Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 14 (16.10.1932)
- Date
- 1932-10-16
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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TTLIinDLflU Modeschmuck JUWELIER K&nigstraBe Nr. 40 Best, ecke Juwelen, Gold- und Silberwaren RalchhallloesLagBrln allen Preielaoen ii, n k<>iint'it. weil ihnen durch die Krise »lie A rhoit—tätlrn vc*r-chln—c*n bleiben. I in IIIIII den .. I n t e r - I ii t / n n g-"-( harakter der staatlichen AtbritMo-rnfiir-orge Wegfällen /u lassen, -cFiuf man den ..Frei» i II i g e n" Arbeitsdienst, der I» -onch rin letzter /eit {rrolle l\rfolge anf/nw ei-en hat: F. rfnlge nir allein auch in moralisiher Beziehung. "eil entwurzelte jniijre \lensthen dnrch ihn wieder zu einer Aufgabe gc-langcfi. Die A rbcit-dien-tpllicht lehnte I Ir. klaiiser scharf ab und bew ies. (lall die hierfür nötigen Stimmen nicht aufbritifrbar sind. Vber aucfi der Freiwillige A rbeilsdien-t i-t nach An-icht des Rednerkeine ideale I ö-img. I )ie-e -ieht er .dien, in der Stärkung der l’rivatmdu-trie. Aulleroidentlich auf-chlullreich war da- Referat aucfi iii-nfern. aledie w irl-chaflliihen (gefahren auf/eigte. die durch die ..l mw andluniT aller |ni\aten \rbeit in zw angsgebunilene öffentliche \rbeit” heraiifbe-chworen werden. In der -ich ali-ihlicHendcit All—prachc wurde da- I heina -von den \nw e-enden eifrig diskiitieit. Dem Redner dankte herzlicher Beifall. ''.Iilitat-rat Dr. Karl Hie- -pruch am 4. Oktober über ..t.e fahr e u der I. n t w i ck I ii ii ir -- jalire". \nr allem muH der hohe menschliche“ und w i~-cii'chuftlieho Krn-t jrc-riihint werden. mit dein Dr. Btc - vor den V jede n älteren und jiingeiein Hörern -ein. bedeill-aine- I heina behandelte. Hier, wurde wieder einmal um berufener “Seiteeine \iifklänrng im besten Sinnedes Wortegegeben. Der Itcdner -childc-rte die biologt- -chi n \ cianderungeu der Kc-ifezeit und beleuchtete dann die \ ielzahl der mit dieser körperlichen l in-tellinir v erblinde ne u p-y chologi-chen I i-cheiuiinueii. I - k.ini klar zum Au-clruck. dal? manche- | ngliick verhütet werden kann, we nn alle die-e I > |emicndcn Jugcnclfrngen auf der |ia-i- \ o I I - i e r < ) f f e n h c i t lind tiefen \ e i r r a ii ,- n - zw i-chen l.ehrer. Klternhaiis und \rzt behande lt wc-rden. wc-nn die Geclankeuganieder >e\ii«illi>giene überall da;rcfördcrt auch durch ein-chlngigt L niec-r-itäl-lehr-tiililc- I in--ami finden, wo junge Men-chc-n unter der \ i i ,mtw ortuii{T ihrer I rziehe-r heran reifen. Man muH >anitnt-rat Dr. Kic-- dankbar -ein. d.de r den reichen Schatz seiner F.rfalmmg immer w ic eh r bc-reitw illig-t der Jugend zur \crfuu'in- -telli. Der aufmerksamen Zuhörer Dank kam in lanuunlinltfndeni Beifall zum Au-driick. Sfnttsrart. Wir machen unsere I > -er auf die koiiiuiemh n V eran-taliungen ’vle- Be ri hold \ ii i i b a ch - \ er einhiermit be-ontleraufmeik-.iin: Diezweite Oktoberhälfte bringt einen \ ii — pi acheabeiid über ..Die Situation d e r J u d e n in I) c ii l - ch I a n d'. den h d u a r d J a ii ii-i r leiten wird. \nit-richter Dr. I ritz Bauer -pricht altl 23. Oktober über ..V\ irt- - ih a f t - f o r in e ii d e r / u k ii n f t“. Die \o\embei-\eran-taltiin^c-ii wc-rden durch ein Bc-ferat über ..l r i e I da ( n-ta" um Oe ni-ralkoli-iil Müy St raueiiijreleitc-t. (Siehe \uzeiiTc- >eitc 1*6.; Stuttgart. I >er J ii d i - ch e Jag e n d r i n g hat für die jüili-che Jugend eine ko-tenlo-e iirzt- I i ch e . I! e eh t - - ii n d Beriif'beratiings- -teile eingerichtet, für die -ich in dankenswerter Wc-i-e Dr. I’aitl Ko n ein. Dr. Siegfried Saenger tal- Acrztcl. Bechtsanw alt I )r. Walter StrauH II. Beferendar Josef I aufer uil- Juri-ten). und Genieindepflcger Dr. Martin ( ohn lal- Berufsberater! ehrenanit- Iich zur Verfügung gestellt haben. Mit der F.rrichtung dieser Beratungsstellen hat der Jiigcnd- — 142 - ring sich ein grobes1 Verdienst erworben. Wir machen alle jugendlichen, insbesondere aber auch die Litern, auf diese Neueinrichtung aufmerksam und geben der Hoffnung Ausdruck, daß sie sich in Kürze zu einem überall gewürdigten Luktor der Jugendarbeit entw ickelt. Siehe Anzeige- Seite 1%. Stuttgart. Die Bünde des Jüdischen Jugendheims \cranstnlten am 20. Oktober einen A ii s - s p r a ch e a b e n d über das Thema ..J ii el i s ch e Jugend ii n d A n t i s e in i t i s m n s “. I )ie ganze jüdische Jugend ist hierzu herzlich eingeladen. Siehe- Anzeige Seite 136. Stuttgart. W jeder einmal lädt die Ortsgruppe Stuttgart des K. j. L. die Angehörigen der Gemeinde zu einem S i in ih a s - T Ii o r a - L e s t e ein. List ja allmählich bekannt und wir brauchten kaum mehr darauf hinzuweisen, daß die Veranstaltungen des R.j.F. immer ganz besonders harmonisch verlaufen und den Besuchern stets erlesene Kunstgenüsse bieten. Namen wie Llse (I r ii ii w a I d . Otto Seyf fert. A 1 e x a L b - - t ii ii . Hede- S ch a ck . Susi St r u II ß . Arpael Kondor u. a. beweisen, daß diesmal ganz Hervorragendes geboten wird. Die T anzk a p e I 1 e B taut n e r sorgt dafür, daß aucfi die Jugend' zu ih rem Recht kommt. Ls kann deswegen auch schon im Hinblick darauf, d a Ii d e r Reinertrag n u 11 c i d r n d e u Kriegst e i I n e h in e r n z u f I i e ß t. der Besuch nur dringlichst empfohlen werden. Kein Gemeindeniitglied tersäunie daher, diese \ eratistaltitng am 22. Oktober zu besuchen. Der R.j.F. vergißt aber aucfi seine ernsten Aufgaben in keiner Weise. Allerorts in ganz Deutschland hat der R. j. F. seinen Aufklärungsfcldzug gegen Lüge und Verleumdung begonnen und besonders bei den ehemaligen Kameraden beachtliche Lrfolge erzielt. Das Gefalleneng e d e n k b u cfi. das. in unendlich mühevoller Kleinarbeit zusumincngestellt. 11 000 jüdische Gefallene II a in e n t I i ch und unter Angabe der amtlichen Nummer aufführt, soll in diesem Kampfe ein liesniiderer Helfer sein. Wie wir erfahren, w ird in Stuttgart der R. j. F. außer der alljährlichen Gedenkfeier am Lhrenmal der Gefallenen im November auch eine große Aufklär ii ii g - v e r s a in in lang veranstalten. l.m aucfi Nicfitkriegsteilnehme-r. besonders aber aucfi die Jugend, zu elie-er Arbeit de- R.j.F. heranziizieheu und hcruiiz.ubihleii. w urde eine besondere S p o r t a I) t c i I u ii g gegiiindet. dieihre Tätigkeit schon lebhaft aufgejioinmeii hat. LmuH betont werden, daß die S|M>rtabteilung kein S[>ortve-re-in ist und sein will, insbesondere wird sie nach außen in keiner Wei-e hervortreten. Sie soll lediglich allen Interessierten die Möglichkeit körperlicher Ausbildung ohne irgendwelche erheblichen,Kosten vermitteln: insbesondere aber soll die Sportuhtei- Inng ihre- Mitglieder dazu befähigen, in kameradschaftlichem Geist übe rall für die Grundsätze lind Ziele de-7 R.j.F. und des deutschen Judentums zu wirken. Alle jungen Sportler, die hiebei niitwirken wollen, werden gelieten. sich an den. Leiter dieser Sjuirtabteilung. Hugo Löwent h a I . Telephon 2hl 02. zu wenden, oder ohne weitere Anmeldung zu den Turnuht-ntlcn. die jeden Montag Abend S Lhr zunächst in der Sportschule II a |ike. Stuttgart. Schillerst raHe 27. stattfinden, zu erscheinen. (Siehe Anzeige- Seite IV.) Stuttgart. Die N u h nach m i 11uge des Stadt- Verbunds des J ii d i s dl e II Fra II e II b u IId es beginnen wieder am 24. Oktober. Der Stadtverbaue! lädt alle arbeitsfreudigen Frauen der Gemeinde zur Teilnahme auf Seite IV> dieser Nummer ein. Insbesondere sind näh- und strick-i kundige F rauen willkommen. W ir machen nochmals darauf aufmerksam, daß die Arbeiten dieser Nähnacfiinrttage unseren Bedürftig e 11 zugute ko m m e 11. Line Teilnahme >in diesen Werkgc-meinscfiaften ist also dringend geboten. I11 einer Anzeige auf der gleichen Seite teilt der Stadtverbancl weiter mit. daß alle Frauen und Mädchen der Gemeinde durch ihn Gelegenheit haben. Garderobe und Wäsche in einem besonderen Kurs, der unter fachkundiger Leitung steht, anzufertigen. Mit der Veranstaltung dieser Kurse erfüllt der Stadtverbancl ein Gebot der Zeit. (Näheres siehe Inserat.) Stuttgart. Auf Seite 136 dieser Nummer veröffentlicht das J ü d i s di c Lrhrhaus seinen n e ii e ii A r b e i t s plan. Wiederum bietet che Lehrhaus eine Anzahl äußerst wertvoller Kurse-, die in die jüdische Geschichte, das jüdische Schrifttum und die hebräische Sprache einführen. Ls sind auch wieder Sonder veranstalt tu ngen geplant, für die hervorragende Referenten gewonnen wurden. Wir verweisen nochmals auf den Lehrplan und fordern unsere Leser auf. die Bestrebungen des Lehrhuuses durch zahlreichen Besuch der Kurse und Veranstaltungen zu unterstützen. Stuttgart. Die Bettfedernfabriken Straus « C i e.. A.-G.. Stiittgart-L iitertürklieim. Berlii. , Köln. Hamburg, und die F irma Gail in a n , j Reis. Berlin. Mannheim. Lssen. Altona. Saar- | louis. haben sich im Linkauf zu einer Interessen gemeinschaft ziisammengesdilossen. Beide* F ir! me» gehören zu den größten und ältesten der Bettfeelernbranche. Die BettfedernfubrikenStraii- & Gie. A.-G. konnten dieses Jahr auf ihr 00 jähriges Bestehen zurückblicken: die Firma (all mann Reis Wurde* im Jahre 1831 gegründet. Göppingen. Am 18. Oktober darf Frau Therese Krämer Wwe. in beglückender Rüstigj keit ihren SO. Geburtstag feiern. Die* ehrwürdige Jubilarin ist Mutter von acht Söhnen, die sämtlich in den Weltkrieg zogen und gesund in die Heimat zuriickkehrten. Frau Therese Krämer bringt trotz ihren hohen Alters allen F'reignissen das größte Interesse entgegen. Möge der Jubilarin. die sich in ihrer früheren Heimat Mönch— rotli i. B. und in ihrem jetzigen Wohnort große r Beliebtheit erfreut, auch weiterhin ein gesegneter Lebensabend im Kreise ihrer Kinder und Lnke-I beschjeden sein! tlaigerloch. Das 100 jährige Bestehen ihres Geschäfts kann die Familie Josef H i r s ch in diesem Jahre feiern. 1832 gründete der im Jahre IS04 in Hai^erloch geborene Josua II i r s ch die F irma. Nach dem Tod seines Sohnes Leopold im Jahre 1878 Übernahm die Witwe Karoline geb. Levi die Geschüftsleitung. bis der älteste Sohn. Josef, in das Geschüt ein treten konnte. Josef Hirsch, der jetzige Inhaber, hat das Geschäft mit großer Umsicht weiter ausgebaut. wobei ihm seine Güttin Mina geh. Katz. und seine Kinder hilfreich zur Seite standen. Möge der altbekannten Firma, die überall im besten Rufe steht, auch im zweiten Jahrhundert ihres Bestehens eine weitere Aufwärtsentwicklung beschieden sein! Haigerloch. Größere Instuiidsetzuiigsarbeilon sind in den letzten Wochen an der Mauer des Jüd. Friedhofs ausgeführt worden. Durch Wurzeldruck und andere LTsuchen hatte ein größerer Teil der Umfassungsmauer sich geneigt, so daß er völlig erneuert werden mußte*. F ür die nächsten Jahre erwächst der Gemeinde eine noch größere und kostspieligere Aufgabe in der notwendig gewordenen Erweiterung des F riedhofs. Fan angrenzendes Grundstück wurde vor Jahren erworben. Zur Lrrichtiing einer Lin frietlungsmaiier fehlen zurzeit noch die Mittel. , Heilbronn. Am 8. Oktober begingen F abrikant Julius Kahn (i. Fa. Anselm Kahn. Zigarreni fabriken) und seine Lhefrau Hedwig geh. 3 Lisig das Fest der Silbernen Hochzeit, im dem die ganze jüdische Gemeinde lebhaften Anteil nahm. Lrfreuen sich doch die Jubilare durch ihre Wohltätigkeit und stete Hilfsbereitschaft überall größter Sympathien. EIER ans täglich frischen Ankünften liefert •Onfartttr. ««» XH. e.«. H4S39Z3* Um ihre Urteiler n testMfllHen fertigt fahrende MaB-Schneiderei am Platze MafHUzitt zu 48 u 55 Mk mit Ia Zutaten erstklassig an. Anfragen erbeten unter M. B. 838 an die Gemeindezeitung. Daetzeng Speiutcrei mk 9i|il(4slc 9ro« ennna 6cl>äfer Forftftratze 47n, am Tiakanissenplatz ikerstanat jede Art •«rtiaea, Hecken etc. 1SM Wasch«» a»d Sa»»»«» »her an» Spa»»«», efctafa j»d« Art eiirtaifclK, JMeikcc, Binsen etc. ASM »ä,cta bei bester A»»sUhr»a,. pechvögel n^nrte ich solch«, die noch nie di« geradezu glänzenden Chancen der kleteenlotterle ausgenOtzt haben, bedenken sie doch: auf fast 2 lose entfällt schon ein gewinn; dazu diesmal noch 100 Schluß- Prämien zu ,« 3C00 mark, auch sie können unter den glücklichen «ein; denn: mutig gewagt ist schon halb gewonnen! Ziehung 21. u. 22. Oktober perte mi V* »> '/, KstaMM|.S.- 1t.- 2t 40.- ak j. schweickert Stuttgart msrktstreOe 6 - Postscheck 811! ln 5 Minuten MAtrnder tm trw» TWr! Erfolg garantiert. Auskunft kostmL A. Miller ch Coatf. Fichtenau E 24M ddaimia) CARL SCHWARZ Erstes Speztalhaus für Papier und Bürobedarf STUTTGART TOblngcrstr. 19B, Talafon 71330 tinen hecooccaqenden JCatfee. Gleichzeitig empfehlen wir unsfere bekannt guten Qualitäten aus eigener Bäckerei und Konditorei Seidenstraße Nr. 6, Ecke Schloßstraße, Telefon Nr. 22979 Im erweiterten jetstUassiqes Qe&äck und yemüttidieu Aufenthalt