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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-18 · 20 (18.1.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
20 (18.1.1933)
Date
1933-01-18
Page
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P E R S E R-Tappidm M«fb«n VvrtrauvoAMCh«, darum tmmar — zu UAnE NECKAR8TR. 47 llUrr kAnigstr. 3« sprach. Auch -er hob dir Verdienste Gustav Hirsch* um die Fiibinger Synagoge hervor, im Aufträge des Isr. Oberrats \ erlas er dann dessen Glückwunschschreiben. Das deutsch vorgetragene Olenu-Gebot und das kaddisdi der 'trauernden bildeten'den Ab-chluß der eindrucksvollen Feier. Aus den, Qememdeu WücUemBecgs. Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramtes am 9. Januar. Die diesmalige Vorsteheranitssitzung war im wesentlichen der Festsetzung des Termins fiir die Nachwahlen /.um Vorsteneramt gewidmet. Da die Nachwahlen zur Lanciesversammlung auf den 29. Januar anberaumt sind und die Wahlen zum > orsteheramt am gleichen Tage stattlinden sollen, wird die Wahl zu beiden Körperschaften auf den 29. Januar festgesetzt. Der > ersitzende regt die Frage an. ob zur Vermeidung der L nstimnugkeiten, die zum Einspruch gegen die letzte Wahl geführt haben, nicht in zwei Wahllokalen getrennt gewählt werden-soll. Die Aussprache hierüber ergibt. daß die Wahlhandlung in zwei Räumen, und zwar für die Wähler mit den Anfangsbuchstaben A K in dem Kaum der Gemeindepflege und für die Wähler mit den Anfangsbuchstaben L- -Z im Schulzimmer im ersten Stock des Gemeindehauses stattlinden soll, zumal die Wahlbeteiligung voraussichtlich stärker als bei der letzten Wahl sein wird. Die Verteilung von Wahlzetteln innerhalb der Wahllokale ist verboten: in ihnen dürfen lediglich leere Wahlzettel zur Ausfüllung ausliegen. Zu Wahlvorständen w erden die Vorsteher K i e f e, We il, Dr. Ilommel und Ebstein bestimmt. Der stellvertretende Vorsitzende soll sich am Freitag vor der Wahl über die zureichenden Vorbereitungen zur Wahl in den W'ahlrüumen unterrichten. Die Auslegung der Wahllisten wird in der bisherigen Weise erfolgen. Die Wahl soll, falls der Oberrat zustimmt, in den Stunden von 11 bis 16 Uhr stattfinden. (Siehe Amtl. Bekanntmachung des Vorsteheramts in dieser Nummer. Die Red.) Infolge der Abwesenheit des Vorsitzenden der Finanzabteilung fällt der für diese Sitzung bestimmte Bericht dieser Abteilung aus. In der .nächsten Sitzung am 6. Februar soll der Steuerbeschlufi gefaßt werden. Der Speiseverein, der den Wunsch geäußert, in die Vereinsliste aufgenommen zu werden, für welche die zur Thora Aufgerufenen Spenden stiften, soll von jetzt an einen Anteil an den ohne nähere Bestimmung gespendeten Beträgen erhalten. Eine weitere Zahlung an den L.I.W. für die Durchreisendenfiirsorge wird abgelehnt. Der Eingabe des Frauenbundes wegen eines Synagogenkonzertes zu Gunsten der Winterhilfe des Fürsorgeamtes wird stattgegeben: das Programm soll der Gottesdienstabteilung vorgelegt werden. Der Vorschlag, ein vom „Nationalen Verlag" in Berlin veröffentlichtes Buch in hiesigen Kreisen zu verbreiten, wird nach kurzer Aussprache abgelehnt: doch soll ein Exemplar der Schrift für die Gemeindebibliothek angekauft werden. — 220 — Stuttgart. Was wir ia unserer letzten Ausgabe schon angedeutet haben, ist inzwischen Tatsache geworden: Am 29. Januar wird sowohl zur Isr. Eandesversammlung als auch zum Isr. Vors-t eheramt neu gewählt. Die diesbezüglichen amtlichen Bekanntmachungen werden an anderer Stelle dieser Nummer veröffentlicht. — Inzwischen hat sich auch der Ausschuß des „Vereins für jüd. Gemeindeangelegenheiten neu konstituiert. Nachdem der gesamte Ausschuß dieses Vereins zurückgetreten war, rief der geschäftsführende Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Heinrich Wolf, zu einer Versammlung zwecks Neuwahl der Vorstandschaft auf 29. Dezember v. Js. ein, die teilweise einen recht stürmischen Verlauf nahm und mit der geheimen Wahl eines neuen fünfzehnköptigeu Ausschusses endete. Diesem Ausschuß gehören an: Joseph Schwarzschild (1. Vorsitzender), Ludwig Ebstein (2. Vorsitzender), Adolf Wollt, Danneckerstr. <1.Schriftführer), Frau Anna Schuhmann (2.Schriftführer), Joseph Burgheimer (Kassier); weitere Mitglieder des Ausschusses sind: Dr. med. Max Gramer, Hugo Davidsohn, Max Fuld. Leopold Goldschmidt, Sigmund Gottlieb, Leopold Kahn, Hugo Löwenthal. RA. Dr. Hermann Merzbacher, Adolf Metzger, Frau Charlotte Rosenbus ch. — Der neue Ausschuß ist zurzeit um die Aufstellung einer Kandidatenliste bemüht. Ziel der noch im Augenblick schwebenden Verhandlungen ist, eine Einigung mit den verschiedenen Gruppen herbeizuführen. Ueber das Ergebnis wird in der Mitgliederversammlung vom 21.Januar, zu der der „Gemeindeverein4* auf Seite 218 dieser Nummer einlädt, Bericht erstattet werden. In dieser Versammlung soll auch, wie wir erlahren, die endgültige Festlegung der Kandidaten erfolgen. Wenn die kurze Frist bis zur Wahl ausreicht, soll eine allgemeine öffentliche Gemeindeversammlung einberufen werden, in welcher sich die Kandidaten vorstellen und ihr Programm entwickeln. Nachdem, wie weiter oben schon erwähnt, der Ausschuß des „Gemeindevereins44 eben die Wahlvorbereitungen trißt, die Dinge also von neuem in Fluß und Reminiszenzen über Gewesenes deshalb wenig angebracht sind, unterlassen w ir es gegen unsere sonstige Uebung, _ über die Mitgliederversammlung des „Gemeindevereins" vom 29. Dezember v. Js. im einzelnen zu referieren. Die Versammlung stellte in der Hauptsache eine ausgiebige Debatte zwischen dem damaligen geschäftsführenden Vorsitzenden und dem Vertreter der Opposition dar. In einer Aussprache wurde zu einzelnen Punkten dieser Debatte Stellung genommen. Stuttgart. Als Nachtrag zu den in den letzten Nummern veröffentlichten Ergebnissen der Wahlen zu den Israel. Vorsteherämtern im Lande teilen wir nachstehend noch zwei Resultate mit: Es wurden gewählt in Oedheim: Julius Ros enstein und I.ouis Straus: in OInhausen:.Nathan Gutmann und Benjamin Stern. Stuttgart. Eine \or kurzem vorgenommene Veröffentlichung des W'ürtt. Landesausschusses des Central Vereins in der Stuttgarter Tagespresse kennzeichnete die im ,.N.S.-Kurier“ vom 16. Dezember 1932 veröffentlichte ,.\ ert r a u 1 i ch e Mitteilung“ einer sogenannten ..Jüdischen Glaubengsgemeinschaft Deutschlands“ als eine plumpe Fälschung. Die JtwetUue: iiitnfiHttHnKHfimiMitminMnHiHi nuiftiiin 'Üeckcuil Dia einmalige Gelegenheit für billigsten Einkauf von Damentaschen, Koffern und sonstigen Lederwaren Oskat Recket OFFENBACHER LEDERWAREN Charlottenstr. 2 und Rotebühlstr. 1 b (b. d. K&nigstr.) Erklärung des C.-Y. bringt eindeutig zum Ausdruck. daß es eine Organisation „Jüdische Glaubensgemeinschaft Deutschlands“ nicht gibt und weist darauf hin, daß die im August v. Js. vorgenommene gleiche Veröffentlichung von jüdischer Seite schon als Fälschung gebrandmarkl wurde. Stuttgart Wie alljährlich trafen sich am 29. Dezember v. Js. die Mitglieder des Verwaltungsrats, die Schwestern und einige geladene Gäste zur C h a n u k k a-F e i c r im S ch w e s t c r n h e i m. Der Abend ^var umrahmt von ernsten und heiteren. klangschön vorgetragenen Gesängen von Frau II edel Reif und dem herrlichen Violinspiel von F ran Claire Nußbaum. Die Klavierbegleitung hatten Frau Oberpostrat Schloßberger und Hans Nußbaum übernommen .Nach dem Entzünden der Lichter und dem gemeinschaftlichen Gesang des Chanukkaliedcs begrüßte der Vorstand, Rechtsanwalt Dr. Gunzenhauser. die Erschienenen. Er wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung des Festes als Weihe- und Lichtfest hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Licht der Vernunft und Erkenntnis des Guten die Völker und ihre Führer bald wieder erleuchten und uns glücklicher» Zeiten bringen möge. Der Redner gedachte auch der kürzlich verstorbenen Frau D: A. Gut m u n n , deren außerordentliche Verdienste um den Verein und dessen Schwesternschaft er warm betonte. Die Schwestern selbst erfreuten durch heitere Vorträge, insbesondere durch ein niedliches, von Frau Zippert verfaßtes Gesangsstück „Alte* und Neue Zeit“, welches die Schwestern im Wandel der Zeit darstellte. In launiger Weise wurde vom Vorstand den Mitwirkenden, von Rabbiner Dr. A u e r b a ch den Schw estern und von Louis U11 m a n n dem Vorsitzenden der Dank ausgesprochen. Erst nach Mitternacht endete die schöne gesellige Feier, die für jeden Teilnehmer eine wohltuende Unterbrechung des trüben Alltags bedeutete. Stuttgart Einen interessanten Abend veranstaltete der Bert hold Auerbach-Verein am 5. Januar: Rechtsanwalt Dr. Walter Einstein und Redakteur Hans S ternheim besprachen gemeinsam ArnoldZweigs neues Buch „De Vriendt kehrt hei m“. Es darf festgestellt werden, daß insbesondere die Form dieser Besprechung — die wechselseitige Interpretation und Rezitation einzelner Stellen cle- Budies — die Darstellung des Inhalts, der einzelnen Charaktere, vor allem aber der durch das Werk vertretenen Ideen äußerst lebendig und spannend gestaltete. Den Rednern wurde am Schlüsse herzlicher Beifall gespendet. — fördert das tfetmtsctie Handwerk! SCHLOSSER ALB. JUD Fernsprecher 22407 / Jaknbstratte 17 REINHOLD BETSCHART Spezialität: Reinigen von Wohnungsfenstem billigst Fenster-ReiniMs-Geschäft Carl Epple, Cannstatt Tapezler-Gaech&ft Hofenerstr. 88, Telef. erreichbar durch: 52354 PolstermSbel — Matratzen — Dekoration G.SIGELEN o. r. p.a. Schiebefenster d .r.p.«. 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