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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-12-16 · 18 (16.12.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
18 (16.12.1932)
Date
1932-12-16
Page
[Seite] (sequence 6)
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- 198 - P E R S E R'TMpich« bMban V.itr.mcuMch., darum Immar — » HABE NECKARSTR.47 nvrr KÖMIGSTR. 3« ni«che Fünglic'durung in die Volksgemeinschaft .verhinderte. Und deshalb. so faHt I)r. Freund zusammen. ist die ..Judenfrage" nicht mit dem •Satze ..Juden haben keinen Zutritt“ zu leisen - denn damit schleudert man die Juden an den Ausgangspunkt ihrer Fristen/ auf deutschem Boden zurück — sondern nur dadurch, daß man dem Juden das F r 1 e b n i s <1 e r N a t i o n" laßt, kein Mensch in Fngland. Frankreich und Italien nimmt Anstoß daran, daß Juden sich i n alle Fronten eingliedern. In Deutschland aber, wo man sie in eine einseitige politische Haltung hineinclrangte. werden die Juden für den .'Sozialismus und den Kommunismus bedingungslos verantwortlich gemacht: man identifiziert die deutsche Judenheit mit einzelnen verbrecherischen Jüdischen Außenseitern — aber das \ erbitten sich die Juden ebenso, wie es'ihre christlichen Mitbürger tun würden, wenn man die deutsche Nation mit bestimmten kriminellen Personen irlridiset/tc». Die Juden, die das Alte und Neue I estament als Gruntlpftsilcr einer jeden geordneten (.esetzgebung geschaffen, denen M.inner wie Spinoza. Mendelssohn. Guntlolf lind Ballin entstammen, sie wollen nicht besser sein als alle anderen. Aber Schluß g e in ch t w e r d e n in u ß e n d I i ch mit der f ii I ch tliaren Verhetzung d e r d e u t - scheu Jugend, mit jenem blindwütigen Haß. der nicht zuliißt. daß die Juden ihre Kinder '<> erziehen können, w ie sie diese zu erziehen wünschen als De u t < ch e! Die Toten des Weltkrieg« haben den Nachfahren ein schwere« \ erm.iditni« hinterla"en: Da« Vermächtnis, daß I )i ut'c ii!and groß und stark w erde, daß alle seine Kinder Haß und Hader vergessen und sich einig wden in einer großen und echten Volksgemeinschaft. Finzig dafür und nicht für Haß und Streit sjnd Deutschland^ Söhne in den Tod gegangen. >rürmi«cher Beifall unterstreicht den Dank, den der ■ Versammlungsleiter anschließend dem Bedner zollt. In seinem Schlußwort forciert Dr. Merzb.icher zu einer Au««prache auf. an der nur nicht jüdische F rontkämpfer teilnehmen sollen. Da »ich niemand zum Worte meldet, schließt der Bedner die Versammlung mit der Aufforderung, da« Deutschlandlied anzustimmen. Und mit eh r Hvnine. die zu ..Finisrkeit und Recht und Freiheit" mahnt, wird die Kundgebung würdig beschlossen. W ir teilen noch mit. daß kurz vor der Versammlung der Tande«verbandsvorsitzende der Stuttgarter Presse» da« C.efallenen-Gedenkbuch überreichte. Dieser Bericht soll aber nicht geschlossen werden, ohne der Ortsgruppe Stuttgart des R.j.F. und insbesondere ihrem 1. Vorsitzenden im Namen der jüdischen Oeffentlichkeit für diese der Eintracht und Verständigung so vorbildlich dienende Kundgebung zu danken. Wie in Horb. Heilbronn und Ulm. wo Dr. Freund vor vielen Hunderten aus allen Schichten der Bevölkerung unlängst sprach, so hat auch die Stuttgarter Veranstaltung außerordentlich starke Eindrücke vermittelt und in hohem Maße zur Aufklärung und Befriedung beigetragen. Wie uns die Ortsgruppe des R.j.F. mitteilt, sind ihr aus allen Teilen der Bevölkerung und von maßgeblicher Seite Mitteilungen und Aeußerungen z.uegangen. die allesamt den tiefen Eindruck der eranstaltung unterstreichen,und zum Ausdruck bringen, daß der Abend Veranlassung gegeben habe», in weiten Kreisen iip Sinne der vom R.j.F. vertretenen Kameradschaftsidee zu wirken. — Die Kundgebung hat eindrücklich bewiesen, daß der ..Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" in besonderem "Maße dazu berufen ist. für das deutsche Judentum einzutreten. H. St. Die Ergebnisse der Wahlen zu den Isr. Vorsteherämtern. Mit diesem Jahre endigt die Amtsdauer der im Dezember 192b gewählten Mitglieder der Isr. \ orsteheräinter im ganzen Lande. Auf Anordnung des Israel. Oberrats wurden daher Neuwahlen auf den 4. Dezember festgesetzt.— W ir veröffentlichen nachstehend — soweit vor Retluktionsschluß bei uns eingegangen — die Namen der Gewählten: AITaltrach: Hugo I.evi: Archshofen: F erdinand I.öwenthal. Jacob Güthermann. Siegfried Rosenheiiner: Baisingen: Julius Erlebacher. Wilhelm Wolf: Bonfeld: Max Flehinger. Ferdinand Hirsch: Buchau: Siegfried Dannhuuser. Hermann Weil: Buttenhausen: Josef Einstein. Simon Neu mann: Cannstatt: Ferdinand Maver. l.ec>i>old Strauß. Ferdinand Hanauer: Crailsheim: Sam F'tieclmann. Max FNsinger: Edelfingen: Salomon Frank. Bernhard Heß. Adolf Adler: Freudental: Leo>>old Wertheimer. Julius Jordan. I«ak Stein: Schw. Gmünd: Siegfried Gutmanii. David Heimat! n. Gustav Mayer: Göppingen: Sigmund Frankfurter. D. M. Fleischer. Berthold Wertheimer: Hall: Isak Heuinaun. Leopold Wertheimer: Heilbronn: Julius Löwengardt. Wilhelm Schloß. Albert Israel. Max Meyer Adler. Maier Stein: Hohebach: David Arier. Emanuel Stern: w * in unsere* WechnacnctausweUung in der Elektroschau Rotebühlstr. 43 unverbindlich eine große Zahl eientnscher Gerate, die ais Geschenke hochwillkommen sind we*i sie durch ihren $ t a n d > g e n Gebrauch dauernde Freude bereiten. 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Rechtsanwalt Dr. Heinrich Wolf ersucht uns um Aufnahme des nachfolgenden Artikels. Die Schriftleitung. Sehr geehrte Redaktion! Auf Ihr Nachwort zu den Gemeindewahlen vom 20. November d. Js. bitte ich. mir. als dem zurzeit noch geschäftsführenden Vorsitzenden des ,.V ereins für jüdisdie Gemeindea n g e I e g e n h e i t e n“ (Gemeincleverein), eine kurze Entgegnung zu gestatten: Große Versammlungen pflegt man bei Wahlen abzulialten. wenn heftige Meinungsgegensätze» zum Anstrag zu bringen sind. Der Ausschuß des Geineindevereins hielt es aber in den gegenwärtigen /.piten allgemeiner politischer Aufgew üliltheit und schwerster äußerer Angriffe auf das Judentum für dringend geboten, die inneren Zwistigkeiten zurückzustellen und sich, wie dies Kühlen Sie elektrisch durch Frigidaire der Frigidaire-KOhlschrank schOtzt Vorräte und Reste vor dem Verderben. 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