Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 17 (1.12.1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
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- 206 - lii/.m-tt Brri'ach. im Sc-iichc-iilazurc-tt Inor. unter denkbar schwersten \ erliültiiissen in Siebenbür- >,'(■11 mul Rumänien lind schließlich beim Rückzug in Belgien tausende Soldaten in der aufopferndsten VV ei-e pflegten. haben die in Stuttgart Zurückgebliebenen ihr schönes Haus den \ erkundeten eilige räumt. die es bis Lude April 1919 besetzt hielten. >4 '70 Pflegrtnge haben die Stuttgarter jüdi'chen Schwestern insgesamt im Heeresdienst geleistet. **i Auch der jüdischen brauen wollen wir nicht vergessen, dje während des ganzen Krieges Wasche für die \erwundcten nähten und im Vaterländischen h rnuendienst mithalfen, wo sie es irgendwie vermochten. Mögen unsere Nachkommen immer dessen eingedenk 'ein. clnfl ihre Vorfahren in der Notzeit de' Vaterlandes aus allen Kräften niithalfcn. den heimischen Ihiden zu verteidigen, das hlend des Krieg' lindern und in allen Stücken ihre Pflicht zu tun' Aus xLm QememdeH 'Wiicüetü&ecqs. '•tuttgart. Sitzung des Vorstehera in I e s a in I I. N o v e m b e r. Das äußere Gepräge der Sitzung war diesmal insofern verändert. als bei ihr. entsprechend einem Beschluß vom s. Januar 1950. eine Frau. Frau Levi. zu der Beratung zugezogen war. Oberrechnungsrat VI e y e r berichtete zuerst über den Erfolg der Sammlung ..Jüdische N o t h i I f e”. Bisher haben 420 Gemeindcgenossen zu dieser beigetragen. Von christlicher Seite sind, was besonders dankbar begrüßt wurde. 220 VIk. beigesteuert worden. An die Gemeindegenossen, die noch keine Zeichnung zur Nothille geleistet haben, soll erneut herangetreten werden. Der Vorsitzende. Oskar Rothschild, berichtete hierauf über die anläßlich des hundertjährigen Bestehens des Oberrats gc-ulante Stiftung der Gemeinden des Landes. Alle angefragten Gemeinden haben ihre Bereitwilligkeit, sich an dieser Stiftung zu beteiligen, ausgesprochen. Die Zweckbestimmung der Stiftung ist die Begründung eines Fonds zum Zweck der Ausbildung würdiger mittelloser Juden des Landes in Handwerk und Landwirtschaft. Der Beitrag Stuttgarts zur Stiftung soll 2500 Vfk. betragen. Der Stadtrabbiner trat dafür ein. die Zinsen des Stiftungsbetrages dem Landesverbände für israelitische Wohlfahrtspflege zuzuf iihren. da für Ausbildungs/wechf im Lande entsprechend vorgesorgt sei. IN wurde beschlossen, daß der Vorsitzende und der Stadtrabbiner sich mit dem Oberrat wegen des Stiltungszweckes ins Einvernehmen setzen sollten. Weil war dafür, daß der Stiftungsbetrag zu sofortiger Verteilung kommen sollte. Mit allen Stimmen gegen die von Dr. Ries wurde der Betrag von 2500 VIk. bewilligt. Oberrechnungsrat VIever machte Mitteilung von einer von der Firma S ch o ck e n geplanten Darlehenskasse zu Gunsten der Gemeinde. Ohne in Einzelheiten einzutreten, erklärte sich die Gemeinde bereit, die Stiftung anzunehmen und sic' zu fördern. Die Versammlung trat hierauf in die Beratung des Haushaltplanes ein. Der Berichterstatter war Karl Levi. Der Abschluß für 1950 hat einen f eberschuß von 10 948 Mk. ergebe«. Die beberschiisse der früheren Jahre in Höhe von sT 800 Mk. sollen zur Erhöhung des Betriebsfonds um 15 ooo Mk„ zur Rückstellung für die Nothilfe und zur Verwendung im neuen Etatsjahr Verwendung finden. Zu der Position „5000 VIk. für das Jugendheim" äußerten sich Weil, Dr. Tänzer. Frau Levi und Dr. Ries. Der Betrag wurde in den neuen Etat übernommen. Sodann berichtete der Vorsitzende über die Stiftung von 500 VIk. für das Eßlinger Waisenhaus anläßlich seiner Hundertjahrfeier. Eingehend wurde hierauf der vorläufige Steuerbeschluß zur Deckung des Abmangels beschlossen. Karl Levi trat gegen die Verdreifachung der Vermögensteuer ein, da* ihm außer der einfachen Einkommensteuer nur die einfache Vermögensteuer gerechtfertigt erscheint. Dr. Tänzer sprach über die Auswirkung der Steilervorschläge auf die Höhe des Steuersatzes. Bei einfacher Einkommensteuer und einfacher Vermögensteuer beträgt er 5 %. bei einfacher Einkommensteuer und dreifacher Vermögensteuer (auf Grund der Veranlagung von 1928) 2.19%. Das Endergebnis der Aussprache war. daß von jeder Beschlußfassung über den 'Steuersatz abgesehen wurde, bis die Landesversammlung ihren Steuerbeschluß gefaßt hat. Doch soll in einer Eingabe an den Oberrat für den erstgenannten Besteuerungsvorschlag eingetreten werden. '* 1 ■<>'• 'in tc ii 8,. t 'f» nt Auf««ii/ „25 Jabrv 'vhv* «sterni :,vt t -VNr. 15/1930. 1 W. M. WOLF A.-G. Hnllbronn a. N. Sortf sr - Anstalt allar taxtitan Abgang« dar Wirte- und 8trtctcwar«n -Trfkotagan WStcha- Sohuh- Coraatt-Induatrfa Gegründet 1861 Fernepr. 4941 Göppingen J. QaiseC FEINKOST Hauptstr. 30 z Göppingen / Telephon 2675 testes3(aus decJicancfie jamJUatee Adolf Fischer & Sohn ftan NnKiIlitT. 18 ni 18«, Hmtt. 788 KoHImi, Koks, Briketts Buchaitu. 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