Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-12-01 · 17 (1.12.1931) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
17 (1.12.1931)
Date
1931-12-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4904101-5442751-5443214--3276-4907276
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

10 entity mentions

- 205 — In unserem Weihnacht^ Stoffen und /< eine Fülle nützlicher Geschenke in Strümpfe / 1Vas 9verkauf artiger Bekleidung che / Modewaren ff madchen und Kinder zu zeitgemäß sehr billigen Preisen! *UT Damen’ JunQ Hanke & Kurtz ä Auf Wintermäntel u. Kleider vielfach ermäßigte Preise! riprkoit dadurch hinweg, daß die künftigen Vorsänger die Schulkinder in «leren Wohnorten . unterrichten sollten. Auf Seite 194/05 wird eine Statistik der Einteilnng in Babhinatsbozirke und (ieuieindeu nach dein Stand und der Seelenzuhl von 1828. 1831. 1923 und 1931 ,nitgeteilt. Nicht mehr aufgeführt sind diein vielen einzelnen Orten Württembergs wohnenden, jüdischen Gemeinden aber /»geteilten Israeliten. Nach dieser Aufstellung ergibt sich zurzeit folgende Zusammensetzung der jüdische» Gemeinden Württembergs nach Babbinaten geordnet. 1. Buchau: Buchau. Buttenhausen. 2. Göppingen: Göppingen. Gmünd. 3. Hall: Braunsbach. Crailsheim, Ellvvangen. Hall, kiin/elsau. .Wichelbach a. d. L.. Oberdorf. Oehringen. 4. Heilbronn: Affaltrach. Bonfeld. Berlichingen. Heilbronn. I.ohrenstoinsfold. Massenbach. Oedheim. Olnhauscn. Sontheim. Talheim. 3. Horb: Baisingen. Horb. Mül, ringen. Bexingen. Kottweil. Tübingen. 6. Mergentheim: Archshofen. Creglingen. Kdelfingen. Ilohe- , bach. Laudenbach. Markeisheini. Mergent-! heim. Niederstetten. Wachbach. Wcikersheint. 7. Stadtrabbinat Stuttgart: Stuttgart. 8. Bez.irksrabbinat Stuttgart: Cannstatt. Eßlingen. Erendontal mit Zaber- feld. Ludwigsburg. 9. Rabbinat Ulnt: Ulm. I.utipheim. Ls sind also inzwischen eingegangen zehn Rabbi pate. und zwar: Berlichingen. Braunsbuch. Buttenhausen. Lreudental. Jebenhausen. Luupheim. Lejlirensteinsfelel. Mühringeu. Oberdorf. Weikersheim. Neu gegründet wurden sechs Rabbinute: Göppingen. Hall. Heilbronn. Horb. Bezirksrabbinat Stuttgart. Ulm. so dufl also zurzeit drei frühere und sechs neu gegründete Rabbinute vorhanden sind. An Gemeinden sind eingegangen 17. und zwar: Ailringen. Aldingen. Aufhausen. Dörzbach. Dünsbach. Ernsbach. Hochberg, Jebenhausen, lgersheim. Kochendorf. Lauchheim. Nagelsberg. Nordstetten. Pflaumloch. Steinbach, Wankheim. Wiesenbach. Neu gegründet wurden 21 Gemeinden, und zwar: Bonfeld, Cannstutt. Creglingen. Lllwungen. Gmünd. Göppingen. Hall. Heilbronn, Hohebach. Horb. Künzclsau. Laudenbach. Ludwigsburg. Markelsheim. Oedheim. Oehringen. Rottweil. Talheim. Tübingen. Ulm. Wiesenbach. Von den 41 früheren Gemeinden bestehen also noch 24. zu welchen 21 neu gegründete hinzukamen. so daß Württemberg zurzeit 45 Gemeinden zählt. Die Seelenzahl betrug im Jahre 1828 9940. 1831 10 177. 1925 in Gemeinden wohnend 10 309. in der Diaspora wohnend 543. zusammen 10 852. so duß die auf Grund der Angaben der Gemeinden zu errechnende Bevölkerungsziffer für 1931 mit 10889 jüdischen Seelen den Tatsachen entsprechen dürfte. Zu der Seelenzahl für 1931 werden noch binzuzuzählen sein die in Orten ohne jüdische Gemeinden wohnenden Israeliten. Ls kann also zurzeit mit einer Seelenzahl von rund 11000 Israeliten in Württemberg gerechnet werden. Ein Vergleich zwischen der amtlichen Zählung im Jahre 1925 und der auf Angaben der Gemeinden beruhenden Zählung 1931 zeigt eine starke Abnahme sämtlicher Land- und Mittelgemeinden und eine Zunahme in den Grollgcmeindcn. Infolge der w irtschuftlichen Lage w ird wohl mit einem .Stillstand dieser Bewegung für die nächsten Juhre zu rechnen sei». ^nminniiiniiiiiiiiiiiiininiiiiiiiiimnimniiiiMiiiiiniiiMiiiiiiiiiiiiiRinniniiminiinmiiniiiiii^ | Die umfangreiche Beteiligung nichtjüdi- | | scher Firmen an unserer Juhiläums-Num- § | mer ist ein sprechendes Zeugnis für die I | erfreulichen Beziehungen, die unsere nicht- | 1 jüdische* Geschäftswelt mit den israeliti- | H sehen Käuferkreisen verbinden. — Wir | V geben der lleberzeugung Ausdruck, daß D M sich diese, auf gegenseitigem Vertrauen § I beruhende Verbundenheit auch in der Zu- | Z kauft auswirken wird und empfehlen die D | in unserem Organ vertretenen Firmen | J nochmals besonders der wohlwollenden | W Berücksichtigung unserer Leser. §j M Der Verlag. W illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM Die württembergischen Juden im Weltkrieg. Von Dr. med. Gustav Feldmann, Vortit/rndpr im Würll. Landesverband ilrt Central-Vcmnt deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Das Vaterland, für das wir unser Leben eingesetzt haben, kann uns keiner rauben. Von allen Ereignissen, die die württemhcrgischen Juden in den verflossenen hundert Jahren betroffen haben, war de r Weltkrieg das gewaltigste. Ls gibt nur ganz wenige Familien, die nicht einen oder mehrere ihrer nächsten Angehörigen im Feld stehen hatten und deren Ergehen durch das Kriegsgeschick nicht aufs schwerwiegendste beeinflußt wurde. Der Oberrat hatte schon bald nach Kriegsbeginn die Wichtigkeit einer zuverlässigen Aufstellung aller jüdischen Kriegsteilnehmer erkannt und sämtliche Vorsteheriimter des Landes aufgefordert. Kriegsteilnehmerlisten für ihre Gemeinden anzulegen. Die Durchführung dieser Statistik scheiterte jedoch daran, daß in den späteren Kriegsjahren Zusammenstellungen über die Zugehörigkeit der Gemeindegenossön zu einzelnen Truppenteilen nicht mehr angefertigt werden durften. Nach Kriegsende nahm der VViirtf. I.andes- \ erbaue! des C'entral-Vcreins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens die* Arbeit wieder auf und ve rsandte am 15. März 1919 Zählblätter an alle jüdischen Gcmoindcgenossen in! Württemberg zwecks Ermittlung der Frontsoldaten. Aber auch diese* Zählung konnte mangels .gepügender Anteilnahme* der Gemoindegenosseirnjcht elurehgeführt werden, und erst im Juhre 1924 brachte der Landesverband Württemberg ek*s|('.-V. die Mittel auf. um eine durchgreifende* Zahlung im ganzen Lande zu veranstalten. Zwei Jahre dauerte die Arbeit: Hindernisse* aller Art waren zu überwinden, aber zifde*n Rosch Jlaschono- I eigen des Jahres 192t,-konnten fast 6<>00 Stück von dem Büchlein .. J ü d i s ch e Frontsoldaten in \\ ii r t t e* in b c* r g und II e> h e n z oil I e r n." versandt werden. Außer sämtlichen Mitgliedern des Landesverba»des erhielten alle höheren und Volksschulen, eine große Anzahl von Bibliotheken. alle* Richter in Württemberg, die* Abgeordneten. zahlreiche Offiziere und alle größeren Zeitungen das Büchlein. Für kein anderes der deutschen Länder ist eine solche Zusammenstellung erschienen, die Namen und Truppenteile aller Frontsoldaten anführt und eine* lückenlose* Liste der Gefallenen aufweist. Das Rc ichswelirministerium und einige der höchsten Offiziere* haben den Wert dieser Veröffentlichung in warme n Worten anerkannt. Während die große* SegaII sehe Reidisstatistik die Zahl der jüdischen Kriegsteilnehmer aus Württemberg auf 2152 beziffert, haben wir für Württemberg ohne Hohenzollern allein 1610 Frontsoldaten darunter 509 Verwundete 265 Gefallene Anführung ihres r I nippenteils und namentlich mit ihres Dienstgrads und ihrer Kriegsau<|ze«hnungen nachgewiesen. *) Damit ist für alle Male der unumstößliche Beweis geliefert, daß die* w ürttembergisef en Juden im Weltkrieg nicht nur mit ihrem Gut. sondern auch mit ihrem Blut in vollstem Mußt* für das Vaterland eingestanden sind und daß ihf*e Kriegsleistungen jeden Vergleich mit eleneri unserer christlichen Mitbürger aushalten. ] Wenn man von eien Taten der würtlembergischen Juden im Weltkrieg spricht, so darf man die Leistungen des J ii d i s ch e n S ch w!c sternheims nicht vergessen. Zehn Schwestern und vier Hilfsschwestern stark ist das Jüdische Schwesternheim am 6. August 1914 uusge/ogen. Während die Ausgezogenen int Festiipgs-Hilfs- *) Die genauen Einzelheiten vergleiche inan in dem Büchlein ..Jüdische Frontsoldaten aus Württemberg find Hohen- /ollem". Verlag des ( V d. St. j. Gl., Stuttgart I9J*». UNTERRICHT Die bekannte Haidebschale C. 6. ZimeriMM Stuttgart SchloBstraße 48 Tel. 23238/30 beginnt am 7. Januar mit den bewahrten Haodelsklassea mit Uebnngakontor —9 n. 8 Monate — Prospekte frei. Auskunft o. mündliche Beratung gerne. J hre Wäsche pfleg!aufs Beste ffrosip _ Er Damfifwäscherei Senefelder^r? 15ac5A.60329

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.