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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-06-01 · 5 (1.6.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
5 (1.6.1932)
Date
1932-06-01
Page
[Seite] (sequence 2)
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Jacs TüodietieiuUcJlaus Gummischürzen. ab »SH Teewarmer, Steingut.i.50 Wochenendbeil (verein, 5 Werkz.) 2.25 Spiritusvergaser.3.00 Elektr. Bügeleisen. 4.20 Fliegenschränkchen, a. lack. Blech 5.75 Becher und Teller aus unzerbrechlichem Festeilan in 4 Farben Große Auswahl in billigen rostfreien Bestecken In - hier Ih -unclcr» ern»tcn >tiin<li‘ klingt ßi>»- Di,iI („>ili->v,j„s„,,- vom Sinai /ii Israel: ..! Ii r »nllt i ein Reith von Priestern i!"ii;l - i ii Ii e i I i fi'e s Volk werde n." Israel ».dl eine'Cieineiinle Gleiciibt-w iißter. ein /iisaiii nu-ii'thluli (deithfresinnter. vor allem aber eine .enieinde V >>1, Priestern und Heiligen. von Hn/eipersiinlithkeiten voll Sejhsthesinnunp und Ichhew iillt.ein werden. I in jeder sei Partei: l.ihercler. Ge»et/e->treurr. Nationaljude. Revisionist. Mvstiker -der Rationalist, aber er sei P r i e s t e r. Diener am gött 1 i th e n Wort. R ,i n n c r t r ii p e r einer h e i I i p e n Idee, nur irslit \la»>ennM*nscli! Das Judentum soll eine t »ölte.iiemeinde sittlicher Persönlichkeiten »ein. I >,i»;.t »eine ewipo Zielsetzung »eit dem Tape der SinaiiifTenharunp. Zur Geschichte des Wochenfestes. W ie d.i- P »ach und I.aubliiittenfest i»t auch das Wmhenfest in biblischer Zeit lediplith ein Erntedankfest pewesen. Erst später ist es /um Eriniierniipsfeste au die Offenbarunp tler Thora durch \h>«e pewortlen. in der Bibel heißt es — 38 — erade/u das Erntedankfest (Chag-haazir). Es war der Abschluß der Getreideernte, die am Pessath mit dem Schneiden der Gerste begonnen worden war. Es heißt daher im Talmud zumeist Azeret (Sthlußtag). weil es als Abschluß des Pessathfestes betrachtet wurde. Aber der Talmud, der iilrer das Datum des Festes debattiert (Sabbath Hb. b) kennt noch nicht die Be- Ziehung des Festes auf die Offehbarunp vom Sinai. Das Wochen fest wird in der Bibel das Eest der Erstlinge genannt. Man brachte an ihm eine Opfergabe, bestehend aus zwei Broten aus dem feinsten Weizenmehl der neuen Ernte dar. Die I»eiden Brote wurden dem Hohenpriester auf die Handflächen gelegt und von ihm in der Art des Gerstenopfers ..gesihw ungen“. Das eine der Brote verblieb dem Hohenpriester, das andere wurde unter die Priester des Dienstes verteilt. Neben dem Wochenfeste feierte inan in Israel auch die Erstlingsfeste der Trauben. Feigen, der Granatäpfel, der Oliven und der Datteln. Für diese F'ruchtarten gab es allerdings keine festdatierten EJrstlingsfoste.. Sie wurden je nach der Reife gefeiert. Bemerkte man im Gurten oder auf dem Felde die erste reife Frucht, so band man einen Faden um sie und sprach: sie soll Erstlingsfrucht sein. Man sammelte dann die Erstlingsfrüchte in einem besonderen Korb, den man in Gemeinschaft mit den Bewohnern seines Bezirkes feierlich nach Jerusalem brachte. Die l.ev iten begrüßten die Opfernden mit dem Ge- »äng des >0. Psalms. Ein Priester nahm dann den Korb mit den Erstlingsfrüchten und stellte ihn vor den Altar. Der Opfernde las dann die Verse im?h. Kapitel des 5. Buches Mose, in denen von dieser Opfergabe die Rede ist. An die ursprüngliche Bedeutung des Wochenfestes erinnert heute nur noch der Brauch. Wohnhäuser und Synagogen mit grünen Zweigen und Blumen zu schmücken. Schon frühzeitig wurde es Brauch.-die erste E'estnacht zu wachen und sich in ihr mit der Thora zu beschäftigen. Ein besonderes Büchlein (Tikkun) enthält die Auszüge au» allen Teilen der Bibel, der Misch na. des Sefer Jezira und des Soliar. die in der Nacht gelesen werden sollen. An diese Nacht knüpft sich auch der Tolksglaube, daß sich in ihr der Himmel spaltet, und. wer im rechten Augenblick hinaufblickt und einen Wunsch ausspricht, dem wird er in diesem Jahre sicher erfüllt. Hoffen wir. daß wir alle rechtzeitig in diesem Jahre in den Himmel blicken und den Glücksaugenblick nicht verschlafen. Es ist eine alte Sitte, an den beiden Festtagen süße Milchspeisen zu genießen, weil die Thora mit Honig und süßer Milch verglichen wird. Am F este pflegt man e inen Berg zu besteigen, um sich beim Spazierengehen an den Sinaibgrg zu erinnern. Die griechischen Juden nannten das Fest Pen takoste, d. h. den 50. Tag (nach dem Pessach). Unter diesem Namen kam das Wort in die griechische und lateinische Uebersetzung der Bibel und von da zu den germanischen und romanischen Völkern, die das Fest Pfingsten. Pente cote. Pentecost nannten. Aus dem Offen barungsfest der Juden ist dann im Neuen Testament das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes geworden. La$t Euch nicht entmutigen! Gedanken zu einem Buche. Von Hans Sternheim, Stuttgart. „Das Wichtigste freilich ist unerlernbar, man muß es von Natur aus mitbringen: ich meine das souveräne Gefühl, daß man selber der Erbauer seines Lebens ist." I. Dieser schöne* Gedanke stellt im \orwort von Stefan Großmanns Lebensgeschichte, die. wie so manches wertvolle Buch, im S. F i s di e r Verlag. Berlin, erschien. Es ist bezeichnend, daß diese geistvolle, literatur- und kulturgeschichtlich ungemein aufschlußreiche Bio: graphie den Titel trägt: ..Ich war begeistert ..." Bezeichnend deshalb, weil Großmann den unsere Leser auch als Begründer der politischen Wochenschrift ..D a s läge b u dt“ kennen. trotz seiner Meinung, der Wille zur Gestaltung des Lebens sei naturhaft bedingt, fast auf jeder Seite seines Buches beweist, daß aus diesem Titel ein tiefgewurzclter Jude spricht, der den Schicksalsschlag nicht mit fatalistischer Resignation, sondern mit dem weltweisen optimistischen Demutsgefühl des „G a m su letauwoh“ erträgt. Und wie es bei der Lektüreguter Bücher oft geht, so regten uns Großmanns Gedanken wieder zum Nachdenken an. Sein wahrhaft erquickender Optimismus hat an stille Saiten gerührt. Mögen die folgenden Gedanken auch in unserer Gemeinschaft Verstehen finden! II. Stefan Großmann „war begeistert“, war im Glück und Unglück trunken von den Erkenntnissen der wechselnden Stunde. Aus der Freude schuf er sich Kraftquellen, um in der bitteren Erfahrung bestehen zu können, und im Leiden fand er den Weg zu den tiefsten Gründen seiner Wesenheit. ..In meinem Krankenzimmer“, so schreibt er, ..w enn der Todessturm meine Lebens- Nach mehr alf* dreijähriger Tätigkeit im Sanatorium fOr innere und Nervenkrankheiten Schloß Hornegg» Gondel*- heim a. N. (Geh. Hofrat Dr. Roemheld), zweijähriger Assi- Stentenzeit an der 1. medizinischen (Direktorial*) Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses St. Georg in Hamburg (Prof. Dr. Hegler) und einjähriger Tätigkeit als Oberarzt der inneren Abteilung des Marienhospitals in Stuttgart (Dir. Dr. uöt2), habe idi mich als Facharzt für innere Krankheiten in Stuttgart niedergelassen Dr. med. Ham Giebel Paulinenstr. Nr. 25 / Fernsprecher Nr. 73622 Sprechzeit: 11 bis 1 Uhr und 4 bis 6 Uhr, Samstags von 11 bis 2 Uhr. Röntgen Untersuchungen Zu allen Ersatzkassen zugelassen. Dr. med. Frh. v. Gumppenberg prakt. homöop. Arzt jetzt Feuerseeplatz 3 / Tel. 633Oi Alle Krankenkassen Dr.med.GeorgRoemer leitender Arzt des . iBstitils Iflr PersialfdilieftsiBndini (Spezialbehandlung nervöser Zustande, sowie Eignung*- Untersuchung) lotst: Augustenstr. 531 / Fernruf 60089 Behandlung auch von Ersatzkassen'Mitgliedern Papier* and Zeitsc&ri Ifen-Zentrale Calwsratrae« SS 3HroSetarf / e#trtHasrni 5*ttfOrtftra MaäctaanuM* Aach Kr Uriaftc Auftrag Mit Oaak wiKkaauaea! Offerte« erbeten aater 9.CH. 403 »- g. JfisditiW« grsui»KJeitaag Isr.Landes-AsH ml DnterstfltzaiMrein lör Württemberg E.V. Die MlttllederversammiQiiä iiiittiiinnunmniitmtuHniiimitinMHnmmtKRWMnintaiHtiimfiimtanffHiiinin findet am Sonntag, den 5. Juni 1932, nachmittags 4 Uhr, im Altersheim in Sontheim statt. Tagesordnung: 1. Verwaltungs- und Kassenbericht, Entlastung 2. Neuwahl von 5 Ausschußmitgliedern 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen ist dringend erwünscht. Der Aussdluß Freitag, dea 3. Jaal, Jageadhelm, Prtedrtchitr. Still-, abends •>/, Uhr, Freitagabend-Feier Leitung: Rabbiner Dr. Aaerbadi Dienstag, 7. Jani, Stattgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends Uhr, Ausspracheabend Ober „Probleme moderner Erziehung“ Leitung: ReL-Oberlehrer Jak ab JafM Dienstag, des 14- Jaal, Karbaaa aaf der Bald, abaads ■>,< Uhr, Gemül lieber Abend mit Tanz Wir bitten um zahlreiches Erscheinen! Israel. Walsenand Enielmiiü-ABStall - - — 1« V * Die ordentliche Milglieder-Versaminliing findet am Sonntag, den 26. Juni, vorm. 10 Uhr pünktlich, im Gemeindehaus,Hospitalstr.36, statt Tagesordnung: 1. Vorlegung des Rechenschaftsberichts und Entlastung des Kassiers. 2. Neuwahlen für die im Turnus ausscheidenden Ausschußmitglieder. 3. Verschiedenes. Der Isr. Frauenverein wendet sich diesmal mit einer gewissen Scheu an seine Mitglieder und Freunde, mit der Bitte, die SamtnelkSSchen des Vereins zur Abholung und Leerung bereit zu halten. Der Verein weis sehr wohl, daB er von vielen seiner Gönner Zuwendungen für die Pfundsammlung regelmäßig erhält. Aber der Ertrag dieser Sammlung, sowie die eingegangenen Mitgliedsbeitrage reichen nicht aus, die bestehende Not zu beheben. Er muß daran gehen, durch Leerung der Sparbüchsen seine Mittel su ergänzen, wenn er den an ihn gestellten Anforderungen gerecht werden wtIL Jeder Betrag, mag er auch noch so klein sein, ist herzlich willkommen. Viel wenig geben auch ein viel. Wir bitten die Mitglieder, die Leerung nicht als eine Belästigung su empfinden, sondern als eine unumgängliche Notwendigkeit anzueikennen, damit der Verein seine heiligen Flüchten, Arme und Kranke zu unterstützen, erfüllen kann. Beiidü Ile Veranstaltungen ler IM. Veretie 3 23562334

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