Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 24 (16.3.1932)
- Date
- 1932-03-16
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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- 264 - Wei'tgesprochen worden dürfe: ferner sollten sie wahrend des Gottesdienstes an Sonn- und Feiertagen. insbesondere am Palmsonntag bis nach Ostern, sich zu Hause still und eingezogen tufhaltc». von w ätherischen Kontrakten abstehen und in einem erkauften oder erstandenen Halis .iliein beisammen wohnen, bildlich war es ihnen verboten, eine christliche Amme zu halten. Nach der gesetzlichen Zeit wurde der Schutz verlängert. Auf Fürbitte des .Deutschorden' wurde Minen Ih-t't fernere Duldung zugestanden, von welcher Zeit an 'io sich so vermehrten, il.iß >10 bald auf 10 Familien an# uchsen. In den Jahren l<>44 1040. It>3> wurden drei Bes.lenken abgefallt, ob Juden in der Grafschaft Hohenlohe in 'schütz zu nehmen und zu dulden 'i-ien. / Gleichwohl 'lud zu *1 lolIcubach,zw ei. zu Holl ii.nh acht bi' zehn, zu Krii'|>ach edier, wci'olb'l -ich Mil Jahre lt>so um einigewenige Juch'ii uiedergela'sen halten zwölf odci noch mehl I lauslKiltungeii ent'taiideii. \athclein 'ic kein i-eiii-' Ih-gräbni' hatten, niuliti-n 'icihre- I oten; 11 ||t 11 lande-' beerdigen und in hrn-paih zudem noch ihren Pfarrbc-itrag ablic-fe-rn. Inletc ".int 'Hill auch diefolgenden m-'thitht- : .eben lal'acheu \in v \|ai winde za Pfcelc-Ihnch ein Juch i.imi :i' Jo'i-ph. von Hi'chof'heini am Neckar gei.ui Hg. nach C-I h.dtc-neiii chri'tlichc-n I nte-rnthl in.I abgelegtem <-laiibi-ii'bc-keiintni' <0,1 dein I lofpieiiigc-i Joachim Albiecht Wagm-i getauft c11cI I mlwig ( hii'tian genannt. Die anwesenden -lohen I anfze-ngc-n waren nenn hochgräfliche Pe'i- '..inen |-bc-ii'o hat am f>. Januai fl' eben da '- ll.'t - in Jede nanieii' Joseph von ( rc-glingc-n eilige n S|an<Ic-' -iiclaufe empfangen bl hatte beilfali' die iegieic-iieleii Herrschaften zu Fiinf . -len Mich im Jaln ziivcm war in der Kirchezu einkeii-iii iluich den Ilofpic-diger (-liC'c-i ein g>- --ic nc-r Jude getauft vvorelc-n. \ in -'.April f4' kam nach l.angenbiirg Selig .ein I ow. ein bi'herigei Schutzjude zu Weiker' ■ iiii.'Jv Jahrealt und Jn-reit' mit einer Jüdin ui- Kitzingi-n vc-i heiiatet. Derselbe meldete'ich. hdc-in ei einige läge zuvor be-chlo—c-n hatte-, in christliche Heligion aiiziinehtneu. und bat um I loehhei i 'chaftlichen S-chutz. der ihm auch bewiligl wurde. Im wurde im Christentum gründlich -1 ntc-rvv ic-'c-n _uml es war um <o leichte r. ihm diese Kenntnisse bi-iziibringen. als er ja in der Chri- -tc ii'chnle zu W eikorsheim Deutsch schreiben inil Ic-'i-n gelc-nit holte. Am 29. Juli f4s wurde - - nach einer auf 'olchc Handlung besonders gelichteten Predigt getauft und ihm der Nanu- Carl ludwig >c'c-lig verliehen. 1‘nel endlich wurde -in 6. Oktober f4' zu Pfedelbach ein polnischer hiichdruckei nanieii' Aaron Moses, ledigen Stande'. getauft. Ihm wurde der Name Christian Gottlieb Pfcdi-Ibaeher gegeben. Die Eröffnung des Jüdischen Jugendheims Stuttgart. Mit c-iiifi eindrucksvollen Feier wurde am Vbcricl des io. Marz ein Merk seiner Bestimmung übergehen. von dem man sagen kann dal? es mit -icw issenhaftei Irene und hingehender Liebeerarbeitet wurde das neue J i, d i s ch o J „ g e n eilt c i m uiiscie-i Gemeinde. In den freundlichen Bäumen hatten -ich die- Vertreter der i-raelili- 'cht-ii Körperschaften und \ «-reine eingefiinden: auch die Madt 'Stuttgart hatte in Direkten VI- -I inger eine» offiziellen \crtretei entsandt.. Der Vorsitzende de« Jiigendi Ing'. Dl. Walt e i I i n ' t e i ii . hielt die- Vnw esenelen mit herzlichen Wdrtell vv i 11kc>111 nIC-)!. be-grultte Ill'bi-'OII- -lerc den Vertreter de, >tadt. den Präsidenten -Ics Israel, (iberrat', -ic» V oi sitzenden de- Israel. Vorsteheramts, den Vorsitzenden der Jugend abteilnng de- V orsteheiamt'. und machte nochmals mit den Zielen de- .fugendrings Zusammenschluß der jüdischen Jugend ohm- Rücksicht auf politische, religiöse und w, liaii'ihauliche bin 'tcllung bekannt. VIsichtbare-' Merkmal die 'er Bestie-billigen, -o führte der Redner aus. ist -las Jugendheim geschaffen worden, b' 'oll I reff und Vlittc-Ijmnkr cb-r Jugend vvt-iden. Darüber IiIHalls soll c-' ein Hei m 'i-in vor allem für die ' »ölen erwerb'- und familieulost-u juugc-n beute am Platze-. I ml schließlich 'oll es nbc-r die ^itadtgreiizcn hinaus inil dei piclischeu Jugend des I «indes Kontakl 'th«,ffen. du \\ c-gczur nicht biindischen Jugend M-rmitteln und für jüdische Vtmos|>harisorgen. Dr. biiistein beschäftigt«' sich nun mit den mannigfachen ■Schwierigkeiten, unter denen das Heim errichtet wurde. Fr setzte sich v o nie hm lieh mit den -a chbchc» Gegengrünelen in trefflicher Weise auseinander und vermittelte die Leberzeugung. daß das Jugendheim dazu prädestiniert ist. die Jugend in die f > e m e i n el e hinc-in u a-ti-m zu lassen u n d a n cl ii ci >«- i l s ein enges V e r h ä 1 t— n i ' z w i s ch e ii A I t e i und J u g «• n d z u s«h affen. Dr. Finstein dankte sodäim dem Israel Vorsteheramt. insb«-'ondc-ie aber seinem V ersitze»den und dem Vorsitzenden seiner Jiigc-nilabteiliing für die tatkräftige- Förderung des Jugendheim-Gedankens, sowie Frau Dr. Paul I a ii z cr und Kunstmaler Ignaz Kauffmann, die sich um die Ausgestaltung des Jugendheims hochverdient gemacht hulu-n. bhen- Johanncs Kauffmann Stuttgart Stiftstr. 2 empfiehlt in nur allerbesten Qualitäten: Leb. Forellen. Schleien. Spiegelkarpfen. Haffzander, Rheinsalm. Rheinhedite. 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