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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-03-01 · 23 (1.3.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
23 (1.3.1932)
Date
1932-03-01
Page
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Qiass & Wels Stuttgart ✓ Mittnachtbau A DAS HAUS I FÜR f DEN HERRN ii,, J Vitm in der' >iliulc' gedornt hätten. H, i„ I ,il.. I lu.h. lte IIIXI l.iihelte immer, selbst n t.* ■! >. - I x.r ihn.'äirlich ■ ■infältifTcn tltl il. Ir' ihn «ufi.rt mit einer Priigedtim: li.tMl frei iH’herberpen ■ .'II- \u; : In '•pal1 >h»h an. über <len Spaß i. ie ii. I > Iu-I leute -.fine l nie orsitätsri»»e ul 'einen liei'i'paß Mir. Der Richter j,: i [ be-ie^rt ".ii er nicht: er wollte den '• ,i, i;: ii i.-'Hafen, ""il er »ich für einen ans- . eil. |t■: er niifit will. Ilebel wußte ilim in- ' -.'eii Mei-ter /ii zeigen, denn natürlich. zuerst e der Zöllner e>r;eniiminen werden: er »el!■■■■I I, er 'irfi für nüal' andere' ausjregeben. -- ewar. Iler Richter aller wollte dem Zöllner ia.t.r. eme kralle harkt tler anderen kein ii. ..,- ,, x. rrid hier wai « norfi be'Oiulei' 'chlinim s. .».-'eii. denn de, Zöllner hatte nur ein Auge. \f 111 iu. -n üToben Weiten il' Riü'i'i'gin wurde . I, i entI i'>en. I i, I ''Ii, "Iit hatte einen lii 'iinden 1 Inr'I ireie. .. - »irh drill 'Sl.idlih. Il nahte, jetzt wollte I keiiij-iu W irt'h : i'e einen Tropfen I 'einer Znnue lauw ie (»alle lind \\ i,: i m uhte 'idi bald zun: alliieren lore , uS-i zuriirh'eh tuend darbte er: ..Serjr- |’:>l. reraeß iib nirflt'" Lud er ccrgaß - denn e: rerlente in 'p.iteren Jahren alle .db- ,|> n > t> dk'iieirhe. die er in wohl- ii ^liinden . i'tieiklr. am lieb'len narb ' u ' i ligi-'i. ,;il dem e, "ii Heimweg mußte Hebel viel -ulii abdeiii' n. wadas für eine Welt i't. .I. : ii ii ‘ Hieinem Mitmenschen, weil er t.-i-ii ( min ix i't. einen Leibzoll \erlangt ,ii ein in Stink \ ieh. und rla- \ ieh hat - .!- . denn •' bruurbt den Zoll nicht selber . :i und kann 'ich nirbt terfiirbr-n über b, ' ie. aib. die mau ihm mint. — 254 — Hebel hat s norh erlebt und lange überlebt, daß der Judenzoll wir können es kaum mehr glauben, daß er je bestand abgeschafft w urde: er hat aber in der Stunde, da er selbst für einen Juden gehalten worden war. das ganze tiefe Wehe kennen gelernt, das den Juden in der bürgerlirhen Welt beschieden war. Der Leibzoll war abgesrhafft. aber der Geisteszoll bestand und besteht in vielen Kreisen noch. Der Jude, nicht Mirurteilslos betrachtet, soll bei jeder neuen Begegnung. in jeder neuen Lebenslage sich dokumentieren. daß er ein gerader, ehrlicher, mensihen- und vaterlandsliebender Mensch sei. Ilebel schloß sich mit besonderer Zuneigung den Juden au und lernte ihre Innigkeit. Dankbarkeit und Herzensgute immer neu kennen. Daß es viele gab. die von einem Schachergeist umhergetrieben wurden, störte ihn nicht: es gibt solche in allerlei Konfessionen unter allerlei Formen. Hebel erzählte gern gesp räch lieh und in seinem Kalender allerlei Witzworte und Schwänke um und mit Juden, und er war einer der eifrigsten, der in Aufsätzen, wie der übe r Moses Mendelssohn und über den Sanhedrin \«n Paris und viele' andere dazu beitrug, seine Mitchristen über die Jude n aiifztiklären und ihnen zu zeigen, daß das erst die echte Liebe ist. die man .Menschen erweist, die andere Denk- und Glaubensform haben, wenn -ie nur in ihrer Weise das Rechtschaffene wollen. Wenn nur jeder, der noch ein Norurteil gegen Juden hegt und'es haben l nzählige ein \ ornrteil. ohne es -ich eingesteheu zu wollen wenn nur jeder nur einmal einen Tag. eine Stunde für einen Juden gehalten worden wäre, er würdesein \orurteil ablegen und es in Gerechtigkeit und Liebe verwandeln. Aus xLm Qemewdm Wäcttem&ecgs. Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramt es der Israelitischen Religion s - gemeinde am 10. Februar. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende, Oskar Rothschild. mit. daß der verstorbene Rentier Ludwig kiefe letztwillig der Gemeinde einen Thoraschmuck vermacht habe. Innerhalb der Tagesordnung erstattete Weil den Bericht der Friedhofsabteilung. Auf derea Antrag wurden die Bestattungsgebühren auf 25 RM. (bei einer Gemeindesteuer bis zu 50 RM-), auf 60 RM. (bei einer Steuer bis zu 100 RM.), auf 90 RM. (bei einer- Steuer bis zu 200 RM.) und auf 200 RM. (bei einer Steuer Uber 200 RM.) herabgesetzt. Ebenso und im gleichen Steuerverhältnis wurden die Kosten für ein erstes Reservegrab auf 50 RM. bezw. 150 RM., 250 RM. und 300 RM., für ein zweites Reservegrab auf 100 RM. bezw. 200 RM., 300 RM., 400 RM. festgesetzt. In gleichem Verhältnis sollen sich die Preise für Urnenplätze auf dem Friedhof vermindern. In diesem Zusammenhang soll ein Antrag an den Oberrat auf Herabsetzung der Kosten für die Mitwirkung von Beamten bei Bestattungen auf 10 RM. bis 100 RM. gerichtet werden. Nach Applanierung des letzten Teiles des jüdischen Friedhofes auf der Prag wird eine abschließende Betonmauer aufgeführt werden müssen, für welche Kostenanschläge und die Genehmigung des Hochbauamtes eingeholt werden sollen. Da der jüdische Friedhof auf der Prag in sechs Jahren voraussichtlich belegt sein wird, soll mit der Anpflanzung auf dem Steinhaldenfeldfriedhof im nächsten Jahre begonnen und die Pläne über die Aufteilung seines Areals sofort vorbereitet werden. Die Erneuerungsarbeiten auf dem Hoppenlaufriedhof sind vollendet. Der Gemeinde soll hiervon Kenntnis gegeben werden. Der Vorsitzende berichtet hierauf über den Plan der Errichtung einer jüdischen Krankenstation in Stuttgart. Die Gemeinde hat bei dem Männerverein, dem Krankenunterstützungsverein und dem Schwesternheim über ihre Einstellung zu dieser Angelegenheit angefragt und ihre ablehnende Stellungnahme erfahren. Sanitätsrat Dr. Ries bedauert dies lebhaft. Eine weitere Besprechung der Angelegenheit war nicht erwünscht. Als Berichterstatter der Finanzabteilung machte Karl L e v i Mitteilung von Gesuchen der beiden ostjüdischen Gebetvereine um Unterstützung durch die Gemeinde. Nach eingehender Aussprache, an der sich E s s i n g e r, Dr. R i e g e r, Weil und Stern beteiligten, wird beschlosse n, es be i der bisherigen Subvention für den Gebetsverein Linas Hazedek zu belassen und den ostjüdischen Vereinen erneut ihren Zusammenschluß zu empfehlen. ARZTETAFEL! r Dr. med Hermann Commerell Spezialarzt für Nieren- und Blasenleiden Stuttgart / Schloßstraße Nr. 311- Telefon Nr. 23*57 Sprechstunden: 11—1, 4 I hr Satn<?!:. 11 2 Lhr jetzt zu allen Krankenkassen zugelassen V____ __J — Bei allen Erziehung*- u. Berufsfragen, sowie bei nervösen und seelischen Störungen: Spezialuntersuchung (n. der Originalmethode des Instituts) Psychotherapeutische Beratung und Behandlung Aerzil.~psych. Institut Stuttgart Reinsburgstraßc 34 / Tel. 60089 Leitender Arzt: Dr. med. G. A. Roemer, Facharzt (Spezialuntersuchung je nach Zeitaufwand RM. 10.— bis 35.—). Nur für Anfänger! Wir veranstalten einen unentgeltlichen Kurs zur Erlernung des jüd. Schrifttums ohne Vokale (Stoff: Sabbathvorschriften im Kurzen Schulchan-Aruch). Leitung: Herr Max Möddel, Stuttgart. Interessenten belieben, sich am Montag, den 7. März 1932, abends S3* Uhr, im Betlokal Rosenstr. 37 einzufinden. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Chewras-Bachurim Stuttgart Jüdisches Lehrhaus Stuttgart Die Anwesenheit des Herrn Ehud Benyehuda aus Jerusalem, dessen verstorbener Vater, Elieser Benyehuda, der Erneuerer der hebräisch. Sprache und der Schöpfer des großartigen Wörterbuchs, des sogen.„Thesaurus“ des Hebräischen, gewesen ist, veranlaßt uns, die diesjährige ordenll. Mifgllederversammliing unseres Vereins auf Donnerstag, den 3. März ds. Js. abends 8 Uhr, in den Sitzungssaal der Stuttgart-Loge, Calwerstraße 33 Hhs., einzuberufen. Nach Erledigung derTagesordnung — Geschäftsbericht, Kassenbericht, Wahl des Ausschusses auf 3 Jahre — wird Herr Benyehuda den Roman des Lebens seines Vaters erzählen. Wir laden unsere Mitglieder und Hörer und alle Gemeindegenossen zur Teilnahme ein. Der auf Sonntag, den 13. März ds. Js., angesetzte Vortrag von Frau Margarete von Bendemann- Susman über.Judentum und Frau in unserer Zeit“ wird wegen der am gleichen Tag stattfindenden Reichspräsidentenwahl auf später verschoben. Der AosstbnB. r-> Für das Jüd. Jugendheim Stuttgart werden noch ein groBar KUchanschrank (Buffet), ein KQchantlsch, KQchanstahla und SchrBnka benötigt. Ebenso fehlen dem im Jugendheim unter- zubringenden Kindergarten Tischchen, Stühlchan und Spiala für die Kleinen. Wir bitten die verehrlidien Gemeindemitglieder herzlichst, uns diese Einrichtungsgegenstände, die selbstverständlich auch gebraucht sein können, als Stiftung zuzuwenden. jfld. Jagendrind Sfnlldarl Zuschriften erbeten an Dr. Walter Einstein, Stuttgart, Mittnachtbau Telefon 2M(2 ___J Bcrttold Anerbadi-Vereln Dienstag, den 1. März, Stuttgart-Loge, Calwerstr. 33 Hths., abends 8‘ * Uhr Ausspradieabend .Kunst oder Mechanik? — die Frage unserer Zeit“ Leitung: Kunstmaler Hermann Fedienbndi * Dienstag, den 8. März, Ort und Zeit wie oben, Ausspradieabend .Das Problem des jüdischen Führers“ Leitung: Lehrer Siegfried Wett, EBHngen * Freitag, den 11. Man, Ort und Zeit wie oben, Freitagabend-Feier Leitung: Rabbiner Dr. Auerbadi * Dienstag, den 15. Marz, Ort und Zeit wie oben, spricht Fürsorgerin Thea Wattzfcldcr . über .Jüdische Wohlfahrtspflege“ Ich loche |tr meint SchmMgeein mittleren Alter», sehr tüchtig im Hen»het1, r tu amtrm feoatf* «<* Stage. Offerten unter B. K. 137 nn Me (Bemeinbeicitung. xi&etids in xLen Jilmpala&t FILMPALAST CANNSTATT Das Theater der Qualitäts- Tonfilme Hohe Prämie zahlen wir bis au! weiteres an jedermann, wenn uns eine sabbathfreie Stelle (Buchhalter, Lagerist, Verkäufer usw.) nachgewiesen wird, die durch uns zur Besetzung führt. Lehrstellen und Provisionsvertretungen ausgeschlossen. Gefällige Zuschriften erbeten an den Schriftführer des Chewras-Bachurim Stuttgart Max Tann«, OlgastraBa Nr. 7S

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