Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 10 (16.8.1932)
- Date
- 1932-08-16
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K Pfandleihanstalt Stuttgart A.-G. Königstr. 10A1beleiht diskret Gold, Silber Juwelen /ifijii miu ,1,-» Kinde-»." |Vi ptcullishi' Riiml- <■: i.■ ■; i»t .,i»n I iirt'ctil i-ifolirt. Del * "> de» I/.'» miii. I”. J; i i’,21 i»t aln-r nmiii. i m ii-w «■> in l w i >r-i ii. .iH ii ((.-Ii t mir iilx-r i'i ■ ' ■ '111' m».' «■• :t»«-l -i >«!- ii -iIhiii iilx-r di« ■ 'Iii.i» >TI1 lii'liui,Tii'':‘ili‘l ri1111 die 1‘ltt l ii i, : .. Ii! lii. . I, \ i-rfiiu u n a ll.d» II- —< »11 - ' . ,ia- /Midii*i» dn-i/i j.ihii.m- Kind jrc-liört ■ Mi i i: I I i ft -1 n; ii t iiifi-ii -il'ii '■> -— > 11 - IN-?-- Nl *:i*• ~i-n: l ulltder z>1 ,- h : i, t ii. i ■» K md«-». \ i- - i t 1!'i -•■ii'nii“ ji■ — ^r.i.ii'ui-ritlil-liiif' ■» J;w«-i d<; i>c Cc NN,rund h<■ t.tti~fiili- - ■» ’_:11 uiii w •:!i«ifit n«w«-rt <-i»«iu-int i,. :; -i- Kunl. / - j ui-In > r i-ktii /II i-iiu II> ' _ ■: -In ».• ic,uii-i iltf i: \u»tritt an» i I?: ' - ■ ' in II i>«-»tin:;ii--11 /-. I.I»»C-II I >11» >ditc-i II '! - II!i-i N |> I , ii'1-ii-i - .111 di,- l iitri ritln»- INI-! I I - III llll/tt I'ilii Iiliu ,1,-11 cllc-itilcll »•! . -n,:. »>.i:fT,- I - nickt Mitu-I 1111,1 W,-jrt-!.--ii. di- -11111 *!. und i'i/ii-lditli »II -lluu-r an- :i Hi -iii'.Hiiima d.-r Bick»c c-t fa»»»mi iiIx-r d " I’i ' i_.11»i; ii luliukc-i! di/ii.indi rn? l im- »uldit- > -. . ,|,!!Iiu-ut im Int, i••»»,-- aller R«*li- -!»--- in ii!' - «h rlii ii mm .dl,-in abc-i - - di I zi> '::;na dt-r Juimiil auf I.■; d iiai ' di i Ri-Ii^itiii .• 11fl».tii,-n will. Die deutschen Juden sind Deutsche. \u» dc-i lim, ii Flugschrift des Central-Vereins ir dc-utxhc’n Juden”. »• ' ii,• :?r ii» IIHit» Jahren cc ni/rln »ir in dc-ut- I l ir. atirr li »ir deutsch«- l.uft. wuchsen »ir n ili ii'iiiri Kultur auf. »|in «ht-H »ir in drut- -1 in I S|H.nlir. liebelt »ir deut'chetl Acker. drnt- -ili Wälder. >r.-n und I lii»»«-. Dir rr»trn Judr.n »ii drlti ii »i,li iui \\ r»trn tlr» Reiches an. Stlinn \in drr /nt drr \ ölkc-rwanclerunjr — also vor — 84 — der Niederlassung der germanischen Stämme in den römischen Procinzon des Westens— lebten Juden in der Rheingegend. Darf inan ihre Nachkommen brüte als Zugewanderte, als Fremde auf deutscher Frde bezeichnen? Die älteste erhaltene Urkunde über die deut- »dien Juden ist drr Krlall des römischen Kaisers Konstantin an die Jüdische- Gemeinde in Köln ans drin Jahre »21. Diese terordnung bestimmt, »lall dir Kölner Jtttlon /ur L’obernaltnie städtischer Armier heran gezogen werden sollten. Folglich mul! o» unter den Juden angesehene Grundbesitzer gegeben haben, denn nur diese durften die städtischen Fhrenämter bekleiden und batten die damit \ erbundeneti Fasten zu tragen. In einer zweiten kaiserlichen \ erorduutig. die cor Hl erla»»eu ist. wc-rdc-n die* \ or- »teher der Sc nagogen. die Jüdischen Geistlichen ntitl die Gemeindeheamten con dieser NerpflfÄtliilig befreit. Die Notccendigkeit eines besonderen l.rla<»> » für jüdische Geineindebeamte becc eist, «lall ihre Zahl nicht gering gewesen sein kann, «lall also bereit» eine grolle jüdische Gemeinde mit umfangreichen Gcmeindeeitirichtungeti in Köln bestanden haben muH. Diejüdische Siedlung »elh»l muH al»o geraume Zeit corlu-r erfolgt »ein; Vite l.egenden berichten sogar, dal* Juden in l>il>li»tht-r Zeit in I)cut»chliind geccolinl hätten: jedenfalls wat in den ältesten Zeiten lu-rcit» tlie l eberliefernug hei den ch-ilt- »«lieri Juden c erhi eltet, ihre \orfahren seien schon 'fit Jahrhunderten in Deutschland heimisch gewesen, .selbst wenn die I.egende nicht recht Imt. »o In-weist »ir da» cc arme lletmatueftihl der Juden für Deutschland. In <l,-i Böincr/eit wohnten Juden auch in \aihrn. \mhrnath. Augsburg. Bopparel. Mainz, iiegeii'bulg .stralibiirg. Irier und worin». Sehr alle jüdische -Friedhöfe beweisen du» Bestellen jüdischer (.emeitulen in dieser Zeit. I III ‘»(Hl al»o cot mehr al» einem Jahrtausend waren Juden bereit»'in allen Gegenden Deutschland» ansässig. In der römischen Zeit waren die Juden in I )eut'thland lind Gallien w ie zur gleichen Zeit in l’al.i'tina und Üabvlon Grumlhcsit/c-r und \ckerbauer. Besonder» pflegten sie den Weinbau. Kieuzf.direr erschlugen drei Juden bei der Weinlese. Bi» zum 12. Jahrhundert scheinen Acker- und Weinbau ihre I laiiptherufe gewesen ,n 'ein. denn i.lic'ei Ben Nathan au» Mainz »teilt zu tlie»er Zeit beclaueriid fest, (lall sie diesen Beruf nicht mehr ausüben dürfen: ..Meute, cco die Juden keine Aeckc-r und Weinberge mehr haben dürfen, um dneon zu leben, jst das (a Id c c-rlc-ilit-ii für ihren Lebensunterhalt notwendig gt-cc orclen.” Historische Quellen nennen Juden al» W eingärt ne r 114(> in Mainz. ll*-t und >-<X> in Wiirz- Inirg. I »12 in Frankfurt a. M.. I'"iJ am Botlensee. I'if in der Gegend con Wien. IVc| in W einheiin. Aber attcfi für andere Teile Deutschlands, zum Unverlangt eingesandte Artikel werden nur zurückgeschickt, wenn Rück- Porto beiliegt. Beispiel für Schlesien, ist die ursprüngliche Adcerhautätigkeit der Juden urkundlich nach weisbar. So wird am 12. März 1126 den Juden „wo immer sie in der Kastellanei in Beuthen den Pflug führen", die Zahlung des Zehnten geboten Im It. Jahrhundert sind die Juden in Köln al» Schmiede und Schlosser, als Bauern und in dt-i Schiffahrt tätig. — CVcS treffen wir jüdische Stc-inhauer und Schmiede in Nürnberg. Im alten jüdischen Schrifttum stellt: ..Die Arbeit stein hoch, sie ehrt ihren Meister“ und ..Wer seine n Solin kein Handwerk lernen lullt, erzieht iln zinn Räuber”. Solange die Juden die Freihe i der Berufswahl hatten — bis zum 14. Julirlinn dort - haben sie also keineswegs Berufe 'gescheut. die mit schwerer körperlicher Arbeit vc-i blinden sind und unterschieden sich von den Christen in Deutschland nicht in der Ausübung der Gewerbe. Dann aber setzten die \ erbot« ein: Juden durften keinen Grundbesitz mein haben und den Zünften nicht angeboren. Handel uii,I Geldgeschäfte blieben ihre einzigen Fr werbsqm-llen: die Fürsten zwangen sie. hohe Zinsen zu nehmen. In der Neuzeit besagt ein Fdikt Friedrich des Grollen aus dem Jahre 1764 ..Fs niillfällt uns. clali die Juden Kühe pachten. Das muH aiifhören. Siecc erden geschützt, damit sie Handel. Koniinerze. Manufakturen. Fahrt quell und dergl. betreiben." Die Juden haben sich also nicht com Handwerk fertige hallen, sondern sie sind con ihm fc-rngehahen worden. Bis zur Stein-Hardenbergsehen Jiidengesc-tzgc-hung com Jahre- 1812 durften die Juden nicht Handwerker werden. Aber auch nachdem sie formell das Recht dazu erlangt hatten, war ihnen der Beruf tatsächlich so gut wie cerschlossen: die besonders feste gesellschaftliche und berufliche Gliederung des Hand ccerkc-rstatidc’s brachte es mit sich, clull auch nach IM2 Juden ungern oder gar nicht in den Handwerkerstand anfgenomtne-n wurden. Wenn heut«- schätzungsweise 4<MMX) Juden im Handwerk beschäftigt sind, was bei einer Zurechnung det Familienangehörigen etwa zu einer Gesamtzahl con MMKMM) vom Handwerk abhängigen jüdischen Menschen führt, so ist das. gemessen an det historischen Fntcc icklmig. ein besonders beachtliches Frgc-hnis. Wenn nun in der Gegenwart. fuHend auf der historischen Fntwicklung. gewisse Unterschied«■ in der beruflichen und sozialen Struktur zeei »cheit der jüdischen .und der gesamten Bevölkerung Deutschlands bestehen, so steht doch, wie- . die Krgc-bnisse der letzten reichsdeutscheii Berufszählung (I92>) zeigen, die Tatsache fest. daH heute Juden in allen 166 Beritfszweigen. die es in Deutschland gibt, beschäftigt sind. Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten Am Montag, den 8. August, verschied plötzlich an einem Herzschlag im 53. Lebensjahre unser Kamerad und I. Vorsitzender Dr. med. Franz Hirsch Er hat seit Gründung den Landesverband Württemberg des R.J.F. in unermüdlicher Tatkraft geleitet. Von unbeirrbarer Liebe zum deutschen Vaterlande erfüllt, war ihm der Kampf um die Ehre unserer gefallenen Kameraden und des deutschen Judentums Lebensaufgabe. Wir werden diesen treuen Kameraden und hervorragenden Menschen nie vergessen. Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten Landesverband Württemberg Dr. S. Merzbacher ARZTETAFEL Dr. med. Jul. Ottenheimer Facharzt für innere Medizin Stuttgart, Friedrichstraße 16/, Telef. 292 01 zurück Sprechstunden von 4—6 Uhr nachm. Israel. Frauenverein Stuttgart Auch die diesmalige Leerung der Sammelkässchen hat ein durchaus befriedigendes Ergebnis gebracht. Der Frauenverein sagt allen Spendern herzlichen Dank und bittet seine Freunde und Gönner, die noch nicht im Besitze eines Sammelkasschens sind, sich durch die Bestellung eines solchen bei der Vorsitzenden, Fra. Koanaerziearat Boa. Wolf, Hohemgeren 3, Telefon U3M, an der Sammeltätigkeit für unsere Armen und Notlddenden zu beteiligen. Ausländische Staatsangehörige! Wir machen alle ausländischen Staatsangehörigen darauf aufmerksam, daß es dringend erforderlich ist, daß jeder Ausländer sich umgehend in den Besitz eines gültigen Passes oder Paßersatzes setzt. Die ausländischen Konsulate haben Anweisung, alle Gesuche im weitgehendsten Maße schnellstens zu erledigen. — Den ausländischen Staatsangehörigen stehen die örtlichen u. Landes-Organisationen des Reichsverbandes ostjüdischer Organisationen jederzeit zur Verfügung. Im Zweifelsfalle ist zu Auskunftserteilung gerne bereit der Reidisverband ostjüdisch.Organisationen Berlin, N. 54, Rosenthalerstr. 55 Ingenieur und Kaufmann, Israel., anfang 50, Wltw. ohne Kind in schön. Großstadt, mit elg. sonnig. Wohnung, compi. eingerichtet, Vermögen u. gut. Existenz, musikalisch, sucht zwecks evtl. Ehe Bekanntschaft mit Inteliigt Dame, 35—42, aus nur gut. Hause, gesund, häuslich, charakterv., u. anpass. Neueres Lichtbild erwünscht. Diskretion gegenseitig. Bewerbung, unt. .Eheglück» an die Exped. d. Blattes Zimmernachweis Für Studierende an der Universität Freiburg i.Br. werden vom Sekretariat der Israel. Gemeinde Zimmer bei Gemeindemitgliedern nachgewiesen. — Anfragen an: Israel. Gemeindesekretariat Freiburg i. B., Werthmannplatz 1