Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 21 (1.2.1932)
- Date
- 1932-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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Das geschmackvolle Radio-Gerät passend zur Zimmereinrichtung, Spezialität: Mod. Musikapparate von RM. 255 -an. Besichtigen Sie unverbindlich die große Radio-Ausstellung „Die Welt Im Helm“ Königstraße 62 1 HUGO MEZGER KönlgstraB« 62 - KönigstraB« 12 Telephon Hummer 24884 und 22697 . -uni' I i ii K .1 nif >T <lrr Grt'U-r . jr«-pi-ii >li>" -;i_.. \\ .;t i‘f-I Hi liu ’ii i'i iiI>«■ ru11 im > -iin^i . Ui;,[ ,■ i n .111r /,-N ilrrifiuhcr Not. «Ii'r «if!-tli:ili!iilirn. <li-r ueltaiiM-liiiuliihrn lind der — 238 — religiösen, deine Gemeinde verlassen, die kämpfenden dem Schicksal der Vereinsamung prcisgebcn. im Rochtskampf die Ringenden verleugnen? Womit begründest du deinen Austritt? Angeblich mit deiner verneinenden Einstellung zum Kultus, zur äulierlidien Betätigung der Religionsgemeinde. Hast du vergessen, daß die Gemeinde neben ihrer kulturellen Wirksamkeit eine p h i 1 a n t Ii r o p i s dt e. eine kulturelle eine soziale und erziehliche Arbeit in größtem Stile’zu leisten hat? Fühlst du nicht, daß der \ erfüll oder auch nur der Niedergang deiner Religionsgenteinde auch dich selbst und deine bürgerliche Stellung innerhalb deiner Gemeinschaft zerstört? Denn welche Achtung kann der .Jude com N'ichtjuden und vor Behörden bean-pruchen. wenn er seine religiöse Vertretung \erfüllen und zerstören läßt, ohne seinen pflichtgemäßen Anteil in ihr zu vertreten? \erdient nicht ein solcher Jude den Vorwurf der erbärmlichen Fahnenflucht? l-t er nicht der wahre Antisemit. der frivole Bundesgenosse unserer Todfeinde? keine nationalistische Verleumdung vermag die Würde unserer ehrwürdigen Religion, unserer großen Vergangenheit und den Sinn unserer Geschichte in gleichem Maße zu untergraben wie der Abfall unserer Gemeindegenossen in dieser ernsten Zeit. Ihre Untreue belastet die Gemeinschaft, entehrt ihren Glauben, zerstört ihre Finheit. Du bist ein angeblicher Freigeist! Ich glaube dir deine Freigeisterei nicht. Gerade sie müßte dir sagen: Wenn der moderne Staat die christlichen konfessionell erhält, dann muß ich aus Gründen der Gerechtigkeit und des geschichtlichen Stolzes beweisen, daß wir das gleiche Recht für unser Judentum fordern. Ist etwa ein Lessing, weil er Freigeist war, aus seiner Gemeinde ausgetreten und ihr in den Rücken gefallen? Bist du ein Vertreter freisinniger und freigeistiger Anschauung, dann hast du die besondere Pflicht, in deiner Gemeinde zu verbleiben und in ihr aufklärend zu wirken. Sei offen! Dein Austritt ist keine Gewissensangelegenheit sondern eine Geldfrage. Es ist Kauif Wohlfatirfsbrlefmarkcn ndm Israeliftsdien Fflrsorgeamf Arthur Eifinger-Stiftung Auf März d.J. werden die angefalleneri Zinsertragnisse der Arthur Essinger-Stlftung zur beruflichen Ausbildung jüdischer junger 1 .eutc" württembergisdier. Staatsangehörigkeit oder solcher, die in Württemberg wohnhaft Miid, unter vorzugsweiser Berücksichtigung derjenigen, die mit Herrn Arthur Essinger oder dosen Ehefrau verwandt sind, verteilt. Bewerbungen sind bis spätestens 15. Februar dieses Jahres an Herrn Arthur Essinger, Stuttgart. Sophienstraße N'r. 33, einzureichen. Stuttgart, den 23. Januar 1932. Der Verwaltungsrat. Neue ital. Sprachkurse untf'r Leitung von Dr. Bonino. Universitätslektor ' . m ginnen am 4. Februar für Anfänger d) Korrespondenz u.Aufsatz b: f;lr wen»;; Fortgeschrittene e) Phonetik i , fiir weiter Fortgeschrittene g) Konversation 4 Mk. monatlich Anmeldungen sowie Auskünfte beim| Kgl. Hallen. Generalkonsulat Königstrafte 3. I / Fernruf 21760 f-> Lesezimmer des Central-Vereins jeden Montag 7—9 Uhr abends für alle Gemeindemitglieder geöffnet Friedrichsiraße 54u \___J .und abends ins Cafe Qtaimann Seidenstr.6 Eck.SchioB«ir.zTel,229 79 Israel. Gcmclndepllcgc Slnllgarl Wir weisen nochmals auf die Sprechstunden des Gemeindepflegers und die Büro- und Kassenstunden der Gemeindepflege hin und bitten dieverehrltchen Gemeindemitglieder. im Verkehr mit der Gemeindepflege diese Stunden innezuhalten. Spredistaaden das Gemelndepflegers: Montag bis Freitag. 10—12 Uhr und 15—16 Uhr, Bfirostnadea dar Gemeiadepflege: Montag bis Freitag, 9—12 Uhr und 15—17 Uhr, Kassenständen d. Gemeiadepflege b. d Ffirsorgeamts: Montag bis Freitag, 9—12 Uhr und 15—17 Uhr. ^iittiiiuiinjiiiiininiHinKtiiTTifHfhimiHHiitHiiHHiiiiiuiittuittimHjiuimiuiuiimiinuHiuiinHiunmniuiufflmiAtHinmiimiiniiniiiiiiiMfnimmitmiitmiwiiiHiHiJHiiiiiiiiniiuiiHiiiiuiiiiiEiiiiitiiii^ ( Jüdisches Lehrhaus Stuttgart 1 Arbeitsplan vom 7. Februar bis 31. Mal 1932 1. Die Ursprünge der Weltreligionen. Donnerstag. 20 Uhr/.Beginn: tl. Februar Stadtrabb. Dr. Ri eg er, Calwerstr. 33 HHs. 2. Hebräisch. Samstag, 19 Uhr z Beginn: 13. Februar Stadtrabb. Dr. Rieger, Hospitalstraße 36 3. Talmud, hebräisch und deutsch, Traktat Joma (Fortsetzung) Sonntag, 10 Uhr / Beginn: 7. Februar Rabbiner Dr. Beermann, Hospitalstr. 36 4. Die Psalmen, ihr Text und ihre Jdeenwelt. Sonntag, 11 Uhr / Beginn: 7. Februar Rabb. Dr. Beermann, Hospitalstraße 36 5. Bibel; die geschichtlichen Bü.cher der Bibel (Josua ...) Dienstag, 20 Uhr z Beginn: 9. Februar Lehrer Meyer, Hospitalstraße 36 6. Lektüre u. kritische Besprechung des Werkes von Josef Klausner: „Jesus von Nazareth.“ Mittwoch, 20 Uhr z Beginn: 10. Februar Rabbiner Dr. Auerbach, Hospitalstr. 36 Anmeldungen und Auskunft bei der Geschäftsstelle, Israelitische Gemeindepflege, Hospitalstr. 36, und in den zwei ersten Stunden jedes Lehrgangs, in denen auch gastweiser Besuch zulässig ist Kursbeitrag (halbjährig): Für Erwachsene RM. 4.—, für Minderjährige RM. 2.—. Arbeitslose haben zu den Kursen und allen sonstigen Veranstaltungen des Lehrhauses freien Zutritt ~ - Ermäßigung auf RM. 3 — kür Erwachsene, RM. 1.50 für Minderjährige: a) für Mitglieder, b) für den zweiten und jeden weiteren von demselben Hörer belegten Kurs und bei Besuch desselben Kurses durch mehrere Familienmitglieder; außerdem in besonderen Fällen auf Ansuchen, insbesondere für auswärtige Hörer. Mitgliedsbeitrag: RM.5 — für Erwachsene, RM. 2.50 für Minderjährige. D Als Sonderveranstaltung wird die Vortragsreihe über „Das Judentum und W die Welt der Gegenwart“ fortgesetzt Es sprechen im Logenhaus, Calwerstr. 33 Hhs.. W W am Sonntag, den 7. Februar 1932, 20 Uhr, W | Dr. Ludwig Fauchtwangar, MQnchan | | ober „Her latell der Jadei a» der •lleaülihca Heiaaa* der Beteawart“; | W am Sonntag, den 13. März 1932, 20 Uhr, Frau Margarala Sutaian, Fraakfurt a. M., W | ober „jadealaai aad Frau ia gaserer leit“. | H Eintritt fr*«: f. unsere Mitglieder u.Hörer; die übrigen iMuclnr zahlen M. 1-, Jugendl. M. 0.50 a. (L Abendkasse. S Berlhold Aoerbadt-Verein Dienatag, den 2. Ftbruar, Stuttgart-Loge, CalwerstraAo 33 Hhe., ebenda 81/« Uhr, Aussprache-Abend Ober „Die Ifldlsdie Jodend ond der Zdtidsl“ Leitung: Rechtsanwalt Dr. Waltar Einstein]^ Dienstag, den IS. Februar. Stuttgart-Loge, valwar stralSa 33 Hhs,, abanda B‘j< Uhr. spricht Dr. med. G. A Roemer Leiter des Instituts für PersOnlichkeitsforsduwg, Stuttgart über „Wie prflll der maderne Piydiolote die Persönildmetl?“ (mit Lichtbildern) Anläßlich des 50. Todaatapaa Bai thotd Auartoacha am 8. Februar 6. Ja. beabsichtigt der Bertbold Auerbach-Verein, eine Berlhold fluerbadi-Gedenkleier zu veranstalten. Näheres teilen wir unseren Mitgliedern und Freunden noch mit. Das neue Programm bis Juni d. Js. geht unseren Mitgliedern in den nächsten Tagen zu. Bund iflr nette» f udenlnm Am Dienstag, den 2. Februar 1932, abends 20.15 Uhr, spricht Herr A mtsgerkhtsrat Bernhard Badi über „Der Bassennnlcrsdilcd als sUflkhes Problem“ * Im Haus des Deutschtums Eingang Karlsplatz Eintritt 60 Pfg. EDITH WALCHER Schule für GYMNASTIK und TANZ Eintritt jederzeit Unterrichtsraum Hegelstr. 42