie ihnen -von dem großen Alexander verliehen waren, und Cä'ars Gunst war wirksamer als die Alexanders. Fr ist vielleicht der erste, dem die Idee der Gewissensfreiheit in ihrem heutigen Sinne aufgegangen i't: die unbedingte Neutralität des Staates jedem Kultus gegenüber. Nichts hätte dem Genius ( ä'nr widerwärtiger sein können, ab die religiöse Reaktion unter Tiberius. der dem römischen Kultus den unbedingten Vorzug gab. Und nicht nur in Alexandria wurden den Juden ihre Rechte bestätigt. Sie erhielten völlige Freiheit für ihren Gottesdienst in den wichtigsten Städten Kleinasiens, wo ihnen die Griechen überall die Religionsfreiheit streitig gemacht hatten. Sie brauchten an ihrem Sabbath nicht mehr vor Gericht zu erscheinen. Fs stand ihnen frei, neue Synagogen zu bauen. Als Cäsar im Jahrevor feinem Tode alle politischen Klubs (Collegia! in Rom unterdrückte, ließ er nur die \ eroine dey Juden bestehen, aus Dank für die ihm in Aegypten und Kleinasien erwiesenen l>ienste. Leber die ganze* Erde liebten die- Juden Cäsar, solange er lebte-, und sie* entbehrten ihn bitter, als er tot war. Die römischen Juden waren so untröstlich über seine Ermordung, daß sie .Nacht auf Nacht mit Weinen und Wehklagen bei dem erloschenen Feuer zubrachten, das seinen Leib verzehrt hatte. Fiir das aus dem Material zahlreicher z.usamniengebrochcner Kleinstaaten errichtete Weltreich Cäsars e igne ten die* Juden sich gut. Sie. elbauf ihrem Heimatsboden als Märtyrer für den begeistertsten und fanatischsten Nationalismus kämpfte n und Fielen verwandelten sich in C äsars römischer Monarchie in Apostel für den Welt bürgcrgei.st. Berthold Auerbach-Verein Dienstag, jden 21. und Dienstag, den?8. März, Stuttgart- Loge, Calwerstraße 33 H]hs., abends 8 * Uhr Vortragszyltlus von Dr.mcd. Irwin Hlrsdi The ma: „Aas der psydMaaoiyusdien Mearofcntetire" 1. Abend: .Hysterische Erkrankung* 2. Abend: .Zwangsneur]>tische Erkrankung* Wir bitten um redit zah^lreicbev Erscheinen! Vortrotimg gleich welch«r Art, für die Oberämter Schorndorf, Gniünd, Welzheim u. andere gesucht. Offert u. A. 300 an d. Gem.-Ztg. EXCEUIOEI Bunte Sühne Abendvorstellung täglich 8.45 Uhr Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag 4 Uhr Nachmittag der Hausfrau kompl. Gedeck m. Garderobe und Programm RM. 2.— BcHhold Aacrbadi-mcin Jüd. Pfadfinderbund Ortsgruppe Stuttgart * Donnerstag, den 23.März, Jüdisches Jugendheim, Friedrichstraße 54IH-, abends 81 Uhr, ■ spricht Karl London, Berlin Vorstandsmitglied des .Verbands der jüd. Jugendvereine Deutschlands* über „Die Sllnallon der IUdlstficn lotend“ Wir laden die ganze jüd. Jugend zu dieser Veranstaltung herzlidist ein und hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen! TrenndUches möbliertes Zimmer >« ohne PofioAper sofort ob. i. X*ri( -» vermiete*. Sei. 29622* Heilmassage bei Gicht, Rhowma lech las, Knochonbruch, Korpwlonz, Oormboech«. Ausfuhr. Arztl. VorordeyjngAn. Mutt, omwa f. Geeicht e. KArpdrfm. in u. au6. d. Haue dch. ataatl. gepr.Schweeter ELSE ARNOLD FrtedrichetreAe i B, i Telefon 273 69 L J Jeden Mittwoch- Abend 8 Uhr Jmchch Schloßturnhalle DES FRÜHLINGS SCHRITT Ein anderer Wind — und höher ward da» Zelt der Sterne: Und affen dehnt »ich endlos eine fc/ore Feme: Und auf dem Berge schon des Frühlings Wehn. Auf sonnigem Anger heiße Schwaden in den Aether steigen, Und Blutenhüllen öffnen sich aus feuchten Zweigen — Ein andrer Wind in Tälern und in Höhn. Noch nicht der Lichter Glanz, noch nicht des Jubels Chor. Nur ein bescheidenes Lied steigt still und rein empor, Und zartes Leuchten macht sich schüchtern los . . . Versteckt sich fast: — Da sprudeln schon die starken Quellen. Verborgenen Lebens Blühn, machtvoller Jugend Weden, Und alle Kräfte, fruchtoerheißend, groß. Wie tüß die linde Luft, des Lichtes sanfte Glut Und Lachen allerorten, wo das Auge ruht. Und strahlend Freundesherz schlägt ihm entgegen: Und goldene Fäden ziehen sich wie Kranzgewinde. Und junge Brunnen fließen unter jeder Rinde, Und ihre Fülle strömt auf allen Wegen. Auch meine neue Jugend, meine alten Träume Ergießen sich ins Blütenweiß, ins Mark der Bäume, Auch ihr Gelüst vom Frühlingshauch geschwellt: Und junges Wagen tönt aus meinem vollen Herzen; In ächten Tränen bann ich der Verzweiflung Schmerzen — Ein andrer Wind erfüllt ringsum die Welt. Ch. N. Bialik (Verdeutscht von Lonis Weinberg) Zwei Gutachten über die Negerjuden aus dem 16. Jahrhundert. Vielleicht Her interessanteste Bestandteil Her gegenwärtigen Judenheit sind die Falascha oder .Negerjtiden in Abessinien. Die ersten Nachrichten über diese schwarzen Juden brachte der Engländer Bruce 1792 nach Europa. Der erste Jude, der sie in ihrer Heimat aufsuchtc*. war der französische Orientalist Flalevy, dessen Schüler Faitlovitch seitdepi ausführliches über sie berichtet und ihren Zusammenhang mit der europäischen Judenheit hergestellt hat. Die ältesten Angaben über sie stammen allerdings von dem merkwürdigen Reisenden Eldad Hadani. der im Jahre 880 von ihnen berichtet. Spinoza-Kurs VORTRAG Rechtsanwalt Dr. Gumbel, Heilbronn Fortsetzung Samstag, den 25. und Sonntag, den 26. März, je abends 8 Uhr, im kleinen Saal des Gustav Siegle-Hauses, Leonhardsplatz. Verein jüd. Lehrhaus Jüd. Frauenbund Mtrrr alleinstehend« Dame sucht zum sofortige« Eintritt tüchtiges in aßen Tellen des Haushaltes bewandertes Mädchen als Stütze. Xa*f8l|tU4< Offert« »U Bi« »»d Deh«It»«»spr»che» «,tee Chiffre J- L. 368 »» die Oraciiikr^itmKg. Uumilinsni für Muflt, SMttul Leitung: Direktor Karl Adler ElBsalaaterridtt fOr Kinder und Erwachsene, Anfänger u. Fortgeschrittene in Klavier, Geige, Cello, Flöte usw„ Improvisation, Sologesang Besondere Etarkhtnagea (auch für Teilnehmer, die nicht Schaler des Konservatoriums sind): Arbeitsgemeinschaften ff.Gehörbildung, freies Musizieren, Sing- und Spielgruppen, Chöre, Orchester, Rhrthmikahtailaagi musikalisch-rhythmische Erziehung nach Jaques-Dalcroze u. Biensdorf für Kinder und Erwachsene, Sonderkurse fOr Kindergärtnerinnen, Lehrer usw. Maslkacndaari pädagogische Ausbildung für den Privatmusik lehrerberuf. Absdil uOprfliung Ckorlelterschalet Ausbild. f.Chorleitertttlgkelt Prasaefcta, AaaMnfta and Aamsldaagca bei der Geschäftsstelle des Konservatoriums, Stuttgart, Herdweg 6, Fernsprecher 23333. — Eintritt Jidsrrslt.

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