Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 17 (1.12.1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4904101-5442751-5443214--3255-4907255- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Das geschmackvolle Radio-Gerät passend zur Zimmereinrichtung. Spezialität : Mod. Musikapparate von RM. 255.- an. Besichtigen Sie unverbindlich die große Radio-Ausstellung „Die Welt im Heim“ Königstraße 62 1 HUGO MEZGER KönlgstraBe 62 - KönigstraBe 12 Telephon Nummer 24884 und 22697 7co4- Äc. Tlatfum Stein, JCaclseuhe: Vorsitzender des Oberrats der Israeliten Badens;• oi-die licii^irü-L' iiii iii'ilnifl Baden-;j, r l'i. i!i liaii*:i'aemrin-ib;d, Wiirt- -!>, /i i. liiindertf,t!n iaeii Be-Ielix » ihn - •. > -i» :i. i/liiin- U iin-<ls<-. I >>>' Badi->h> . ...!; -irlii iiln-i >22 Jahre: die ■ -r : . >i - _i~,!i. "-i :nx i -n r-•■rHniauna i-i; i i'l ji.iia'-' Ii. i.! i ■ /. ’i x, i,i,I zu «Jen , : •1.. .. ( >;.!im r,_t •: I )i nf-dllaml-, ■ , :i . i =:,« di. \ i n .!'5i, —<• <Jrr i-rnelili- ,,.j I ( : n ■'1 - - aereaelt xxin- ■ . =. v,,.; j„;<|, ama xx irk-urner Finlluß - , /ii.; uni.' i; d •[ C ■■■meimleit ii, > .r: ■■[ :!> -ixh der B.idi- : u ir i. fiiat iaii-ilii’ii?» -<>»- t , -i t . i-, \ ,-i'bundeuheii n_ ■ '-iiddeiii-dien Arbeil-- * . r:; i.mk h ■ tatkräftigen h.ixe-;i. \n an- -iiiiiii i.il'iiie l.andc-xei- .' I .! | n \ :•! kmipft. >i<* irii»i .... / i., ■ in-rh.iftliihen An--; ::i-< >. \ i: \ l: «11 m *n iv m 1 ihm r" ihm! tlllMTr \ü!r. . .iniii pei'öniiiho Beriilii >, 1 r. Ir -i ’n ii uir. in wrlcJi In - 1 ' .. zi der xx iirlt. ( >!,ri- ,.jr. /:; 1 •-'le-t.i” xxüll'xlit; il. •: : ii Nr.ieliten Badenein ' HI"> ■ die N,>t der /eit in I liren :;*i "in /xxeite- J.ihrliiindert in - ■ Wi: k'.l II k«;t uh -rdautTii: n nni^t- ■li-.ll!!>!> bendiaejiidi-che- Leben : t 11 1 fiei le und l.iniakeil in der I gi-ihen Judenlieit xxaliren: er - 184 - möge xxx-rtor ein x orbildlichos Glied in der Reihe der deutschen Landesverbände sein, und xx je er die Juden Württembergs zu einer Finheit umschließt ein Sinnbild der religiösen \ erbiindenheit aller Juden darstellen. JCommeesieHcat 35. A. Ulayec., TJlams,: Vorsitzender des Landesverbandes Israel. Religions-Gemeinden Hessens Ihr Landsmann aus Nordstetten. Berthold Vuerbach. hat die Beobachtung festgehalten und gedeutet: ..Line geballte oder sich be- XX elende Hand friert nicht so leicht, als eine lässig in ii Hi^r hängende: das jrilt aucit symbolisch xon der I atkraft des Menschen.“ In einem Jahrhundert, das uns deutsche Juden mehr als einmal durch frostige Kalte gestoßen hat. das bei aller pfleglichen Arbeit der wahrhaft führenden (ieisier und Herzen so manche I loffnung'bliite. ohne dal! sie zur Frucht reifte, xnm Baume der menschlichen Verständigung fallen ließ, hat der Oberrat der Israel. Religionsgemeinschaft \\ üNiembergs die Hand geballt. Ulli die Kräfte straff ziisammen/ufas- -en und hat durch bewegende Anregung die erstarrende Kälte, die sich in unserer /eit aber die seelischen W erte />> legen droht, gebannt. /usammeiifas'iing ist Kraft. Bexxugung i»l I eben. Mögen 'ie dem Israelitischen Ohcrrat erhallen bleiben! 1 Die Entstehungsgeschichte der Isr. Oberkirchenbehörde. Von Bez.-Kabbiner Dr. A. Tänzer. Göppingen. \ii~ meiner im Aufträge des Israel. Oherratcs derzeit in Ausarbeitung befindlichen „Gosclychte der Israel. Oberkirchenbehörde und des Oberi.rtes der Israel. Beligionsgemeinschaft IHTI bis II" sei hier einiges noch L ux oröffentlichte nach dem \kteiimatcriale in den versdiieclc’iien Staats- Iiucl Mini-Iei ialarchix en mitgeteilt. Die Fnt-tehiingsgoschichte der Oberkirchenbehörde führt unmittelbar zurück auf das V. organische- Fdikt com I*. November 1X17. in xx eichene es in S Vs heißt: ..Fs seilen ... unter dem Ministerium nachstehende Behörden bestehen und dem Ministerium untergeordnet sein: Legt man Möbel ab wie Kleider? Man sollte es meinen, wenn man oft Möbel-Modellen begegnet, denen es an der Stirne geschrieben steht, daß sie über kurz oder lang unmodern sind: „überholt“. Daa^A/6a^406bd von den weltbekannten Deutschen Werkstätten Dresden-Hellerau sind fast zeitlos zu nennen in ihrer überlegenen Vornehmheit. Zimmer schon ab Mk. 666»— I GEORG E Das Haus vom ^C I I LE guten alten Ruf Stuttgart - Belm Tagblatt-Turm - Eberhardstraße Nr. 65 Ernst Hochberger STUTTGART Calwerstraße Nr. 33 Bank Hypotheken Versicherungen SchäHSU Größtes BUcherlager! 'WeituuxchisqescheHke in allen Preislagen J. BUCHHANDLUNG ll/ÜLut Königstr. 38 - Stuttgart - Telefon 23232 Ä Wys Mullep&Co.bS: seit 1862 die Handels-Auskunftei Calxverstr. 33 Geschäftsstelle Stuttgart 1». 234« *s4jt£cSfäcdie^JCiicflß Qualität preiswert Tübingerstrasse 5 1. Da* oxaugelisch - protestantische Consist#- ri ii in . .. 2. Der katholische Kirchenrath ... \ Der Studien-Ilath ... 4. Fine Commission für das Israelitische Kirchen-, Schul- und Stiftungswesen. deren Attributionen. so wie das bei derselben anzustellende Personal noch ferner bestimmt xx erdet, sollen." Die nachmalige Oberki rchenbehörde ist mit dieser Co in in i s s i o » identis ch. Das ergibt sich nicht nur aus der Zusammen Stellung, sondern kommt auch in allen folgenden Berichten des Min. d. Innern an den König zum Ausdrucke, in welchen immer von der „Israel. Kirchen-Cominission" die Rede ist. Schon im ersten Berichte über ein künftiges Judengesetz xum I. Oktober IH20. der noch die Anstellung eines Oberrabbiners vorsah. heißt es: „Mit ihm könnte unter Beiziehung eines oder zweier Staatsdiener und einiger der hier ansässigen angeseheneren Juden die Isr. Kirchen-. Schul- und Stiftungs-Commission, wie Kw. K. Maj. schon in dem V. der organischen Fdikte vom 18. November ausgesprochen haben, errichtet werden." L ud noch im Fntxx urfe des Min. vom 28. Juli 18x1 zur K. Yerord. xom 27. Oktober 18x1 wird die ..Ober-Behörde" des Art. >7 im. Ges. \. J. 182* durchweg als ..kirdicn-Commission“ bezeichnet. Fs wird dies damit begründet, „daß Behörde' eine zu allgemeine Bezeichnung sei. und .Ober Behörde’ auf eine erhabenere Stellung, als der i-rael. KirchcnsteHe zu komme, hindente“. Krst das Gutachten des Geh. Rates vom 24 Sept./I. Okt. ISxi wandte sjd, gegen die Bezeichnung „Commission". XXeil diese ..nur eine vorübergehende W irksamkeit oder einen speziellen Auftrag bezeichnet". Der Geh. Bat schlug deshalb vor „Isr. Oborbohördo" oder „Isr. Oberkirchenvorstand", worauf dann der König am 17. Oktober für ..Oberkirchenbehörde" entschied. Aber auch im Bewußtsein der Juden war der Zusammenhang mit der Commission von 1817 gegeben. Von 1817 bis 1821 folgen einander die Dankschreiben der Gemeinden für die Anordnung der Commission. Fingaben um deren baldige F.insetzung und Bitten um Anstellung bei derselben. Vornehmlich I.auchheim unter dem Finflusse von Isaak Heß und Crailsheim unter dom des jüdischen Stadt.schreiberei-Substituten David I. oeser taten sich dabei hervor. Isaak ließ schließt seine den Stünden gewidmete Denkschrift vom Januar 1821 mit den Worten: (daß die Stände') „Seine" Majestät unsern allverehrtesten König veranlassen werden ... die zur bürgerlichen und moralischen Bildung der israelitisdten Nation bestimmte Commission in Tätigkeit zu setzen geruhen werden.“ Der Verlauf der Vorarbeiten zum Gesetze vom Jahre 1828 hat ja bereits seine Darstellung gefunden *). Zahlreich und verschieden waren die Wünsche in bezug auf die Gestaltung der Oberki rchenbehörde. welche nach Publikation der Fntwürfe zum Gesetze von 1828 geäußert wurden. So verlangte der nachmalige Sekretär der Oberkirchenbehörde. l)r. Karl Weil. in seiner 1*27 erschienenen Denkschrift, die Stelle des theologischen Mitgliedes „nicht mit einem Bah bitten, sondern mit einem einsichtsvollen Laven zu besetzen“. Fin Rabbiner könne dein fortschrittlichen Geiste des ganzen Gesetzes nicht entsprechen, weil er „nicht das Geringste sanotioniren kann, das seinem Schulchan Ar,ich zuwider läuft ... Wenn aber die Regierung einen tüchtigen Laven, der im israelitischen Kircheniind Schulfach wohl eingeweilit ist. dazu ernennt, und ihm eine xon den Juden unabhängige Stellung anweist, in seiner Person allenfalls das Sekretariat und das Referat bei der Oberbehörde x ( reinigt, so xx erden wohl die Anordnungen der Behörde selbst (immer ohne in Gewissenssache,, einziigreifcn). als die Vorschläge zur Verbesserung der Israeliten an das Ministerium aus einem ganz andern Geiste ausgelien". Ob Dr. Weil hier an sich selbst gedacht hat. mag dahingestellt bleiben. Auf entgegengesetztem Standpunkte befand sich Samuel M a r u m Maver. geboren in Freudental am t2. März 1797. gestorben in Tübingen am 16. April (862. dem. allerdings nach seiner an, 28. August 18x4 in Buoch erfolgten Taufe, die ungewöhnliche Laufbahn von, armen Talmudschüler in Hechingen bis zun, berühmten, mit den höchsten akademischen Ehren ausgezeichneten Rechtslehrer beschieden war. In seiner 1828 anonym erschienenen Schrift „Bitten und Wünsche der Israeliten des Königreichs“ findet er es nur natürlich, daß ein jüdischer Gottesgelehrter der Oberbehörde angehöre. Doch empfiehlt er für die Wahl der weltlichen Mitglieder, daß die Staatsbehörde den Juden des Landes eine Mitwirkung einräume. Der Art. >7 des Gesetzes vom 25. April 1828. welcher die Oberbehörde anordnet, hat folgenden Wortlaut, der sich mit geringer Aenderung schon in den früheren drei Entwürfen findet: „Die Aufsicht und Leitung über das ganze israelitische Kirchen- und Armenwesen wird einer von der Regierung zu bestellenden Oberbehörde übertragen, welche aus einem Regierungs-Commissär und wenigstens vier israelitischen Beisitzern bestehen soll. (Forts. Sette im). *) Paul Tänzer. Die Rechtsgcsdiichte der Juden in Wärt fomberp 1806—1828, Stuttgart 1922. S. 68 ff.