Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 16 (16.11.1931)
- Date
- 1931-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
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— 176 — *,iium nutzte Kurt London ^k*inc* rhetorisch«* Fähigkeit nicht «la/u. hier erklärend, ausklärend ■ ifiel richtungwl-isend /» wirken? (duidncer. es sich ..in «1er Provinz" leicht machen zu können? Sn hat er mehr h riigc-n offc-ll gc-las>c-n als heatltwortc-t. Wenn er auf der anderen Seite ton Kin/elheiten aie d«*m Lc-Ih-ii der Gc*m«*in«le sprach. s<> war man nicht davon überzeugt. dali gerade diese Dinge (/. B. Schnorrertam!) die jüngste- Jugend in gleichem Malle wieden R*“dner Bewegen w ir würden es auch für höchst iinangeBracht halten, wenngleich man es nur begriiHen kann, «lall sich die- Jugend in den jüdischen Jugend c e r e i n « n neuerdings mehr den Ci-nicmdi'frnai-n und überhaupt dem wirklichen Leben /ugew.indt hat. als es die frühere Jugendbewegung tat. I iullich berührte es äulh-rs, peinlich. dal! Kurt I -uidon in seinem Schlußwort das pädagogische Können eines sehr geschätzte» und beliebten hiesigen Lehrers, des Herrn Kahn, an/ii/w eifein wagte, weil dieser in der Diskussion dumit dem >« ouling verbundene L Informierung allgelehnt hatte*. Dabei ist geradedas pädagogische Talent coli Lehrer Kahn so allgemein anerkannt, dal! man jene abfälligen Worte gai nicht ern-t nehmen konnte, und die Junggrnppc -« Ib-t hat ihm erst vor kurzem bei einem bestimmten Anlaß ihr besonderes Yertr.iue n bekundet.' Der Jugendbund ..Montc-fiore” kann 'einem stellvertretenden \ orsitzc-mlen und Leite r cle-i \ eite reu-C> nippe, llerrn Lehrer Kahn. ihm dankbar sein für die seit Jahren ge leiste te w.rtcolb Arbeit. leider versäumte die \ersaniniliing'leitung. eins Litgc-schicklithkeit und teilweiseei lieh mit Rücksicht auf die vorgerücktest und-'. du uumitte-lbai nach dem Schlußwort des Befe ren! n gebotene- Richtigstellung., Indes mögen diesenicht reiner Kritik, sondern grundsätzlicher Au-eiii.imler-et/iing gewidmeten Zei- Ie it die- I lie-rnschaft unserer Jiinggruppe-umitglie eie ■ ke-eieesw egs skeptisch stimmen, vic-lmehr ihr ir, (e«-gentt-il sagen, dal! die Führer des ..Abait -l---i.-" iibet »einer Junggrnppcwachen. Dr. Lutz Rosengart. Ili-ilbroiin. \n: Jti. t tktober sprach Lrl. Hilde l’e ,-i , im U.dim-n elt-s 1 raiienu-rcins nbe-i f - atiz \\ e-rfc-l. Sieverstand es besonder- .iiifzuze-ige-n. w iede r Dichter in -e iner 1 V rik -ozia'e eiiiel nn-ii'chliehe- Gefühle gestaltet und leitet.- el.onii zu den |- oreleruiige-n eler heutigen Z« ,1 :.(•*-«. Die- \ e-r-<:iiiinliing danktede r jungen lö 11• -• ■; in mit \\ arme llorb. \m 12. November begehen Privatier I. 'ie t ri und 'eine- Lhe-frau B e g i n e geb. (, i d e- , ii daseltene I e-t der Di a IN a n I e n e n II -i de zeit. Die (•emeiiide rii-tc-t sich, de n Tag fe-'tliiti zu begehen. Siern ist der Gründer der hu -men < •eineinde. war lange Jahre- \orsteher u11• I K ii ein upfle-ger und hat jahrzehntelang den \ oi bi i, idienst i-hTe-naintlich übernomme n. Die l-irm.i I. stern. M«-eh. Kle-ide-rfahrik. ist sc-ine Se!iopfeing und besteht -eit l'70. Wir wünschen e fe-ti c würdigen diamantenen Jubelpaare noch v'ie-b; J.dir, begliiekender Gern« insainkeit! Kiinze-lsau-.Nagelsberg. In dem nur noch fünf jeiili-ehc svc-e-len zahlenden Nagt-lsbc-rg fe-iert am ji». November I ran Jette II e ch t geh. Kün/elsitiu-r ihren so. Geburtstag. Die Jubilarin war in «len langen Jahren ihrer Witwenschaft den eigenen und e rheiratete n Kindern e ine liebende und trensoi genele Mutter, der keine Arbeit zu viel war und die für jedes Glied ihres Hauses sorgte Und bangte. Ihr stetes Gottvertrauen hält die CretMn auch heute aufrecht. Wir wünschen, daß sie 'ich noch viele Jahre* der Liebe und des Dankeihrer Kinder sowieder Zuneigung aller ihre i Fieunde in Gesundheit erfreuen möge. I Im. 'einemonatlichen Vorträgeeröffne-teder I - r. I I .1 II e n v e r «• i n am -. November mit hinein \ ortrag von Oberlehrer Adler über ..I De Arbeit in Bibel und T a I m u d“. Die \ or-it/ende. Trau L e v v . be grüßte die Anwesenden und erteilte dann dem Redner das Wort. l)«-r Referent berichtete, dal! sich die Jüdischen Trauen de« Altertums - auch wenn sie über zahl reiche Dienerschaft verfügten immer betätigten, ja. daß es sogar geboten war. Nur am streng gehaltenen Sahhath machte man eine Ausnahme und heiligte ihn als Tag. der den Menschen an seine Menschenwürde erinne rn soll. Rechtschaffene Arbeit. so führte- Oberlehrer Adle-r aus. ist Gottesdienst, diefreiwillig übernommene Tätigkeit ein Kulturfaktor von großer Bedeutung. Alle Talmml-Gelehrten betrieben ein Handwerk. Der Mensch soll arbeiten, um nicht abhängig zu sein: auch -cheiicht die Arlx-it das Laster. Der Redner bot noch viele schriftmäßig belegte Details, die. wieder ganze* Vortrag. großes Interesse fanden. \n der Diskussion beteiligten sich Tran An uv Hirsch und Rabbiner Dr. Cohn. erfahrung vor Augen zu führen und besonders auch ein vorsichtig abgewogenes Bild der voraussichtlichen Zukunftsentwidclung zu geben. Der >ortrag war sehr gut liesucht und erntete lebhaften Beifall. An der Aussprache beteiligten sich Rabbiner Dr. Cohn. Oberlehrer Adler, Dr. Wolf. Neu-Ulm. und der Vorsitzende, Rechtsanwalt Moos I. Hirsch-Ulm. LTm. Am 51. Oktober fand im Isr. L_e severe in der erste Tamilienubend dieser Saison statt. Das I. cb r cch t - Q u a r t c 11 spielte zwei Quartette von Haydn und Mozart, dann sang Trau Seyfert-Grünwald. Stuttgart. Lieder von Gluck und Schubert sowie österreichische Volkslieder mit schöner Altstimme. Kapellmeister lloltzwarth bewies mit zwei Klaviervorträgen von Debussy und einer eigenen Komposition seine hohe Kunst. Hieran schloß sich der Tanz an. Der harmonische Abend fand ein dankbares Publikum LTm. Zwischen dem hiesigen Rabbinat und der Intendanz des Stadttheaters hat ein Briefwechsel stattgefundcu. der allgemein interc-ssiernden Inhalt hat. Der Vertreter des Rabbinats legte gelegentlich der Aufführung der Operette „Wunderbar" \erwahrung dagegen ein. daß durch das ..Mauscheln“ einiger Schauspieler die Herabsetzung der Juden, die ohnehin in dem Stück durch die* Zeichnung des Fabrikanten Benno Biuidi geschieht, in unerträglicher Weise gestei- Arterienverkalkung T fl uVj J dama aar dl« gasatxl. gaaefc. acfctaa „Rifform «“• HA» Knofelaudi'Kapseln! Garantiert vollkow« gaaduaaefca. geruchlos — Na r all eia sa kaben Im WOrishofener Kräuterhaus e. ».*.//. Stattgart, SeldeastraBe 1, am Bollwerk, Telef. „173 gert wird. In dem Briefe des Rabbinats heißt es: ..Ich weiß wohl, daß mit solchen Darbietungen nicht die Absicht verfolgt wird, die jüdischen Zuhörer. zu verletzen, ich weiß auch, daß an dem erügten Uebelstand manche Juden selber die fitsdiuld tragen, die in ihrer Einfalt glauben, auch im Zeitalter des Hakenkreuzes Uber öffentliche Verspottungen und Herabsetzungen von Juden sich amüsieren zu dürfen. Für den normal empfindenden und gebildeten Juden gilt dies jedoch nicht. Er wird sich vielmehr aus Selbstachtung mit allen Mitteln dagegen wehren, daß zu den Verunglimpfungen der Presse auch noch solche auf der Bühne hinzukommen." Der Intendant hat sich in seinem umgehend erfolgten Antwortschreiben sofort bereit erklärt, den Wünschen des Rabbinats nach jeder Richtung stattzugeben. <Kei£6cotut Zeitgemäße Jtufi&eMeidtUU} B elegant und preiswert . SCHUHHAUS ■ 4 OTTO WALCH 1 _Hollbronn. KaloaratraB« SS 9ricn#hmgsferper TEL. 430 •Mir. Asrim. ortM*hU* BlosSlaagrr naMs-tNsssrotr, Casüpmärr 3tm-«eraic aat «tairttrtlc Julius Rlldenauer, Kieselmarkl 1 Adolf Jiuck Juwelier Kunstgewerbl. 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November Syndikus Dr. Hans R «-i ch m a ii ii - Berlin über das Thema: ..Was in eler Zeitung steht, und was-nicht in der Zeitung steh t‘‘. Der Redner verstand cs. in einem formvollendeten, ruhigen und sachlichen Refe rat den Zuhörern diepolitischen Spannungen und Nöte unserer unsicheren und erregte n Zeit ursächlich und tatsachengemäß auf Grund einer reichen Sachkenntnis und Detail- Wilh. Kölle ■w Inh.i Fr. Herdegen fiteste leMteeiilni m Platz» Neutorstr. 21 - Tel. 2S23 •für Brennstoffe nur erster Qualitäten Brot- und Feinbackerei IN. Hess t«l S.A.32S3 Inlu Georg Schlumberger Piatxgaw«i7 ♦ empfiehlt: Ugllch frisches Kaffeeo. Teegebäck diverse Kuchen Spezialität: Roggenbrot, Berches