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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-07-16 · 8 (16.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
8 (16.7.1932)
Date
1932-07-16
Page
[Seite] (sequence 3)
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Pfandleihanstalt Stuttgart A.-G. KönlgStr. 10A' beleiht diskret Gold, Silber Juwelen Die deutschen Juden im Weltkrieg. Trotz aller Beweise für die treue militärische Pflichterfüllung der deutschen Juden im Weltkrieg wird von antisemitischer Seite immer wieder unsere Gemeinschaft verdächtigt, in den Kriegsjahren nicht ihre Pflicht getan zu haben. Diesen Anfeindungen tritt ein Artikel in der letzten Nummer der „Abwehrblätter“, dem wir die nachfolgenden Ausführungen entnehmen, erneut entgegen. Es darf gleichzeitig daran erinnert werden, dafl allein die württembergischen Juden im Weltkrieg 1610 Frontsoldaten gestellt haben, von denen 909 verwundet wurden und 263 gefallen sind. Die Schriftleitung. Auf dem Gebiet des heutigen Deutschen Reichs (also ausschließlich des Freistaats Hamburg und der im Friedensvertrag abgetretenen Gebiete) wurde eine Zahl von 84 332 jüdischen Kriegsteilnehmern ermittelt. Bei Berücksichtigung der Zahl der Juden in Hamburg und in den 1919 abgetretenen Gebieten — hierbei ist zu bedenken, daß der jüdische Prozentsatz der Bevölkerung in einem Teil dieser Gebiete, namentlich . in Westpreußen und Schlesien, ein vergleichsweise sehr hoher ist — darf man. ohne zu hoch zu greifen, annehmen, daß die 1914 in Deutschland beheimateten rund 550 000 Juden annähernd 100 000 Mann zum Heeresdienst gestellt haben. Aus dem Reichsgebiet in seinen heutigen Grenzen (ohne Hamburg) wurde eine Zahl von insgesamt 10089 Gefallenen jüdischer Abkunft ermittelt. Bei einem Rückschluß auf das Reichsgebiet von 1914 kommt man auf die Schätzungszahl von 12 000. Dieses Ergebnis stand schon vor zehn Jahren fest. Seit dieser Zeit nun hat der „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“ in sorgfältiger Arbeit durch ständige Recherchen bei den Behörden, namentlich bei den Gemeindebehörden, und durch ständige Nachprüfungen beim Zentraluachweisamt in Spandau, das die Stammrollenauszüge der Angehörigen sämtlicher deutscher Truppenteile aufbewahrt, weitere Erhebungen angestellt. Dabei -ergab sich, daß etwa 5 % der Namen, die der Berechnung von 1922 zugrunde lagen, gestrichen werden mußten, weil sie der Nachprüfung nicht stand hielten. Es ergab sich Die schönsten dtcmdatbeiten und sämtliches einschlägige Material für Kissen, Decken, Pullovers usw. bei 'lüeyhüuj.’s (KandaUeUshaus POSTSTR 6 ✓ TELEFON 29318 Beratung und Anlernen kostenlos. Spszlal* Abteilung für Bsby-Artikel und sämtliches einschlägige Material für Kissen, Decken, Pullovers usw. bei 'lüeyhüuj.’s (KandaUeUshaus POSTSTR 6 ✓ TELEFON 29318 Beratung und Anlernen kostenlos. 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Diese völkischen „Gegenrechnungen“ sind ein com höheren Zweck der Judenhetze geheiligter infamer Schwindel. Um diesen Schwindel zu widerlegen, ist, wie erwähnt, der ..Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“ seit Anfang 1928 dabei, nochmals die Namen aller jüdischen Gefallenen zu registrieren und mit den Kriegsstammrollenauszügen des Zentralnachweisamtes in Spandau zu vergleichen. Diese Arbeit ist natürlich außerordentlich schwierig und zeitraubend, was ohne Weiteres aus dem Umstand sich ergibt, daß in Spandau nicht weniger als 15 Millionen derartiger Urkunden aufbewahrt werden und durchgc-seheii werden müssen. Bis zum heurigen Frühjahr hat nun der „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“ 10 478 Namen jüdischer Gefallener des deutschen Heeres festgestellt und von diesen 10 478 Toten 9774 Namen so identifiziert, daß jeder dieser Namen mit der Nummer veröffentlicht werden kann — und das ist beabsichtigt — unter der er in der amtlichen Verlustliste geführt wird. Wenn es nun heute, 14 Jahre nach Kriegsschluß. trotz aller entgegenstehenden Schwierigkeiten noch möglich ist, bei einer privaten Zählung zehneinhalbtausend Namen von Gefallenen einwandfrei zu ermitteln und für nahezu 101X10 davon ihren .Soldatentod amtlich beglaubigen zu lassen, so darf man wohl annehmen, daß die bereits 1922 schätzungsweise ermittelte Gesamtzahl von 12 000 Gefallenen eher zu niedrig als zu hoch ist. Dabei soll nicht bestritten werden, daß diese Gefallenenzahl etwas unter dem allgemeinen Durchschnitt liegt. Von 13 387 000 im Heeresdienst stehenden Deutschen sind 1 885 619 auf dem Feld der Ehre gefallen, also rund 14 %. Von den 100000 jüdischen Kriegsteilnehmern „nur“ rund 12 %. Aber bei dieser Verhältniszahl ist zu berücksichtigen, daiß aus Gründen, für die die Juden viel weniger verantwortlich zu machen sind als ihre christliche Umwelt, die überwiegende Mehrzahl der deutschen Juden der großstädtischen Bevölkerung angehört — Folge von jahrhundertelangem Ghetto und zwangsweiser Fernhaltung von Grundbesitz und Landwirtschaft — und daher stärker überaltert ist als die nichtjüdische ländliche Bevölkerung. Interessieren mag vielleicht noch, daß ein bereits im Herbst 1918 von einem konservativen Abgeordneten im Reichstag gemachter „Witz“: „Haben Sie s ch o n einmal einen j ü d i - sehen Flieger gesehen?" durch die Bekanntgabe von 150 Namen jüdischer Kriegsflieger im deutschen Heere schlagend widerlegt ist. in anderer gelegentlich kolportierter „Witz“ der Antisemiten besagt, im os t a f r i kanischen Feldzug seien die D e u t s ch e n deshalb n i ch t zu sch 1 agen g'e w e s e n , weil keine Juden da'bei waren. Auch dieser „Scherz“ verflüchtigt sich von der Tatsache, daß Saison- Sittlich Verkam mit radikalen PralsligrabMtzungttn Eine besonders günstige Gelegenheit, unsere Qualitätswaren enorm billig xu erwerben. Indanthren unübertroffen waschecht - lichtecht - wetterecht Indanlbreo-Haus Stuttgart« o.m.bJL Königstr.12 HuccainUdauö \''\wvvn\\v Sport-Hemd 2.90 Sport-Strümpfe 1.90 Wander-Hose 4.90 Wander-Weste 9.80 Rucksack __ 2.90 Pullover 2.90 Knickerbocker 7.80 Sport-Schuhe 13.80 Regen-Mantel 13.50 Loden-Mantel 24.50 Jetzt MlllgwwU |e Im SalaoatchluSeerfcaaf bahn reitmever Büchsenstrasse 12 — 14 d en »th unter dem Kommando Lettow - Vorbt Deutsch-Ostafrika 17 deutsche* Juden gc haben, von denen sechs verwundet wur sechs fielen, also ein Prozentsatz, der a blutlüsterneu Kriegsfreund genügen dü Schließlich sei auch noch auf die Tatsa<lh gewiesen, duß Aon den rund 100000 de Kriegsteilnehmern jüdischer Abkhnft 2»j rend des Krieges zu Offizieren neförde den. Auch dieser Umstand spricht dafür, deutschen Juden als Soldaten hinter ihre jüdischen Kameraden an Mut. Pflichteif und soldatischer Tätigkeit nicht zurück*# Denn daß es ein Jude im Feld leichte als ein Nichtjude. Reserve Offizier zu wert dürfte vermutlich nicht einmal Herr lli lumpten. _ des in kämpft und dem rtfte. hi ii - ätschen 2 wäht w ur- Jaß die nichtü llung auden. r hatte en. das i ler be- Das Hakenkreuz - in der Bibel. Das Haken- oder Gammakreuz, Cruj; mata, Swastika im Sanskrit hatte schc^i mehrtausendjährige Geschichte erlebt, überraschenderweise 1910 durch Guido 1 Heilands- und Kennzeichen der söge Arier gemacht wurde. Im Altertum lass drei Hi weisen deren Ursprung Nordsyrien ist die liehe trojanisch-donauländische Gruppe nachmvkenische Gruppe, in der das Hak vor allem auf kyprischen und philisi. Töpferarbeiten erscheint. Von dieser Gru >| ist es erst nach Italien und Indien gev Im Abendlande erscheint es dann auf Glocken und Wappen des Mittelalters. Hauptgruppen seiner Verbreitun i: die spätneolitische, elamische bro i Garn n eine als es st zum kannten qen sich nach ruppe, zezeit- und die «nkrenz äischen pe aus ändert. Münzen, Es ist Qualitäts- Stoffe in meinem am 16. Juli beginnenden Saison- Schiuß-Verkauf zu well Herabgesetzten Pre sen 1 LORENZ Stuttgart Charlottenstr. 9, Ecke Urbahstr. -

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