Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 14 (16.10.1932)
- Date
- 1932-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 9)
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I J i I t \ X 'I } i i Kino Abordnung des Isr. Fraurnvcroins überbrachte Frau Hedwig Kuhn, der derzeitigen Vorsitzenden des Vereins, die herzlichsten Glückwünsche und ein schönes Angebinde. — Ganz besonders sah sich der Synugogenchor veranlaßt. seine bewährte isolistin zu feiern. Fine Deputation des Chors überreichte ein sinniges Geschenk und Oberlehrer Krämer würdigte im Auftrug des Chores das Jubetpuur. Kr betonte besonders die Treue, welche Frau Kahn durch ihre langjährige gesangliche Mitwirkung dem Chore freudig bezeugt. Der Chorvorstand Maier Stein überreichte hierauf eine Klirenurkiinde. in welcher die Krnennung Frau Kahns zum Ehrenmitglied in künstlerischer Form ansgewiesen wird. Gleichzeitig wurde der Jubilarin mitgeteilt, daß — ganz in ihrem edlen Sinne — dem Isr. Frauenverein an Stelle eine* zugcduchten Geschenkes eine Ahlösungsspoude iiberwiesen wurde. So wurdet! Jubilar und Jubilarin Gegenstand reicher und verdienter Khrungen. Mögen den Kheleuten Julius Kahn noch viele Jahre beglückender Gemeinsamkeit und Tatkraft bosch jeden sein! 1 Künzelsau. Aus Anlaß der 2>. Wiederkehr des Ein w eih u n g s t u g e s unserer S y n a - goge fand am Sabbath-.Morgengottesdienst vom 24. September eine schlichte Feier statt. Religions- ■ leb rer G o 1 d s t c i n ließ in seiner Ansprache nochmals jene vergangenen Tage der Freude ob des neuen (Gotteshauses am geistigen Auge vorüberziehen. zeichnete dann die Bedeutung des Gotteshauses in heutiger Zeit und mahnte zu Eintracht und Frieden. Ein Seelengebet für die verstorbenen Vorsteher Oberlehrer W i ß m a n n. Alexander Netimann, Gustav Ledermunii. David Stern sowie für alle Heimgegangenen der Gemeinde Künzelsau-Xagelsberg beschloß die Weihestunde. Ulm. Wie wir schon in letzter Nummer kur/ berichtet haben, fanden sich um U>. September zahlreiche nicht jüdische Linier Bürger und insbesonders die Mitglieder des Chores der Martin- Luther-Kirche zu einer Besichtigung der Synagoge in unserem Gotteshanse ein. Rabbiner Dr. Cohn hielt einen mit großem Interesse anfgenommenen Vortrag über den jüdischen Ritus und erklärte dabei die Gegenstände des Rituals. Den Gästen wurden die Thorarollen „sw. gezeigt und svnagogale Weisen aus alter und neuer Zeit auf Schallplatten zu Gehör gebracht. Ganz ausgezeichnet waren Dr. Cohns Ausführungen über den Talmud. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache an. die bewies, daß das Publikum das Ciefühl der Dankbarkeit für eine wirklich fachkundige Aufklärung noch nicht verloren hat. Von seiten der Zuhörer wurde die Wiederholung der Veranstaltung angeregt. Eine solche fand am 8. Oktober unter großer Beteiligung statt. Ulm. Vor kurzem verstarb nach schwerem Leiden unser Gemeindemitglied Simon I. ö w e n - t h a 1 im Alter von 34 Jahren. In ihm verliert seine Familie einen treu besorgten Gatten und Vater, die Gemeinde einen warmherzigen Förderer ihrer gemeinnützigen Bestrebungen. Das Andenken Simon Löwenthals w ird stets in hohen Ehren gehalten werden. ’L ZeuUietoH. Wie Juden vor einem Jahrtausend Handel trieben. Von Zigmund Haber. Wenn man sich über das Leben und geschäftliche Treiben der Juden vor etwa einem Jahrtausend einen Begriff machen will, ist es am zweckmäßigsten, in den Archiven des Leipziger Meßamts und des Rates der Stadt Leipzig zu blättern. Wir erfahren daraus Dinge, die für die Historiker besonders wertvoll sind. Interessant ist. daß der erste Geschichtsschreiber der Stadt Leipzig und Sachsens überhaupt. der spuniolischc Jude Abraham ben Jalcob Cannstatt Verbandstoffe + Artikel zur Kranken« u. Kinderpflege Sämtliche freigegebenen Arzneimittel Drogerie Wcöcle.mtuwur.« HEBHAMM BICHER TAPEZIER U. DEKORATEUR werkitAtte RORINNENAUSSTATTUNe STUTTGART-CANNSTATT BADSTRASSE NR. 18 - TELEFON NR. 81209 - 143 - war. der um etwa 1000 n. dir. von einer großen Judengemeinde in Merseburg spricht. Da die Juden zu jener Zeit sonst nirgends wohnen durften. scheinen die ersten Anfänge des jüdischen Handels in Sachsen und auf der Leipziger Messe von Merseburg ausgegangen zu sein. Die ersten authentischen Berichte über jüdische Kaufleute auf der Leipziger Messe stummen erst aus dem 13. Jahrhundert. Zu Jener Zeit heißt es, daß neben den italienischen Kaufleuten auch eine große Zähl polnischer Juden nach Leipzig kamen. Die offiziellen Aufzeichnungen jener Zeit führen eine genaue Statistik aller Waren, die die ..polnischen Juden", womit alle aus den Oststaaten kommenden Juden gemeint sind, nach Leipzig gebracht haben. Die „Waaggelder". die tssüngm 1/nrhonrinn ist oll leidiler tls Hellen! > ||| UCUIcIjII Durch regelmSftlgen Gebrauch de« „Dlabatlaar-Taa“ (Marke „Schlange lm Kreuz") kann man der Immer mehr aberhandnehmenden Zuckerkrankheit (Diabetes) Vorbeugen. / 1 Paket Hk. 1.5*. Zu beziehen von Schwan-Apotheke Berbaadwntte Mullbinden, Hansa-, LenKo» a. Traumaplaft, Gummibett stoffe sowie alle übrigen SanitStoartikel Central-Drogerie Carl Mmttiltr / iaam Irick* 26 / TiltriM Nr. 7362 Ernst Pfisterer Weilstr. 15, Tel. 6934 Elektrotechnisches Installationsgesdiftft IDr Licht-, Kraft- und Signal-Anlagen Obs-, Wasser, Sanit. An« lagen / Bsuflsschnersi Im Dienste der Hausfrau Dampfwascherei HMM ■ Im M H. Dawid, Inhaber: WW» 1 1# W Fernsprecher 7189 BBIIngan, Kasarnanstr. S u. RoBmarkt 4 SdireibKzr ■. SAiIbeiul. 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