Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 18 (16.12.1932)
- Date
- 1932-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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Hüte Herrenmoden Stets das Neueste In Hüten Cravatten Oberhemden TUbingerstrasse 1 Eck* Königstrass« kli-im-r RIc-itrc-iuK'l. mir einem Griffe oben, die d.i' traditionelle Spiel/eup dieses Festes bildeten l'ie VtiftTiigiiug -oIcIut I rendel war kein loichlel iiternelimen. und diese Aufgabe fiel «len alteren Knaben /n. Mein Bruder Meter war einer der llauptluedianiker. /iinüibst mußte die I XIIII hei gestellt werden. die aus V jer ilolz- "Xickeii eins für jede der \ ier Seiten bestand. Innerhalb der Form waren umgekehrt naliirlich - vier hebräische Buih'tahen ein/ukerben. die bei der Drehung des Kreisels an den — 194 — Seiten erscheinen sollten: Sch. N, G, H — Schorn Nefi garlol haja. ..ein großes Wunder ist dort geschehen“. Gemeint war das Wunder mit dem ..ewigen Liihte“ im Tempel, das während der siegreichen Kümpfe der Makkabäer acht Tage lang brannte, obgleich der Leuchter nur wenige Tropfen Oel enthalten hatte. Oben und unten verjüngte sich die Form zur Bildung von Griff •und Spitze des Kreisels. Danach wurden die einzelnen Teile der Form mit einer Schnur zusammengebunden und von oben wurde geschmolzenes Blei in die Form gegossen. Das mußte sehr flink geschehen, da der Löffel aus einer Legierung bestand, die leicht schmolz. Fs mußte auch sehr geschickt gemacht werden, da sich sonst das heiße Blei über die Finger, die die Form hielten, ergießen konnte. Man sah denn auch um Chanukka herum mehr als einen Jungen, der mit verbundener Hand — dem sichtbaren Zeichen seiner Ungeschicklichkeit — herumlief. Mit diesen Kreiseln vergnügten wir uns während der ganzen Festwoche, ln der Regel spielten wir zum bloßen Zeitvertreib, zuweilen aber auch um Geld. Und das war unsere Finfiihrung in das Gebiet der Glücksspiele, die* später im Kartenspiel ihre Fortsetzung fanden, wovon später noch die* Reale sein wird. Die ergreifendste Feierlichkeit des Chanukkafestes ist das Anzünden der Lichtchen. Am ersten Abend wird ein Licht angezündet, am zweiten zwei, am dritten drei und so fort bis zum Ende der acht Tage, die der Erinnerung an die Zeitspanne gewidmet sind, während welcher die ungespeiste Flamme durch ein Wunder fortbrannte. Die Lichte waren kurz, gerippt und hübsch bunt. Die Zeremonie machte aber zunächst keinen besonderen Eindruck auf mich. Damals wurde Chanukka nämlich noch nicht als ein wichtiger Feiertag im jüdischen Kalender betrachtet. Das Wunder des unversiegelten Oelkrugs schien die Phantasie der Juden, die an Mirakel erhabenerer lind imposanterer Natur gewöhnt waren, nicht sonderlich zu packen. Jedenfalls erzählte man uns wenig von den heroischen Kriegen der Makkabäer — w enig oder gar nichts. Die Rabbis interessierten sich nicht für Kriege und die frommen Juden teilten ihren Geschmack. Erst viele Jahre später, erst mit dem Auftauchen des Vorläufers der zionistischen Bewegung — Chibbath Zion. Liebe zu Zion — trat hierin ein radikaler Umschwung ein: Chanukka wurde eines der größten und wichtigsten Nationalfeste des jüdischen Volkes. Erst da wurde das Anzünden der Lichte zu einer bedeutsamen Zeremonie*.?cr ."jirael. ^rauenoerein iit durch bas >Aimdiciöcn itincr vihrcnportiBcnbcn Frau D. A. Gutmann ln tiefe Jraucr versetzt. Turch ihre V>erjten-jfliitc und Seelengröße. durch ihre nie versagende Aächslenlicbe und selbstlose>Mn* gäbe ist sie dem Verein die vorbildliche Mährerin, den Mitgliedern die mütterlich« Freundin gewesen. ."ihr segensreiches Vielten bleibt unvergessen. Taitlt und trljrc ihrem Andenken. Der Ausschuß des Israel. Frauenvereins Berthold Auerbach »Verein Dienstaff, 20. Dezember. Stuttgart-Loge. Calwerstr. 33Hhs., abends *' « Uhr. spricht G«in*iiid«pff«g«r Dr. Martin Cohn über „Warum müssen die deutschen Juden sich wirtschaftlich umsdiiehten?“ Wir bitten um zahlreiches Erscheinen! HEILBRONN Jfld. Jadcndbond „MoBlellort“ Junggruppe Sonntag. 18. Dezember 1932, Oberer Saal der Adlerbrauereii abends 8 Uhr Bunter Chanukkah - Abend mit Gabenverlosung Eintritt frei! Wir laden hierzu die ganze Gemeinde herzlichst ein u. hoffen auf zahlreiches Erscheinen Für Arzt oder Rechtsanwalt soson oder später in vermieten 2 — 5 Helle Düroraume im 1. Stock mit Zentralheizung Beite L'agc. iNSheres. TeppichgeschSst. Stuttgart. Kan;leistr.8B Bis Mittwoch, den 21. Dezember 1932, läuft täglich 7i;' und 8' Uhr im Planetarium „Palästina" »in Film von Paul omme 1, Stuttgart Eintritt 1.— MK. Schüler n. Studierend« 00 Psg. Am 4. Dezember ist unser langjähriges Berwaltungsratsmitglied Frau D.A. Gutmann aus dem Lehen geschieden. Sie war uns stets eine treue Beraterin und Freundin, welche für die Interessen unseres Vereins und das Wohl der Schwestern in lieheooßster Weise bedacht war. Ihr Andenken bleibt In unserem Kreis« gesegnet. Iüd. Schwesternheim See Vorstand: Dr. Hunzenhauser Danksagung. Anläßlich des Hinscheidcns unserer lieben Mutter und Hroßmutter Frau D.A.Gutmann durften wir so viele liebevoll« Beweise herzlicher und wohltuender Teilnahme erfahren, daß jedem einzeln zu danken uns leider nicht möglich ist. Wir bitten daher, unseren innigsten Tank auf diesem Weg entgegennehmen zu wollen. Stuttgart, Dezember 1932. Die trauernden Hinterbliebene« an Nach 7jähriger Fachaasbildung, zuletzt als Oberarzi der Städtischen Hautklinik in Magdeburg, habe ich mich in Stuttgart niedergelassen Dr. med. 6. Boesmann Facharzt für Haut- und Harnleiden Sprechzeit: 70-7, 4-7 Samstag 10-2 Schloßstraße «,/• Telejthon 262 86 EXCEISIOR Bunte Bühne Abendvorstellung täglich 8.45 Uhr Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag 4 Uhr Nachmittag der Hausfrau kompl. Ged sek m. Garderobe und Programm RM. 2.— Im Landesasyl ln Sonlhelm findet auch in diesem Jahre, am Mittwoch, den 28. Dezember ds. Js., nachmittags 3 Uhr, zur Freude und Erbauung der Insassen eine CHANUKKA~FEIER statt. Alle diejenigen, denen es Herzensbedürfnis ist, unseren alten und erwerbsunfähigen Glaubensgenossen, welche sich im Altersheim befinden, eine Freude zu bereiten, bitten wir herzlichst um Gaben und Geldspenden, welche wir an die Verwaltung des Israelitischen Altersheims „Wilhelmsruhe“ in Sontheim zu übersenden ersuchen. Sowohl die Insassen als unser Verein sind auch für die kleinste Gabe von Herzen dankbar. — Alle Freunde und Gönner unseres Vereins laden wir zu der Feier herzliebst ein. — Israelitischer Landes-Asyl und Unterstützungs-Verein für Württemberg. GASTSTÄTTE BLOCH Stuttgart / Poststr. 15 Vorzügliche KQche und Weine Räume für Zusammenkünfte usw. bis 50 Personen ANWALTTAFEL /* -> r Nachdem ich beim Oberlandesgericht und Landgericht Stuttgart als Rechtsanwalt zugelassen bin, habe ich meine Praxis in Trier aufgegeben und mich in Stuttgart als RECHTSANWALT niedergelassen, / Mein Büro befindet sich Olgastr. 40,1. Stock Carl Frings Fernsprecher 270 87 VC Rechtsanwalt Nach Sjähr. Tätigkeit als Rechtsanwalt an den Landgerichten L U und Ul in Berlin habe ich mich hier als Rechtsanwalt niedergelassen. Ich bin am Land- und Oberlandesgericht Stuttgart zugelassen. Meine Kanzlei befindet sich im Friedrichsbau. Friedridistr. 32. Kanzlei stunden: 9-12 u. 3-6 Uhr. Samstag von 9 1 Uhr Rechtsanwa It Dr. Martin Grünberg J r Krankenpflegerstation der BrüderanstaU Karlshöhe (MtsmUdse Krankcnpßegt) Hanptstitttrstr. 106 B Ketntpredier 70003 empfiehlt sich ftr T.gespflegen, Nachtsrochen, rolle Pfiegen (Tag und Naht) Umbetten von Kranken, Krankentransporten, Massagen Sonde alle heügehUfHchen Verrichtmsgen , 64>Blcr mnb ec&ftiert«ne«, Mc iw Frühjahr dar hührrr Schale ia Hlw »chachra WOÜra. pakra gatc aa» Mttg* D«aGa» Brf. 9UM. Dr. Caga Bis a.ch„ SseWrrtc 17