Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 17 (1.12.1932)
- Date
- 1932-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4904101-5442797-5443263--3719-4907548- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
- III - - Bezirksrabbiner Dr. David Stößel Oberkirchenrat Dr. Theodor Kroner sorgte seit 1848 ein eigener Verein. Im selben Jahre wurde der Frauen verein begründet und der „Verein zur Unterstützung hiesiger und durchreisender israclitisaier Armen“ ins Leben gerufen. Für die Totenbestattung sorgte seit 1875 der ,.M «inner v e re i n für Krankenpflege und Leichenbestattung“. Seit 1885 wirkte der ..Speiseverei n“, seit 1894 der ..M ädchen-' h il f s v e r e i n“. seit 1900 der „Brautausstattungsverei u“. Das „Sdiwesternheim“ bildete seit 1905 jüdische Krankenschwestern aus und sorgte für die ambulante Pflege hiesiger Israeliten. Etwa seit einem Jahrzehnt nahm die Israelitische Gemeinde das Israelitische Fürsorgeamt in ihr Haus auf und bezeugte damit, daß sie dessen Wohlfahrtsaufgaben in ihren Arbeitsbereich einreihte. Die Gemeinde übernahm vorerst außer den Raum- und Bürokosten die Besoldung seiner Beamten, unter ihnen eine Fürsorgerin und seit 1932 eine Gemeindeschwester. Sie stellte zuerst 6000 Mk. und mit der anwachsenden wirtschaftlichen Not immer höhere Beträge in ihren Etat ein. um dieser Wohlfahrtszentrale ihr Liebeswerk zu ermöglichen. das nach und nach der Mittelpunkt des gesamten jüdischen Wohlfahrtswesens wurde. In den Arbeitsausschuß des Fürsorgeamtes wurden Mitglieder des Vorsteheramtes delegiert, die mit den Vertretern des Frauenvereins, des Krankenunterstützungsvereins, des Ortsarmenvereins, des Männervereins und eines besonderen Gemeindevertreters alle Nöte der Gemeindegenossen gemeinsam berieten und nach Möglichkeit milderten. So ist das Fürsorgeamt, getragen von dem starken Wohltätigkeitssinn der Gemeinde, das Herz des gesamten Wohltätigkeitslebens der Stuttgarter Gemeinde geworden. Der Rückblick auf das ve.gangenc erste Jahrhundert der Gemeindegeschichte zeigt. daß die Gemeinde stets die opferfreudigen und gottbegeisterten Führer besessen, die ihr Amt zum Heil der Gesamtheit geführt haben. Möge der fromme Geist der alten Tage in ihr immerdar lebendig bleiben! 1 Die Rabbiner der Israel. Gemeinde Stuttgart. Es gehört zu den glücklichen Fügungen der Gemeinde, daß ihre Rabbiner Führerpersönlichkeiten waren, welche die Gemeinde in Weisheit zur Frömmigkeit leiteten. An ihrer Spitze steht Dr. Josef Maier (Rosenlhal), der auf Wunsch des Württembergischen Staatsministeriunis zunächst provisorisch am 9. September 1831 das Amt des theologischen Mitgliedes der neubegründeten Oberkirchenbehörde übernahm. Kirchenrat Josef Maier war am 24. April 1798 in Laudenbach geboren und hatte nach Vollendung seiner Studien sich zuerst in Frankfurt a. M. als Religionslehrer betätigt. Am 26. November 1834 wurde ihm dann das neugeschaffene Rabbinat Stuttgart übertragen. Seine Amtseinführung fand am 3. Januar 1835 im Hause des Hofagenten 8. J. Kaulla statt. Maier hat sein Amt bis zu seinem am 19. August 1873 erfolgten Tode vorbildlich verwaltet. Am 12. Oktober 1873 wurde das Stuttgarter. * Rabbinat Dr. Moses Wassermann über- tragen. Er war am 15. Juli 1811 in Gunzenhausen geboren und hatte erst in Mergentheim und hierauf in Mühringen als Rabbiner gewirkt Er war der Lehrer und beliebte Prediger der Stuttgarter Gemeinde bis zu seinem Tode am 18. Oktober. 1892. Sein Nachfolger wurde am 4. Dezember 1893. Dr. Theodor Kroner.Er war am 12. Mai 1845 in Dyhrenfurth geboren, hatte zunächst in Stadtlengsfeld und Erfurt als Rabbiner gewirkt und wurde hierauf Direktor der jüdischen Lehrerbildungsanstalt zu Hannover. Er ist am 6. Oktober 1923 nach einem erfolg- und segensreichen Leben verschieden. Sein Nachfolger wurde am 1. April 1922 Dr. Paul Ilieger, der sich zuerst in Potsdam und dann in Hamburg und Braunschweig als Rabbiner betätigt hatte. Als Vikar war Rabbinatskandidat -L u d w i g Kahn von 1870—1876 in Stuttgart tätig. Vom 17. Oktober 1881 an wirkte als Hilfsgeistlicher, seit 1892 als Rabbinatsverweser. seit 1894 als 2. Rabbiner der besonders um das Wohlfahrtsunc' Unterrichtswesen verdiente Bezirksrabbiner Dr. David Stössel, der am 2. März 1919 hier verstorben ist. Seine Tätigkeit übernahm in den Jahren 1919—22 Dr. Arthur Rosenzweig. lassen Nachfolger als akademischer Religionslehrer wurde der derzeitige Ulmer Bezirksrabbiner Dr. JuliusCohn, der vom 1. April 1925 bis zum 26. März 1928 hier tätig war. Seit den« 5. November 1928 wirkt Rabbiner Dr. II e i m a n n Auerbach, der zuvor in Elbing und Göttingen Rabbiner war, als Rabbiner io. Stuttgart. Modell-Stoffe Qualitäts-Stoffe in bekannt grober erlesener Auswahl zu zeitgemäß billigen Preisen DENKEN SIE DARAN UNSERE GARANTIERT INDANTHRENFARBIGEN TISCHDECKEN, GEDECKE MIT SERVIETTEN Ol WA NOECKEN, KISSEN UND STOFFE DAZU, SCHÜRZEN, SCHÜRZENSTOFFE, HERREN¬ OBERHEMDEN, SCHLAFANZÜGE, TASCHEN¬ TÜCHER, KRAWATTEN, FROTTIERWAREN SIND DURCHWEG GESCHMACKVOLL SCHON, GUT UND BILLIG U. SOMIT BESONDERS GEEIGNET FOR WEIHNACHTSGESCHENKE LORENZ Stuttgart, Charlottenstraße 9 Hellbronn, Lohtorstraße 34 INDANTHREN-HAUS KÖNIGSTRASSE 12 STUTTGART GMBH Handarbeits-Haus Wolle / Stlokerelen K. ERHARDT vormals Waokor Erben MarlenstraBe Nr. 17 3trumpfrooaratur und Kunetstopfen ermann 2pein &/latiettflrafie IS (Elegante EBamenhüte SAleier / Shamls / Reellen <§eUaemä£e greife Bahnhottrfseur REISSER für Damen und Herren »