Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 19 (1.1.1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4904101-5442797-5443276--3762-4907590- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Rabblnlsdic lejie Erste ftetfec: Me Tescfi«. Text.Uebersetz., Erklärung. In Verbindung mit Prof. Dr. Abraham Marmorstein (Jews College, London) herausgegeben von Prof. D.Gerhard Kittel (Tübingen) und Priv.Doz Lio. KarlHeinridiRengstorf (Tübingen). Zweite Keifte: Tanaaitistfte Nlirasdiin. Uebersetzungu. Erklärung. In Verbindung mit Prof. Dr. Abraham M^rmor«tein (Jews College, London» herausgegegcben von Prof. I). Gerhard Kittel (Tübingen). Das (iesTTmtwerk ersiheint in Lieferungen von 5—6 Bogen: jährlich 20 - 30 Bogen. Preis: KM. 1. f.d. Bogen mit deutschem Text RM. 2. . . " » , hebräischem . Au'fuhrlidie Prospekte kostenlos Verlag W. Koblbammer / Slollfiarl. Drbanstr. 14 I ).i' Ze-iulle-i >1, > I natioiuilfii wird gepe-n (040 .ibl.mfi n. > >>«- \ c'i iuinfr darf ddi > <>rl»'r«'itr». wie der c-iiiznzi. Iic-n. W. , cit'ii (»ei't nicht »ertragt. In-ruft »ich auf <(,4' Blut. I >a> haben starke und fruchtbare- (,1 >(liechte, niefür »ütijgehalten, und einer ..tiorli'dien l’.e—e" bedurften sie nicht. Die \\ frei frei — 206 — erfunden, wenn es schon bald /uni Zeugen, jedenfalls aber /um richtigen Denken nicht mehr langt. Dann kommt die Blutinystik dran. Die Nation soll eine Blutgemeinschaft sein — und verleugnet wird eher die ganze Geschichte ihrer Entstehung, als daß man die Wahrheit gestände. Von Mensch zu Mensch besteht zu unserem Unglück nicht genug Aufmerksamkeit, es besteht kaum noch Achtung. Oefter sollte man des Wortes, con Goethe gedenken: Niemals .ohne Rührung blicke er in ein Menschengesicht. Aber nicht die \ ernuuft. berät diese Geschlechter, sondern ihr Irrtum und \orurteil. Die Wahrheit der Religionen wie auch jeder Erkenntnis ist: w i r M e n -> ch e » sind g I «* i ch. W ir sind es nicht in unseren Leistungen. Gaben und Erfolgen: aber wir sind es im Ewigem, cor dem Genius des Menschengeschlechts, der jedem will „iieinzig rechtfertigt und erhaben ist über uns alle, über unsere eingebildetem oder w irklichem l ntyrschiede. Der Genius des Menschengeschlechts ist die alleinige grolle Wahrheit. Wir haben kein Rf-cht weder zu cerachten noch zu hassen. Der Hall entspricht nicht der Wahrheit: nur die Liebe genügt ihr. Nach der Wahrheit leben, heißt abinsstm mim dein Hall, der unsere Welt dem L nlc-rgaug nahe gebracht hat. und zniückfmden zu der rettenden Liebe. Jüdische Wissenschaft in Not. Hin Notruf an die Gemeinschaft. I in dringender Notschrei schallt durch das Land. Die jüdische w U-.rn-.cfi.ifl ist in Bedrängnis. ) »j, ihre, Pflege dienenden Vn-taltcn sind alle, Mittel entblößt. s,e stehen in Gefahr, ihre Pfoiteii schließen, iiiie Eiligkeit ei,,stellen zu müssen, ."sollte es dahin komme,,, so brächte das zu unserer äußeren eine schwere innere Verarmung: unabsehbarer Schaden für das Juden, tum wäre damit verbunden. Ein Grundpfeiler des Judentums ist seine Lehre. Forschen und Suchern. Lernen und Lehr« n sind ihm Lebensatem. Vieles haben wir gelitten, alles verloren, einzig unsere Lehre haben w,r gerettet. Durch alle unsere Wanderungen und Fährnisse hat sie uns begleitet. Ihr haben unsere Besten ihr Lebe n und ihre Arbeit geweiht. ihr strömte unseren Ahnen die Kraft zu glaub, die Fälligkeit zu denken. Ein Schrifttum von e.. staunlichein Umfange und unermeßlicher Ti, (<> haben sie uns hinterlassc-n. an dem zu all« „ Zeilen der Glaube sich verjüngt und erneuett. die Denkkraft sich gestählt und gestärkt hat. Zu allen Zeiten habe n unsere Ahnen der Leh.-- Pllegcstätten e rrichtet, mit höchster Ooferberc.«- schaft haben sie sic erhalten, selbst kleine (,■ . meinden bemühten sich um eit, Lehrhaus J sahen in seiner Blüte ihre herrlichste Zier. >- Lehre war der Mittelpunkt ihres Denkens. i,r I ehrhaus die« \erhindung mit \ ergungenheit „jj (.egenwart, mit der Welt der (ilaubc „sgeno « „ und der Welt des Geistes. Seit dem letzten Jahrhundert haben wir Juä „ Anteil am allgemeinen Geistesleben, aber «besorge um unser ererbtes Geistesgut haben «er weiter zu tragen, keine staatliche Instanz nimmt sie uns ab. keine Universität hat für loi-eie W iss, „schaft einen Platz. Dank dem hochherzigen \ ermäihtnis des k> >« mer/ienrats Jonas F r a e n ek e I in Breslau konnte IST4 das dortigejüdisch-theologische miliar eröffnet werden. 1872 traten in Berlin ne Hochschule für die w issc-nschaft des Judentums und das Rabbiner-Seminar ins Leben: beide waren bei ihrer Gründung wirtschaftlidi nicht fundiert, sondern auf freiwillige Beiträge angewiesen. haben aber in mühsamer Arbeit durch ('.- . .. Zur Hundertjahrfeier unferer Gemeinde find uns in fehr großer Anzahl warme Glückwünfche von Behörden, Gemeinden, Vereinen u. Gemeindemiigliedern zugegangen, die wir mit herzlicher Freude empfingen. Wir erblicken in die/er Anteilnahme den Ausdrude erhebenden Gemeinfchaftsgedankens. Leider ift es uns nicht möglich, jedem einzelnen befonders zu danken. Wir fagen daher auf diefem Wege allen aufrichtigen Dank. ~^r' Möge ein gütiges Gejchick über unferer Gemeinde walten und die guten Wünfche in Erfüllung gehen laffen. Israel. Gemeindevorfteheramt Rothschild. JÜDISCHES LEHRHAUS, STUTTGART Oeffentlidie Aussprache über den Problemkreis „Klrcha, Volkstum, Staat, Jadantum** zwischen Professor D. Karl Ludwig Schmidt an der Universität Bonn (Herausgeber der „Theologischen Blätter“) und Professor Dr. Nartin Buber an der Universität Frankfurt am Main Samstag, den 14. Januar 1933, 20 Uhr im Saal der Hochschule für Musik, Urbansplatz 2 Eintrittskarten zu RM. 1. , Mitglieder und Hörer des Lehrhauses gegen Ausweis 50 Pfg., desgleichen Studierende gegen Ausweis und Jugendliche 50 Pfg., Arbeitslose gegen Ausweis 25 Pfg. a. d. Abendkasse V .- Bcrthold Auerbach-Verein Dienstag, den 3. jaouar. Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs . abends M.« I hr, sprechen Rechtsanwalt Dr. Walter Einstein Redakteur Hans Sternhelm aber Arnold Zweigs neues Buch „De Vriendt kehrt beim" Dienstag, den 10. janoar. Ort und Zeit wic^oben, spricht Staatsminister a. D. Berfhold Heymann über .Jugend und Politik“ Dienstag, den 17. Januar, Ort und Zeit wie oben, „Schubert“ Vortrag und Spiel von Loc# GolttecfintiiH {Valses nobles z Wanderer-Phantasie) Kleidung wird bei billigster Berechnung erstklassig angefertigt bei 9ro« ZaHKOQKftv ecrftnic Str. 37H z Xtlef.« 9tr. 28015 BESUCHT DAS FRIEDRICHSTRASSE 54w Facharzt für Mögen-, Dormand Stoffwechselerkrankungen Röntgen - Untersuchungen Stutigort / Tübingerstrojte 1 ' Telephon 294 99 ab 7. Januar zurück Dr. med. K. A. Büttner Für unverlangt eingefandte redakt. Manufkripie übernimmt die Redaktion keine Verantwortung Nach mehrjähriger Tätigkeit an der Medizin. Universitätsklinik Jena (Prot. Dr. W. H. Veil), an der Universitäts-Kinderklinik Halle (Prof. Dr. Goebel), dem Staat!. Säuglings-Krankenhausund der Mütterberatungsstelle in Chemnitz (Prof. Dr. Schoedel), der Kinderklinik in Magdeburg (Prof. Dr. Utfenheimer) habe ich midi in Stuttgart als Fachärztin für Säuglingsu. Kinderkrankheiten niedergelassen. Dr. med. Marg. Büttner Reinsburgstraße 4,1. Telefon 29599 Sprechzeit: Montag, Dienstag, Mittwoch. Freitag :4-: j6l'hr Donnerstag und Samstag 10-12 Uhr. (Bei allen Ersatzkassen zugelassen) Fräulein aus gutem Hause, 30 Jahre alt, in allen Hausarbeiten durchaus perfekt, mit prima Referenzen, Vuc&t fofort 6t(Hnng in frauenlosem Haushalt oder als Stütze. (Auch in Schreibmaschine und Stenographie perfekt). — GrU Angebote unter St. a. 102 an die Gemeindezeilun FarArzt od Rechtsanwalt sofort oder später zu Vermieter 2—5 helle BQroräume im 1. Stock mit Zentralheizung Beste Lage, bei der Calwerstraßü Näh.: Teppichgeschäft, Stuttgart, Kanzlelstr. 8B XCEISIOR Bunte Bühne Abendvorstellung täglich 8A$ Uhr Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag 4 Uhr Nachmittag der Hausfrau kompl. Gedeck m. Garderobe und Programm RM. 2.— y e^fller und ©«©öirrinne«. Me tat gritya* eine hibeee Schute I» Ul« befad,»« •tin’ Habe« fatc «ab billige Peafio» (rttmcB) bei f raa OetmrMO MW"* »cf. Rabb. De. Cot," Ul«