Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 2 (16.4.1932)
- Date
- 1932-04-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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— 12 — Zum Tennis-Sport: Tütseee JCUtdet... TeuihieuM IN w«tA Panama ** TcaaitkaM CM vtii Was<&stoff Teaaiudil««er17' baaonders preiswert ■ I TcaaiudMhc 4M mit Cftpesohlea ■ gut und billig vom reit mevev Büchsenstrasse 12 — 14 /upli'iih dir Muttrr. /» der die Söhne stol/. aufhlickien uluv »J. >>*. Sic war der Mittelpunkt des Hause--, dir Seele der Familie, die ideale Mutter. Die /eit ist ernst! Wir erwarten zu viel von der Hilfe von aulien. zu wenig von der eigenen k rast. Wir l> r a u ih e n hoffende Mrns ih e n mit gläubigen Herzen u n d starkem Gnitvertraiirn. Vielleicht ist der Frau die Sendung anvertraut. die kraftquclle einer neuen Zukunft zu werden. Hoffen tut not. wir brauchen Glauben. Zukunftshoffniine. Diese eigentlichste Frömmigkeit war die kraft unserer Mütter. Sie sollte die kraft ihrer Töchter und Fnkelinnen werden. Dann sind die Frauen die Gottesboten, die Fngel. die uns über die Abgründeder Gegenwart einer neuen Zeit entgegenführen. Dann gilt auch von den Frauen der Gegenwart da« ehrende Zeugnis der Mütter in Aegvpten: ..1 m seiner frommen Mütter o Illen i ' t Israel aus Aegvpten erbAi Word e n." Wir veröffentlichen nachfolgend den Schloß der von Ansfaltsdirektor Th. Rothschild bei der Hundertjahrfeier des Efilinger Waisenhanses gehaltenen Festrede. All unser Mühen in dieser Richtung wird darum immer Stückwerk bleiben müssen. Es ist nicht immer leicht, die augenblickliche pädagogische Lage zu erfassen und aus ihr heraus die richtigen Mittel zu finden. Es hat darum auch immer seine Schwierigkeiten gehabt, die geeigneten Mitarbeiter auszuwählen. Bei all diesem Tun läßt sich nämlich gar nichts herbeiführen, gar nichts programmänig einbauen, hier waltet nur das geheimnisvolle Weben der Persönlichkeit und. wie im deutschen Märchen die treue Liebe es ist. die jedes Geheimnis ergreift, jeden Zauber löst, so ist es auch hier die freie Liebe, die uns die Seelen der Kinder erschließt, daß es sind „unsere Kinder“. Was wir ferner tun? Wir nehmen jedes Kind ernst, ernst mit all seinen Vorzügen und Fehlern. Wir bejahen freudig seine Vorzüge und haben den festen Willen, die noch nicht entfalteten oder verkümmerten Kräfte zu wecken und zu schützen, uns zum Wertärmeren und Wertgeminderten herabzubeugen. Es ist dabei wichtig. das Kind nicht nur in seinen einzelnen Aeußerungen zu verstehen, sondern in seiner Ganzheit, die Lebenslinie jedes Kindes aufzufinden. Das ist nur möglich, wenn das Kind weitgehendste Freiheit hat. denn nur in der Freiheit können sich seine Kräfte entwickeln, kann seine Selbststeuerkraft wirksam werden. Es schadet dabei gar nichts, wenn das Kind diese Freiheit auch einmal mißbraucht. Wir sind keine Strafanstalt, wir haben nicht das Amt zu richten, zu werten, zu verurteilen, unsere Aufgabe ist, zu helfen, zu heilen, zu erziehen. Auch die unwertige Handlung ist nur ein minus bonum. ein notwendiger Durchgangspunkt zum Besseren und Guten. Wir lassen unseren Kindern Freiheit. Gut! Sie gehen in fremde Obstgüter und holen Obst Sie sind auch schon mit großen Rucksäcken zu diesen Gängen ausgezogen und haben sich ein Obstlager angelegt. Mit strengen Strafen ist hier gar nichts geholfen, ebensowenig mit strengem Verbieten. Es galt, auch hinter diesem Bösen und Gefährlichen noch den verzerrten Sinn des Guten, die guten Kräfte zu entdecken und zu einer Umkehr, zu einem ethischen Richtungswechsel zu veranlassen. Was steckt doch im tiefsten hinter jenen Raubzügen? Starker Geltungsdrang, etwas Romantik, sich wichtig zu machen, Sammeltrieb und Fürsorge für magere Zeiten. Der Erzieher muß sich diese guten Kräfte merken und es unbemerkt so lenken, daß sich dieselben in anderer Richtung auswirken können. Eine strenge Anstaltsordnung und eine strenge Aufsicht hätten jene Streifzüge auch verhindern können, aber die Jungen wären dabei nicht gebessert worden. Beim Aufhören der Anstaltserziehung, in einer Umgebung, die sie weniger behütet hätte, wären die zurückgedrängten Triebe wieder erwacht und hätten elementar die Führung an sich gerissen. Zurückdrängen ist wertlos, das Innere soll aktiv werden oder bleiben und an das Gute, das auch in Fehlhandlungen zu finden ist, muß die Erziehung anknüpfen, denn nur von hier aus ist eine Besserung möglich. Es läßt sich das Fehlerhafte im Kind nicht so bekämpfen, wie man das Unkraut des Gartens bekämpft. Hier wird zunächst gejätet, dann gepflanzt, beim Menschen kann man das Böse nur durch das Gute bekämpfen. man muß also zuerst pflanzen, dann erst kann man jäten. Goethe hat es uns ja in dem oben angeführten Ausspruch gesagt: Gewährenlassen und Erziehen, das ist die Kunst. In der Luft der Freiheit wächst die Selbstsicherheit und der Mut, und das sind wieder die Quellbäche aller kindlichen Schöpferkraft. Dabei muß in einem Heim, in dem die Erzieher ständig mit den Kindern Zusammenleben, der alte Erziehungsgrundsatz gelten: Alles sehen. Weniges, ganz B.A.V. Dienstag, II. April, Stattgart-Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends I1,» Uhr. Aussprache-Abend „Zeitgenössische Musik“ (mit Scbaiipiatten) Referent: Max Gellhorn Wein ii. me Festtage empfiehlt die Verkaufsstelle fflr Rheinische Weingüter Herxofstrafie Nr« Sc Auserlesene Qualitäten / Offene und Flaschenweine, direkt ab Weingut Auf den JUsachtisch die «hone ßiMgcfogafa Nur 75 Pfg. Zu beziehen durch die Mivfrts 15 PlMli Hrti Isr. Verlagsanstalt G.m.b.H., Stuttgart Kasemenstr. 13 SdnanwaldKis der Stattgart-Lige Möhringen bei Herb a. N, * Gute rituelle Verpflegung, fließendes Wasser, Liegehalle, Schwimmgelegenheit, Stahlbäder, Beaufsichtigung durch geprüfte Kindergärtnerinnen unter Leitung einer ausgebildeten Krankenschwester — Aerztl. Aufsicht imiiiniuiiiniiiHiiiiiHiniiiiiiuiinMitiimiiwiiuamiM—imibih Geöffnet ab 1. Juni 1932 iiiiiiiiiiiiHiiHimiiiiiiiHiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiimmiiiiiHiiiiiiii Juli und August sind in erster Linie für Kinder von Logenbrüdern vorgesehen. — Vor den Ferien können auch junge Mädchen aufgenommen werden. Anmeldungen sind zu richten an: Fru lene Hille. SMtf in. Lesnusmie 7 Tlach des Haqes TIlüA' und <%ast - abends in den Jitmpatasi FILMPALAST CANNSTATT Das Theater der Qualitäts-Tonfilme Ist. Männenerein für KrankeniMe and LeiffleQDest&ttong e.V. n«mp man Samstag, den 23. April, abends 81/« Uhr, im Restaurant Bloch, Calwerstraße 4 57. Beneralsersammlnnfi TAGESORDNUNG: Bericht des Vorstandes Rechenschaftsbericht des Kassiers Verschiedenes Zahlreiche Beteiligung erbeten Der Ausschuß ^Besucht das lud. luaetuLheim rlchstr. I, III. Verein tfittsdrcr Handwerker tat Sfiffjarf £» empfehlen tidti Ed. Llcbcraui, Ochsenmetzgerei, HolzstraBe 13, Telefon 296 22_ Loopold Drei fass, Metzgerei, feine Fleisch- und ■ erzträSe 17. Wurstwaren. Nadler Telefon 24910 nw»—. Opatowskl, Maßschneiderei, Deutsche und englische Stoffe. SdiwarenbergstraSe 1C1 O. Joatof- Hattor, Herrenschneider, Lager deut- - “ - 22694 scher und engl. Stoffe. Friedricbstr. 6, iger Tel. SawitSra lootallnllon und Hilnmoaanlaiion Jaltas Koka, Gas-, Wasser- und EntwSsserungsleitungen sowie alte Reparaturen. KolbstraBe 12, Telefon 70076 L. Laadaaer, Spezia]reparaturwerkstatte sämtlicher Radioapparate sowie elektrischer Hausgerate. Poetxtraße 7. Telefon 29421 Jakob Oolpera, Anfertigung feiner PolstermObel ln Stoff und Leder bei billiger Berechnung. PauluastraBe 2b Verein zur Fordern^ dei landweiti and des Gnrtentani unter den Israeliten ln 33. IMM-VerAWiM findet am Mittwoch, den 4. Mai, abends 8 Uhr im Logenlokal, Calwerstraße 33 Hhs., statt Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht 2. Neuwahl des Ausschusses 3. Anschließend 8% Uhr Vortrag dos Ham Rogloraagsral StlMar über „Berufswahl ...BeraUnor Der Ausschuß Zahlreiche Beteiligung erbeten / GIste willkommen Ifidfsdns Sdiweslernhelm Stuttgart Dillmannstraße 19 * Wir laden unsere Mitglieder zu der am Sonntag, den 24. April, vorm. 10% Uhr im Sdiwestemheim, Dillmannstr. 19, stattfindenden om. Mitglieder-' '; iiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiHimiiiniiiiittmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiii freund] ichst ein und bitten um zahlreichen Besuch * Tagesordnung: Geschäftsbericht Kassenbericht Entlastung des Vorstandes u. Kassiers Der Vorstand 7835^7 44444