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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-12-01 · 17 (1.12.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
17 (1.12.1932)
Date
1932-12-01
Page
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- IV - für (vY Kinder «£? | ml« Bindung 6.90 Haselst&cke 1.90 Stiefel Pullover Anzüge 1.90 13.50 h .. chsenstraße 12 — 14 Die Lehrer und Vorsänger der Isr. Gemeinde Stuttgart. Di<- l’ll c.cde- ">>nagogengesangs war um Anf.n:,, .in fine Xiilguhe der lieuen Cieiiit-itidc. Seit |v-r lu vi.md ein Sv hüjr<><;»*iithor. der 1*66 erneut «iirde, I ifl imi'i k II- > dl » a 1) i! di e r luit sich be- 'niideium die Pflege de< Sv nugogc'iigesungs \ di -nt „cm.icht I >ie K>>in(>->~i11<>M der Sv nainiiinijieMiijie fur die neue Svnagcigc wurde Profe"ie 1*1. I a I I* t übertrugen. Sir -iml 1910 durch K.alter J. I e n n e n b a u in al- . Stuttgarter Synaeegen.i 'j i^e" -ilirdi den Drink verbreitet »erden. :~vt ».•••;. . in S\ nagiige ndiorgesang» »‘rein i, iiIi :ier leiliili^ vmi II. Landauer begründe*. . in . ■; I i ii - k a Ii ii und Bernhard I >1 . f. I d ■!» I ‘ iter folgten. I >er < lliir » nrile ,i if::fi.i»i und neu begründ I. Der Xerrin bi- 1^1”. I er-l. X.11 -.iiiger >Ier Gemeinde war M «. I I / \b.-e-! I i dl I: - , ~ Vom I ", De/emlter i-,%* bl- /-. -einer I’en-iiinieriaig im Jahre l-st. I i. r . i( eilie-dieii-t mit < borg, -ang hatte anl.illi 1 d. r I rnfiilirmig de- Babbin r- Dr. Maier ul \ini -iatrgefunden. I i,Idn rg- Nachfolger I. ir Ie.il (. ii ii d e I f i n g e r . der Isö- X or- - II,. > ,I<! ilinkt vcnicle und bi- /II -einer Pc Iisioiii. r:i ag i :■ Xiai l >m » irkte. | i I;‘ir* - it der Synagogeiiinu.-ik in Stuttgart b -_::i’i' > ■:* dem P. int ritt Jaeob I ennenbatims. ,!> . •ui Xi ei I—U bi- /ii-einem lode 6. Juli 1921: tätig » ii ''eine I raditioneii übernahm Leo Vdlei. der I" - Stellvertreter für Lmil _Gnndelnnger » nnie und -eit dem 2v I'ebrunr 1910 liier definit! ange-tellt ist. I~'t4 » iiiden I m a n u e I Adlet, /ur/eit Religi.u.-oberiehrer in < ann-tatt. und Lehrer Max XI . v . r. /ur/eit < Iberrechmiiig-rat i B.. als I elin r hierher berufen. Als B -Iigiouslehrer und Xorhe’. ' i-t hier -eit I •) 11; Jakob J a f f e. und. ii. iihdem Karl Kahn (jetzt in Heilbronni hier jeu-i ht -eit IUJ4 Beligionsoberb hriT A I e x-a nd r X d e l - h e i m e r im Dienst. Sie alle haben «e-entlic: zur Erhaltung dereligiösen Geistes in der i.- >nde. /ur Pflege des Gottesdienstes :>d /II f r/ieliung der jüdischen Jugend beigetr .'II. I»i. kiniieii]illege lag im er-ten Jahrzehnt der t .enieiiniege-diichte in der Hand de- Buchhalter- Philipp Holland, der da- Amt ehrenamtlich Itete. >eipe Nachfolger waren besol- .!> 'e Beaiüte B I ii m e n t Ii a I >1. Herne .: n n Ster n l-11 -X. Lehrer I.. B o t h s ch i 1 d I—X l'iog. 1 eine r XI a x XI e v e r |9<)2— 19X0. seitde ui Dr. XI a r t i n Colin). Be-ondersoll der grollen Veulien-te des Oberrechmtngsrats Xlax Xlever. der durch clas X ertrauen der Genieindemitglieder noch »ährend seiner Dienstzeit als t ienieindepflegf r /Ulli Xlitglie-d de- X orstehc ramtgewählt wurde-, hier gedacht »erden. Auch im Ruhe-tand widmet sich Xlever mit treuer Hingabe den Gemeiiicleititeressen: in hervorragender XXoi-e betätigt er sich auch in der XX’ohlfahrt-pflege. Die- Protokolle der Sitzungen führte bi- DTk der Rabbiner, der nach der alten X er fa-'ting der Xor-it/c-nde de s X ot-teheramtewar. X on I -”1) an »nt Xor-iinger Lichberg Protokoll lühr.-r. Nach ihm wurde den Gemeindepflegern die Führung des Protokolls anvertraut Noch ein Wort der Anerkennung für S> nagogetic erwalter B e r ii h a r cl kr ii III e r. der seit |0|9 im Dienste der Gemeinde stellt, eln n-o für I rl. X n na Gr a f. die -eit 1912 in der Gemeindepflege tätig i-t. Jüdische Persönlichkeiten in Stuttgart. Von Felix Sontheimer, Stuttgart, ln den hundert Jahren, die dein Tode des Finanzrates Josef Süß Oppenheimer im Jahre 1718 folgten, »erden nur wenige Juden genannt, die im ölfentlichen Leben der Stadt Stuttgart eine besondere Rolle gespielt haben. Fiuige Hofjuden nur hatten die Aufenthaltserlaubnis in der Stadt. Mit dem Beginn des offiziellen Geineindolebens im Jahre 1812 und mit ihrem Zuzug vom Lande nach der Stadt haben sie rasch in clas kulturelle Leben der Stadt eingegriffen und dazu beigetragen, im Laufe'der Jahrzehnte auf dem Gebiete der Kunst, der XX issenschaft. des Handels und der Industrie das Ansehen der Stadt zu heben und ihr zu dem Range zu verhelfen, den sie heute innerhalb der deutschen Großstädte einnimmt. Keinem Gebiete des öffentlichen I.cIhmis sind sie ferngeblieben, aber auch stets waren sie bestrebt, innerhalb des Rahmens der ihnen gestellten Aufgaben zu bleiben und in engster Gemeinschaft mit ihren Mitbürgern und den Angehörigen anderer Konfessionen an der Kntuicklung der Stadt und des Landes mitzuarbeiten und deren Werke zu fördern. — Wenn »ir die Geschichte unserer ersten Kunststeine. der XX’ii r 11. Landestheater, verfolgen. so muß neben den vielen Künstlern und Künstlerinnen, die den l.andestheatern angehörten und jetzt noch angehören, vor allem Kammersänger Heinrich Sontheim erwähnt werden. der im Jahre 1912 im 92. Lebensjahr verstorben ist. Nicht zuletzt dieser kraftvollen, in der Hauptstadt ungemein |H>pulüren Persönlichkeit i't der Ruf zu verdanken, zu dem die Hdfoper in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhundert gelangt ist. Noch kurz vor seinem Tode hat der alte Meister Freunden und Bekannten Proben seiner trefflichen Tenorstimine gegeben. I lofoperndirigent Joseph Abenh e i in (IS04- - 1*91) war lauge Jahre hindurch der verdienstvolle Leiter der Hoftheaterkapelle. Die ..Freie Bii h n e“. Verein für literarische Kultur, die von dem Schriftsteller Max Osterberg gegründet wurde und von diesem seit über 20 Jahren geleitet wird, war besonders in den ersten zwei Jahrzehnten ihres Bestehens ein erster Faktor im literarischen Leben Stuttgarts. Das Verdienst, die Stuttgarter Musikschule, das spätere ..Königliche Konservatorium für Musik“, die jetzige ..Wiirtt. Hochschule für Musik“ im Jahre'- Is17 ins Leben gerufen zu haben, gebührt in erster Linie Sigmund Lebert- Le vi 'IS21 löst). Unermüdlich war er als Lehrer tätig: es fehlte ihm nicht an äußerer Anerkennung seiner großen Verdienste um die Kunst iProfessor. Ehrendoktor der philosophischen Fakultät in Tübingen. Große .Medaille für Kunst und Wissenschaft). Die ihm verliehenen Diplome verschiedener auswärtiger Institute zeigten, wie sehr Lebert auch außerhalb der Grenzen seines deutschen Vaterlandes geehrt wurde. Kr ist Mitverfasser der zu großer Berühmtheit gelangten ..Großen Klavierschule", die lange hindurch als unübertreffliches Muster angesehen wurde. Sein tim fünf Jahre älterer Bruder Jakob Levi i |s|()— tssXl hatte ein ausgesprochenes Talent für Xioline und war Hofmusiker: er betrieb auch Klavierstudien und gehörte dem Lehrerkollegium des ..königl. Konservatoriums“ (Klavier) Ins zu seinem Tode an. Auf Leberts Anregung wurde K d in u n d Singer (1810—1912) an die Stelle eines Konzertmeisters der Königl. Hofkapelle bereifen. Fr hatte den Ruf eines ersten Geigers de deutschen Schule und wurde 1861 Leiter der Ausl>ildungskla.sse für Violine am Konservato itirn. zu dessen Ehrenvorstand er 1900 ernannt »Jrde: Professor Singer hat die weit- ..Grofie theoretisch-praktische Vioterausgegeben. Eine der wichtigsten der Konzertgeschichte von Stuttgart linsihule“ Rollen in spielen abende. -Is44- I92M Mitglied des «or Wien, ein Generationen nc-bc ii der ..X’ Stuttgart bes. s*ine Kammermusik- und Quartettai\ denen später auch Karl Wien _eilgenommen hat. der gleichfalls ’loftheater-Orchesters war. Profeservorragender Pädagoge, hat drei im Violinspiel ausgebildet Das ’iirtt. Hochschule für Musik" in hende ..Konservatorium für Muik“ steht zm-zeit unter der bewährten Leitung Direktor Karl Adler. Rabbiner und Beamte der Jsr. Gemeinde Stuttgart seit ihrer Gründung. Gemeinderabbiner: Dr. Josef v. Maier. 1834—1873 Ludwig Kahn, Rabbinatsvikar . . 1870—1876 Dr. Moses v. Wassermann . . . 1873—1892 Dr. David Stößel, Rabbinatsvikar 1881—1894 II. Stadtrabbiner und Bezirks- - rabbiner. 1894—1919 Kirchenrat Dr. Theodor Kroner, I. Stadtrabbiner. 1893—1922 Rabbiner Dr. Artnr Rosenzweig . 1920—1922 I. Stadtrabbiner Dr. Paul Rieger . seit 1922 Rabbiner Dr. Jnlins Cohn . . . 1921-1-1928 Rabbiner Dr. Heimann Auerbach seit' 1929 Lehrerund Vorbeter: Isak Harburger. bis 1834 Moses Eichberg. 1834—1881 Emil Gundelfinger. 1863—1910 Jakob Tennenbaum . . . . i . 1886-i-1913 Emanuel Adler 1894—1909 Max Meyer. 1894—1931 Leo Adler. seit 1908 Jakob Jaffe. seit 1909 Dr. Abraham Schlesinger . . . >910—1911 Karl Kahn.L 1914—1921 Alexander Adelsheimer .... seit 1921 Gemeindepfleger: Philipp Holland.1811—1841 B. Blumenfeld. 1843—1811 Hermann Stern.j. . 18154-1881 Emanuel Rothschild.1881—1902 Max Meyer.1902—1911 Dr. Martin Cohn ....... seit 1910 Fürsorgeamt: Fürsorgerin Ada Hirsch .... 1923—1927 Fürsorgerin Emma Weil . . i. . 1927-1— I9K> Fürsorgerin Thea Waitzfelder . . seit I9K) Gemeindeschwester Fanny Scheuer seit 1952 Gemeindediener bezw. Synagogenverwalter: Isak Harburger. bis 1817 Jakob Lissauer.1817—1860 Sigmund Rosenberger. 1860—1864 Hermann Mannheimer. 1864—1891 Simon Wolfenstein . ..1891—1919 Bernhard Krämer. seit 1919 Auf dem Gebiete der bildenden Kunst sind jüdische Namen seltener, doch könnten auch um die Entwicklung der modernen Malerei und der Architektur verdiente Männer genannt werden. Im Lehrkörper unserer Hochschulen sind wir durch ungesehene Gelehrte vertreten. Professor Dr. Ernst Marx, Mitglied der Wiirtt. Kommission für Landesgeschichte, hatte bis vor kurzem an der Technischen Hochschule einen Lehrstuhl für Geschichte. Professor Dr. Julius S ch m i d t. ebenso wie Professor Dr. Hugo Kaufmann, hüben einen solchen für Chemie. Auch dem Justizdienst des Wiirtt. Staates liut sich eine Anzahl unserer Glaubensgenossen gewidmet. Von all den Richtern una Staatsanwälten. die diese Karriere erwählt haben, sei neben Landgerichtsdirektor Otto Kaulla der in weiten Kreisen hochgeschätzte Landgeriditsdirektor Ludwig Stern erwähnt, der im Jahre 1910. nachdem er vier Jahrzehnte hindurch dem Staat seine wertvollen Kräfte gewidmet hatte, in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist: 52jährig ist Direktor Stern als Freiwilliger noch in den Weltkrieg gezogen. In der Ausübung aer Anwaltspraxis haben sich viele Juristen unserer Gemeinde großen Ruf erworben. Als Beweis des Ansehens innerhalb ihrer Berufskollegenschaft soll angeführt werden, daß den ersten Vorsitz der Wiirtt. Anwaltskammer seit 1930 Rechtsanwalt Dr. Robert Mainzer I fuhrt, der schon seit 1912 Vorstandsmitglied dieser Kammer ist. Außer ihm gehört zurzeit noch Rechtsanwalt Dr. L u d - wi g H e ß (seit 1922) dem Vorstand an. In früheren Jahren wurden von ihren Kollegen in den Vorstand der Kummer gewählt: Rechtsanwalt Nathan Levi (von 1880—1912. I Vorsitzender 1901—1912). Rechtsanwalt Dr. Leopold Löwcnstein (von 1885—1901). Seit 40 „Herz“ „Bally" Jahren in Führung in Qualität und Mode! Schuhhaus Damen Herren Kinder WÖNK3STT? 42• (UJISffiüSj ZENTRALE: FRIEDRICHSTR. 50/52 WÖNK3STT? 42-(< Stuttgart

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