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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-11-16 · 16 (16.11.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
16 (16.11.1931)
Date
1931-11-16
Page
[Seite] (sequence 7)
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JJue Jtiiße gehören zur Behandlung ins rPnnPiu0i4knA f Modern eingerichtetes Fußpflegeinstitut Ulm. Berichtigung. An der Doppelburmizwah Albert Hirsch und Berthold .Straßburger wurde nicht, wie in letzter Nummer berichtet, das „Hallelujah" von Frau Dora Hirsch, sondern von Frl. Trude Roberts gesungen. Frau Hirsch sang das Lied ..Herr, den ich tief im Herzen trage". 7leue [Rächet. Der 9. Band des „Großen Brockhaus". (J bis K a s; 784 Seiten; Ganzleinen RM. 26.—: bei Rückgabe eines alten Lexikons nach den festgesetzten Bedingungen RM. 23.50.) Unbeirrt durch die Sorgen und Nöte unserer Zeit, mit stets gleichbleibender Pünktlichkeit und Sorgfalt fügt der alte Leipziger Lexikonverlag F. A. Brock haus einen Baustein des von ihm begonnenen Monumentalwerkes auf den anderen. Aus neun stattlichen Bänden besteht nun schon die Reihe des „Großen Brockhaus“, den zehnten dürfen wir noch in diesem Jahr erwarten: damit wird die Hälfte des schwierigen Weges zur Vollendung des Werkes zurückgelegt sein. Nirgends auf diesen nunmehr fast 8000 Seiten ist ein Nachlassen der Spannkraft, eine vorübergehende Ermüdung zu merken, gleiche Sorgfalt wurde dem ersten wie dem letzten Artikel, der ersten wie der letzten Abbildung zuteil. Nur ein Verlag, so dürfen wir wohl mit Recht sagen, der über eine I25iährigc Tradition bei der Herausgabe großer Nachschlagewerke verfügt, und der zugleich auch die modernsten Hilfsmittel der Lexikographie zur Hand hat. kann dieses inhaltlich und äußerlich Bestes gebende Riesenwerk so pünktlich fortführen und vollenden. Ueber die textliche Zuverlässigkeit des „Großen Brockhaus“ ist auch an dieser Stelle genug gesagt worden, so daß sich jedes weitere Wort darüber erübrigt. Der neue Band bringt wieder eine ungeheure Fülle interessanter Artikel. Niemand hat treffender den Eindruck; den die bisher erschienenen Bände auf den Beschauer machen, geschildert als der berühmte Freund des deutschen Volkes. Sven Hedin. der über den „Großen Brodchaus“ gesagt hat; „Es ist ein wahrer Genuß, in dieser Goldgrube des Wissens zu blättern und die prachtvollen Bilder und Karten zu bewundern. Ein wunderschönes, monumentales Werk! Es ist unglaublich, daß so etwas in einer so schwierigen Zeit wie der jetzigen zustande gebracht werden kann! Diese Tatsache spricht wirklich Folianten für die Kraft des .besiegten“ Deutschland!“ SCHWÄBISCHE BÜCHERSTUBE DRUCKER & PROEBSTINQ iotzt: Ovarlottenatr. 8 / Tel. 20034 WeteWietWoee Sortiment — Modem— Antiquariat Egon Erwin Kisch: „Prager Pitaval.“ Erich Reiß Verlag, Berlin. Kisch, „der rasende Reporter“, bietet mit diesem Buch eine Sammlung von Kriminalfällen und sonderbaren Geschichten in einer Darstellung, die bis zur letzten Zeile in Spannung hält, die über die Schilderung des Verbrechens weit hinausgeht und mit angeborenem Spürsinn seine tausendfachen psychologischen und sonstigen Zusammenhänge aufzeigt. Wenn auch nur ein Teil aller dieser Begebenheiten im uralten Prag, wo auch der Golem im Dunkel der Gassen erwuchs, spielt, so gibt Kisch seinem Buche doch den Titel „Prager Pitaval“ und überträgt damit Prags geheimnisvolle Atmosphäre auf alle seine Erlebnisse. Wir nennen aus der Fülle des meisterhaft geformten Stoffs nur ein Kapitel, an dem sich Kischs Gestaltungskraft besonders erweist, es ist I „Der Fall des Generalstabchefs Redl“. Großartig, wie er diesen auch heute noch nicht vergessenen Spionagefall aufzeichnet! Man spürt hier, wie im ganzen Buche, die stete Gegenwartsnähe des Journalisten, der das Glück hatte, bedeutsames Aktenmaterial studieren zu können und immer selbst in alle diese Affären irgendwie, in gutem Sinne natürlich, verwickelt zu sein. H. 8t. C. Z. Klötzel: „Indien im Schmelztiegel.“ F. A. Brockhaus, Leipzig. Geh. 6 Mk.. Ganzleinen 7 Mk. Indien spielte in den großen europäischen Fragen bislang insofern eine besondere Rolle, als Englands beherrschende Kolonialstellung durch die indische Freiheitsbewegung erschüttert zu werden drohte. Aber immer wieder siegte England, konnte vielleicht siegen, weil Gandhis „gewaltloser Kampf* gegen britische Methoden bestimmt nichts ausrichten kann. Aber aufhorchen macht der Mahatma die ganze Welt, fasziniert richten die in Waffen starrenden Völker ihre Blicke gen Indien, wo sich — so glauben sie — auf der Basis untauglicher Mittel eine politische, kulturelle und wirtschaftliche Revolution - 177 - entspinnt, die ein untaugliches Objekt — so glauben sie wieder — aus Armut und Elend herausführen soll. Daß aber Indien an seiner Schicksalswende angelangt ist. dafür zeugt Klötzels geistvolles Reisebuch. Der Verfasser gibt einen höchst instruktiven Ueberblick über dieses Land der Extreme. Noch vegetieren die Massen. Aber in das Dunkel der „stummen Millionen“ haben die Führer eine Fackel geschleudert, die* Licht bringt. Soviel Helle, daß unser so fortschrittbewußtes Europa zu hohem Nutzen noch etwas davon abbekommt. Ausgezeichnete Bilder vervollständigen das empfehlenswerte Buch. H. M. Franz Schauwecker: „Deutsche a 11 e i n.“ Frundsberg-Verlag G. m. b. H.. Berlin. Ganzleinen 6.50 Mk. In seinem neuen Buch gibt Franz Schauwecker einen Schnitt durch die Zeit vom November 1918 bis zum heutigen Tage. Das Buch ist eine notwendige Fortführung, des „Aufbruch der Nation“. In der Gestalt des Friedrich Speer verwirrt und ordnet, bricht und sammelt sich der ungeheure Sturm der Gegenwart. Die endlose Vielfalt heutigen Geschehens stürzt herein. Inflation, Großstadt. Technik, Rundfunk. Elend. Verbrechen, Selbstmord. Wald, Frau, die große Not der Gewissen erhebt sich und übt ihre zerstörenden Wirkungen aus. Nach den riesenhaften Erschütterungen des Krieges und der Revolution erweist cs sich, daß sie wie ein Pflug durch die Nation gegangen sind und ihre aufwühlenden Kräfte noch weiter treiben. In Gesprächen. Vorfsängen. Träumen. Briefen. Landschaften. Tagemdiern, Reden. Erlebnissen. Erinnerungen, Berichten gestaltet sich ein feurig gehärtetes Bild der Zeit, keinem fremd, aber noch von niemandem so gesehen, so gelebt, so gestaltet wie von Franz Schauwecker. LRütmenschau. Württ. Landestheater. Mademoiselle Doct e u r. Ein Bühnenstück von O. A. P a I i t z s ch fand unter Herrn Brandenburgs Spielleitung freundliche Aufnahme dank einer vorzüglich abgerundeten Aufführung und der hervorragenden Wiedergabe der Heldin des Stückes durch Frau Pfeiffer. Man begeisterte sich an der Geschicklichkeit der Spionin. die sich aus den gefährlichsten Situationen zu retten verstand und applaudierte jedem gelungenen Streich. Das nicht übel gearbeitete Stück hat aber kaum literarischen Wert. BankconmanditB Slagmuad Weil MMMark IMttt- 1I10WM / Tat Z8SS4/4S HECHINGEN , TÜBINGEN / SIQMARJNQtN inn.ausL Wertpapiere / Einlagen zu gflnst. Zinssätzen / Industrie'Kredite / Hypotheken Aus det QeschäftsweU. [ Neu-Eröffnung des Cafe Lehrenkrauß mit Conditorei und Bäckerei. Vor kurzem eröffn etcder bekannte Cafe- und Conditoreifachmann; Herr F. Mettenleiter, das von ihm käuflich erworbene CafeLehrenkrauß am F riedrichsplatz. Herr Mettenleiter betrieb seit Jahren das Cafe Mettenleiter am Alten Postplatz. In piesen Tagen wurden die Räumlichkeiten gründlich renoviert und modernisiert. Die Räume Wirken bei der geschmackvollen und 'doch soliden Bemalung recht dekorativ; das Ganze sogalr eindrucksvoll. Man ist überrascht, was innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit von hiesigen (Handwerksmeistern und Künstlern geleistet wurde. Besondere Gelegenheit bietet sich für Kaffeekränzchen und sonstige familiären Zusammenkünfte. Auch auf Passantenkundschaft halt man sich eingestellt, was natürlich eine Voraussetzung für ein ansprechendes Cafe in der Nähe des Hauptbahnhofs ist. Dem Cafe ist ein neuzeitlich eingerichteter Conditorei- und Bäckereibetrieb angegliedert. Ueberhaupt bietet die technische Einrichtung Gewähr dafür, daß jeder Gast aufs beste bedient wird. Das photographische Atelier Lazi hat n der Werbeausstellung „Das Lichtbild“ eine I Reihe überlebensgroßer Aufnahmen ausgestellt. Kelche die besondere Aufmerksamkeit der Besuchter auf sich lenken. Die minutiöse Ausführung, die individuelle Behandlung jedes einzelnen der vorzüglich ausgeführten Bilder ergeben hervorragende Wirklichkeitstreue. Auch die zur Aus-. Stellung gelangten Landschafts- und Interieur uufnahmen tragen künstlerisches Gepräge^ Eine recht praktische Lösung durch die I neuen „Ge-Zet~-Garantiemöbel vom Deutschen Kelchs Patentamt geschützt. Bis heute' konnte man den Inhalt oder Waren in Schränken entweder auf Fächer verstellen oder durch Schublade!: aus ziehen. Festeres ist unpraktisdt. weil man die Sachen in der hinteren Reihe nicht reiche^ kann und durch die Verstell- und Zahnleisten. Staubecken und Winkel erhält, oder weil durch Schubladen das Möbel zu teuer wird.! Vtma.'D. Albert Cramer Ulm a.D. PUiz|«ue ZS - Telefon 1M1 Kansttiitenl n. dein. Wauh-Anstalt Tadellose Arbeit I KSneste Lieferfrist I PacfekuBdlge Bedienung I Abholung and Lieferung auf Anruf kostenlos. 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